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Was ich lese

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Clayton, Ingrid

Fawning – die unterschätzte Trauma-Reaktion: Warum wir uns selbst verlieren, wenn wir allen gefallen wollen

Ein mit NARM sehr kompatibles Buch, mit viel persönlicher Eigen-Geschichte. Sie beschreibt viele NARM-Überlebensstrategien (ein sehr abstraktes Wort) sehr bildlich und mit persönlichen Geschichten unterlegt.
Als psychoedukativer Zugang für dich, die einen Namen für dein Erleben suchen, ist das Buch wertvoll. Clayton schreibt klar, persönlich und ohne Pathologisierung. Für die therapeutische Arbeit selbst liefert NARM den präziseren Rahmen: wo entstand das Muster, wie zeigt es sich im gegenwärtigen Moment, was wird in der therapeutischen Beziehung gerade wieder lebendig. Wer Pete Walker gelesen hat, wird einiges wiedererkennen (Pete Walker hat den Begriff "Fawning" populär gemacht; es ist kein NARM Begriff - in NARM entspricht Fawning am ehesten dem Überlebensstil "Autonomie").

(Amazon) »Fight, flight or freeze« – diese Reaktionen auf eine Gefahr oder ein traumatisches Ereignis sind inzwischen allgemein bekannt. Die weit verbreitete vierte Reaktion kommt gerade erst ans Licht: »Fawn« – zu deutsch der Bambi-Reflex. Betroffene suchen nach Sicherheit, indem sie sich an die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen anderer anpassen. Anstatt ihre eigenen Träume zu verfolgen, helfen sie ständig anderen, deren Ziele zu erfüllen. Am schlimmsten: Sie haben immer das Gefühl, selbst schuld zu sein und unfähig, etwas zu ändern. 

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