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  • Afterwork Soundhealing Do 24.9. – Reise zu dir mit Tanz und Klang 18:30–21:00 Wiesbaden. Jeden 4. Donnerstag im Monat!

    Grosser Gong bei Klangreisen von Rotraut Rumbaum Mindful Motion Tanz, Entspannung und Zeit für dich – finde tiefe Ruhe und Inspiration in einer wohltuenden, zentrierenden Klangreise. Mit ANMELDUNG! (Alles Praktische hier) Klänge unterstützen dich dabei, Stress abzubauen, inneren Ballast loszulassen, tiefe Entspannung zu erfahren, oder in besondere Bewusstseinszustände einzutauchen. Sie helfen dir, dich mit deinem Innersten zu verbinden und den Alltag hinter dir zu lassen. Mein großer Gong aus der "Tone Of Life" Herstellung entfaltet harmonische Klänge über alle Frequenzbereiche - vielfältige, intensive und sanfte. Mit meiner meditativen und an die Gruppe angepassten meditativ - improvisierten Spielweise lermögliche ich dir, dich Stück für Stück tiefer den Klänge hinzugeben. Der Geist wird ruhig. Der Körper regeneriert. Was bleibt ist Klang, Resonanz, reines SEIN in der Erfahrung von Zeit- und Raumlosigkeit. "Der Klang ist die Welt" (Joachim Ernst Berend, früher ein Lieblingsautor von mir). Die Klangreise entwickle ich nach und nach mit verschiedenen obertonreichen Instrumenten wie Schamanentrommel, Oceandrum, Klangschalen, hinführend zum Höhepunkt mit dem grossen Gong und abschliessend mit der Körpertambura und Koshi. Sie tragen und ergänzen den Gong ganz wunderbar. Sie setzen zusätzliche Impulse, die meist als sehr persönlich und nah erlebt werden. “If you play the Gong you play the universe.“ (Richard Sant Subagh, Gongspiel, Ausbilder, Kundalini Yoga Lehrer) Es klingt vielleicht etwas mystisch, aber die Klänge wirken tatsächlich vielfältig und heilsam auf Körper, Geist und Seele. Sie können Zugang geben zu frühen Erinnerungen. Spannungen im Körper und Emotionen befreien. Traumzustände und Visionen erzeugen. Ein wohltuendes Gefühl von Loslassen und Leichtigkeit erzeugen. Erlösende Tränen als Spannungsabbau gab es auch schon. Man kann es nicht genau vorhersagen - es ist jedes Mal anders, aber immer eine sehr individuelle, auch sehr spannende und überraschende Erlebniswelt. Jede Zelle deines Körpers reagiert darauf und schwingt mit - ob du es merkst oder nicht. Rotraut Rumbaum beim Affterwork Soundhealing Nebenher: auch therapeutisch und für Einzelsessions ist der Einsatz meines großen Gongs und der Körpertambura (auf dem Körper gespielt) von Deutz wunderbar geeignet und sehr empfehlenswert! Klangerlebnisse können dann auch anschliessend im persönlichen Lebenszusammenhang betrachtet und individuell weiterbearbeitet werden (bei Interesse sprich mich darauf an). Das fördert heilsame Entwicklung durch bewusste Integration der Erfahrung im persönlichen Lebenskontext. Klänge wie die des Gongs werden schon immer genutzt, um Entspannung, Zentrierung und innere Ruhe zu fördern, oder um Zugang zu mystischen oder spirituellen Zuständen zu erleichtern. EEGs zeigen heute, dass durch solchen Klang die Gehirnwellen verändert und die Gehirnhälften synchronisiert werden. Das folgende EEG zeigt die Reaktion auf einen großen Gong, der in dieser Meditation seine Wirkung entfaltet - siehe 2. Bild: völlig beruhigt. Brain Scan vor Gong Alexandre Tannous Brain Scan nach Gong von Alexandre Tannous (Mit freundlicher Erlaubnis von Alessandre Tannoux, www.sound-meditation.com) Zum Praktischen Ablauf Nach einer kurzen Einführung bewegst du dich frei, um deinen Körper vorzubereiten, durchlässiger werden zu lassen und dich richtig gut zu spüren. So schaffst du dir einen hilfreichen Übergang aus deiner Alltagsaktivität und Deiner Aussenwahrnehmung in deine innere Welt und einen kraftvollen Einstieg in deine Klangreise. Anschließend legst Du Dich entspannt hin und überlässt dich deiner Erfahrung - sei am besten einfach erwartungsfrei offen für das, was du erleben wirst! Mit den sanften Klängen der Körpertambura und Koshi zum Abschluss kehrst du entspannt und belebt in deinen Alltag zurück. Zum Abschluss genießen wir gemeinsam einen Moment der Stille. Anschließend stehe ich für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Das ist manchmal sehr nützlich - vor allem wenn die Klangwirkung dich emotional überraschte. So wie es mich überraschte, als ich das erste Mal einen großen Gong hörte und sofort wusste: "Das will ich auch". Man weiß es vorher nie... Und es ist jedes Mal anders! Wann Jeden 4. Donnerstag des Monats von 18.30-21.00h. Wo Michelsberg 28, 2.Hinterhof Wiesbaden Mitte Klingeln bei mindful motion ** Ausgleich 50,- verbindliche Voraberweisung an Rotraut Rumbaum IBAN DE05513800400937719000 Betreff: Afterwork Soundhealing (mit dem jeweiligem Datum) ** Anmeldung bitte über folgenden Link: ANMELDUNG Die Plätze sind sehr begrenzt! Bei kurzfristiger Anmeldung bitte melden unter 0163-8778212. Wer mehr über Wissenschaft und Sound Meditation erfahren möchte: Die Seite von Alexandre Tannous: www.soundmeditation.com - Außerordentlich interessant! Und gelegentlich mein Newsletter (Registrierung) Und eine Anleitung und ein paar Gedanken von mir zum "meditativen Hören": https://docs.google.com/document/d/1XfA497BDxBcdW5ztwGe3wIbh1qb4OyUIrZJ3TTqHnIo/edit?usp=sharing

  • NARM und IFS - Internal Family Systems Therapie: Sind innere Anteil real? Wie ich arbeite.

    Wenn du die Teile oder das "Selbst" in IFS nicht finden kannst.. dann liegt das vielleicht nicht an dir. Denn diese Teile gibt es ja nicht so real, wie es deine Hand oder den Stuhl gibt: es sind ja letztlich nur mentale Konstrukte, die man während der Suche konstruiert . Es sind eher Metaphern oder vorgestellt Stellvertreter. Und IFS ist nur eine Methode, die mit "Teilen" arbeitet: andere Methoden kennen garkeine "Exiles" oder "Manager" oder das "Selbst" wie IFS es anbietet. Und das ist mein Hauptproblem mit IFS, und vielleicht deins. Inneres Kind und Symboltiere: wie arbeite ich mit "Inneren Teilen"? Auch ich arbeite gelegentlich mit so etwas wie den inneren Teilen (meist "das innere Kind", und manchmal sogar mit symbolischen Platzhaltern ). Ich bin hauptsächlich NARM Therapeutin, aber keine dogmatische! Aber während IFS den Umgang mit inneren Anteilen lehrt, ziele ich auf größere Freiheit von ihnen ab. Das sind unterschiedliche Perspektiven. Außerdem: mit "Somatic IFS" teile ich Gedanken, auch wenn wir im Detail Unterschiede haben. Was ist IFS? IFS (Internal Family Systems) ist eine sehr populäre Therapie-Methode von Richard Schwartz. IFS behandelt das innere Erleben als Versammlung von "Anteilen", die als eigenständige Akteure mit eigenem Willen auftreten. Da gibt es zum Beispiel Beschützer oder "Exiles" oder Manager. Das ist an sich kein ganz neues Konzept. Vor vielen Jahren hatte zB die Familientherapeutin Virgina Satir ihre "Parts Party" benutzt. Die neuere Entity-Arbeit von Richard Schwartz und Bob Falconer geht noch weiter: Destruktive Impulse können dort als fremde Wesenheiten gelten, die fast schamanisch vertrieben werden müssen. Was finde ich gut in IFS? Ich teile natürlich mit IFS and NARM Therapeutin einige Grundannahmen, auch wenn ich es anders ausdrücken würde. Zum Beispiel sagt IFS: "Es gibt keine schlechten Teile" (no bad parts). Für mich haben die NARM Überlebensstile auch eine ursprünglich "positive Intention" - allerdings nicht als eigenständige "Teile" Zudem gibt es in der "Somatischen IFS" Theorie von Susan McConnell. erstaunliche Überdeckungen: zum Beispiel teilen wir beide den Begriff von "Mindful Motion". Und beide sehen Berührung als wichtige Komponente. Was ist aus NARM Sicht problematisch in IFS? Aus NARM-Sicht verliert man damit den Zugang zur Frage, wie man selbst seine Erfahrungen innerlich organisiert. Zudem führt die Aufspaltung in unterschiedliche Anteile eher zu mehr Fragmentierung, was aus NARM Sicht kontraproduktiv für Entwicklung, Desidentifikation mit früh gelernten Schutzstrategien ist. Man beginnt leicht, diese Teile als real zu sehen, sich mit ihnen zu identifizieren (es sind ja "meine Teile") und vermeidet die reale Kapazität und Verantwortung, die wir als Erwachsene für uns selbst haben. In NARM fokussieren wir darauf, sich von den eigenen kindlichen Anteilen und "Überlebensstrategien" zu desidentifizieren, also sich selber als Akteur zu erkennen. Der Unterschied ist subtil, aber relevant: Im IFS ist das sogenannte "Selbst" nur ein Anteil unter vielen - wenn auch ein wichtiger. Im NARM geht es dagegen ganz zentral um das Selbst. Das "Selbst" in Internal Family Systems und NARM In IFS ist das "Self" eine besondere Qualität, ein Zustand, den man erreicht oder in den man geführt wird. Es hat spezifische Eigenschaften (die "8 C's": Curiosity, Calm, Clarity usw.). Es ist etwas, das man kultiviert oder freilegt. In NARM gibt es kein entsprechendes Konstrukt. Das Erwachsenenbewusstsein ist keine besondere Qualität, sondern der Ausgangspunkt. Es ist nicht etwas, das man erreicht , sondern es ist das, was bereits da ist. Unabhängig davon, wie es sich anfühlt. man hört auf, sich mit dem kindlichen Muster zu identifizieren. Heller würde sagen: Die Frage ist nicht "Wie komme ich ins Self?", sondern "Womit bin ich gerade identifiziert? Wofür dient mir das gerade?" Der praktische Unterschied: In Internal Family Systems kann das Self zum Ziel werden, zu einem inneren Zustand, den man anstrebt. Das birgt das Risiko einer weiteren Identifikation mit dem "gesunden Kern." NARM umgeht das, indem es gar kein Ziel-Selbst definiert. Außerdem kann man laut NARM das Selbst nicht verlieren. Lediglich die Verbindung dazu kann sich durch ehemals intelligente Überlebensstrategien und die gelernten Identitäten verloren gegangen oder überlagert anfühlen. NARM hilft, diese Schichten abzutragen. Ein Beispiel: Das "Innere Kind" in Internal Family Systems und NARM Ich selber arbeite gelegentlich auch mit etwas, das "Teilen" nahekommt: zum Beispiel das "Innere Kind". Hier ein Beispiel mit einer Klientin die ich hier Johanna nenne (ein realer Fall). Ich zeige erst meine Arbeit, dann wie ich es mir mit IFS vorstelle. Das innere Kind in NARM Johanna kommt in die Sitzung mit einem Muster, das sie selbst nicht versteht: Sie sehnt sich nach Kontakt, und gleichzeitig hält sie mögliche emotionale und körperliche Nähe mit aller Kraft auf Abstand. In einer Selbsterforschung wird ihr plötzlich bewusst, dass sie sich trotz ihres Bedürfnisses nach Kontakt innerlich mit dem Fuß gegen die Tür stemmt, diese aktiv zuhält und Begegnung selbst verhindert. Als sie dann sich selbst als Kind hinter dieser Tür wahrnimmt, ein kleines Mädchen mit großer Angst, verändert sich etwas. Sie nimmt sie in Gedanken auf den Arm und in diesem Moment bricht das jahrzehntelange Gegenhalten zusammen. Sie erkennt, dass ganz real heute als Erwachsene nicht automatisch eine Katastrophe geschehen würde, wenn sie jemanden näher an sich heranließe - vielleicht, enttäuschend, schmerzhaft, aber nicht existenziell. Sie merkt, sie muss die Tür nicht mehr bewachen, weil sie selbst entscheiden kann, ob, wann und für wen sie sie öffnet. Und dass sie heute im Gegensatz zu früher nicht mehr ausgeliefert ist, auch wenn es sich vielleicht noch so anfühlt. Das Innere Kind in IFS In IFS würde Johannas innere Szene als Begegnung zwischen verschiedenen Anteilen inszeniert. Die Tür, die sie zuhält, ist ein Beschützer-Anteil, ein sogenannter Manager, der einen verletzten, verbannten Anteil (das ängstliche Mädchen) von bewusstem Erleben fernhält. Die therapeutische Arbeit würde darin bestehen, zunächst mit dem Beschützer in Dialog zu treten, seine Absicht zu würdigen, und erst mit seiner Erlaubnis Kontakt zum verbannten Anteil aufzunehmen. Der Unterschied: vom Umgehen mit Anteilen zur Des-Identifikation von fragmentierten Anteilen Der Unterschied ist aber wesentlich. Er liegt in der inneren Konstellation und der Rolle die du als Klient einnehmen würdest: IFS: Du wärst danach jemand, der seine Anteile kennt und mit ihnen umgeht. In IFS bekommt jeder Anteil eine Stimme und einen Platz im inneren System. Das Kind hinter der Tür ist ein "Exile" mit eigenem Status. Ich als Therapeut begleite dich dabei, diesen Anteil zu "entlasten" und zu "reintegrieren." NARM: Du wärst danach jemand, der sich weniger mit den alten Schutzmustern identifiziert sondern seinem Wesenskern und seiner realen Erwachsenenkapazität näher kommt. Was bedeutet das konkret für dich als Klient? In der Arbeit mit Johanna gab es einen Moment, in dem sie das Kind wahrnahm und gleichzeitig merkte: Ich bin nicht dieses Kind. Ich schaue auf es. Das ist aber der entscheidende Unterschied. Solange du dich mit dem ängstlichen Kind identifizierst, reagierst du aus ihm heraus, ohne es zu merken. Du hältst die Tür weiterhin zu, weil es damals Angst hatte. Auch wenn heute real vielleicht eher die Erfüllung deiner Sehnsucht dahinter wartet. Wenn du erkennst, dass du dich mit dem Kind von damals identifizierst, entsteht ein Spielraum. Du kannst entscheiden, ob du die Tür weiter zuhältst oder nicht. Das ist ein Wechsel darin, wer du in diesem Moment bist und wieviel Wahl du hast. Zu den "externen Entitäten" Es ist kein Kern-Thema von IFS. Aber die letzten Äußerungen von Richard Schwartz zu "Besessen sein" von externen Entitäten halte ich für sehr problematisch. Er hat sie gewonnen nach psychedelischen Erlebnissen. Während ich solche Erlebnisse nicht abwerte - im Gegenteil, sie können extrem hilfreich und bewusstseins-erweiternd sein, sogar therapeutisch - bin ich sehr skeptisch, solche eher schamanischen Gedanken, die auf Exorzismus hinauslaufen, in die Therapie aufzunehmen. Vielleicht hat die Grundkonstruktion von IFS - dass diese Teile, auch die guten, "real" sind - Richard Schwartz zu dieser Erweiterung verleitet. Zu mir als NARM Therapeutin, die über IFS schreibt Anmerkung dazu: ich bin keine ausgebildete IFS Therapeutin, habe aber einiges an Literatur gelesen, weil ich einige Grundhaltungen mit IFS teile und undogmatisch an Methoden herangehe. Zum Beispiel teile ich die Grundhaltung der "ursprünglich guten Absichten". Oder ich finde den Ansatz von Susan MCConnel interessant, weil er von der Zielsetrung und den Werjzeugen Überschneideungen zu mir hat Somatisches IFS Bei mir Mindful Motion Authentic Movement Tango Elemente (beides zusammen hatte ich "Mindful Motion" genannt...) Attuned Touch NARM Touch Den "externen Entitäten" aus der neueren IFS Theorie stehe ich kritisch gegenüber. Zudem gilt: In der therapeutischen Praxis kommt es oft mehr auf die individuellen Therapeutin an und wie sie mit der Theorie praktisch umgeht als auf die Methode an sich. Zum Lesen und Hören Zu IFS gibt es zum Beispiel jede Menge YouTube-Videos, die man zur Einführung nutzen kann. Ich habe mich hier auf das neue Buch zu "Somatischem IFS" von Susan McConell bezogen. RIchard Schwartz zu "externen Entitäten" https://www.youtube.com/watch?v=RaWM5-zjGf4 Schwartz räumt in diesem Interview ein, dass er "unattached burdens" nicht öffentlich betont, weil er IFS im Mainstream etablieren will. Er beschreibt dann Phänomene, die sich seiner Einschätzung nach klar von normalen Anteilen unterscheiden: Sie gehören nicht zur Person, haben ein eigenständiges Leben, und wollen gezielt schaden. Er nennt sie "unattached burdens" und verweist auf schamanische Traditionen, die ähnliche Konzepte kennen. Die Intervention: Wenn der Klient in den "Self"-Zustand kommt, verliert die Entität ihre Macht. Danach wird sie "ins Licht geschickt". Sie hat laut Schwartz keine Wahl und muss gehen. Schwartz sagt explizit, er spreche darüber nicht offen, weil er die Akzeptanz von IFS nicht gefährden will. Das ist eine bewusste Entscheidung, einen Teil der eigenen Praxis zu verbergen. Auch das halte ich für problematisch. Zu NARM: Ich würde das Buch von Laurence Heller und Stefan Niedermayer als Einstieg empfehlen. PS: Ich gehe davon aus, dass ein IFS Therapeut hier bestimmt differenzieren würde, und freue mich über Zuschriften.

  • NARM und Gopal: Ehrliches Mitteilen (1). Kommunikation oder Dissoziation?

