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Rotraut Rumbaum Mindful Motion, About

Über mich

Rotraut Rumbaum

 

Mein Weg zur Therapie war keiner, den ich mir je geplant hätte. Ich bin durch ihn gestolpert, getragen von einem Tanz, der mir zeigte, was Worte nicht fassen können.

Als ich 2002 zum ersten Mal nach Buenos Aires kam, war ich auf der Suche nach etwas, das ich damals noch nicht benennen konnte. Der Tango hatte mich gefunden, diese Verbindung aus Improvisation und Struktur, aus Nähe und Autonomie, aus Körper und Musik berührte mich tief. Über elf Jahre arbeitete ich international als Tangoprofi zusammen mit meinem Partner Ricardo el Holandés. Wir unterrichteten, wir tanzten Shows, wir drehten Lehrvideos, die in vierzehn Sprachen veröffentlicht wurden.

Aber etwas anderes geschah in diesen Jahren, das viel tiefer ging als Technik oder Performance. Wenn ich mit Paaren arbeitete, sah ich nicht nur, wie sie tanzten, sondern wie sie sich aufeinander einstellten, wie sie sich vertrauten oder absicherten, wie ihre Körper Geschichten erzählten, die ihre Münder verschwiegen. Ich erkannte Muster, die nichts mit Tanztechnik zu tun hatten.

Damals wusste ich noch nichts von Tanztherapie. Ich hatte Psychologie studiert, bevor der Tanz mich rief, aber die beiden Welten schienen getrennt. Bis eine Tangoschülerin mir davon erzählte und plötzlich verstand ich, dass ich das immer schon getan hatte: Menschen beim Tanzen wirklich sehen.

Der Weg führte mich zu NARM, dem NeuroAffektiven Beziehungsmodell. Hier fand ich das theoretische Fundament für das, was ich körperlich längst wusste. Entwicklungstrauma sitzt nicht im Kopf, sondern im Nervensystem. Es zeigt sich in der Art, wie wir Kontakt suchen oder meiden, wie wir uns anspannen oder entspannen können, wie unser Körper auf Nähe reagiert. NARM arbeitet nicht mit dem Versuch, das "innere Kind" zu reparieren oder mit positivem Denken zu übertünchen, was verletzt wurde. Es geht darum, dem Nervensystem neue Erfahrungen anzubieten, sichere Verbindung spürbar zu machen.

Ich arbeite mit NARM Touch, einer Form der bewussten Berührung, die mir erlaubt, direkt mit dem präverbalen Trauma in Kontakt zu kommen, das im Körpergedächtnis gespeichert ist. Kleinschrittig, prozessorientiert, immer im Dialog mit dem, was sich im Moment zeigt. Wenn sich ein Körper entspannt, wenn feines Zittern alte Anspannungen löst, wenn jemand zum ersten Mal spürt, dass Nähe nicht Gefahr bedeutet, dann geschieht Heilung auf einer Ebene, die Gespräche allein nicht erreichen können.

Neulich hatte ich eine Klientin da. Wir sprachen über Augenkontakt, über Tränen, über die Schwierigkeit, gesehen zu werden. In mir entstand der Impuls, meine Hand nicht nur auf ihren Rücken zu legen, sondern auf ihre Wange. Zuerst hielt ich zurück, das ist intim. Dann sprach ich es aus, diesen Impuls, ohne ihn umzusetzen. Sie sagte, sie würde es versuchen wollen. In diesem Moment öffnete sich etwas. Tränen kamen, etwas wurde weich, was lange hart gewesen war.

Meine Arbeit ist eine Synthese geworden. Der Tango ist geblieben, jetzt als Tango-NARM, als Experimentierfeld für Beziehungsdynamiken. Dazu kamen Authentic Movement, Birth into Being, Breathwork. Alles Türöffner zum Unbewussten, alles Wege, das Emotionale mit dem Körperlichen zu verbinden. Ich nutze diese Methoden, weil Trauma nicht nur im Kopf sitzt, sondern im limbischen System, im Nervensystem, in der Art, wie wir atmen und uns bewegen.

Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass die therapeutische Beziehung selbst das heilendste Element ist. Ich bin nicht nur in meiner professionellen Rolle präsent, sondern als Mensch, mit offenem Herzen, wirklich verfügbar. Für Menschen, die früh in ihren Bindungserfahrungen verletzt wurden, ist es eine zutiefst korrigierende Erfahrung, wenn jemand einfach nahe sein kann, ohne zu bewerten, ohne zu drängen, ohne wegzugehen.

Ein Klient sagte mir einmal, dass er genau deshalb bleibe. Es habe mit der Art des Kontakts zu tun.

Ich sitze mit Menschen, ich bewege mich mit ihnen, ich biete Resonanz an, meine Wahrnehmung, mich selbst als Spiegel und als Übungspartnerin. Ich sage nicht, wie etwas sein soll. Ich begleite Menschen dorthin, wo ihr Körper sie führt, wo alte Muster sichtbar werden und neue Erfahrungen möglich sind.

Wenn du in meine Praxis kommst, findest du keine klassischen Therapiestühle. Stattdessen gibt es Sitzsäcke, Kissen, Flexibilität. Ich selbst kann nicht lange auf Stühlen sitzen, es fühlt sich an wie festgenagelt sein. Mein Körper braucht Bewegung, die Möglichkeit zu spüren: Was will ich gerade? Diese äußere Beweglichkeit lädt innere Beweglichkeit ein.

Diese Arbeit erfüllt mich zutiefst. Sie ist der Ort, an dem alles zusammenkommt, was mich ausmacht. Und sie ermöglicht es meinen Klientinnen und Klienten, emotionale Stabilität zu finden und eine neue, kohärente Verbindung zu sich selbst.

Mehr Berufung als Beruf: Ein Herzensanliegen

Wer ich bin und wie ich zur Therapeutin wurde


Ich bin Rotraut Rumbaum, Heilpraktikerin für Psychotherapie in Wiesbaden. Über dreizehn Jahre habe ich professionell Tango Argentino unterrichtet und auch Lehrfilme in Buenos Aires gedreht. Was mich dabei immer wieder überraschte: Hinter den tänzerischen Problemen meiner Schüler steckten häufig persönliche Muster. Bei Paaren bildete das tänzerische Miteinander immer wieder die Dynamik der Beziehung ab. Irgendwann fand mich darauf aufbauend die Tanz- und Ausdruckstherapie, dann die Paar- und Psychotherapie. Und schließlich Traumatherapie im Kontext von frühen Prägungen. Heute arbeite ich mit Menschen und Paaren in körperorientierter Einzel- und Paartherapie. Es sind diejenigen die spüren, dass tiefe Prägungen aus der Kindheit, destruktive Muster oder ein diffuses Gefühl von „ich funktioniere, aber lebe nicht wirklich" ihr Leben bestimmen– oft als wiederkehrendes inneres Muster, das sich durch verschiedene Lebensbereiche zieht, ohne dass sie genau benennen können, warum. Den Tango habe ich dabei nicht hinter mir gelassen – seine wunderbaren Grundprinzipien von verlässlicher Bindung und Freiheit in der nonverbalen Kommunikation integriere ich bei bedarf in der therapeutischen Arbeit als kreatives Mittel körperlich-emotionaler Erforschung ein.


Mein Weg


Ich bin, glaube ich, die klassische verletzte Heilerin. Ich kenne das Labyrinth von innen. Mein Weg zur Begleitung von Menschen ist tief in meiner eigenen Biografie verwurzelt.

Ich habe Entwicklungs- und Bindungstrauma selbst erlebt. Unter anderem aufgrund einer langen und schwierigen Geburt, früher Klinikerfahrungen als Baby in Isolation und mehrfach kriegstraumatisierten Eltern, die emotional nicht verfügbar waren und die nicht geben konnten, was sie .selbst nie erfahren haben.


Zusätzlich war das familiäre Umfeld, in dem ich aufwuchs, geprägt von emotionalem Missbrauch, Grenzüberschreitungen, mangelndem Halt und Geborgenheit, fehlender Unterstützung, massiven chronischen Konflikten sowie dem Vorrang von Leistung und Anpassung vor Lebensfreude und authentischem Selbstausdruck.