    TLDR: Ehrliches Mitteilen von Gopal Norbert Klein kann eine effektive Selbsthilfe-Methode für Paare und Gruppen sein. Das zeigen viele Kommentare im Netz, und Aussagen meiner Klienten, die Gopal schon kennen. Dieser Post zeigt, wo aus NARM Sicht auf Ehrliches Mitteilen für manche Menschen gerade der Kern der Methode - das Sprachritual - eine Grenze für wahre Präsenz (was Gopal eigentlich anstrebt) sein kann. Meine Klientin hatte einen positiven Eindruck von Ehrliches Mitteilen (EM) in ihrer EM-Gruppe. UND sie kam zu mir als NARM-Therapeutin. Warum? Ehrliches Mitteilen ist Gopal Norbert Kleins Methode, privat und in Selbsthilfegruppen die soziale Isolation zu überwinden, und in einer strukturierten Form Sicherheit und Vertrauen durch eine spezielle Vorgabe für das Sprechens wiederzugewinnen. Im Grunde besteht sie darin, dass man in einer strukturierten Gesprächssituation bestimmte sprachliche Regeln einhält. Das ist verwandt mit dem Prinzip des "Zwiegesprächs" oder "Dyalog", das der verstorbene Therapeut Michael Lukas Möller vor Jahren entwickelt hatte: Man praktiziert es regelmäßig, und es gibt sprachliche sowie Verhaltensregeln. Ein anderes sprachregelgeleitetes Modell ist "Gewaltfreie Kommunikation" von Marshall Rosenberg. Zu EM gibt es im Netz viele positive und negative Kommentare (wörtlich zitiert aus verschiedenen Quellen: "Je öfter man auf diese Kommunikationsebene wechselt, umso häufiger tritt auch diese Gegenwärtigkeit auf" "gelassenere Beziehungen" "Alles was ich gerade wahrnehme, darf da sein" "Die Praxis tut etwas. Die Verbindung in der Gruppe ist real". Aber es gibt auch Grenzen "kein Dialog, kein Austausch, kein Nachfragen" "die längsten zehn Minuten meines Lebens" (initiale Überforderung) "Alte Beziehungsmuster bleiben - trotz regelmäßiger Praxis" "im Alltag besteht die Gefahr..." (außerhalb des Schutzraums) Auch die Kommentare unter Youtube Videos mit Gopal sind oft widersprüchlich: sie reichen von Community-Zustimmung zu Fundamentalkritik, aber so sind Social Media. Das "Ehrliche Mitteilen" Sprachmodell Gopals Methode beruht im Kern auf einem ritualisierten Sprachmodell, das Kommunikation entpersonalisieren soll. Wie funktioniert das? Gopal gibt drei vorgeschriebene Satzanfänge: „In meinem [Körper] spüre ich jetzt …" (Körperebene) „Ich fühle im Moment …" (Gefühlsebene) „Mein Kopf denkt…" (Gedankenebene) Sätze mit „Du…" sind verboten. Selbst Impulse und Handlungen müssen umformuliert werden: statt „Ich will aufstehen" → „Mein Kopf denkt, dass mir Aufstehen helfen könnte." Sogar Gedankenstille: statt „Ich denke gerade nichts" → „Mein Kopf denkt, dass keine Gedanken da sind." Wo ist das Problem? Gopal macht hier zwei Grundannahmen: Entschärfung von Konflikt Wenn man sich sprachlich von sich selber distanziert, wirkt das kurzfristig "entschärfend" in einer Kommunikationssituation, da der Partner sich dann nicht so schnell persönlich angegriffen fühlt. Der Weg zur Spiritualität Stufe 1 ist das Benennen auf den drei Ebenen — mechanisch, regelgebunden. Das soll das Nervensystem beruhigen und Tabus auflösen. Stufe 2 entsteht dann angeblich von selbst: Wenn nichts mehr zurückgehalten wird, kommt eine „dritte Kraft" ins Spiel — „früher hat man dazu Gott gesagt oder Liebe". Er beschreibt das als transzendentes Erleben: Man fühlt sich „buchstäblich im Himmel", taucht in „grenzenlose Weite" ein. Weiter gibt es laut Gopal eine Energieebene jenseits der Sprache: Bauch, Brust, Stirn: feinstofflicher Energiefluss zwischen zwei Menschen, bis schließlich „Energie ungebremst vertikal durch die Wirbelsäule nach oben aus dem Kopf austritt" und beide in „Grenzenlosigkeit eintauchen". Die NARM Sicht auf Ehrliches Mitteilen: Das Risiko der Dissoziation Meine Grundkritik ist, dass das, was Gopal als Kompetenz und Transzendenz beschreibt, für manche Menschen eher Dissoziation ist. Was ist Dissoziation? Mit Dissoziation meine ich hier eine Schutzstrategie, in der man sich von seinen eigenen Gefühlen und/oder Körperempfindungen abkoppelt, indem man sich "von außen sieht" anstatt im inneren zu fühlen. Man muss dies von spirituellen Praktiken, die die Selbstbeobachtung schulen, oder der Fähigkeit des metakognitiven Gewahrseins unterscheiden. Die Grenze ist aber in der Tat fließend. Gopal hatte Kontakt zu solchen Traditionen, und hat sie in seine Methode als Ziel eingebettet. Problem 1: Die Sprache erzwingt Beobachterposition „Mein Kopf denkt, dass..." ist keine Beschreibung von Präsenz, sondern eine Distanzierung. Wer so spricht, tritt aus dem Erleben heraus und beobachtet es von außen. Das kann manchmal sinnvoll sein. Aber bei Menschen mit Trauma-Geschichte ist genau das oft schon das was NARM "Überlebensmodus" nennt. Die Methode "belohnt" diesen Modus, weil sie ihn als Sprach-Kompetenz darstellt. Problem 2: Die Methode kann Dissoziation nicht von Regulation unterscheiden Gopal setzt voraus, dass die Fähigkeit zur Selbstbeobachtung Kontaktkapazität bedeutet. Das stimmt nicht unbedingt. Jemand mit Dissoziation kann die Formeln perfekt anwenden und dabei vollständig vom eigenen Erleben abgekoppelt sein, ohne dass man selbst oder Außenstehende das erkennen. Es ist ein Unterschied, ob man "im Feuer der Gefühle sitzt" und sie gleichzeitig wahrnimmt, oder ob man sie "unter der Decke hält" , also eher unterdrückt und beobachtet. Das spirituelle Erleben ist möglicherweise eine Form von Dissoziation Die beschriebenen Endstadien, Grenzenlosigkeit, Auflösung des Selbst, sind erfahrungsmäßig in intensiver Form manchmal schwer von "Depersonalisation" oder "Derealisation" in einem aktivierten Zustand zu unterscheiden. Gopal beschreibt sie als Transzendenz und wertet sie als Heilungszeichen. Das macht die Methode für manche Menschen riskant, weil ein dissoziatives Erleben als spiritueller Fortschritt missverstanden werden kann. Es kann aber einfach als "bypassing" der eigenen Emotionen benutzt werden - also am realen, oft konflikthaften inneren Erleben und Fühlen vorbei. Die Grenzen meiner Kritik Ich behaupte nicht, dass meine Bemerkungen für jeden zutreffen. Auch ist Gopal so ehrlich, stark traumatisierte Menschen an Therapeuten zu verweisen, zum Beispiel Verena König oder Dami Charf. Die vielen positiven Kommentare stehen einer einseitigen Kritik entgegen. Ich möchte nur auf die Gefahr einer Verwechslung hinweisen, da für manche Menschen die Methode eher zu Gefühlsflucht als zu Präsenz führen kann. Referenzen Gopal Norbert Klein zu EM https://www.rotraut-rumbaum.de/buch-etc/gopal-norbert-kleine-vagusnerv Gopal zu Floating https://www.youtube.com/watch?v=zJDqIfakhVE Michael Lukas Möller zu "Zwiegesprächen" https://www.rotraut-rumbaum.de/buch-etc/moeller-die-wahrheit-beginnt-zu-zweit-rotraut-rumbaum Und mein Blog dazu https://www.rotraut-rumbaum.de/post/rotraut-rumbaum-mindful-motion-zwiegespr%C3%A4ch-paartherapie Ein Artikel zu EM und Gewaltfreie Kommunikation aus EM Sicht https://em-lernen.de/ehrliches-mitteilen-und-gfk/ Ein guter Youtube Kanal, dessen Sicht zu Gopal zum großen Teil mit meiner Sicht übereinstimmt https://www.youtube.com/@hpp_florian/videos Die kritischste Stimme zu Gopal, zum Teil sachlich begründet zum Teil seinerseits politisch https://www.psiram.com/de/index.php?title=Gopal_Norbert_Klein

  • Warum Self-Help oft nicht wirklich hilft

    TLDR: Dies ist ein Post zum Thema, warum Verstehen alleine oft nicht hilft. Self-Help durch Lesen, Youtube oder künstliche Intelligenz kann auf der Ebene des Verstandes, also konzeptionell, weiterhelfen. Das Problem: Es ändert sich oft trotzdem nichts an den eigenen tiefsitzenden Mustern. Dieser Post erklärt, warum das so ist: Man lernt dabei rein kognitiv, oft alleine, und man macht keine neuen, verankernden Erfahrungen in Gegenwart eines anderen Menschen. Inhalt Die Scham meiner Klienten Ich habe mehrere Klienten - manche selber in helfenden Berufen wie Coach oder Psychotherapeut - die mit sich selber, obwohl sie sich selber völlig "verstehen", nicht zurande kommen. Und manche empfinden dann echte Scham darüber. Sie sind erwachsen, durchschauen alles - und trotzdem können sie - zum Beispiel - nicht "Nein" sagen, oder sie weichen Konflikten aus. Und schämen sich darüber. Es gibt ja kaum noch jemanden, der Begriffe wie Bindungsstil oder Trauma nicht kennt. Meine Klienten haben manchmal das neueste Buch über Fawning gelesen. Trotzdem kommen sie zu mir oder anderen Therapeuten. Und ja, auch mir geht es in manchen Bereichen so! Der Widerspruch: Self-Help hilft nicht Eigentlich sollten wir überhaupt keine Probleme mehr haben. Für Self-Help gibt es ca 30.000 Bücher im deutschen Büchermarkt, und bis zu einer Million YouTube-Videos. Zusätzlich verwenden bis zu 40% der Deutschen künstliche Intelligenz zum Lösen von Problemen im Bereich der eigenen Psyche und von Beziehungen. Aber: Für Psychotherapie-Plätze gibt es monatelange Wartezeiten. Verstehen und Erfahren sind unterschiedliche Dinge Warum hilfe Self-Help so oft nicht? Der Grund ist einfach: Self-Help operiert über den Verstand: es erklärt Zusammenhänge, zum Beispiel Bindungsstile oder Trauma. Aber nur über menschlichen Kontakt machen wir neue Erfahrungen. Und nur neue Erfahrungen mit anderen Menschen können tiefsitzende Reaktions- und Verhaltensmuster auf Dauer verändern. Ich sage aber ausdrücklich: was ich sage, gilt bei tiefsitzenden Reaktions- und Verhaltensmustern, und dazu zähle ich hauptsächlich Muster, die sich aus Entwicklungstrauma herleiten. Weniger tiefsitzende Muster - wie zum Beispiel einfache Kommunikationsmuster - kann man durchaus besser verstehen und dann ändern. Wir müssen deshalb in der Psychotherapie neue Erfahrungen ermöglichen, die über das Verstehen hinausgehen. Wie ermögliche ich neue Erfahrungen in meiner Therapie? Meine eigene Version von "erweitertem NARM" ist direkt darauf ausgelegt, neue Erfahrungen zu machen: NARM NARM selber orientiert darauf, in der Gesprächs-Situation die alten Muster direkt - auch sensorisch - wahrzunehmen, durch präzises und immer tieferes Fragen "was passiert gerade"? Immer wieder. NARM Touch NARM Touch fügt gegebenenfalls eine sensorische Dimension der Erforschung von Nähe und Distanz hinzu: direkte physische Berührung. Das kann zunächst angstbesetzt sein und tiefe Reaktionen hervorrufen Tango Für manche Klienten helfen einfache Dinge wie Aufeinanderzugehen, Tango-Umarmung (auch mit mir selber als ehemalige Tango-Lehrerin) oder Wahrnehmung der eigenen Hemmungen Warum funktioniert das? Lernen ist hier direkte Erfahrung. In meiner tragenden Gegenwart gehst du ein Risiko ein: das Risiko, an die Grenze deiner Ängste oder auch Sehnsüchte! - und darüber hinaus - zu kommen. Und gleichzeitig machst du die neue Erfahrung, dass du das Risiko, die Emotion etc aushältst nichts Schlimmes passiert (die ängstigende Vorhersage also falsch war) Self-Help ermöglicht nichts davon: sitzt du alleine vor dem Buch oder dem Bildschirm. Wenn du dabei etwas fühlst, ist niemand dabei, der in irgendeiner Weise reagiert. Ein Künstliche Intelligenz simuliert das nur, und das kriegt unser Nervensystem mit: das ist letztlich nur "Kälte". Das Aussprechen des Wunschs in der NARM Theorie Hier ein weiteres Erforschen: Jede NARM Therapie - und Sitzung - fängt mit der Exploration des Wunschs meines Klienten an. Der Grund: schon diese einfache Bewegung nach innen "Was will ich eigentlich?" kommt oft an die Grenze der Angst: zum Beispiel der Angst, dass das, was man will, sowieso nicht erfüllt wird. Das Aussprechen des Wunsches kann paradoxerweise das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und vorweggenommenen Enttäuschung hervorrufen. Die Folgerung: garnicht erst spüren, was man eigentlich will. Ein Klient sagt, dass ihn allein diese Frage nach seinem Wunsch an seine Tränen bringt. Ein Buch oder Video mag dieses Frage stellen. Aber erstens kann man sie ignoorieren, und zweitens ist da kein Mensch, der dann "Ja" oder "Nein" sagen könnte: es bleibt abstrakt. Alte Muster - zB Ängste - sitzen tiefer als Sprache, Konzepte und Verstand Verstehen und Erfahren sind zwei verschiedene Dinge, die im Gehirn an verschiedenen Orten passieren. Die Erfahrung - die die schnellen und vorsprachlichen Reaktionen leitet - wird durch reines Verstehen oft nicht verändert. Beispiele: die Angst, sich auf einen Konflikt einzulassen die Unfähigkeit, "Nein" zu sagen die Furcht, bei Ausdruck der eigenen Männlichkeit oder Weiblichkeit zurückgewiesen zu werden Das Muster, das die Angst vor Konflikt erzeugt, hat sich in der frühen Kindheit gebildet, bevor jemand Worte dafür hatte, als reine körperliche Erwartung: Was passiert, wenn ich diesen Impuls zeige? Was passiert, wenn ich Bedürfnisse zeige (zB nach Nähe)? Das Gehirn hat daraus eine Vorhersage gebaut, und diese Vorhersage läuft heute automatisch, unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Wenn man also dafür bestraft wurde, oder ständig ignoriert, sagt man unbewusst Strafe oder Beziehungs-Abbruch (ignoriert werden) voraus. Wenn jemand mit tiefem Entwicklungstrauma durch ein Buch versteht "meine Angst kommt aus der Kindheit", dann ist das richtig.. Aber die Vorhersage läuft unverändert weiter. Das Gehirn hat eine neue Information im Kortex und gleichzeitig dieselbe alte Erwartung im Rest des Systems. Wie sich das Muster ändert Das Muster ändert sich nur, wenn eine andere Erfahrung gemacht wird, nicht wenn sie nur beschrieben wird. Und diese Erfahrung braucht drei Dinge: Sie muss auch im Körper/Nervensystem passieren, Sie muss in Gegenwart eines anderen Menschen passieren Die ursprünglich angst machende Situation muss in Gegenwart dieses Menschen real werden Das zweite und dritte ist entscheidend. Das Muster erwartet zum Beispiel Alleinsein wenn man einen Wunsch ausspricht. Es erwartet, dass der Impuls nicht willkommen ist, dass man bestraft oder allein bleibt. Self-Help bestätigt diese Erwartung strukturell, egal wie hilfreich der Inhalt ist: ich verstehe und ich bin damit allein Der Vorhersagefehler (das Erlebnis, dass jemand bleibt, während die Angst da ist, und nichts Schlimmes passiert ) kann nur entstehen, wenn in der Situation der Angst - der falschen Vorhersage - jemand da ist. Gopal und Ehrliches Mitteilen Der bekannte Gopal Norbert Klein spricht diese Situation sehr präzise an: seine Methode "Ehrliches Mitteilen" sagt ausdrücklich: man braucht einen anderen Menschen; man spricht seine Befürchtung (oder allgemein: Gefühl) aus, und dadurch - so Gopal - werden alle Menschheitsprobleme gelöst. Das Problem: bei vielen Menschen (nicht allen!) wird dies nicht funktionieren aus drei möglichen Gründen. Sie haben Schwierigkeiten, überhaupt das tiefe Innere zuzulassen Es wird durch das regelgeleitete System Gopals zu einer "Performance": man spricht etwas aus, ohne es von innen zu bewohnen: man dissoziiert, und das wird durch Gopals Sprechmodell tendenziell gefördert. Gopal fokussiert auf den Verstand, auf Glaubenssätze (top down), während das Problem tiefer liegt und sowohl top down wie bottom up angegangen werden muss.

  • Sprechen hat sich erschöpft? Tango Argentino als Fenster zur Beziehung und sich selbst.

    Für wen dieser Post ist Du könntest dich interessieren, wenn du oder ihr an einem Engpass eurer Beziehung seid, Routine sich eingeschlichen hat, und Gesprächsthemen sich erschöpft haben, oder wenn sie zu gefährlich geworden sind. Kurzform: Viele Paare suchen ein gemeinsames Medium für Exploration und Wachstum, vielleicht auch mit Unterstützung . Tango Argentino - auch ganz einfache Elemente - und die Gesprächs-Methode NARM (NeuroAffektives Relationales Modell) sind eine äußerst wirksame Methode. Ich kombiniere 13 Jahre professionelle Erfahrung als Tango-Lehrerin mit meiner Master-Schülerin Ausbildung als NARM-Therapeutin bei Laurence Heller, dem Begründer von NARM. Der Post ist recht "theoretisch" gehalten, sodass du dir eine genaue Vorstellung davon verschaffst, was meinem Konzept zugrunde liegt. Wenn du sehen willst, wie es im Rahmen einer Veranstaltung praktisch wird, dann schau hier. Inhalt NARM in Kürze NARM (das "NeuroAffektive Relationale Modell"), ist eine auf Exploration und "Eintauchen" zielende therapeutische oder Coaching-Sprechweise (es muss nicht immer "Therapie" sein - auch Menschen in anderen unterstützenden Berufen können sich jetzt ausbilden lassen). Ich selber bin Master-Schülerin bei Laurence Heller selber. Was NARM nicht ist NARM ist - bzw ich bin - weniger interessiert an direkter Problemlösung Therapie die schon alles weiß Verhaltens-Training und Tipps Muster erkennen und verändern Kommunikations-Schablonen (Gewaltfreie Kommunikation, Ehrliches Mitteilen) User Ziel: Lebendigkeit, Freiheit in Verbundenheit, Handlungsfähigkeit Stattdessen erforschen wir - ergebnisoffen - was dich/euch heute hindert, lebendig und frei zu sein, und für dich das richtige Maß an Nähe oder Distanz zu finden. Tango Argentino: wieso und warum Nach 11-12 Jahren Tango-Argentino-Unterrichten war mir klar geworden, dass die eigentlichen Probleme der Paare auf der Milonga - beim Üben und in der harten Realität … - weniger technischer Art waren. Stattdessen zeigten sich immer wieder bestimmte Muster, wie die Einzelnen und sie als Paar ihre eigene Identität (oder was sie dafür hielten) in den Tanz brachten. Das war mein Grund, erstmal eine Ausbildung in Tanz-, dann in Psychotherapie zu machen. Was ich heute mit der Kombi von Tango und NARM mache Heute ist NARM meine berufliche Hauptidentität als Therapeutin, da ich dieses sehr subtile Modell, das unserer inneren Realität sehr nahe kommt, außerordentlich schätze. Aber NARM ist zunächst reines Sprechen. Ich halte das – wie auch die Autorin des „Somatischen IFS (Internal Family Systems)“ – manchmal für ungenügend. Ich setze deshalb Tango als eine Bewegungsform ein in Individual-Therapie Paar -Therapie / Beratung Workshops für 2-3 Paare Mit Tango und NARM richten wir die Aufmerksamkeit auf das Innenleben im gegenwärtigen Moment Beiden gemeinsam ist eine explizite (NARM) oder implizite (Tango) Orientierung auf das Jetzt, das Hier. NARM fragt nicht primär „Was sind Emotionen, Gedanken und der Körper?", sondern: Was erlebe ich innerlich und wie gehe ich mit ihnen um? . Die entscheidende Ebene ist immer, wie wir uns - auf einer höheren Ebene - zu uns selbst verhalten. Tango Zeigt vieles ohne Umweg. Sehnsucht, Kontaktbereitschaft, Impuls, der Wunsch nach mehr Nähe oder Distanz, Autonomie oder Hingabe, all das wird im lebendigen Erleben sichtbar, nicht durch Analyse. Was jemand in der Umarmung, im Rhythmus, im Führen oder Folgen, in der Richtung seiner Aufmerksamkeit zeigt, muss nicht erst gedeutet werden , sondern ist schon da, als direkte Erfahrung. Frühe Anpassungsleistungen werden sichtbar und nicht pathologisiert In meinem Ansatz kann man als Klient nichts "falsch" machen. NARM Wir sehen frühe Anpassungsleistungen an eine suboptimale oder als gefährlich erscheinende Welt als Kinder nicht als Defekte, sondern als das, was damals möglich war. Diese Anpassungsleistungen werden in der NARM-Sprache als "Überlebensstragien" benannt. Tango Wenn jemand in der nahen Tango-Umarmung erstarrt oder schlaff wird, wenn jemand im Folgen sich völlig passiv verhält, wenn jemand im Führen kontrollierend wirkt, dann kann man das aus zwei Perspektiven sehen: Als normaler Tango-Lehrer würde man das als verbesserungswürdigen Tango interpretieren (und das es ist es wohl auch). Aber wir können es auch als Geschichte sehen, die sich direkt zeigt. Information, keine Diagnose. Heilung geschieht in Beziehung Alleine für sich hat man weniger Chancen, sowohl in Heilung als auch im Tango :-) NARM Eine Kernaussage von (nicht nur) NARM: Was in Beziehung verletzt wurde, kann wirksam nur in Beziehung heilen. In der NARM Therapie wird dies durch meine Gegenwart realisiert, und Methode ist letztlich wichtig als Präsenz und Halten-Können. Die Methode gibt nur einen Rahmen. Aber: die Beziehung also solche erzeugt noch nichts. Wir können allerdings Bedingungen schaffen, unter denen alte Schutzmechanismen bewusst werden oder ein Stück herunterfahren können. Tango Tango ist per Definition relational: Man kann ihn nicht alleine tanzen (it takes two..). Das Vorsprachliche wird zugänglich gemacht Beide Methoden geben einen Weg, Vorsprachliches zu erforschen, und das ist wichtig, weil unsere frühen Prägungen oft vor dem vollen Spracherwerb erfolgten; bevor wir die Möglichkeit hatten, alles rational zu verarbeiten. NARM Mit NARM suchen wir nicht primär – wie die Psychoanalyse oder auch die Bindungsstil-Analyse – nach Ursprüngen. Wir sind interessiert und bleiben bei dem, was sich jetzt (also in unserer Zeit zusammen, der Therapiesession, dem Workshop) zeigt. Und wir fragen: Wie erlebst du das gerade, wie gehst du damit um? Dabei steht der Körper, das Nervensystem, nicht im Zentrum wie bei Somatic Experiencing oder Ähnlichem, aber wir sehen ihn als Indikator oder "Fenster". Tango Tango ist ebenfalls sehr vorsprachlich: Rhythmus, Umarmung, Berührung, Kontakt, und Spiegeln sprechen Schichten an, die über Worte nicht direkt zugänglich sind. Das Ziel ist Selbstwirksamkeit, nicht Regulation oder Entladung Beide Ansätze dienen demselben Ziel: die eigene Handlungsfähigkeit ("Agency") zu verstärken. NARM NARM zielt auf Selbstorganisation ab: die Fähigkeit, bei dem zu bleiben, was man fühlt, ohne davon überwältigt zu werden. Ich habe nicht den Anspruch, "dich zu regulieren". Sondern durch meine Präsenz und Kontakt entstehen Bedingungen, in denen Selbstregulation für dich verstärkt wird. Tango Tango stellt genau diese Anforderung: Kann ich bei mir bleiben, während ich in Verbindung bin? Kann ich meinen eigenen Rhythmus halten, während ich dem gemeinsamen begegne? Kann ich mich zeigen, ohne Angst zu haben? Gutes nachträglich erleben durch lebendiges Erleben jetzt Ein Therapeuten-Ausdruck dafür ist "Nachnähren" - dh heute das zu erleben, was man als Kind eigentlich gebraucht hätte. Dafür gibt es verschiedene Ansätze; einer ist zB "das innere Kind" akzeptieren. NARM Mit NARM arbeiten wird nicht hauptsächlich durch Rückgehen in die Vergangenheit, was damals schief lief. Ja das ist wichtig, aber wasdamals nicht möglich war, kann durch neue Erfahrung im Hier und Jetzt "nachgenährt" werden, und zwar nicht symbolisch, sondern tatsächlich. Tango ist immer gegenwärtig: Der nächste Schritt ist alles. Das Gehaltenwerden, oder die verlässliche Wiederkehr des Rhythmus: Dies sind auch elementare Kinder-Erfahrungen, von denen manche viel zu wenig hatten.. Sowohl-als-auch: Sehnsucht und Schutz gleichzeitig halten Wir versuchen oft, auf eine Seite der Lösung zu kommen: Nähe ODER Distanz, Führen ODER Folgen. Das ist aber begrenzend. NARM löst Polaritäten nicht auf. Wir üben, beides zu halten. die Sehnsucht und die Angst, den Wunsch und den Schutz, den Impuls und das Verbot. Tango Im Tango zeigt sich das in seiner Form und in seinen Anforderungen: Symbiose und Eigenständigkeit, Führen und Folgen, Einheit und Differenzierung. Beides ist gleichzeitig da. Der Tango fordert - oder besser erlaubt - nicht, sich zu entscheiden. Als Tanz fordert er, beides auszuhalten, und in dieser Spannung etwas Neues zu erleben. Wir können dies im Kleinen explorieren, mit einfachen beziehungs-relevanten Elementen des Tango. Wenn dich oder euch solch ein Ansatz interessiert, ruft mich doch an unter 0163 877 8212

  • Therapie-Erstgespräch und Ende? Was das (gutes) über dich zeigt.

    Über Absagen und Zusagen bei Erstgesprächen Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie in Wiesbaden und führe seit Jahren Erstgespräche, inzwischen weit über hundert. Einige davon münden in eine längere Zusammenarbeit und andere nicht. Ich wollte hier mal hinschauen, was da eigentlich passiert, wenn jemand nach einem ersten Treffen absagt. Ich freue mich natürlich mehr auf Zusagen, vor allem wenn ich das Gefühl habe "es passt", aber Absagen sind Teil der Realität. Wenn du auf Therapeutensuche bist, hast du aber vielleicht noch keine gute Orientierung , was ein Erstgespräch realistischerweise leisten kann. Das möchte ich hier ein bisschen aus meiner Sicht darstellen. Was ein Erstgespräch ist Ein Erstgespräch ist ein gegenseitiges Kennenlernen unter etwas ungewöhnlichen Bedingungen: du sitzt mir gegenüber (auf meinen Sitzsäcken im Studiooder auch online) und kennst mich noch nicht, redest über Dinge, die du sonst vielleicht nicht so schnell ansprichst. Und gleichzeitig versuchst du noch zu spüren, ob das hier mit mir passen könnte. Das ist viel auf einmal. Und manchmal kommt dabei etwas ins Gespräch, oder zumindest ins Bewusstsein, mit dem man gar nicht gerechnet hatte. Fünf Gründe, warum manche danach absagen Die Tiefe war zu tief Manchmal sucht man im Erstgespräch Orientierung oder einfach eine Einschätzung von außen. Dann kann ein Gespräch kommen, das schneller in die Tiefe geht als erwartet, weil das Thema selbst dorthin führt, wenn jemand aufmerksam zuhört. Und das tue ich! Das kann sich zu intensiv anfühlen, und dann kommt die Rückmeldung: Das war mir zu viel, ich brauche gerade etwas anderes. Damit kannst du absolut recht haben. Manchmal ist ein langsamerer Einstieg das Richtige, manchmal ist der Zeitpunkt schlicht noch nicht da. Der Ansatz passt nicht zum Anliegen Tiefenarbeit richtet die Aufmerksamkeit auf das emotionale Innenleben und auf die Frage, wie jemand innerlich mit dem umgeht, was er wahrnimmt und fühlt. Das ist etwas anderes als Verhaltenscoaching oder lösungsorientierte Kurztherapie. Wenn du konkrete Strategien suchst oder an einem spezifischen Verhalten arbeiten möchtest, findest bei mir vermutlich nicht das, was du brauchst. Das sage ich auch im Erstgespräch, wenn es sich zeigt. Die Chemie hat nicht gestimmt Das kann immer passieren: Therapie ist Beziehung. Wenn die Grundresonanz fehlt, ist das einfach eine Information: hier passt es nicht. Das sagt nichts über die Qualität der Therapeutin aus und nichts über die dich. Manchmal passt es einfach nicht. Äußere Umstände Manchmal ist das Gespräch gut, die Richtung stimmt, und trotzdem sagt jemand ab. Wegen Kosten, Entfernung, einem Terminproblem, einer veränderten Lebenssituation. Das ist einfach so. Das Gespräch hat schon weitergeholfen Das ist der Typ, der am häufigsten übersehen wird. Manche Menschen kommen mit einem Druck, den sie nicht einordnen können, und das Erstgespräch gibt ihnen einen Namen für das, was sie drückt. Das reicht manchmal, um den nächsten Schritt selbst zu machen. Das ist, finde ich, ein vollkommen gültiges Ergebnis, auch wenn ich dann aus dem Spiel bin. Woran erkennst du, ob du bereit bist für Tiefenarbeit? Das ist die Frage, die ich am Ende fast jedes Erstgesprächs innerlich stelle, auch wenn ich sie nicht immer laut ausspreche. Bereitschaft hat wenig damit zu tun, wie viel Leidensdruck jemand hat. Mancher kommt mit hohem Druck und ist trotzdem noch nicht am Punkt, hinzuschauen. Andere kommen vergleichsweise ruhig und merken im Gespräch: ja, genau das. Was ich beobachte: Bereitschaft zeigt sich darin, dass jemand Interesse an sich selbst mitbringt, über das konkrete Problem hinaus, und dass die Frage „Warum reagiere ich eigentlich so?" aus echtem Interesse kommt. Auch das Unbequeme gehört dann dazu, weil der innere Impuls stärker ist als die Abwehr.

  • Schluss mit Therapie-Sitzungen. Warum?

    Hier ist die kurze Antwort: weil wir bei mir nicht unbedingt "sitzen". Dieser Post beschreibt, was ein Video in einer Therapie- oder Coaching-Stunde bei mir sehen würde, und warum. Was die KI optisch unter "Therapie" versteht. So reagiert fast jede KI auf den Prompt "Zeige mir eine typische Therapie-Stunde". Prompt ChatGPT: Erzeuge ein Image einer typischen Therapie-Stunde. Probier es selbst! Fast immer: zwei Frauen, distanziert und fixiert in Sesseln, Therapeutin mit Notizblock und entweder Kurz-Haar Frisur oder praktischem Dutt, damit er nicht auf den Notizblock fällt. Klientin mit langen Haaren, offensichtlich emotional aktiviert, während die Therapeutin etwas dissoziiert scheint, mehr auf die Notizen als auf die Klientin fokussiert. Aus der festen Distanz. Ich war aber noch nie so sehr fürs Sitzen: Mein Firmenname (noch bevor meine NARM-Ausbildung als Traumatherapeutin) war nicht zufällig "Mindful Motion". Da hatte ich mich noch weitgehend als Tango-Coach definiert - heute als Psychotherapeutin. Und ich sitze selber ungern. Ich fühle mich in Ausbildungen gefoltert, wenn ich den ganzen Tag auf einem Stuhl sitzen muss. Was wir tun können wenn wir nicht sitzen: was das Video sehen würde Bei mir "sitzen" wir nicht unbedingt. Oder wenn, dann nicht auf inflexiblen Sesseln, sondern auf Sitzsäcken (es sei denn, du möchtest Sessel, die habe ich auch). Meine eigene Methode erlaubt auch Bewegung. Gewählt, wenn es passend erscheint, nach Wahl und Neigung. Was würde ein Video sehen? Lümmeln In Sitzsäcken - der Körper kann sich flexibel ausdrücken. Sie sind übrigens selbst gefertigt. Ich habe immer gerne genäht. Tango Argentino Einfache Bewegungs-Elemente wie Gehen, Stehen, Umarmen. Entweder mein Klient für sich, oder als Paar, oder auch mit mir (ich war ja mal Tango-Lehrerin und kann damit umgehen). Freie Bewegung Authentic Movement - Gesehen werden in Bewegung, ohne Urteil. Oder auch emotionaler Ausdruck - in manchen Fällen hilft Katharsis, auch wenn das nicht streng zu NARM gehört. Symbolisches Erforschen mit Seilen auf dem Boden, Timeline. Liegen Konzentration mit offenen oder geschlossenen Augen. Berühren Mit NARM Touch oder Tango - hier spiele ich eine Rolle Die zentralen Unterschiede zur normalen Gesprächstherapie Wodurch man bei mir oft überrascht wird, sind vor allem zwei Zugänge, und Arten der Kommunikation zwischen dir und mir Mehr körperliche Bewegung Stehen, Gehen, Sitzen, Herumruckeln auf dem Sitzsack - all dies würde das Video beleben. Wir würden uns zwischen diesen Modi - auch Sitzen natürlich, wenn wir sprechen - hin und her bewegen Weniger physische Distanz zwischen uns Ich selber sitze nicht in konstanter Distanz zu dir, sondern auch Kontakt zwischen uns kann dazugehören - immer in einem Rahmen, der der Erforschung gilt. Das kann Tango sein (zB mit Tango-Embrace, oder NARM Touch. Die Theorie dahinter: der Körper weiß oft mehr Diese Art zu arbeiten entspricht mir persönlich zutiefst. Ich komme nicht zufällig aus dem Tango Argentino und der Tanztherapie. Und theoretisch fußt es auf dem einfachen Gedanken, dass viele unserer Muster "im Nervensystem" gespeichert sind, und sich oft eher körperlich als sprachlich ausdrücken können. Das schließt auch direkte Berührung ein, wie in NARM Touch. Andere Therapie-Ansätze mit Bewegung Diese Art, Therapie neu zu denken, fasst inzwischen auch woanders Fuß: zum Beispiel in der "Somatischen IFS (Internal Family Systems") Theorie von Susan Connell. Ihr Ansatz ist meinem sehr ähnlich (nur dass ich nicht die IFS-Teile-Theorie und -Methode teile). Ihre Komponenten sind: Somatische Wahrnehmung – Die Grundlage. Die Aufmerksamkeit von Moment zu Moment auf körperliche Empfindungen richten, dabei sowohl das Vorhandensein als auch das Fehlen von Empfindungen wahrnehmen. Teile offenbaren sich durch den Körper; die Wahrnehmung selbst beginnt zu heilen. Bewusstes Atmen – Der Atem als Brücke zwischen Innen und Außen, zwischen Körper und Regulierung des Nervensystems. Das Bewusstsein für den Atem vertieft die somatische Wahrnehmung und bereitet den Boden für eine Beziehung. Radikale Resonanz – Der Einstieg ins Beziehungsfeld. Der Therapeut nutzt seinen eigenen Körper, um sich auf den des Klienten einzustimmen – indem er Stimme, Mikrobewegungen, Muskeltonus und Gesichtsausdruck verfolgt. Etwa 70 % der Kommunikation sind nonverbal; diese Praxis richtet sich darauf aus. Achtsame Bewegung – Auf spontane Bewegungen achten und gezielte Bewegungen nutzen, um Zugang zu Teilen zu erhalten oder diese zu verändern. Dazu gehören grundlegende Entwicklungsbewegungen (nachgeben, drücken, greifen) als Mittel, um Teile somatisch zu lokalisieren und mit ihnen zu arbeiten. Einfühlsame Berührung – Die wirkungsvollste und ethisch umsichtigste Praxis. Berührung als direkter Kommunikationskanal zwischen Teilen und dem Selbst; erfordert alle vier vorangegangenen Praktiken als Grundlage. Wenn dich diese Arbeitsweise interessiert, ruf mich einfach mal an unter 0163 877 8212, völlig unverbindlich, 15 Minuten

  • In Tango und Begegnungen: Empfindest du als Mann Scham, im Becken wirklich präsent zu sein?

    (Ein Erfahrungsbericht aus meinem Tango Coaching. Wiederveröffentlichter Beitrag von 2020) KONTEXT: Ich arbeite in Wiesbaden inzwischen als Psychotherapeutin HPG, auch im Selbsterfahrungs und Coachingbereich mit NARM (Neuroaffektives Beziehungsmodell) und Tanz mit Tango Argentino. Das heißt ich unterrichte Tango nicht mehr im üblichen Sinne. Ich begleite hier auf tiefer liegenden Ebenen. Ich schaue vielmehr auf "the inner game of Tango" - was geht eigentlich im inneren Erleben und in der nonverbalen Kommunikation so vor sich. Wo steht man sich unbewusst selbst im Weg? Wo zeigen sich frühe lebensgeschichtliche Prägungen und Schutzstrategien, die heute das Leben, Beziehungen und eben den Tanz verkomplizieren. Das Wesen des Tangos, grundlegende Elemente, die keine Tango-Erfahrung voraussetzen (wie Präsenz, Begegnung, Stehen, Gehen, gemeinsamer Rhythmus, Führen/Folgen) können wir auch in Therapie oder Coaching für konkrete Erfahrungen nutzen. Der Körper erzählt mehr als Worte es könnten! Das ist für Tangotänzer und nicht Tänzer gleichermassen geeignet. Ich nutze einfach mehr oder weniger beziehungsrelevantes "Tangomaterial" für die Selbsterforschung. Bin ich mit meiner Beckenpower und Lebenskraft als Mann zu viel? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango Coaching "Darf ich das denn? Ich merke, dass ich befürchte, mit meiner Kraft und männlichen Energie zu viel zu sein." Tango. Wir gehen in Umarmung den Rhythmus. Er geht vorwärts, ich rückwärts. Sonst nichts. Sonst nichts? Oberflächlich betrachtet könnte man denken: ist doch easy... zumindest für Tangotänzer. Wie einfaches Gehen neue Erfahrungen ermöglicht Taucht man allerdings tiefer ein und beginnt damit, sich bewusst wahrzunehmen, eröffnen sich schon durch einfaches Gehen neue Erfahrungen und damit auch neue Möglichkeiten. Für Ben, einen souverän auftretenden und erfolgreichen Mann, der im Kontakt mit Frauen nicht schüchtern ist, ist dies wider Erwarten ein wichtiges Erlebnis. Er hatte gerade lange und intensiv geübt, aus der Körpermitte zu gehen und den Raum von dort aus einzunehmen. Also sich seines Beckens bewusst den Raum zu erobern, als wäre sein Becken der Motor. Er war sehr ambitioniert, leidenschaftlich und voll bei der Sache. Das langsame Gehen mit der Energie aus dem Becken, und sich selbst so ungewohnt differenziert zu spüren, tat ihm offensichtlich gut. Er wollte gar nicht mehr aufhören und war offenbar auch auf einer inneren Entdeckungsreise. Er wirkte kraftvoll, stabil, männlich selbstbewusst, und sehr konzentriert. Dann ermunterte ich ihn, das nun in den gemeinsamen Tanz einzubringen und weiter zu festigen. Warum männliche Energie zu nutzen nicht automatisch mit sexueller Intention oder Handlung zu tun hat Währenddessen blieb er dann plötzlich stehen, sah mich an und fragte " Ist das nicht zu viel? So aus dem Becken auf Dich zu zu gehen? Ich dachte immer ich bin zu viel damit... Ich will ja nicht aufdringlich sein oder missverstanden werden.“ Er wirkte innerlich berührt und sehr bewegt. Diese unbewusste Gleichsetzung von männlicher Energie mit sexuellem Verhalten - oder zumindest sexueller Intention - habe ich schon öfter erlebt. Manchmal haben Männer keine innere Differenzierung zwischen männlicher Präsenz und Sexualität. Dann ist Beckenenergie gleichgesetzt mit sexueller Absicht. Nicht wenige Männer "verschwinden" auf die eine oder andere Weise aus ihrer Körpermitte, um nicht falsch verstanden zu werden. Sie fürchten sich im Tango vor ihrer eigenen Beckenpower. Oft tun sie das unbewusst. Dies kann aus der irgendwann im Leben erlebten Scham entstehen, mit der eigenen männlichen Lebenskraft als schmutzig oder unerwünscht zu gelten. Sie müssen sich ihr Becken in gewisser Weise erst wieder zurückerobern und neues männliches Selbstbewusstsein entwickeln. Wie Führen aus der Körpermitte der Frau Orientierung und Sicherheit gibt Ich versicherte Ben, das sich seine Präsenz aus der Körpermitte gut anfühlte, mir Orientierung und Sicherheit vermittelte. Als er auf diese Weise spürbarer wurde, hatte ich es in der Rolle als Folgende leichter. Alles wurde freier und entspannter, Führungsimpulse wurden eindeutiger und konnten sich auf das minimal Notwendige reduzieren. Gleichzeitig wurde die Umarmung entspannter, weil sie keine kompensatorische "Extraführung" mehr enthielt. Und vor allem: ich spürte IHN! Unser Kontakt war nicht mehr überlagert vom "Machen". Er war mehr präsent und damit in der Begegnung spürbarer. Schön! Warum männliche Präsenz im Tango wegführt von der Scham - hin zu besserem Führen, mehr Orientierung und Kontakt (nicht nur im Tango) In den folgenden Wochen strahlte er mich beim Tanzen zwischendurch oft mal an mit der Bemerkung : “ Ich spüre plötzlich viel mehr von Dir! Und was Du machst! Das ist wunderbar. Dafür tanzt man ja...“ Ja, wenn man sich selber mehr spürt und wirklich anwesend ist, kann man auch den anderen mehr spüren. Körperlich feinsinniger und präsenter zu werden, hat Auswirkungen in beide Richtungen. Wenn sich Männlichkeit mit Empfindsamkeit für die eigene verdrängte Scham verbindet, entsteht Berührung. Zunächst "seelische Selbstberührung". Und dadurch kann auch die Partnerin sowohl in ihrer Körperlichkeit, als auch ihrem Wesen stärker erlebt werden. Frauen fühlen sich dadurch eher gespürt, angenommen und eins mit dem Partner. Ich kenne kaum eine Frau, die sich nicht danach sehnt. Führung aus männlicher Präsenz heraus macht beide glücklich und das gemeinsame Tanzen leicht. "Unsere Geschichte": Wie ein empfindsamer Ben sich öffnete Als er vor ein paar Jahren das erste Mal zu mir kam, habe ich danach ziemlich tief durchatmen und mir Mut machen müssen. Seine coole Schlagfertigkeit, der stechend herausfordernde Blick im angespannten Gesicht mit leicht hochgerecktem Kinn machte mir als Hochsensibelchen zu schaffen. Was mir half, waren meine feinen Antennen für das empfindsame Wesen, das sich dahinter versteckte. Wir befassten uns nicht nur mit Tango. Er erzählte jedesmal private Gedanken und Gefühle von sich, und ich griff manchmal spontan im Fluss seiner Bemerkungen Dinge auf, die mir wichtig erschienen. Mit einfachen tanztherapeutischen Elementen und mit kurzen Einheiten Authentic Movement konnte er noch einen anderen, tieferen Einblick in seine aktuelle Seelenlandschaft gewinnen. Auch in die Bereiche, die jenseits von Worten lagen. Ich war nicht erstaunt zu sehen, wie sehr er sich nach seiner eigenen Weichheit, auch in der Begegnung mit anderen sehnte. Ich erlebte mit der Zeit immer öfter seine einfühlsame Seite, die sich berühren ließ. Seine Gesichtszüge und sein Blick entspannten sich mit mehr Übung. Seine Selbst-Wahrnehmung hatte sich verbessert und er übte das Herunterfahren der gezeigten Wehrhaftigkeit, wann immer er im Alltag daran dachte. All das floss dann natürlich wiederum in den Tango mit ein, konnte in der Begegnung mit mir bewusster werden und bekam direkte Unterstützung. Diese Mischung von Gespräch, tanztherapeutischen Elementen, und Tango haben wir bis heute beibehalten. Wir haben für ihn sogar Solo-Gongsessions eingeführt. Dies förderte bei ihm stark die innere Präsenz, Konzentration und das Erleben von Einheit im Tanz, wenn ich zu Beginn ersteinaml Gong für ihn spielte. Bei Gongsession zum Abschluss förderte das Klangerlebnis sehr die Integration des Gelernten. Und klar immer auch tiefe Entspannung und Regeneration. Psychotherapie und Coaching - auch mit Tango Argentino - in Wiesbaden Ich biete Psychotherapie und Selbsterfahrung auf der Basis von NARM, un dgerne auch erweitert mit körperorientierten und tänzerischen Elementen wie zB Tango Argentino und Authentic Movement, in meinem atmosphärischen Studio in Wiesbaden an. Wenn Dich solche Tango-Themen interessieren: weitere Einblick in die spannende Vielfalt meiner Arbeit erfährst Du in kommenden Blogeinträgen. Kommentare und Fragen sind willkommen! Schreib mir dazu einfach an mail@rotraut-rumbaum.de Ich grüße Dich herzlich! Rotraut