Mehr über meinen Weg, meine Arbeit und mich findest du in diesem BLOG.


Vom Tango Argentino zu Traumatherapie. Die verkörperte Wende.


Ein wesentlicher Abschnitt meines Weges führte mich intensiv in die Arbeit mit Körper, Bewegung und insbesondere in den professionellen Tango Argentino über mehr als 13 Jahre.


Im Tango wurde für mich unmittelbar erfahrbar, was sich später therapeutisch immer wieder bestätigt hat:

  • wie fein Beziehung im Körper organisiert ist

  • wie stark unser Nervensystem und emotionales Koordinatensystem auf Kontakt reagiert

  • wie viel unbewusste psychische Dynamik sich im Körper zeigt und in Bewegung wie auch in Begegnung ausdrückt


Vom Tango kamm ich schließlich über Tanztherapie (auch mit Paaren) zur Psychotherapie und Traumaherapie mit NARM.


Diese verkörperte Erfahrung bildet bis heute ein wesentliches Fundament meiner therapeutischen Arbeit.


Was mir durch eigene Erfahrung bewusst wurde


Die Folgen meiner eigenen Kindheitsprägungen wurden mir über viele Jahre durch intensive Selbsterfahrung und therapeutische Ausbildungen immer klarer.


Zum Beispiel:

  • ein massiver Mangel an Selbstwert und Selbstvertrauen

  • Flucht vor Herausforderungen aus der Überzeugung, ohnehin nicht zu genügen. Große allgemeine Angst, zu scheitern.

  • die damals noch unbewusste Überzeugung, etwas sofort können zu müssen, der Prozess des Lernen - etwas noch nicht können -fühlte sich bedrohlich an. Ich kannte es nicht mich darin sicher zu fühlen und Unterstützung zu bekommen.

  • diffuse Angst vor der „kalten Welt“ da draußen mit Rückzugstendenzen

  • ein chronisch dysreguliertes, überreiztes Nervensystem

  • Schwierigkeiten, Nein zu sagen und Grenzen zu setzen

  • Wut, die lange unbewusst gegen mich selbst gerichtet war

  • das Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach wirklichem Kontakt und starkem Autonomiebedürfnis


Warum ich mit NARM arbeite


Ich habe die herzbasierte, berührende und präzise Arbeit mit dem NeuroAffektiven Relationalen Modell (NARM) sehr zu schätzen gelernt, und zwar von beiden Seiten.


In NARM hat sich für mich vieles zusammengefügt:

  • meine eigene Betroffenheit

  • meine Passion im kreativen Erforschen emotionaler Zustände und deren körperlichen Erscheinungsformen

  • mein tiefes Interesse an Beziehungsdynamiken, allen voran der Beziehung zu sich selbst

  • meine verkörperte Erfahrung aus Tango, Tanz und Tanztherapie


Ich arbeite vor allem mit NARM und NARM Touch. Da wo es hilfreich ist integriere ich Körperarbeit, Bewegung und Tanz. Traumasensibel im Hier und Jetzt, nutzen wir ganz konkret das, was in unserem Kontakt spürbar wird. Eine tiefgreifende, wenn auch manchmal subtile Erfahrung ist mir wichtiger als rein kognitive Erkenntnis.


Wie ich begleite


In meiner Arbeit mit Einzelnen und Paaren bin ich weniger eine Lösungsfinderin als eine präzise Wegbegleiterin für neue Orientierung durch neue Erfahrungen. Ich helfe dir, oft lange verschlossene innere Räume zu öffnen und dich selbst anzunehemn, wie du bist.


Mich leitet die individuelle implizite Organisation von Verbundenheit und Autonomie, also die Art und Weise, wie wir Beziehung leben. Das findet meist weit unterhalb unseres Bewusstseins statt.


Meine Leitwerte


Präzision statt Geschwindigkeit Ich arbeite lieber tief, präzise und klar als schnell und oberflächlich. Tiefe entsteht dort, wo das Nervensystem in seinem eigenen Rhythmus folgen kann und ein Zustand von Sicherheit möglich wird.