  • Reaktiv im Autopilot in der Beziehung? Dann Duale Achtsamkeit anwenden.

    TLDR: Ein Weg raus aus dem Getriggert-Werden. Der Post erklärt die Aufmerksamkeits-Technik "Duale Aufmerksamkeit" um wieder mehr Handlungswirksamkeit ("Agency") in emotional stressreichen Situationen zu ermöglichen. Und am Schluss: wo eine Ähnlichkeit zur Meditation besteht. Ich brauche wahrscheinlich gar nicht zu fragen, ob du das kennst… jedenfalls gelegentlich… den Automatismus und die Reaktivität, die sich in längeren Beziehungen bemerkbar machen können. Und es ist ja auch nichts Neues, womit das zu tun hat: ein enger Partner wird irgendwann unsere tiefsten Wunden, Gefühle von Verlassenheit oder Überwältigung anrühren - gerade DURCH die Liebe zueinander und weil man sich aneinander gebunden fühlt. Darum hat der Sexualtherapeut Ulrich Clement sein schönes Buch "Guter Sex TROTZ Liebe" genannt und nicht "Guter Sex WEGEN Liebe". Das Gefühl der Ohnmacht in der Gemeinsamkeit Viele Paare, die zu mir kommen, erleben eine schmerzhafte Diskrepanz. Auf der einen Seite ist da die tiefe Sehnsucht nach Nähe und echter Begegnung. Oft mit der Erinnerung, wie es mal war. Auf der anderen Seite steht der Alltag, der oft von emotionalem Rückzug oder ständigen Verteidigungskämpfen geprägt ist. Die vielen kleinen oder größeren Wunden, die nie repariert wurden. Der Schmerz in einer Beziehung maskiert sich oft - unter anderem - als Gereiztheit: Als chronische Gereiztheit, hinter der eigentlich eine tiefe Angst vor Ablehnung steckt. Nebeneinander: Als ein Gefühl des „Nebeneinander-her-Lebens“, bei dem man sich einsamer fühlt als allein. Erschöpfung: Als die Erschöpfung, sich ständig irgendwie anzustrengen, zu erklären oder zu rechtfertigen. Und trotz guter Absicht ist man schon auf Autopilot. Trotz Gesprächen und Self-Help, trotz Gewaltfreier Kommunikation und vielleicht trotz Ehrlichem Mitteilen als Gesprächstechnik. Aber Technik allein hilft langfristig nicht. Die Brücke: NARM – Wenn wir unseren Gefühlen und dem Körper beim Beziehungsaufbau zuhören Warum reicht es oft nicht aus, über Probleme zu sprechen? Weil die Muster, die uns heute in der Partnerschaft im Weg stehen, meist in einer Zeit entstanden sind, in der wir noch gar keine Worte hatten. Es sind quasi-biologisch verankerte Überlebensstrategien. Wenn wir uns als Kind nicht sicher oder willkommen gefühlt haben, hat unser Nervensystem gelernt, sich zu schützen, zB in dem sich Organe, Muskeln, Faszien zusammenziehen, durch emotionale Anpassung, durch Vermeidung, Rückzug, Drama, (Auto-)Aggression, Verlust von wahrhaftigem Selbstausdruck und einem verzerrtes Selbstbild etc. In der NARM-Arbeit (NeuroAffektives Relationales Modell) gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter als die klassische Gesprächstherapie. Wir nutzen die sogenannte Duale Achtsamkeit. Duale Achtsamkeit in meiner therapeutischen Praxis Duale Achtsamkeit bedeutet: Wir schauen uns in der Therapie nicht nur an, was du über dich und deine Beziehung erzählst, sondern was du emotional dabei erlebst und wie dein Körper reagiert - WÄHREND wir miteinander sprechen. Wir bewegen uns dabei gleichzeitig auf zwei Ebenen: Top-down: Überzeugungen: Wir untersuchen die Überzeugungen, die du über dich, den anderen und die Liebe hast („Ich bin nicht wichtig“, „Ich muss alles allein schaffen“). Bottom-up: körperliche Reaktionen: körperliche Anspannung kann sich aus sich heraus regulieren, wenn dein Nervensystem merkt, dass das was früher als bedrohlich erlebt wurde heute ja gar nicht mehr besteht,. Und dass du heute als Erwachsener viel mehr Kapazitäten hast als damals als Kind. Du kannst nach und nach spüren und realisieren, dass du den Kampf- oder Fluchtmodus nicht immer brauchst und das dein Nervensystem eigentlich dein Freund ist, der versucht dich zu schützen. Aber du sitzt am Steuer und kannst entscheiden, ob du dich wirklich schützen musst oder es sich aufgrund der alten Erfahrungen nur so anfühlt. Es ist ein präziser, tiefgreifender Prozess, in dem wir gemeinsam die vorhandenen Schutzstrategien gemeinsam neugierig untersuchen. Nicht um sie einzureißen, sondern um zu erforschen und konkret zu erfahren, inwieweit sie euch heute, als erwachsene Partner, noch dienen oder eher zu Leid führen, bzw. eurer Sehnsucht und Liebe im Weg stehen. Die Rückkehr der Lebendigkeit Das Ziel unserer Arbeit ist nicht, Konflikte aus dem Paarleben zu verbannen. Konflikte sind natürlich und notwendig. Dafür braucht es Konfliktfähigkeit. Es geht um Agency – die Fähigkeit, die eigenen Emotionen und das eigene Verhalten bewusst wahrzunehmen und zu steuern. Darum, die eigene Handlungsmacht und Gestaltungskraft in Besitz zu nehmen. Was indirekt meist dazu führt, das man sich in Konflikten nicht mehr ängstlich und ausgeliefert sondern in sich selbst verankert und sicherer fühlt. Konflikte können dadurch respektvoller und konstruktiver werden. Wenn ich meine eigenen Grenzen und Bedürfnisse anerkenne, dann kann ich auch die des anderen achten. Das führt zu weniger emotionaler Abhängigkeit und zu weniger Drama. Wenn sich diese alten Muster lockern, geschieht etwas Wunderbares: Wahre Verbindung: Du begegnest deinem Partner nicht mehr als Projektionsfläche für alte Wunden, sondern als dem Menschen, der er wirklich ist. Resilienz: Ihr lernt, euch selbst zu regulieren, und helft damit auch dem anderen, sich im Kontakt zu regulieren - anstatt emotionale Abhängigkeiten weiter zu nähren. Authentizität: Du gewinnst die innere Freiheit zurück, im Kontakt wahrhaftig du selbst zu sein und deine Bedürfnisse klar zu kommunizieren, ohne Angst, die Verbindung zu verlieren. Es geht um die Wiederherstellung eurer Kapazität für Lebendigkeit und Verbundenheit. Denn unter all dem Schmerz und den Schutzmechanismen ist der Kern von Liebe und der Sehnsucht nach Verbundenheit meistens noch da, und braucht "nur" wieder freigelegt zu werden. Eine Verbindung zur Spiritualität - und der Unterschied: meine Präsenz Im Grund ist die duale Aufmerksamkeit der Meditation ähnlich: man lernt, durch "meta-kognitives Gewahrsein" mehr und mehr der inneren Vorgänge gleichzeit wahrzunehmen. Viele Meditations-Methoden schulen das. Der signifikante Unterschied: Meditation ist Solo-Tätigkeit. In einer NARM Stunde passiert das in der Gegenwart eines anderen Menschen - dem Therapeuten oder in der Beziehung mit dem geliebten Partner . Das ist etwas ganz anderes, weil man dann diese "duale Wahrnehmung" im relationalen Feld übt.

  • DEEP LETTING GO! Klangreise mit TRE, Kakaozeremonie / Herzmeditation & Tanz, Sa 26.9. von 14.00-19.30 Wiesbaden

    Klangreise mit Rotraut Rumbaum von Mindful Motion, Sound Medicine Diese intensive Selbsterfahrung ist wie ein regenerativer Reset-Knopf für Körper, Geist und Seele. Du gibst dir die Chance, alten Ballast loszulassen, dich neu auszurichten und dich wieder ganz zu spüren. Es ist eine Einladung, dich selbst tiefer kennenzulernen und zu erforschen, was in dir schlummert. Eine Einladung, dich mit der Weisheit deines Herzens, der Intelligenz deines Körpers und der zeitlosen Dimension deines Seins zu verbinden. Integration der Weisheit des Körpers Jede Zelle deines Körpers ist geprägt von lebensgeschichtlichen Erinnerungen und Erfahrungen. Und der Körper trägt eine eigene Weisheit und Intelligenz in sich, die kognitiv schwer zu erfassen ist. Durch die Kombination von Bewegung, Meditation und Klang öffnen wir sanfte Wege, um diese Weisheit anzuzapfen. Du könntest überrascht sein, welche Erfahrungen, Erkenntnisse und Aha-Momente auf dich warten, wenn du dich entscheidest, dich ganz darauf einzulassen! Halte inne. Spüre nach. Schöpfe Kraft. Ganz im Hier und Jetzt. Verbunden mit deinem tiefsten Inneren. Geborgen in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Zeit für die wichtige Verbindung mit dir Selbst Rotraut Rumbaum Mindful Motion, Klangreise Wiesbaden DEEP LETTING GO! ist deine Zeit, nach innen zu lauschen, ganz mit dir selbst, deiner Wahrheit und deiner Körperintelligenz verbunden zu sein. Fokussiert, auf das was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht hast du das Bedürfnis, nach Quality Time mit dir selbst und magst dich in die tieferen Ebenen deines Seins hinein entspannen. Vielleicht suchst du die stärkende Rückverbindung mit einer inneren Weisheit und spirituellen Intelligenz - dessen Teil du bist und immer warst. Loslassen, Auftanken und neu Ausrichten in einer kleinen, persönlichen Community Ich lade dich herzlich ein zu einer Reise nach innen - zu dir selbst. In einer kleinen, vertrauten Runde von maximal 10-12 Teilnehmern werden wir gemeinsam einen Raum der Transformation und Regeneration schaffen. Was genau erwartet dich? Neurogenes Zittern Wir beginnen mit den wunderbaren Übungen des neurogenen Zitterns, die aus der Traumaarbeit kommen. Sie geben dem Körper die Möglichkeit, sich über das Auslösen von bestimmten Reflexen durch Zittern von tiefsitzendem, nicht abgebauten Stress im Nervensystem zu befreien. Du wirst wirst staunen, wie befreiend sich die erdende, entspannende Wirkung im Anschluss anfühlen kann. Kakaozeremonie und Herzmeditation Herzmeditation mit Kakao beim DEEP LETTING GO! Auf diese Weise entspannt, geerdet und zur Ruhe gekommen, öffnen wir anschließend sanft die Tür zu deinem Herzen. Mit einer Tasse liebevoll zubereiteten, zeremoniellen Kakaos aus Bali und anderen hochwertigen biologischen Zutaten werden wir gemeinsam herzzentriert meditieren. Herzmeditation DEEP LETTING GO , Rotraut Rumbaum Mindful Motion Du erforschst die aktuelle Energie Deines Herzens, erfährst vielleicht spontan aufkommende innere Gefühle, Bilder, Fragen und Antworten. Du öffnest Dich über Dein Herz bewußt Deiner inneren Seelenschwingung und Deinem höherem Selbst, Deinem inneren Buddha, oder wie auch immer du das selber nennst. Freier Tanz Aus dieser Verbindung mit der innersten Essenz lassen wir nun unsere Körper sprechen. Im freien, intuitiven Tanz kannst du alte Muster und alles, was dir nicht mehr gut tut aus dir heraus tanzen, ausatmen, in den Boden Stampfen, sowie neue Energie und neue Möglichkeiten in dein System einladen. Wie fühlt es sich an, wenn du deinem Körper erlaubst, sich völlig frei zu bewegen? DEEP LETTING GO - Tanz, Mindful Motion Welche Geschichten erzählt er? Du kannst deinen Tanz zu einem innigen Gebet werden lassen, in dem du dich wirklich öffnest, für das, was dein Herz beseelt und das mit jeder Faser deines Seins verkörpern und lebendig werden lassen. Klangreise Rotraut Rumbaum Mindful Motion - Klangreise, Gongmeditation Wiesbaden Den Höhepunkt bildet eine intensive, oft als tiefgreifend erlebte Klangreise. Umhüllt von den heilsamen Schwingungen meines 1,05 m großen Watergongs, der Schamanentrommel, der Oceandrum, verschiedener Klangschalen, der Körpertambura und anderen Instrumenten, tauchst du ein in einen Ozean aus Klang. Du lässt Dich von den sanften, intensiven, kraftvollen Schwingungen der verschiedenen obertonreichen Klänge in Deine innere Welt und zu tieferen Schichten Deines Bewusstseins tragen. Sie locken Dich immer tiefer in andere Bewusstseinszustände und die Erfahrung von Zeit- und Raumlosigkeit. Dort kann Tiefenregeneration auf allen Ebenen stattfinden. Der letzte Rest an persistierenden Gedanken und Stress werden vom Klang einfach weggespült. Sharing Im Anschluss finden wir uns im Kreis zusammen. Hier hast du die Möglichkeit, etwas von deiner Erfahrung mit allen zu teilen und dich auch von den vielen unterschiedlichen Erlebnissen der anderen bereichern und berühren zu lassen. Hier kannst du auch eine kurze Unterstützung von mir bekommen, falls du innerlich an Grenzen gestoßen bist, etwas nicht verstehst und Fragen hast. Da das in der Gruppe und auch zeitlich an der Stelle nur begrenzt möglich ist, kann ich dir meine Unterstützung und therapeutische Begleitung gerne in einem Einzelsetting zu einem späteren Zeitpunkt anbieten. Organisatorisches: Wann: Samstag, 13.06.26 von 14.00 - 19.30 Uhr Wo: Michelsberg 28, 2. Hinterhof, Wiesbaden Mitte (Klingeln bei "mindful motion") ** Early Bird 100.00 Euro bei frühzeitiger und verbindlicher Anmeldung mit Vorabüberweisung. 120.00 bei kurzfristiger Anmeldung (ab 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn). Empfänger: Rotraut Rumbaum IBAN: DE05513800400937719000 Referenz: Deep letting Go 13.06.2026 ** Gibt es eine Pause? Es gibt absichtlich keine Pause, um einen bestimmten Fokus aufzubauen und zu halten. Dadurch kannst du gut vom Kopf und der gewohnten kognitiven Dominanz, in weite, zeitlose Räume und spirituelle innere Welten eintauchen. Eine Pause würde dich nur aus deinem Prozess rausreißen. Du bist innerlich auf Ebenen unterwegs, in denen du das Essen meist sowieso vergisst. Bisher hat noch niemandem wirklich eine Pause gefehlt. Nach dem Zittern, bzw. während des Nachruhens kannst du ein paar Bissen von etwas Mitgebrachtem zu dir nehmen, falls dringend erforderlich. Alternativ wäre ein flüssiges Nahrungsmittel wie ein Proteinshake oder Smothie meine Empfehlung, dass zwischendurch "getrunken" werden kann. Anmeldung Mitbringen: Decke, kleines Kissen, Augenbinde, Wasserflasche, dicke Socken. Trage bequeme Wohlfühl-Kleidung, falls nötig, Kleinigkeit an Snack wie Banane, Nüsse, Stück Brot o.ä. Bist du bereit für diese Reise zu dir selbst? Die Plätze sind begrenzt. Melde dich bald an, wenn du dabei sein möchtest. Lass uns gemeinsam einen Raum der Heilung, der Selbsterkenntnis und der tiefen Entspannung erschaffen. Ich freue mich darauf, dich auf dieser Entdeckungsreise zu begleiten. Bis bald! Herzlichst, Deine Rotraut P.S.: Falls du Fragen hast oder mehr über die transformative Kraft von Klang und Bewegung erfahren möchtest, zögere nicht, mich zu kontaktieren. Jeder Schritt in Richtung Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung ist ein Geschenk an dich selbst. Wer mehr erfahren will: Mehr über Klang und seine Wirkung Klang ist eine wunderbare Weise, Dich auf Deine innere Welt einzustimmen, angestaute Emotionen auf tiefer Ebene zu entlassen, etwas über Deine mentalen Muster zu lernen und an unserem gewohnten Alltagsbewusstsein vorbei in tiefe Zustände von Verbundenheit mit Deiner Essenz, Deinem tiefsten Selbst zu kommen. Diese Klangreise mit Tanz unterstützt tiefgreifende Regeneration und Entspannung, ist Burnout Prävention und -behandlung, tiefere Erfahrung von Meditation, Aufladung des eigenen Energiefeldes und eine Möglichkeit vielfältiger, innerer Selbsterfahrung. Das bedeutet nicht , dass immer alles Friede und Freude ist. Auch wenn wir alle diese Sehnsucht haben... Es können auch subjektiv als unangenehm bewertete Empfindungen oder Gefühle aus dem Unbewussten an die Oberfläche gespült werden werden. Wie in der Meditation oder bei psychedelischen Reisen auch. Die Begegnung mit Dir selbst und erweiterte Bewusstseinszustände haben verschiedene Facetten. Heilsam, aber nicht berechenbar, und zumindest nicht immer NUR angenehm. Gong und Einheitserleben / veränderte Bewusstseinszustände Durch das meditative Spiel entfaltet der Gong das Universum seines unendlichen Frequenzbereiches langsam und kontinuierlich immer weiter. Er entwickelt immer mehr Energie und gibt sie als obertonreichen Klang wieder. Auf einem tragenden Klangteppich entstehen unberechenbare und intensive Klangwellen wie aus dem Nichts, die wieder ins Nichts zurückfließen und Euch in einen zeitlosen inneren Raum mitnehmen. Diese psychoaktiven, manche sagen energetisch reinigend wirkenden Klänge werden seit tausenden Jahren zur Erzeugung von veränderten Bewusstseinszuständen eingesetzt. Für sehr viele Teilnehmer vermittelt der Gong-Klang ein fast "mystisches" Einheitserleben. Persönliche Grenzen lösen sich auf. Nicht ohne Grund stand der Gong schon immer für den Urklang. Im Urklang sind alle Frequenzen enthalten. So kann kann man während der Gong-Zeremonie in zeitlosem Einheitserleben aufgehoben sein, das sich vertieft, je öfter man es erlebt. Die therapeutische Wirkung des Gong Auch therapeutisch ist der Einsatz meines großen Gongs und der Körpertambura von Deutz wunderbar geeignet. Denn der Gong öffnet für viel den Zugang zu alten Erinnerungen, zum Beispiel Kindheitserinnerungen. Die vergangenen und gegenwärtigen Erlebnisse können so besser im persönlichen Lebenszusammenhang betrachtet, bewusst integriert und mit diesen individuell weitergearbeitet werden. Sie haben die Fähigkeit, Dich mental, emotional und auf Zell-Ebene zu durchdringen. Ungute Gedankenmuster und Blockaden können sich leichter auflösen, das Unterbewusstsein sich reinigen von altem Ballast. Das, was Dir auf Deinem Weg nicht mehr dienlich ist, hat die Chance, sich jedesmal ein wenig mehr aufzulösen. In diesem Sinn wirkt der Gong ähnlich wie ein Therapeut - aller ganz ohne Worte. Da der Gong Zugang zum Unbewussten hat, kann der Klang ähnlich wirken wie Träume und Trauma-Verarbeitung. Vergangene Erlebnisse mit schwierigem emotionalem Inhalt haben die Chance, verarbeitet werden. Klangerfahrung ist schlicht gesagt ein ganzheitliches Lernen und die Erfahrung von vielschichtigem Loslassen. “If you play the Gong you play the universe.“(Yogi Bajhan) Gong, Gehirn und neueste Forschung Manche sind gegenüber solchen Aussagen skeptisch. Aber es ist inzwischen auch wissenschaftlich durch neurologische Forschung erwiesen, dass Klang (und insbesondere der Gong) aktiv Gehirnwellenmuster verändert. EEGs zeigen, dass durch solchen Klang die Gehirnhälften synchronisiert werden. Das folgenden EEGs zeigt u.a. die Reaktion auf einen großen Gong, der in dieser Meditation seine Wirkung entfaltet. Quelle: mit freundlicher Genehmigung von Alessandre Tannous, www.soundmeditation.com Übrigens forscht Alessandre Tannous zusammen mit der renommierten Johns Hopkins Universität und mit therapeutischen Institutionen wie Synthesisretreats, und setzt hier seine Musik ein. In meiner Klangreise habt Ihr Gelegenheit, so etwas auch praktisch zu erfahren. Möchtest Du mehr über Wissenschaft und Sound Meditation erfahren? Die Seite von Alexandre Tannous: www.soundmeditation.com ist außerordentlich interessant! Und gelegentlich mein Newsletter (Registrierung) #Stressabbau #Entspannung #Erdung #Neuausrichtung #Herzenergie #Körperintelligenz #Kakaozeremonie #Herzmeditation #Tiefenregeneration #Bewusstseinsarbeit #EmotionalerAusdruck #Tanzmeditation #Klangmeditation #InnereRuhe #Traumabewältigung #PersönlichesWachstum #Selbstentfaltung #Achtsamkeit #Kleingruppe #InnereBalance #Seelenverbindung #TanzalsGebet #Nervensystemregulieren #Tanztherapie #erweiterteBewusstseinszustände #Soundhealing #Soundmedicine #Klangreise #Transformation #Körperarbeit #Embodiment #Wiesbaden #Regeneration #Gongmeditation #Klangtherapie #mindfulness #Tanz #selflove #selbstentfaltung #Selbstliebe Typ=Veranstaltung

  • "Der Gong sagt die Wahrheit die du nicht hören willst"

    Nicht nur ich bin vom Gong begeistert! Jemand schickte mir neulich ein Youtube Recording mit Reggie Hubbard. Ich hatte den Namen noch nicht gehört, aber fand es toll, inklusive seiner Einleitung, die ich unten hab übersetzen lassen Reggie Hubbard, Live in Kripalu Was mich sofort eingeholt hat: Er nennt den Gong ein sakrales Instrument. Und er meint das ernst. "Don't tempt the spirits" sagt er, und das ist keine poetische Floskel, sondern eine Warnung. Er weiß, was der Gong anrichten kann. Zu Reggie Reggie ist ein engagierter Achtsamkeitslehrer, der sich auf Nada Yoga, das Yoga des Klangs, spezialisiert hat. Seine Liebe zu Gongs hat sich zu einer tiefen Leidenschaft entwickelt, die sein Leben maßgeblich prägt. Kurz vor seinem 50. Geburtstag hatte Reggie einen Schlaganfall. Heute bezeichnet er diesen entscheidenden Moment liebevoll als seinen „Tag der Wiedergeburt“. Gongs haben auf seinem Weg der Genesung eine entscheidende Rolle gespielt und ihm geholfen, zu heilen, Frieden zu finden und wieder eine Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen. Eine Home-Studio für Hintergrund-Geräusche Dieses Youtube kam übrigens von dieser Seite. Es ist so etwas wie ein eigenes Sound-Studio für Hintergrundgeräusche. Unglaublich dass es sowas gibt - kostenlos, aber wenn man 5 Euro zahlt, hat mal eine viel größere Bibliothek und zusätzliche Mischfunktionen. Einmalig 5 Euro, oder wenn man will, als Subscription. Der Gong - aus der Sicht von Psychotherapie Das Interessante für mich als Therapeutin ist, wie er das physiologisch beschreibt. Der Klang wirkt prä-kognitiv, bevor der Verstand überhaupt verstanden hat, was passiert, hat das Nervensystem schon reagiert. Das kennen wir aus der Körperarbeit. Manches kommt durch die Hintertür. Und der Gong scheint eine sehr große Hintertür zu haben. Er formuliert es so: The gong will tell you the truth you don't want to hear Benevolently provocative nennt er das. Das finde ich zutrenffender als viele Beschreibungen von Sound Baths, die ich kenne. Denn ja, es kann auch zu viel werden. Er sagt selbst: wenn es zu intensiv ist, aufstehen und rausgehen. Er weiß, dass sein Instrument überfordern kann, und er sagt es. Gongs als Meditationsinstrument (Dr I. S. Pigeon) Gongs sind faszinierende Meditationsinstrumente – nicht, weil sie lieblich oder melodisch sind, sondern gerade weil sie es nicht sind. Sie sind von Natur aus unharmonisch. Ihre komplexen Obertöne schimmern und prallen aufeinander. Das erzeugt Dissonanzen und Spannung. Das sind keine Klänge, die sagen: „Alles ist gut.“ Das sind Klänge, die Fragen stellen. Die dein Gefühl der Geborgenheit herausfordern. Deshalb sind Gongs in der Meditation so kraftvoll: Sie wiegen dich nicht in Sicherheit – sie wecken dich auf. Sie bringen die Stille in Bewegung – und legen offen, was normalerweise darunter verborgen liegt. Die "Alchemie" des Gong Was ihn von vielen Sound-Therapeuten unterscheidet, ist sein Verständnis von Energie. Er beschreibt eine Art Alchemie: Aggression, die eingebracht wird, verwandelt sich in etwas Schönes. Das klingt abstrakt, aber wenn man in der Körperarbeit unterwegs ist, versteht man, worum es geht. Gebundene Energie sucht einen Weg. Der obertonreiche Klang kann dieser Weg sein. Nach seinem Schlaganfall hat er stundenlang geweint beim Spielen. Er beschreibt das nicht dramatisch, sondern fast sachlich: der Gong hat ihm geholfen, etwas zu verarbeiten, was anders keinen Ausweg fand. Für mich bleibt die Frage, die ich mir auch bei anderen starken körperlichen Interventionen stelle: für wen und wann ist der richtige Zeitpunkt? Regulation und Destabilisierung liegen manchmal nah beieinander. Aber das ist vielleicht gerade der Punkt, den Reggie Hubbard macht. Der Gong ist kein "Wellnesstool". Darum hab ich auch extra eine Gong-Ausbildung im "meditativ-therapeutischen" Spielen gemacht. Reggies Beschreibung des Gong (zusammengefasst) Der Gong ist für Reggie ein heiliges Instrument des Friedens — traditionell bei Feierlichkeiten, Kriegsenden und besonderen Ereignissen gespielt. Er wirkt auf das Nervensystem auf einer vorbewussten, ursprünglichen Ebene: Die Schwingungen erreichen den Körper, bevor der Verstand einordnen kann, was passiert. Der Gong sagt die Wahrheit, die man nicht hören will — er gibt nicht zurück, was man erwartet, sondern was man braucht. Deshalb ist er „wohlwollend provokativ", ähnlich wie Reggie selbst. Skeptiker sind willkommen, denn dem Gong ist das egal — er wirkt trotzdem. Für Reggie persönlich ist das Gongspielen das größte Geschenk seines Lebens: Es erlaubt ihm, Aggression und inneres Feuer auf spirituelle Weise in etwas Schönes zu verwandeln — Alchemie, wie er es nennt. Nach seinem Schlaganfall haben die Gongs ihm geholfen, wieder zu sich zu finden. Seine Anweisungen zum Hören - Kurzgefasst Vor der Session Nehmt eine Haltung ein, die von eurer Energie getragen wird Meditationserfahrene: Spürt den Boden als Stütze; offenes Herz, klarer Kopf, gerade Wirbelsäule Wer möchte, kann sich auf den Boden legen Während der Session Findet euren Atem Wenn die Energie zu viel wird: aufstehen, herumgehen, ggf. nach draußen gehen Nicht leiden – einfach reagieren, wie es der Körper braucht Beim Aufwachen / Ausleiten Fingerspitzen aneinanderreiben Handflächen öffnen und schließen Schwung in die Schultern bringen Frage: Wie kann ich mich noch großartiger fühlen? Handflächen aneinanderreiben, Wärme spüren Hände aufs Gesicht legen, müden Kopf berühren Eine Hand aufs Herz, eine auf den Bauch Tief durch die Nase ein-, durch den Mund ausatmen (mehrmals) Drei reinigende Atemzüge; danach optional: Om / Gesang Handflächen nach oben (empfangen), dann nach unten auf den Boden Nach der Session Bis 21:00 Uhr nicht aufs Handy schauen

  • Paar - Wochendende: Was macht sichere Bindung, Freiheit und Lebendigkeit in der Beziehung möglich? Erforschen der gemeinsamen Dynamik und unbewusster Hindernisse: Am 19./20.9.26 / 2 Paare exklusiv!

    Mindful Motion Tango und Psychologie (NARM: wie frühe Prägungen aus der Kindheit unsere Beziehungs- und Liebesfähigkeit noch heute beeinflussen und wie wir uns authentisch und gleichzeitig verbunden fühlen können) Selbsterfahrung für Paare, Synthese von Tango Argentino und NARM Psychologie Dein Partner berührt dich und zum ersten Mal seit langem bist du nicht auf die eine oder andere Art angespannt. Ihr steht euch gegenüber, habt Blickkontakt, und statt Druck oder Scham spürst du Verbundenheit, Entspannung und bist einfach du selbst. Nach langer Zeit vielleicht endlich mal wieder eine Erfahrung von Sanftheit im Umgang und wirklicher Präsenz im miteinander. Oder, ihr teilt offen eure Wahrheit, die ausgesprochen werden wollte - achtsame und konstruktiv. Und du merkst, wie sehr du das vermisst hattest oder wie stärkend sich das anfühlt. Das sind reale Ergebnisse aus dem letzten Tango-NARM Workshop. NARM heßt "Neuro-Associative Relational Model" - eine beziehungsorientierte Therapie-Form bei den Spätfolgen früher Prägungen aus der Kindheit. Hier in einer Kombination mit bewussten körperlichen Erfahrungen im Miteinander und im tänzerischen Ausdruck. Ein Augen-Blick... Manchmal braucht es nur einen Augenblick wahrhaftigen Kontakts und dem Gefühl tiefer Verbindung zwischen euch, in dem vielleicht jahrelange, vielleicht schambehaftete untergründige Muster und Schutzstrategien unvermittelt spürbar werden. Neue Erfahrungen werden möglich und im Workshop ganz praktisch ausprobiert. Für wen ist dieses Wochenende? Dieses Wochende ist für alle Paare, die ... Sich lieben, aber....: in ihrer Beziehung mehr bzw. als sicher erlebsten emotionalen oder körperlichen Kontakt wünschen Sich streiten.... (was ja an sich dazu gehört und gesund sein kann), aber die Konflikte nicht gut lösen oder reparieren können durch rätselhafte Trigger Anderes erfolglos fanden: die merken, dass normale Paartherapie Sitzungen (ja, man sitzt dabei ja wirklich!), Kommunikations-Workshops oder Online Kurse für sie unwirksam blieben oder nur oberflächliche Wirkung erzielten Happy miteinander sind und neugierig, was noch möglich ist. Die sich miteinander weiterentwickeln und sich tiefer kennenlernen wollen Dieses Wochenende ist auch für Tango tanzende Paare, die.. Frustriert sind, das sie im Tango Konflikte erleben, und diese im Kern auflösen wollen Blockiert sind in ihrer Lust und Freude am Tango oder den spezifischen Herausforderungen wie Führen und Folgen, Nähe und Distanz, Haltung, Umarmung, Präsenz und Stabilität... Ein besonders Wochenende, das ihr nur hier findet Es ist kein klassicher Tango-Workshop und kein gewöhnliches Paarseminar. Es ist meine Synthese für euch, und die Erfahrungen sprechen für sich. Ihre Bestandteile sind: TANGO-ELEMENTE: Im nahen Kontakt stehen und gehen, Präsenz in bewusster Begegnung und Umarmung – euer Körper macht direkt erlebbar, was Worte nicht können - "Einfaches" und Wesentliches zur Selbsterforschung auch für Fortgeschrittene. NARM-PSYCHOLOGIE (Bindungstrauma-Arbeit) .Wie zeigen sich heute noch frühe Prägungen und Schutzmuster aus der Kindheit, die das Miteinander erschweren und die Erfüllung authentischer Begegnung und einer tieferen Sehnsucht erschweren? Was habt ihr als Paar davon? Reduzierte Reaktivität Reaktivität ist meist das Überbleibsel aus Kindheitsverletzungen. Es ist eine Schutzstrategie. Daran arbeiten wir. Im Körper, im Kontakt und in der Bewegung zeigt sich, was los ist. Miteinander Sprechen wird einfacher Ihr merkt, dass über Kritisches zu sprechen kein Problem sein muss, und Konflikte auch friedlich gemeinsam gelöst werden können Ihr spart Investition und Zeit Normale Gesprächstherapie kann lange dauern und einiges kosten. Dieses Wochende ist intensiv und überraschend wirksam (so Teilnehmer) Vielleicht mögt ihr Tango Ganz nebenher entdeckt ihr vielleicht Tango für euch, oder verbessert als Tangotänzer euren Tango, weil ihr emotionale Blockaden im Miteinander löst Nur zwei Paare - für Intimität, Tiefgang und persönliche Begleitung Ich möchte jedem von euch die besten Bedingungen geben. Denn tiefgehende Erfahrungen und Entwicklung an so einem Wochenende braucht Sicherheit und mehr Zeit, als für jeden einzelnen in einer Gruppe oft zur Verfügung steht. Mit einem anderen Paar könnt ihr im Austausch aber auch voneinander lernen und steht nicht ganz so im Mittelpunkt, wie in individuellen Paarsessions. Teilnehmer sagen dazu.... Was passiert an diesem Wochenende? Ich verrate hier natürlich nicht alles! Aber.. Wir erforschen und entwickeln verkörperte Kommunikation. Keine Therapie-Buzzwords, sondern: Ihr lernt, nicht nur über euer inneres Erleben und eure Bedürfnisse zu sprechen, sondern euch in der konkreten Begegnung zu spüren, zu verkörpern, zu leben, mit all dem was da eben ist. Den Unsicherheiten, unterdrückten Gefühlen und Impulsen, der Liebe und Sehnsucht, den unbewussten Strategien im Miteinander etc. Alles ist eingeladen und kann achtsam erkundet werden. Neues kann entstehen. Ihr lernt euch selbst und den anderen vielleicht nochmal ganz neu kennen. Es geht in unserer Erforschung nicht um "richtig" oder "falsch", sondern um das, was ist und unter der Oberfläche wirkt. Klingt esoterisch? Ist es nicht. Dein Körper weiß mehr und anderes als dein Verstand – er antwortet, bevor du die Situation kognitiv erfassen und angemessen interpretieren kannst. Worum geht es? körperlich und emotionales Erfahren der unbewussten Paar- Dynamik die erlebte Qualität des Kontaktes Wirkung von und Umgang mit Nähe und Distanz nonverbale Qualitäten Unbewussten Befürchtungen und unausgedrückte Wünsche Vermeidung von oder Suche nach (Blick-)Kontakt die Qualität und Wirkung einer Berührung Achtsamkeit und Sinneseindrücke aller Art somatische Erinnerungen neue Handlungsspielräume und Selbstwirksamkeit Was sind die Elemente ? Status Quo versus was wünsche ich mir wirklich? Bewusste Begegnung Gemeinsam stehen und gehen Rhythmus und Synchronisation Präsenz im Kontakt sichere Bindung versus Freiheit Umarmung. Persönlich versus im Tango. Qualitäten von Führen und Folgen Stabilität und Flexibilität im Kontakt Was erforschen wir damit? Kann ich mich hingeben und in Beziehung sein, ohne mich aufzugeben oder subtil selbst zu verraten? Die Sehnsucht nach und Furcht vor der eigenen Gestaltungskraft innerhalb der Bindung Wie gestaltet ihr Bindung überhaupt? Was passiert unter der Oberfläche? Welche unbewussten vertrauten Choreografien laufen da innerlich ab? Was erzählt der Körper? Wie reguliert ihr Nähe und Distanz? Welche zarten Impulse übergeht ihr meist? Wo taucht Verletzlichkeit oder Scham auf? Was erlebt ihr, wenn ihr euch langsamer und bewusster begegnet? Wie präsent und authentisch fühlt ihr euch im Kontakt? Gemeinsame Bewegung und Synchronisation Wie wirkt sich Führen und Folgen auf die innere Seelenlanschaft aus? Gleichgewicht und Stabilität Wofür sind Ängste und Widerstände gut? Frühe Prägungen und Desidentifikation Wahlmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit entdecken Neue Erfahrungen machen Sichere Bindung und Freiheit im Miteinander kennenlernen Warum das Wesen des Tango Argentino dafür so geeignet ist... Zu meiner Expertise, Erfahrung und Tango Argentino Mit Ricardo El Holandes im Sin Rumbo Buenos Aires, Aufnahmen der Tango Argentino Lehr DVDs Ich bin erfahrene Tango-Coachin mit ehemals über 13 Jahren Erfahrung und hunderten von Schülern als Einzelne, Paare und Gruppen. Ich bin Tanztherapeutin, Psychotherapeutin (HPG) mit Ausbildung in NARM - auch für Paare und NARM Touch (eine NARM Form die Berührung integriert). Ich bin meines Wissens die Erste, die das Wesen des Tango Argentino mit NARM verbindet und therapeutisch für persönliche sowie partnerschaftliche Entwicklung nutzt. Ihr bekommt auf dieser Grundlage Expertise und tiefes Verständnis von Tango mit paartherapeutischem und psychotherapeutischem Hintergrund. Mein ehemaliges Tango-Leben Wer gerne meinen früheren Tango-Hintergrund nachvollziehen will, bekommt hier den Link zu ein paar alten historischen Einblicke. Sie zeigen die damalige Art des Unterrichts mit Ricardo auf unseren Lehr-DVDs, aufgenommen im ältesten Tango-Salon von Buenos Aires - vor gut 20 Jahren. Mindful Motion Tango Später habe ich als Tanztherapeutin Mindful Motion Tango als Selbsterfahrungsraum entwickelt, in dem ich mehr den Fokus auf die menschliche Dimension der Tänzer, mit ihrem emotionalen Erleben und lebensgeschichtlichem Hintegrund, auf persönliche Entwicklung und Bewusstheit integriert habe. Vor allem arbeite ich mit den Folgen lebensgeschichtlich früher Imprints bezüglich Selbstwert, Bindung und Beziehung auf Basis meines NARM Hintegrund, die mit dem Wesen des Tangos als Beziehungkunst korrelieren. Im Tango geht nichts ohne sichere Bindung UND Eigenständigkeit, ohne Präsenz oder Kooperation, ohne eindeutige Körperkommunikation. Wo? In meinem Studio in Wiesbaden Es findet in meinem atmosphärischen Studio in der Wiesbadener Innenstadt, geschützt im Hinterhof, statt. Weitere Fragen Ich/wir können keinen Tango. Ist das ein Problem? Du brauchst keine Tango-Erfahrung und keine therapeutische Vorerfahrung. Du brauchst nur die Bereitschaft, dich selbst und deine Beziehung zu erforschen und vielleicht neu zu entdecken. Es geht um die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Um den Mut, unter die Oberfläche zu schauen. Um die Sehnsucht nach echter Verbindung und den aufrichtigen Kontakt mit sich selbst. Ich/wir sind erfahren in Tango. Passt das auch für uns? Klar! Auch erfahrenere Tänzer können hier eine neue, überraschende und sehr persönliche Erkenntnisse über sich gewinnen, weit ab von richtig und falsch. Hier steht das persönliche Erleben im Mittelpunkt und unbewusste Schutzstrategien, die alles durchweben. Oft ist in der Beziehung und im Tanz weit mehr möglich von dem, wonach wir uns sehnen, als wir glauben, Unser Körper zeigt den Weg. Vor allem in der Interaktion mit dem Partner. Da diese Gruppe bewusst klein gehalten ist, kann ich auf jeden individuell eingehen. Durch vertiefte Erfahrung als langjährige Tango Argentino Tänzerin und Lehrerin kann ich euch auch als Fortgeschrittene Tänzer da abholen wo ihr seid und ziemlich gut erkennen, wo es hakt. Ist das sowas wie "Neurotango" Tango-Therapie? Nein, es ist völlig anders. Neurotango (was sich auch Tango-Therapie nennt), ist eine Methode, in der mit Tango-ähnlichen Bewegungs-Elementen mit neurologischen und anderen Störungen umgegangen wird. Es ist standardisiert (10 "Tango-Tools") und die Neurotango-Coaches / Therapeuten müssen keinerlei Tango-Kenntnisse, oder tiefere psychologisch-therapeutische Ausbildung haben. Neurotango wird eher physiotherapeutisch, neurologisch bei bestimmten körperlichen Krankheiten genutzt. Mein Ansatz ist vor allem psychodynamisch und psychotherapeutisch fundiert. Er dient der persönlichen Entwicklung und Heilung an der Schnittstelle Psyche, Körper, Ausdruck und Beziehung. Ich komme als jahrelange Tangolehrerin und -tänzerin direkt aus der Tango-Argentino-Welt und verbinde dessen Subtilität, Know-How mit Psychologie, Paar-Psychologie, Bindungspsychologie, Folgen von Entwicklungstrauma in der Kindheit und völlig individualisiertem Eingehen auf jeden Einzelnen. Wie erkenne ich Entwicklungstrauma? Entwicklungstraumen sind tief im Nervensystem verankerte Erfahrungen einer Umwelt, die den grundlegenden Entwicklungsbedürfnissen nicht gerecht werden konnte. Das erzeugt durch die gegebene Abhängigkeit eines Säuglings, Kleinkindes, Kindes ein an diese ungenügende Umwelt angepasstes Verhalten mit dem Preis der Unterdrückung und Abspaltung ursprünglicher, gesunder Bedürfnisse, Gefühle und Impulse. Es entwickelt sich ein verzerrtes Selbstbild, Scham, so zu sein wie man ist, Überkompensation, Ängste in Bezug auf sich selbst, Beziehungen und das sein in der Welt. Schwierige, einst als existenziell erlebte, schmerzhafte und wiederholte Kindheitserfahrungen, hinterlassen also langfristig Spuren, prägen das Selbstgefühl und verzerren die eigene Identität. Die Folgen dieser frühen Prägungen bestehen in der Regel meist unbewusst im Erwachsenenleben weiter, fühlen sich selbstverständlich an, da sie zu einer Identität geworden sind. Sie haben eine destruktive, begrenzende Wirkung, man macht sich kleiner als man ist oder überhöht sich um den Schmerz dahinter zu kompensieren. Die Folgen dieser Prägungen erschweren den Kontakt mit sich selbst und sabotieren Paarbeziehungen mehr oder weniger unterschwellig. Diese ursprünglich sehr intelligenten Anpassungsstrategien sind kognitiv nur begrenzt zugänglich, aber gut über bewusste Körperwahrnehmung und auch Körperkontakt vor allem im Kontext von Beziehungserfahrung erreichbar. Was ist NARM (Neuro-Affective-Relational-Model)? NARM – keine Sorge, ich hatte auch keine Ahnung, was das bedeutet, als ich das erste Mal davon hörte. Es steht für Neuro-Affective Relational Model (klingt kompliziert, ist aber eigentlich einfach): In einem Satz: Wir schauen uns die unbewussten Schutzstrategien aus deiner Kindheit an, mit denen du dich und deine Beziehung unbewusst sabotierst – nur dass wir das nicht nur durch Reden, sondern auch durch Spüren und im direkten Kontakt erforschen. In diesem Intensiv-Workshop arbeiten wir in der Begegnung, Bewegung und verbal mit dem, was unter der Oberfläche wirkt und das wir oft nicht mitbekommen. Mit den unbewussten Choreografien, die unsere Beziehungen prägen. Mit der Art, wie wir Nähe und Distanz regulieren. Mit den Impulsen und der Weisheit unseres Körpers Mit den früh erlernten Strategien, die uns einst geschützt haben, heute aber unsere tiefste Sehnsucht nach Verbindung verhindern. Mit der Sehnsucht nach Verbindung und der oft unbewussten, tieferliegenden Furcht genau davor. Gibt es das auch individuell nur für uns beide statt als Gruppe? Klar - gerne auch individuell im Einzel- bzw. Paarsetting. Dann ist es noch persönlicher und intensiver. Was ist, wenn es für uns nicht funktioniert? Dann sprecht mich an und wir finden wir eine Lösung. Ich kann natürlich nichts garantieren. Aber alle Teilnehmer meiner bisherigen Workshops oder aus der Einzelarbeit waren sehr zufrieden. Organisatorisches und Link zur Anmeldung Wann Aktuell stehen folgende Termine zur Verfügung: Sa/So der 25./26.9.26 Sa/So der 17./18.10.26 Sa/So der 28./29.11.26 Zeiten: Sa von 12.00 bis 14.30 und 15.30.00 bis 18.00 So von 11.00 bis 14.00 und 15.00 bis 17.00 (Nach Absprache mit den Teilnehmern noch anpassbar) Wo Michelsberg 28, 2.Hinterhof Wiesbaden Mitte Klingeln bei mindful motion ** Ausgleich: Early Bird 320,-/Person bis zum 29.8.26 Danach 365,-/Person Verbindliche Voraberweisung bei Anmeldung an Rotraut Rumbaum IBAN DE05513800400937719000 ** Anmeldung bitte über folgenden Link: ANMELDUNG Exklusiv und persönlich. Die Plätze sind begrenzt auf nur 2 Paare! Bei sehr kurzfristiger Anmeldung bitte melden unter 0163-8778212.