Begegnung auf Augenhöhe Ich halte den sicheren Rahmen und den Prozess, während du die Expertenschaft für dein inneres Erleben behältst. Wir reparieren keine Defekte, sondern erforschen lebendige Prozesse, ohne Druck und oder Bewertung.


Verkörperte Gegenwart Wir wühlen nicht in der Vergangenheit um ihrer selbst willen. Wir erforschen im Hier und Jetzt, wo du dich in derTiefe selbst verrätst und was dich auch heute noch von deinem wahren authentischen Sein und Selbstausdruck abhält.

Mit einer wohlwollenden und ehrlich interessierten Haltung vertraue ich dem Prozess. Körperwahrnehmung, spontaner Ausdruck, Bewegung und Tanz können dabei wertvolle Unterstützer sein.


Vom Überlebensinstinkt zur Ressource


Trauma ist nicht das, was im Außen passiert, sondern das, was in unserem Inneren geschieht, wenn Erfahrungen nicht verarbeitet werden können.

Meine Passion ist es, emotional, körperlich und im konkreten Kontakt zu erforschen, wie wir ehemals intelligente Anpassungsstrategien unnötigerweise weiter am Leben erhalten und wie wir den Schatz heben, der in ihnen verborgen liegt.


Ein Beispiel:

Meine heutigen „feinen Antennen“ für mein Gegenüber waren früher ein notwendiger Überlebensinstinkt in einem unberechenbaren Umfeld. Heute ist diese Sensitivität ein wertvolles Werkzeug in meiner Arbeit.


Klang- und Selbsterfahrungsräume


Neben dieser prozessorientierten therapeutischen Begleitung fließen meine Leidenschaften für Stille, erweiterte Bewusstseinszustände, Schwingung und Klang in eigenständige Klang- und Selbsterfahrungsräume ein.


Diese stehen für sich. Sie sind mein Angebot an dich, Resonanz und Regulation unmittelbar zu erfahren, ohne therapeutischen Fokus, einfach als Raum für dein Sein.


Wenn du dich angesprochen fühlst


Mir geht es darum, dass Menschen sich nicht überanpassen und im Funktionieren an sich selbst vorbeileben, sondern authentisch und lebendig in Beziehung treten können, zu sich selbst und zur Welt.

Wenn du den Eindruck hast, dass meine Art zu arbeiten für dich stimmig sein könnte, freue ich mich, wenn du dich meldest und wir gemeinsam schauen, ob ich dich oder euch als Paar hilfreich begleiten kann.


👉 Erstgespräch anfragen

Hier kannst du mir eine Nachricht schreiben.


Mehr über meinen Weg, meine Arbeit und mich findest du in diesem BLOG.

Aus- und Weiterbildung

  • NARM Neuro Affective Relationship Model (UTA Akademie/Practitioner)

  • NARM im Kontext von Geschlecht und Sexualität bei Laurence Heller

  • NARM im Kontext von Paar-Dynamiken

  • NARM Masterclass bei Laurence Heller

  • NARM Touch

  • SEI Somatische Emotionale Integration bei Dami Charf

  • Somatic Attachment Training experience (SATe) - Therapeutische Arbeit mit Bindungsverletzungen / Entwicklungstrauma bei Elisabeth Schneider-Kaiser

  • Authentic Movement nach Janet Adler bei Anke Teigeler

  • Intensive Gong and Sound Therapy Training bei Tone of Life

  • Meditatives Gongspiel bei Richard Sant Subagh

  • Beyond Experience: Integration psychedelischer Erfahrungen bei Mind Foundation

  • Life Art Process nach Anna Halprin, bei Ursula Schorn

  • Tanz- & Ausdruckstherapie (BTD)

  • Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

  • Spirituelle Paartherapie bei Samarona Buunk

  • Tango Argentino 

    Weiteres

  • Ich bin Mitglied des Berufsverbandes der TanztherapeutInnen Deutschlands

  • (BTD).

  • Eingetragen bei International NARM Directory of NARM Therapists

  • Produktion einer fünfteiligen Serie von  Tango Lehrvideos mit Ricardo el Holandes. Inzwischen gibt es die einzelnen Kapitel auch als Downloads unter www.tango-dvd.net


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