  • Wie Paartherapie mit Tango und NARM als partnerschaftliche Selbstentwicklung gestaltet werden kann

    Paartherapie, Tango und der therapeutische Gesprächsansatz NARM - was hat das miteinander zu tun? Worum geht es? Ich stelle hier vor, wie man in der Paartherapie sowohl körperliche wie dialogische Möglichkeiten einsetzen kann. Warum weiß ich worüber ich spreche? Ich habe 13 Jahre lang professionell Tango Argentino unterrichtet - schau hier. Und ich habe eine tiefe Ausbildung in mehreren anerkannten Therapie-Methoden (u. a. Tanztherapie und NARM). Insgesamt habe ich in tausenden Stunden Einzelne, Paare und Gruppen begleitet, in Unterricht, Therapie und Coaching. Lehrfilme noch nicht eingerechnet! Für wen ist dieser Beitrag? Für alle: Nicht-Tänzer und Tango-Tänzer. Für Paare, die allein durch Gespräch oder Therapie nicht weitergekommen sind, oder die einfach explorativ sind. Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare Wann hast du dich das letzte Mal authentisch, präsent, sicher UND frei zugleich in einem engen Kontakt gefühlt? Und was hat der Tango damit zu tun? Tango macht über Bewegung und Kontakt erlebbar, wie sich eine sichere Bindung anfühlt und diese hilft, sich selbst auszudrücken und zu entfalten. Für Nicht-Tänzer oder Anfänger, die sich dafür interessieren: Das gilt nicht nur für das, was man sich als "richtigen Tango" vorstellt. Es gilt auch für die einfachen Elemente, die wir - angepasst an deine (Nicht-)Kenntnisse - anwenden können. Mit "Elemente" meine ich so einfache Dinge wie Stehen, Gehen, Umarmen, den Blick, das Spüren von eigenen Impulsen und denen vom Partner usw. Wenn ich im Folgenden "Tango" sage, meine ich immer beides. Diese Art der Erforschung und Reflexion kann besonders wohltuend sein, wenn man früher schwierige Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen gemacht hat, und die Folgen dessen ändern möchte (in Therapie-Sprache: "Entwicklungstrauma"). Genau hier setze ich mit meinem Ansatz an, der Tango und therapeutisches Gespräch verbindet. Es gibt auch andere Varianten dieser Verbindung. Zum Beispiel hat Simone Schlafhorst den standardisierten "Neurotango" für neurologische Störungen entwickelt. Das ist etwas ganz anderes als was ich hier vorstelle. Tango als Erfahrungsraum für Paartherapie Tango (oder seine Elemente) ist ein lebendiger Erfahrungsraum für Begegnung, nonverbale Kommunikation, Präsenz, Kontakt und die Art, wie wir Beziehungen erleben und gestalten. Im Tango brauchen wir einander - das weiß jeder: "It takes two..". Deshalb ist die Basis für guten und erfüllenden Tango eine sichere Bindung und eine erwachsene, wechselseitige Abhängigkeit. Tango ermöglicht es, diese Erfahrung sicherer Bindung und gesunder, wechselseitiger Abhängigkeit im tänzerischen Miteinander zu erfahren. Beim Tango zeigt sich, was einem dabei im Weg steht. Hier können wir ganz fühlbar entdecken, wie wir oft unbewusst das verhindern, was wir uns eigentlich wünschen. Wir können durch Tango lernen, dass wir mehr Selbst-Wirksamkeit haben, als wir in unserer Kindheit oft gelernt haben Was meine ich mit sicherer Bindung im Tango? Stell dir ein unsichtbares, elastisches Band zwischen zwei Menschen vor. Es hält die Verbindung, ist aber dehnbar genug, um beiden Raum für eigene Bewegungen zu geben. Du kannst spüren, bis zu welchem Punkt ihr euch voneinander entfernen könnt, bevor die Verbindung zu reißen droht. Im Tango lernen wir, mit diesem inneren Band umzugehen, es zu pflegen und ihm zu vertrauen. Tango lebt von einem "Sowohl-als-auch", nicht von einem starren "Entweder-Oder": Rotraut Rumbaum, BLOG Tango-NARM-Synthese • Einheit und Freiheit: Eine gesunde, erwachsene Abhängigkeit, die auf Eigenständigkeit basiert, und in der Du dich bewusst für Verbundenheit entscheidest. • Kooperation statt Anpassung: Du arbeitest zusammen und gestaltest aktiv mit, statt dich unterzuordnen. • Hingabe statt Selbstaufgabe: Du kannst dich dem Miteinander hingeben, ohne dich selbst zu verlieren. • Präsenz statt Dominanz: Du bist präsent und klar, ohne den anderen zu kontrollieren und manipulieren. Neue Erfahrungen sind heilsam und befreien! Wenn wir im Tango lernen, diese Qualitäten zu verkörpern, machen wir neue Erfahrungen: • Ich kann in engem Kontakt / großer Nähe sein UND mich selbst spüren. • Ich kann mich führen lassen UND dabei präsent, eigenständig und gestaltend bleiben, empfänglich sein und mich auch aktiv einbriungen • Ich kann führen UND auf die Reaktion des Partners eingehen, empfänglich bleiben. • Ich kann mich sicher und verbunden fühlen UND gleichzeitig frei und eigenständig. Diese neuen Erfahrungen überschreiben alte Muster nicht sofort, denn Entwicklung braucht Zeit. Aber sie erweitern unseren Spielraum und unser Gefühl von Selbstwirksamkeit und damit von Sicherheit. Wir lernen körperlich, wie sich eine sichere, flexible und gleichzeitig klare Verbindung anfühlt. Das kann tiefgreifende Auswirkungen auf unser Selbstgefühl und unsere Beziehungen außerhalb des Tanzes haben. Flow und das tiefe Gefühl von Einheit Manchmal erleben wir dabei auch sogenannte "Flow-Zustände": Momente, in denen wir ganz im Hier und Jetzt aufgehen, die Bewegung mühelos fließt und Denken, Fühlen, Bewegen so wie du und ich als Einheit erlebt werden. Diese Momente wünscht sich jeder, sei es als Tänzer oder als Musiker und natürlich - in der Erotik! Im Tango kann man das Prinzip üben! Tango - der "Macho- und Hingabe-Tanz"? Nein! Wenn man an Tango denkt, hat man oft ein verfälschtes Bild im Kopf: der leidenschaftliche, machohafte Mann führt, die Frau folgt hingebungsvoll, alles sehr erotisch und voller Klischees von Männlichkeit und Weiblichkeit. Generierte KI-Bilder zeigen es typischerweise so: In dieser KI-Abbildung beschränkt sich Tango auf eine begrenzte Spielart - Show-Tango - und wird dem inneren Reichtum und der Vielfalt an Gestaltungs- und Erfahrungsmöglichkeiten überhaupt nicht gerecht. Ich vermittele ein neues und tiefes Verständnis von Tango Argentino, das die Folgen lebensgeschichtlicher Prägungen mit einbezieht und Achtsamkeit stärkt. Ich nenne meinen Ansatz Mindful Motion Tango. Loslösung von starren Rollenbildern mit "Mindful Motion Tango" In meinem daraus geborenen Tango-Verständnis geht es nicht um festgelegte Rollen. Wir alle tragen sowohl das in uns, was wir traditionell als männliche und weibliche Qualitäten bezeichnen. ZB: Männlich Klarheit und Präsenz Führung Stabilität Aktivität Weiblich Empfänglichkeit Hingabe Flexibilität Sein Aber: Der Tango (und unsere Beziehungen) wird erst dann wirklich spannend und lebendig, wenn beide lernen, diese verschiedenen Seiten in uns selbst und im Miteinander zu entdecken und zu leben. Die Tango-NARM-Synthese als eine körperbasierte Brücke zur Selbsterforschung für Paare oder Solo Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und PsychotherapiWie verbinden sich bei mir Tango und NARM? Für mich ist Tango eine wunderbare körperbasierte Brücke zur Selbsterforschung in der therapeutischen und paartherapeutischen Arbeit. Dies spielt beispielsweise im NARM-Ansatz eine Rolle. Diese Methode mit dem leider so unemotionalen technischen Namen "Neuroaffektive Relational Model" (NARM) ist eine Methode zur Heilung von Entwicklungstrauma und den Folgen früher Prägungen im Erwachsenenalter. Die inneren Räume erforschen - mit Tango und NARM Tango kann uns also helfen, tief verankerte Muster im Umgang direkt im Körper zu spüren und zu erforschen. Dies gilt zum Beispiel für Nähe Distanz Autonomie Abhängigkeit Einstimmung Vertrauen Kontrolle Selbstbeziehung Verbundenheit Im Tango aktivieren wir die Themen im Hier und Jetzt, durch den Körper und die Sinne. Dann erforschen wir sie im Gespräch tiefer. Warum ist Mindful Motion Tango so wertvoll für die therapeutische Selbsterforschung und für Paare? Tango konfrontiert uns auf einer sehr direkten, körperlichen Ebene mit unseren Beziehungsmustern und wir erleben, wo wir die Verbindung zu uns selbst aufgeben, um Gemeinsamkeit zu ermöglichen. Die körperliche Nähe, die Umarmung, das tänzerische Aufeinander-Angewiesen-Sein im Führen und Folgen – all das kann tief in uns liegende, oft unbewusste Erinnerungen an frühe Beziehungserfahrungen wachrufen. Der Körper erinnert sich Unser Körper erinnert sich an Zeiten, in denen wir ähnlich abhängig von Bezugspersonen waren, auch wenn wir keine bewussten Bilder mehr davon haben (denn diese Art der Erinnerung beginnt oft erst später im Leben). Im Tanz zeigt sich, wie wir unbewusst noch immer aus diesen alten Erfahrungen heraus agieren und daher mehr reagieren als das Miteinander authentisch nach unseren “erwachsenen Möglichkeiten zu gestalten. Unsere alten Überlebensstrategien werden direkt im Tanz sichtbar und fühlbar Anpassung/Überanpassung: Geben wir uns selbst auf, um die Verbindung nicht zu gefährden? Verlieren wir den Kontakt zu uns selbst, um dem anderen zu gefallen oder Konflikte zu vermeiden? Rückzug: Ziehen wir uns emotional oder körperlich zurück, wenn es uns zu nah oder zu schwierig wird? Trauen wir uns nicht, uns wirklich zu zeigen? Kontrolle/Kampf: Versuchen wir, den Partner oder die Situation zu kontrollieren, weil wir uns sonst unsicher fühlen? Führen wir dominant, statt einzuladen? Folgen wir widerwillig oder kämpfen wir gegen die Führung an? Verlust von Eigenständigkeit: Verschmelzen wir mit dem Partner und verlieren unser eigenes Zentrum? Im Tango können wir diese Muster nicht nur erkennen, sondern unmittelbar erleben. Wir spüren sie im Körper, in der Bewegung, in der Begegnung. Das ist oft viel direkter und eindrücklicher als nur darüber zu sprechen. Wir entdecken vielleicht unsere unbewusste "Prioritätenliste": Was ist uns in Beziehungen wichtiger? Verbindung um jeden Preis? Autonomie? Sicherheit? Kontrolle? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und Psychotherapie Das Dilemma in Frauen-Workshop: Ein Beispiel aus meiner damaligen Unterrichtszeit Ich erinnere mich gut an meine früheren Workshops für Frauen, in denen wir an der Technik, Eigenständigkeit und erweiterten Kompetenzen in der folgenden Rolle arbeiteten. Zuerst übte jede Frau für sich, z.B. Ochos – stabil, elegant, musikalisch, vielleicht mit kleinen Verzierungen. Das gelang mit etwas Übung immer besser. Die Frauen wurden zunehmend präsent, ausdrucksstark und koordiniert. Doch sobald sie dasselbe zu zweit, also mit einer Partnerin im Tanzkontakt, üben sollten, änderte sich das Bild oft dramatisch. Es war, als hätten sie alles vergessen, was sie gerade noch allein gekonnt hatten. Ihre ganze Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, sich irgendwie im Kontakt zurechtzufinden. Oft bedeutete das: Sie passten sich extrem an die Partnerin an, so dass alles andere – die eigene Stabilität, der Ausdruck, die Musikalität – in den Hintergrund trat. Sie steckten unbewusst in einem Dilemma, das wir auch aus der NARM-Therapie kennen: Wie kann ich mein eigenes Potential, meine eigene Bewegung einbringen, ohne die Verbindung zur Partnerin zu verlieren oder zu stören? Sie erlebten es als ein "Entweder-Oder": Entweder bin ich ganz bei mir ODER ich bin in Verbindung. Beides gleichzeitig schien unmöglich. Meist war ihnen das nicht einmal bewusst. Sie merkten nur: Irgendwie ist es viel schwieriger als gedacht. Körperlich zeigte sich das zum Beispiel so: • Die Arme hielten die Partnerin entweder zu fest (was destabilisiert) oder nahmen kaum Kontakt auf. • Sie versuchten, möglichst unabhängig zu bleiben, oder kümmerten sich übermäßig darum, was die andere macht (oder nicht macht). • Sie brauchten viel Kraft, um äußere Impulse zu kompensieren, oder verloren umgekehrt ihre eigene Körperspannung und Gestaltungskraft. • Sie hörten die Musik nicht mehr richtig oder konnten den Rhythmus nicht mehr umsetzen, weil sie zu sehr davon abhingen, wie die Partnerin sich bewegte. • Die Fähigkeit, Verzierungen einzubauen, ihre Bewegungen aktiv zu gestalten verschwand fast vollständig. Was habe ich sonst noch beobachtet? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und Psychotherapie Ähnliche Abläufe beobachte ich auch oft im Zusammenspiel von Männern und Frauen im Tango, beispielsweise im Umgang mit dem Beckenbereich oder in spezifischen Paar-Abläufen, die alte Rollenmuster oder Konflikte widerspiegeln. Die Essenz vom Tango, wichtig für das Gelingen von Beziehung allgemein: Präsenz, Einheit, Freiheit Im Tango Argentino wirken drei Prinzipien wie eine stille Architektur zusammen – sie stützen und bedingen einander: Präsenz Du bist im Hier und Jetzt, spürst deinen Körper, deinen Atem, deinen Stand im Raum. Du balancierst Stabilität und Flexibilität, behältst deinen eigenen Rhythmus, auch wenn das Außen sich verändert. Einheit Aus deinem eigenen Zentrum heraus verbindest du dich mit dem Partner. Ohne dich zu verlieren, ohne den anderen zu vereinnahmen. Ihr haltet gemeinsam den Beziehungsraum – elastisch, lebendig, respektvoll. Freiheit Auf der Basis von Präsenz und Verbindung entsteht Improvisation. Ein kreatives, freies Spiel, in dem beide tanzen, gestalten, führen, folgen, atmen – jeder für sich und beide gemeinsam. Das kannst du gerne mal im übertragenen Sinne für dich in Bezug auf deine Beziehungen überprüfen. Ich bin gespannt, was du herausfindest. Schreib mir gerne. Ist das vielleicht auch für dich? Dieser Ansatz, Tango als verkörperte Selbsterfahrung zu nutzen, ist besonders geeignet für: Paare, die irgendwie nicht weiter wissen und schon alles Mögliche ausprobiert haben Paare, die spüren möchten, wie sie miteinander umgehen – nicht nur darüber reden, sondern es am eigenen Körper erleben und neue Wege ausprobieren. Menschen, die Lust auf Bewegung haben und neugierig sind, wie Körper und Gefühle zusammenhängen. Alle, die sich selbst besser kennenlernen wollen – besonders wenn du als Therapeut oder Coach arbeitest oder einfach gerne experimentierst. Wichtig ist: Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse im Tango und musst auch nicht tanzen "können"! (Wobei erfahrene Tangotänzer von meinem Ansatz in mehrfacher Hinsicht natürlich sehr profitieren.) Es geht hier nicht um Leistung oder Perfektion, sondern um die subjektive, ehrliche innere Erfahrung. Was du mitbringen solltest, ist Offenheit, Neugier, die Lust, dich selbst in Bewegung und Begegnung zu erforschen, und die Bereitschaft zur Selbstwahrnehmung. Einen schönen Gruß!

  • Der Platzhalter Blogpost!

    Hier erscheint bald ein Post mit etwas mehr Inhalt. Versprochen!

  • Ayahuasca, Buddhismus, Meditation - Teil 2: Verlust des Selbst

    Weißt du, wie es ist, dich selbst nicht als das selbstverständliche, aktive, vertraute, verkörperte "Ich" zu erleben? Oder besser gesagt: Dich eigentlich gar nicht zu erleben? Ayahuasca Liane und der "Leere Körper", Rotraut Rumbaum Mindful Motion Sondern eher als etwas Neutrales, Geistiges, Wahrnehmendes? Vielleicht mit einer Art Distanz zu Dingen, Deinem Körper, Gefühlen, Menschen? Das kann je nach Situation gleichsam interessant, lehrreich, entspannend oder auch etwas beängstigend sein. Die persönliche, lebensgeschichtliche Prägung und die aktuelle Verfassung spielen neben der konkreten Situation dabei eine große Rolle. Dies ist die Fortsetzung des 1.Teils: Ayahuasca, Meditation, Buddhismus. In diesem Beitrag gehe ich nun weniger auf die reine Wahrnehmung als vielmehr auf die "Entpersönlichung" bzw. den sogenannten "Selbstverlust" ein. Mein persönlicher Bericht Ich berichte von einer sehr tiefen, persönlichen Erfahrung während eines etwas ungewöhnliches Setting - eine ca. einstündige Massage innerhalb einer ganztägigen Ayahuascazeremonie während eines 5-tägigen Retreats. Das möchte ich nach meinem langem Schweigen bezüglich solcher Art von Erfahrungen nun mit dir teilen. Dieser Prozess des Sprechens, Schreibens und Teilens ist auch für mich selber relevant, da ich dadurch diese tiefe Erfahrung nun noch einmal in einer ganz anderen Lebensphase aufarbeite, neu betrachte und für mich auswerte, die ich vor bereits vor vielen Jahren gemacht habe und damals weder wirklich verstehen, noch richtig einordnen konnte. Es ist ein kleiner Ausschnitt aus einer ganztägigen Zeremonie (mit weiteren und anderen Erlebnissen, Wahrnehmungen und Gefühlsverfassungen) als Audiodatei: Ent-Persönlichung im Buddhismus, durch Psychedelika und in den NeuroWissenschaften Der folgende Abschnitt ist eher theoretisch und wieder in Zusammenarbeit entstanden. Er schildert das Phänomen des Verlusts für das Gefühls des Selbst in Meditation, durch Psychedelika und in den Neuro-Wissenschaften. Das Selbst im Buddhismus - illusionär Der rechte Teil der Illustration im Foto ganz oben ist ein leerer Körper. Er illustriert die "Leere des Selbst" im Buddhismus. Das Konzept der "Leere" (Emptiness) im Buddhismus meint allerdings nicht "Nichts" oder "Vakuum". Statt dessen meint es - in diesem Fall - dass das Selbst eine Fabrikation ist, eine vom Geist selbst erzeugte nützliche Illusion. In Wirklichkeit - so der Buddhismus - gibt es aber dieses von uns gefühlte eigenständige Selbst garnicht. Das gibt es so wenig, wie unser Traum-Selbst eigenständig und andauernd existiert - auch das Traum-Selbst ist nur eine selbst-erzeugte Illusion. Der FB-Lehrer Jackson Peterson beschreibt es so: Unsere wahre Natur, die reines Gewahrsam oder Buddha Mind oder Rigpa oder Brahman genannt wird, hat keine negativen Emotionen, keine mentalen Zustände, keine Gedanken, kein Leid und keinen Stress. All diese schädlichen Faktoren gehören zur egoischen Persona, der egoischen Identität als Ansammlung positiver und negativer Konditionierungen, sowie zur DNA des individuellen Organismus. Und dies ist aus dem tibetischen Buch der Toten, das im 14. Jahrhundert in Tibet gefunden wurde. Es beschreibt, wie es durch eine bestimmte Meditation keinen Beobachter oder Zeugen mehr gibt "...Und im gegenwärtigen Moment, wenn dein Geist in seinem eigenen Zustand verbleibt, ohne etwas zu konstruieren, ist das Gewahrsam in diesem Moment an sich ganz gewöhnlich. Und wenn du auf diese Weise nackt in dich hineinschaust, ohne irgendwelche diskursiven Gedanken, da es nur dieses reine Beobachten gibt, wird man eine klare Klarheit finden, ohne dass jemand da ist, der der Beobachter ist, nur ein nacktes manifestes Gewahrsam ist vorhanden. Dieses Gewahrsam ist leer und makellos rein, es wird durch nichts erschaffen, was auch immer. Es ist authentisch und unverfälscht, ohne jede Dualität von Klarheit und Leere." Ent-Persönlichung durch Psychedelika Manchmal sind psychedelische Erfahrungen ein sehr überraschender und schneller Weg zu "mystischen" Erfahrungen, die man in der Meditation vielleicht hat - oder auch nicht. Oder auch spontan mit ein bisschen Glück, durch Zufall oder Übung. Eine solche Erfahrung ist es, wenn man das Gefühl verliert, ein Ich, ein Selbst, eine Persönlichkeit zu sein. Der Mechanismus, über den dies im Allgemeinen und mit Vereinfachung erklärt wird, ist ( ganz vereinfacht gesagt) das sogenannte Default Mode Network (DMN). Dies ist ein Netzwerk im Gehirn, das dann aktiv wird, wenn das "Task Mode Network" (TMN) heruntergefahren wird. Sobald man aufhört, sich intensiv mit einer Aufgabe zu befassen, wird das TMN heruntergefahren und das DMN hochgefahren. Als Illustration nimmt man dafür gerne das Herumliegen auf der Couch: kaum liegt man so unfokussiert und gemütlich herum, beginnt der Geist Gedanken über alles Mögliche zu produzieren. Man fängt leicht und unwillkürlich an, zu grübeln. Über sich selber, seine Hoffnungen, Befürchtungen, Enttäuschungen, was man hätte tun oder sagen sollen, allgemein über seine Vergangenheit, Zukunft und natürlich über seine Beziehungen etc... - und nicht immer empfindet man das als positiv! Dieses Default Mode Network sieht man (vereinfacht gesagt) als den Sitz des Gefühls an, ein Ich bzw. ein getrenntes, eigenes Selbst zu sein. Psychedelika haben die Eigenschaft, dieses DMN herunterzufahren! Dieser dafür zuständige Bereich im Gehirn wird deutlich weniger durchblutet. Dafür werden andere, normalerweise nicht oder weniger aktive Gehirnareale stärker aktiviert und vor allem ganz anders und neu vernetzt. Nach der Einnahme von Psychedelika ist also das Erleben, NICHT wie gewohnt das eigene, definierte Selbst und selbstverständlich im eigenen vertrauten Körper beheimatet zu sein, chemisch ausgelöst. Wobei man dazu sagen muss, das im Fall von Ayahuasca der zentrale Wirkstoff DMT ist und dieser Stoff vom Körper sogar selbst produziert werden kann. Zb. im Geburts- und Sterbeprozess oder beim Orgasmus (vor allem beim Cervix-Orgasmus von Frauen). Das Selbst als ein fabriziertes "Selbst-Modell" in der Neuro-Wissenschaft Die modernen Neurowissenschaften stimmen mit dem Buddhismus völlig darin überein, dass es kein eigenständiges "Selbst" gibt. Ja, so ist es, auch wenn wir das subjektiv ganz anders fühlen und es für die meisten schwer vorstellbar ist. Eine moderne Theorie besagt, dass das Gefühl des "Selbst" ein nützliches Modell ist, das sich das Körper-Gehirn System selbst erschafft. Es ist sozusagen eine Art Avatar, der ein Teil eines gesamten Welt-Modells ist, das sich unser Gehirn von der Außenwelt erschafft. Zum Lesen oder Hören Neurowissenschaften: Wie das Gehirn unser "Selbst" erzeugt (Ted Talk von Anil Seth) https://www.youtube.com/watch?v=z7_LwuuPsAE PS. Dieser Post ist eine Kooperation mit jemand mit dem ich meine Erfahrungen aus der buddhistischen und anderen Perspektiven iinterpretieren und neu integrieren kann.,

  • Der Teufelskreis von Verfolgung und Rückzug bei Paaren: Einer will Nähe, der andere Distanz

    Manche Paare in heftigem Konflikt kennen folgendes: ein Partner möchte sich dem akuten Konflikt entziehen und will den Raum verlassen. Der andere Partner hält das nicht aus und - ganz wörtlich - verfolgt den anderen, läuft hinterher und "kann einfach nicht aufhören". . TLDR: Dieser Post beschreibt Szenarien von Paarkonflikt, aufbauend auf Teil 1. Rückzug und Verfolgung, Sexualität, Konditionierung, Selbsteinsicht.. Verfolgung und Rückzug Das obige Beispiel ist nicht immer so ausagiert. Manchmal in weniger spektakulärer Form. Das Muster ist das gleiche. Der eine sucht Nähe — will reden, will sich verbinden, will gesehen und verstanden werden. Der andere zieht sich zurück — braucht Abstand, Stille, Raum für sich. Von außen sieht das aus wie ein Konflikt über Bedürfnisse. Zu viel Nähe gegen zu wenig. Zu viel Forderung gegen zu viel Distanz. Aber wenn man genauer hinschaut, ist es meistens kein Konflikt über Bedürfnisse — es ist ein Tanz zweier Schutzmuster. Der eine hat gelernt: wenn ich keinen Kontakt herstelle gibt es keinen, und das fühlt sich unaushaltbar an - wie früher einmal. Ich laufe hinterher. Der andere hat gelernt: wenn mir jemand zu nahe kommt, fühlt sich das überfordernd an und verliere ich mich. Ich renne weg. Beide reagieren auf eine tiefe Not. Beide sind in ihrem Überlebensmodus. Und beide lösen beim anderen genau das aus, wovor der andere am meisten Angst hat. Je mehr einer wegläuft, desto mehr fühlt der andere den "Zwang" hinterherzulaufen. Wie das NARM Therapie Modell dies sieht Hier hilft kein Appell an Verstand. Das NARM-Modell hilft mir, diese Muster zu verstehen, ohne sie zu pathologisieren. Wir sprechen von Überlebensstilen als Beschreibung davon, wie jemand als Kind gelernt hat, unter schwierigen, Umständen in der kindlichen Entwicklung und Abhängigkeit die überlebenswichtige Bindungsbeziehung zu sichern. Jemand, dessen Nervensystem früh gelernt hat, Bedürfnisse klein zu halten und zu ignorieren, wird in Intimität vielleicht sehr viel geben — und gleichzeitig nie das Gefühl haben, genug zu bekommen. Sein Nervensystem hat nicht gelernt hat, Zuwendung wirklich hereinzulassen, sich geliebt und gemeint zu fühlen und als sicher einzuordnen. Jemand, der früh erlebt hat, dass Bindung mit Kontrollverlust verbunden ist, wird Nähe suchen und gleichzeitig fürchten. Er oder sie wird vielleicht in dem Moment, wo Verbindung am nächsten ist, am stärksten weglaufen - trotz grosser Sehnsucht danach. Nebenher: in der Bindungstheorie wird dieser Loop "Avoidant-Anxious Trap" genannt: die Falle wenn der "ängstliche Bindungstyp" mit dem "vermeidenden" zusammen ist und das nicht regulieren kann. Einsicht in unsere Konditionierung ist schon erste Hilfe Ich sage das nicht, um Verhalten zu erklären oder zu entschuldigen. Ich sage es, weil diese Erkenntnis etwas verändert. Wenn ich verstehe, dass der Rückzug meines Partners kein Ausdruck von mangelnder Liebe ist, sondern ein automatischer Schutz seines Nervensystems — dann ändert sich die Art, wie ich fühle und reagiere. Weniger Flucht oder Angriff. Und genau das ist die Arbeit: diese Distanz zwischen dem Erleben und der Reaktion zu öffnen. Einen Moment Pause einzuführen. Zu fragen: Was passiert gerade in mir? Was brauche ich eigentlich? Was trage ich unbewusst durch die Fortsetzung meiner Schutzstrategien von damals heute selber dazu bei? Selbstwirksamkeit (Agency) als Schlüssel In der Paarsitzung lade ich beide ein, von außen auf die Dynamik zu schauen. Nicht wer hat recht, nicht wer ist schuld. Sondern: Was passiert hier gerade zwischen uns? Sehr oft — wenn beide Nervensysteme einigermaßen reguliert sind — ist das ein Moment echter und gefühlter Einsicht und Erfahrung von Verbindung. Die Paare merken: Ah. Wir machen das schon lange. Wir sind in einem gemeinsamem Tanz gefangen, basierend auf einer früh im Leben gelernten Schutzstrategie. Und wir tragen beide dazu bei - auch wenn uns das bisher vielleicht nicht bewusst war. Es ist die Einladung, "Agency" (Selbstwirksamkeit) zu entwickeln: die Fähigkeit zu spüren, dass man in der emotionalen Deutung und im eigenen Verhalten eine Wahl hat! Und da nicht alles, was sich wahr anfühlt, wahr sein muss, sondern auf einer Erinnerung im Nervensystem basieren kann, die versucht vor dem Schmerz von damals zu bewahren, obwohl der heute nicht mehr existenziell - und damit wirklich bedrohlich - wäre. Die schwierige Frage nach dem Wunsch Zu Beginn steht immer die Frage nach dem Wunsch, der Sehnsucht des Herzens. Eine übliche aber letztlich in emotionaler Abhängigkeit haltende Frage ist: Was willst du, dass der andere ändert? Die hilfreichere, selbstwirksamere Frage ist: Was wünschst du dir eigentlich für dich — jenseits von Konflikt und Vorwürfen? Wie möchtest du dich fühlen? Nach welchem inneren Zustand sehnst du dich? Diese Frage führt sehr schnell zu etwas Echtem. Unter dem Streit liegt meistens etwas sehr Einfaches. sich gesehen und gefühlt fühlen Sich in sich selbst sicher fühlen Sich berührt fühlen, ohne innerlich zu verschwinden Sich geliebt, geborgen und sicher fühlen im Kontakt, ohne Angst vor Kontrollverlust und Demütigung, und ohne selbst zu "verschwinden" Die tiefe Sehnsucht im Kontakt mit einem andern Menschen ganz entspannt man selbst zu sein und sich zutiefst verbunden zu fühlen Wenn jemand das ausspricht — wirklich, nicht als Anklage, sondern als Wunsch — passiert meistens etwas im Raum. Der andere hört anders zu. Weil es plötzlich nicht mehr um Schuld geht, sondern um Wahrhaftigkeit, die tiefere Sehnsucht hinter dem Konflikt und Herzensverbindung. Sexualität in der Paartherapie: der Spiegel der Verbindung Ich möchte noch kurz über Sexualität sprechen, weil das ein Bereich ist, der in der Paartherapie besonders oft vermieden wird. Für viele zu heikel, zu intim, zu schambesetzt. Aber Sexualität ist aus NARM-Perspektive kein separates Thema. Sie ist ein Spiegel des gesamten Verbindungssystems. Lust braucht ein Nervensystem, das Erregung überhaupt ermöglicht und sich dabei sicher genug im Kontakt anfühlt, um übermässige Kontrolle loszulassen und Hingabe sowie zu ermöglichen. Also die Aktivierung des Parasympathikus, unseres Entspannungsnerves. Das kann neurobiologisch anspruchsvoll sein, wenn innerlich unbewusst Druck, Angst und Stress vorherschen. Also ein Kampf-, Flucht-oder Erstarrungsmodus vorherrscht - eventuell sogar chronisch aufgrund von Bindungstrauma in der Kindheit, die in der Beziehung aktiviert werden. Wenn jemand früh erlebt hat, dass sich Nähe bedrohlich, existenziell und überfordernd anfühlt, wird genau dieser Moment — wenn Intimität am tiefsten sein könnte — subjektiv zum Moment größter Bedrohung. Der Körper schützt sich, weil er noch nicht verstanden hat, oder vertrauen kann, dass es heute tatsächlich anders, nämlich sicher und erfüllend sein könnte. Und selbst wenn gerade etwas nicht passen sollte, ist es nicht mehr wirklich bedrohlich, nur schade und vielleicht schmerzhaft. Die Wahrnehmung bzw. Deutung als bedrohlich und existenziell stammt aus der Kindheit. Als Erwachsener haben wir völlig andere Möglichkeiten und Ressourcen, die wir oft nicht realisieren können. Dafür ist die NARM Arbeit da... Anmerkung: es gibt natürlich auch noch andere mögliche Gründe für sexuelle Paarprobleme. Kleinschrittige Arbeit für "Begegnung ohne Verschmelzung und ohne Abwehr" Was mir in dieser Arbeit wirklich hilft, ist langsam und kleinschrittig vorzugehen. Sehr langsam. Nicht auf Lösungen hinzuarbeiten, sondern auf Kontakt. Vor allem mit sich selbst. Wenn beide Partner sich in einem Moment echter Präsenz begegnen — nicht aufgelöst, nicht verschmolzen, nicht abwehrend, sondern wirklich da und wirklich sie selbst, dann ist das mehr als jeder erarbeitete Kompromiss auf der Verhaltensebene. Und diese Einladung (das zu halten, den Raum zu halten, in dem sich Schutzschichten ein Stück weit öffnen können) das ist das, was ich in meiner Arbeit wirklich liebe und zu schätzen gelernt habe. Wenn du das Gefühl hast, dass das, was ich beschreibe, sich nach deiner Situation anfühlt, dann schreib mir gern. Du findest meine Kontaktdaten auf rotraut-rumbaum.de. Ein erstes kurzes Gespräch per Telefon ist kostenlos und unverbindlich (0162 877 8212).

  • Why I am addicted to my gong and what you probably don't know about gongs

    Did you know that Germany is not only a leader in luxury cars, but also in the production of luxury gongs? Again, "Vorsprung durch Technik", in this case with fire and hammer. The famous gong manufacturers are in Northern Germany and Eastern Germany, and their gongs can be found all over the world . The photo shows my "Water Gong "from Sona Sounds and Tone of Life, a really impressive instrument of 105 cm in diameter. It is from a series meant to embody earth, air, water and cosmos. It is a Symphonic Gong from the small, fine gong forge Sona Sounds by Johannes Heimrath. It is forged from silver nickel and produced in collaboration with Tone of Life. It is not identical to the gongs made by the great German gong smith Paiste, but very similar. There are more details about the genealogy in the video below. Sound characteristics The sound spectrum of this gong is enormous. I like to play it in "meditative" technique. This means that the gong is not struck hard. Instead, it is slowly charged with vibrational energy with the finest, barely audible, but fast strokes of a small solid mallet. This technique is not so easy, because it requires a vibrato in the player's wrist, so to speak. This vibrational energy envelops the listener in an extremely overtone-rich spectrum of sound that, at its peak, would be capable of covering the entire audible frequency range. The sound of my gong is described by Tone of Life thus: The water gong represents water in all its manifestations. ... It connects us with a deep ancestral knowledge, our feelings and emotions, it is nourishing and life-giving. It has a very deep, even, natural and rough sound, like the water around us, from a calm lagoon to a raging ocean. A great variety of overtones, with a beautiful structure of low, middle and higher tones. (Translated with www.DeepL.com) One should not, of course, get stuck on this description when listening. One can, may and should give free rein to one's associations while listening. If a piano piece is called "The Little Shepherd", there is a danger that the image of a little shepherd will narrow the listening. Also, the following might be interesting: in Indian philosophy, the 4 elements of water, air, earth, and are not to be understood literally (i.e., "earth" not as the earth (as a planet) or as sand, read, and dust). They are representations of the qualities solid/solid, fluid, warm/cold and alive. Earth: solidity, solidity Water: fluid, flowing etc Air: self-motion, life, the automatic breathing Fire: temperature So my gong represents the flowing, constantly adapting, variability, flexibility etc. The gong is the most transformative instrument in the world. The gong's extraordinarily powerful vibrations work at a deep level. They enter at the weakest point of the body and work deep into the cells where a lot of information is stored. Physical and mental blockages can be released and old thought patterns and cellular information are transformed. Sound is vibration, is light and love. "The gong is the sound of creativity itself. The one who plays the gong plays the universe. The gong is a beautiful amplified vibration. It is like a multitude of strings, like playing with a million strings. The gong is the only tool with which you can create this combination of space vibrations." (Yogi Bhajan) The gong is alive For example, its sound characteristic is also dependent on the temperature in the room. It sounds richer in overtones when it has had a longer time to warm up in a warm room. It also sounds different depending on who I am playing for. It is a resonating body that reacts to its environment and the existing vibration field. I had heard about this in my training, but I could only believe and understand it through my own different experiences. Unlike a piano or other instruments, you cannot "tune" a gong yourself as a player. You can only give it the right temperature environment and take care of it mechanically. However, it can happen that it loses its sound characteristics due to unfortunate environmental influences or harmful treatment. Then it can be brought back to its place of birth and tuned to its original characteristics by forging, if necessary with fire and hammer. History of my gong The following video explains how these gongs came to be. On the left you see Johannes Heimrath, who has an interesting history as a rebel, and on the right Tom Soltron from Tone of Life is a Polish team that does indoor and outdoor events around the world with gongs and other instruments, for example in one of the pyramids of Giza. I met them on a 9-day "Sound Therapy" with 20 participants from all over the world - and learned to love the gongs. Admittedly - in comparison my equipment is much more modest than that of Tone Of Life. But the principle is the same. On the other hand - if you want - you can enjoy such a gong sound (and other instruments that frame the gong) as a single person. I will then tailor the session to you and your needs. Gongs are difficult to reproduce acoustically Even very high quality loudspeakers are often hardly able to reproduce the real, natural sound of a gong. I myself have found it most natural with Manger speakers. Due to their construction, these speakers react particularly quickly to any stimulation. Unfortunately, I do not own them - they are very expensive. Headphones also have their difficulties with them. Nevertheless, here is a sound sample of my gong from Youtube. The incredible frequency spectrum of the harmonics and the dynamics, as well as the complexity of the overlapping sound waves exceeds the complexity of all other instruments in this respect. The next video shows how the overall sound of a slightly smaller gong , which is very similar to mine, is composed of different sound layers. Alessandre Tannous demonstrates this by isolating the layers. You have to follow the mouse movements and selected areas in the video to do this. Recording is also challenging in itself, since microphones are kind of "negative speakers" (sorry from the non-technician!) and the problems are similar (Tom Soltron told me). So, for his musical recordings, Tom has only the very finest of the very finest in his recording technology. And yet he is dissatisfied. Here's an example of Tom using his gongs. But if you don't have really good loudspeakers, you won't get the right impression. You can get that from me. Big, even bigger For those who want to know "what's up": below is a sound sample of the huge watergong, 1.57 m in diameter. This is the largest model in this series. However, it is too impractical for me - my model is the largest that still fits (just about..) in my trunk. Because I sometimes take it with me to events. By the way, there are only three of one of these giant gongs in the world. One of them is at Tom Soltron, another one is in the Vatican at the Pope. The big gong is also a ceremonial, religious instrument. Gong and money To give an idea: A 1.57 gong from ToneofLife/Sonasound costs as much as two new simple small cars. And that without any electronics! It must be said that an investment in a high-quality gong is relatively stable in value. This is because the prices of raw materials are constantly rising, and each gong is a unique piece of craftsmanship. Therefore, these gongs can be compared to high-quality grand pianos. Each one is different, and you should listen to different specimens in the manufactory before buying. However, you can of course buy gongs used. However, one must then be sure that the gong has been cared for. Sound pressure and volume perception of gongs I can say from my own experience at Tom's event that the large gongs are acoustically overwhelming and physically noticeable. They have the same sound intensity as a Concorde taking off had (at least that's what my partner said, who experienced the Concorde directly, albeit high above his house in takeoff flight, when it was still flying). There the glasses in the cupboard shook from the deep waves. However: the perceived loudness with gongs is harmless for the ears. Because the loudness impression does not result from the sound pressure. It results from the superposition of an infinite number of frequencies, which create an enormous sound density that one cannot escape. So, even if I play my gong very very loud in the room (which I rarely do because of neighborhood), it reaches - objectively measured - only the measured volume of a lawn mower, namely about 80-90 decibels. The gong and the psyche But - this sound gets under the skin and into the soul. Some like it, but are also a little afraid of it. One of my clients experienced in a single session the extremely intensified pleasant trance feelings he knew from paragliding ("paragliding without risk"). Someone else thought he was in paradise and said quite dryly, "Now I don't have to be afraid of death anymore." For others, some fear arises, because experiences of being at the mercy of others and being overwhelmed can come up. One feels instinctively: there can always be more to come and one cannot control it as a listener. The gong is an instrument that leads into the depths. The psychotherapist and music therapist Wolfgang Strobel, for example, says about the gong: "You could call it the Shiva of sounds, because it destroys the old and makes room for the new. . Its theme is crisis and transformation" (see Resources). Dr. Hess, a physician, uses gongs in his psychiatric clinic for trance and transformation processes. He says, for example, "Individual participants can have extremely threatening and frightening experiences at the intense sound of the 1.50 cm gong, while others have ecstatic experiences and the gong can't be loud enough because it is connected to their life energy" (see Resources). This is also my experience. Both when listening and when playing. To this I must say that I never unthinkingly lead the gong into a sphere that may be threatening to some. That is the art: seeing and feeling where the listener/meditator/group is. It is my job to handle this responsibly. The gong is a wonderful and effective therapeutic tool when used appropriately. Regarding gongs and therapy/coaching: Johannes Heimrath (Sonasound) wrote a book on gong therapy many years ago. He called his method "Sonogram." However, it is only available antiquarian. Not too many therapists use this method. This is because the investment alone in the many high-quality gongs required for this would be a fortune. Cheap sound discs from Asia do not do it! More about this later in another blog entry. The information not mentioned here about the effect of the gong and overtone-rich sounds can be found here and in the announcement for the Soundjourney. Resources How to listen to a gong "meditatively" (by me) https://www.rotraut-rumbaum.de/post/meditieren-mit-dem-gong-shamata-unterscheidendes-hoeren-nach-alexandre-tannous Video about the history of my gong https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=Y6bAwPEAqdE Group events with big gongs in several places in Europe www.toneoflife.com Gong manufacture Sonasound www.sonasound.de Music example: Gong with other instruments https://www.youtube.com/watch?v=gsprduYR7os Music example: Demonstration of my gong (Attention: NOT played "meditatively") https://www.youtube.com/watch?time_continue=27&v=JvAuTWOxqRc About the gong in therapy Wolfgang Strobel, "Grenzzustände in der Musiktherapie", in Reader Musiktherapie, 1991, page 170 Otto Heinrich Silber and others, "Sound Therapy", 2010, page 168

  • Entkolonialisierung! Zwiegespräche für Paare - nicht nur ein Aphrodisiakum

    In Anlehnung an den bekannten Paartherapeuten Michael Lukas Moeller "Wir leben in Beziehung, aber die Beziehung leben nicht. Auch wenn sie uns das Leben bedeutet“ (Moeller 2005). Wenn Du wenig Lese-Zeit hast, hier eine Kurzversion: "Kolonialisierung" bedeutet in diesem Kontext , wenn auch oft unbewusst und eher impliziert,, sich anzumaßen, man wüsste was in des anderen Kopf ist. Es ist aber eine Grenzüberschreitung . Man macht das oft unbewusst, zum Beispiel, um von sich selber abzulenken, oder aus Schuldgefühl Man kann sich sogar selber kolonialisieren: Selbstkolonialisation.. Und hier ein paar Regeln , die von Lukas Möller stammen, einem schon 2002 verstorbenen Therapeuten, die dem entgegenwirken. Möllers Ansatz ("Nähe durch Fremdheit") ist verwandt mit den Ansätzen von David Schnarch und Ester Perel. Und dabei helfe ich ! Kolonialisierungen "Kolonialisierung des Partners": hast Du Dich schon einmal von Deinem Partner kolonialisiert gefühlt? Also: hast Du Dich schon einmal darüber geärgert, oder warst verzweifelt darüber, dass Dein Partner sich einbildete zu wissen, was Du denkst, fühlst, beabsichtigst und was in Deinem Kopf vor sich geht? Obwohl ja der einzige, der das wissen kann, Du selber bist? Oder dass er Dir vorschreibt, was Du tun oder lassen sollst? Viele Paare leiden unter einer großen Sprachlosigkeit und Kommunikationskluft. Ihre Kommunikation beschränkt sich auf Alltagsregelungen, darauf, sich über etwas zu unterhalten, und auf endlose Kreisdiskutiererei, in der jeder seinen seelischen Schwerpunkt beim anderen hat, und besser zu wissen meint, wer dieser doch eigentlich ist. Das ist "Kolonialisieren". Es ist ein Begriff, den der 2002 verstorbene Paartherapeut M.L. Moeller geprägt hat, und der 3 lesenswerte Bücher hinterlassen hat. Sie wirken aus heutiger Sicht vielleicht ein klein wenig altmodisch, aber ich habe viel aus ihnen gelernt. Der Begriff ist inhaltlich relevant, obwohl Moeller heute insgesamt leicht veraltet ist: z.B. ist er sehr auf Sigmund Freuds Theorie des Unbewussten fokussiert. Er arbeitet mit Freud´schen Begriffen wie "Verschiebung" etc, die heute kaum mehr verwendet. Ich finde, Kolonialisieren fühlt sich tatsächlich an, als wolle eine fremde Macht einen besetzen. Es ist eins der wenigen Dinge, die mich auf die Palme treiben - mich "triggern" können. Grenzüberschreitungen Gefühle der Schwäche werden ja von vielen meist möglichst nicht offenbart. Es ist aber gerade von grosser Bedeutung, die eigenen Empfindungen "mitfühlbar" zu machen, in dem z.B. Eifersucht so vermittelt wird, wie sie gefühlt und erlebt wird. In dem Moment, indem der deutliche Ausdruck des Leidens sich in eine Verhaltensvorschrift für den anderen verwandelt wie "du darfst ihn/sie nicht sehen" ist das Kolonialisierung. Es gibt auch bereits einem wesentlichen Unterschied, ob ich sage "ich fühle mich gekränkt und verletzt" (Ich-Aussage) oder "du verletzt mich" (Behauptung über den anderen). Letztes ist eine kolonialisierende ausdrucksweise. Konflikte werden dadurch übrigens unnötig angeheizt. Denn dann wird dem anderen nicht mehr überlassen, wie er sich selbst eigentlich fühlt, was seine Beweggründe sind und was er in dieser Situation entscheiden möchte. Sondern es wird versucht, seine Selbstbestimmung durch Fremdbestimmung einzuschränken oder aufzuheben. Kolonialisierung ist also der unbewusste Versuch, über den anderen zu bestimmen - gegen seinen Willen, aber oft auch mit seiner Duldung. In der Regel ist es ein Akt zu zweit. Kolonialisieren bedeutet immer Grenzüberschreitung. Es ist am Anfang für viele nicht einfach, die feine Grenze zwischen persönlichem Gefühlsausdruck und Verhaltensvorschrift auszumachen. Denn anders als bei der Kolonialisierung wird durch das reine Aufzeigen der eigenen Gefühle das Verhalten des anderen zwar beeinflusst, aber seine Selbstbestimmung bleibt unberührt. „In der Welt des anderen habe ich nichts zu tun. Es ist eine Frage der Ethik, ja der Menschenrechte, also ein Politikum im Paarleben, ob ich zu dieser grundlegenden Gleichrangigkeit bereit bin oder nicht.“ Moeller (2005, 145) Kolonialisierung als Hauptproblem Moeller, als Freudianer, erklärt sie also zu einem Hauptproblem in der Beziehung, das tief verwurzelt ist. Darum ist ihm auch so schwer beizukommen. „Die Kolonialisierung ist ein Hauptsymptom der Paargrundstörung, der narzisstischen Beziehungsstörung. Sie gleicht in reiner und lebensgeschichtlich frühester Form einem seelischen Vorgang, der als projektive Identifizierung…diskutiert wird - allerdings kaum für das Paarleben“ (Moeller 2005,146). Schuldgefühle und ungelebtes Leben Moeller spricht in dem Kontext auch von Schuldgefühlen. Er findet, wenn man sich selbst nicht lebt, sich selbst nicht treu ist, sammeln sich die Empfindungen des ungelebten Lebens bis zur Vorwurfsstärke an, die dann auf Umstände, Schicksalsschläge, die Eltern und eben den Partner projiziert werden, die Schuld sind, das wirkliches (Er-)Leben nicht gelungen ist. Das sehe ich auch so. Und es befeuert Kolonialisierungen enorm. Ich finde diese Aspekte von Paarkommunikation total wichtig, für mich persönlich, genauso wie für meinen therapeutische Arbeit. Aber nun erst einmal ein paar Worte über sein Gegenmittel - auch gegen andere Paarprobleme übrigens -, das ich schätze und anbiete: Zwiegespräche für Paare. Zwiegespräche, um sich wechselseitig einfühlbar zu machen Gegen Kolonialisierung und Schweigen, Abstumpfen, Versanden im Alltag , Kreisdiskussionen, usw. hat Moeller eine Gesprächsmethode entwickelt, die er "Zwiegespräch für Paare" nannte. Ich helfe dabei, sie umzusetzen. "Wenn wir uns aufeinander beziehen, halten wir die Beziehung lebendig“ (Moeller 2005, 13) Im Zwiegespräch geht es um das konzentrierte, regelmäßige, persönliche Paargespräch, in dem die Partner wechselseitig von sich sprechen und den anderen an dem eigenen Erleben, den eigenen Überlegungen, Selbstbeobachtungen und der eigenen Gefühlswelt teilhaben lassen. „Ein Austausch von Selbstporträts“. Es ist ein Gespräch der besonderen Art: kein Problemlösungs-Dialog, keine Konflikt-Lösungs-Dialog, auch kein Frage-Antwort-Dialog. Sondern es ist ein von sich sprechen-und-Zuhören in einem ritualisierten Setting: der Redende erzählt von sich. Es geht um das Veräußern der inneren Landschaft, ohne Unterbrechungen, Fragen, Vorwegnahme, Verurteilung etc. Durch Zwiegespräche entsteht die Möglichkeit einer Beziehung von zwei Menschen, „…die sich mit der Zeit mehr und mehr verstehen, statt sich zu entfremden, die sich miteinander entwickeln, statt ihr Dasein nebeneinander fort zu fristen, die ihre Bindung vertiefen, statt abzustumpfen, und sei es auch, um zu erkennen, dass sie besser nicht zusammen lebten. Diese Gegenwärtigkeit ist für mich das sakrale Element“ (Moeller 2005,16). Zuneigung zueinander wächst, je mehr man voneinander erfährt Ein Ergebnis der Sozialpsychologie und der menschlichen Verhaltensforschung besagt, das unsere Zuneigung zueinander wächst, je mehr wir voneinander erfahren. Leider bleibt diese Erkenntnis zumeist ungenutzt, denn meistens wird das Gegenteil befürchtet, und die eigenen Schwächen durch Distanz abgeschirmt. Moeller geht davon aus, dass sich Bindungen sehr vertiefen, wenn es den Partnern gelingt, die eigenen Unsicherheiten und Ängsten dem anderen einzugestehen. Regeln für Zwiegespräche Hier sind die wichtigsten Regeln Regelmäßigkeit, damit Verbindlichkeit gewährleistet ist und der rote Faden nicht verloren geht (z.B. Wöchentlich oder alle 14 Tage) Jeder spricht über das, was ihn gerade bewegt, wie er sich selbst , den anderen, die Beziehung und sein Leben erlebt. Er bleibt also bei sich. Und beschreibt. Keine Interpretationen, Deutungen, Vorwürfe ("du machst...) . Es ist ein offenes Gespräch das nichts anderes zum Thema hat. Reden und Zuhören sind gleich verteilt. Z. B. alle 10 Min. Wird gewechselt. Ein angenehmer Timer ist meist ungeheuer wichtig. Schweigen und Schweigen lassen, wenn es entsteht: niemand MUSS sprechen Ausgeschlossen sind: dem anderen ins Wort fallen, bohrende Fragen, Drängen, Ratschläge, Kolonialisierungsversuche Zwiegespräche sind kein Offenbarungszwang. Jeder entscheidet selbst, was und wie viel er von sich mitteilen möchte. Das alles ist nicht immer ganz einfach. Besonders in Konfliktsituationen. Es ist gut, Zwiegespräche alleine versuchen, aber oft ist eine dritte Person hilfreich, um zu üben, die Regeln und die Regelmässigkeit einzuhalten. Moeller, David Schnarch und Ester Perel: aus Distanz zu erotischer Nähe Seiner Erfahrung nach haben regelmäßige Zwiegespräche die Wirkung eines „seelischen Aphrodisiakum“ . Denn für ihn entstehen fast alle Störungen in der Erotik des Paares aufgrund von unausgesprochenen Ängsten und Wünschen, und dadurch verursachten Missverständnissen. Das wirksamste Aphrodisiakum innerhalb von Liebesbeziehungen ist die Lebendigkeit des Paares. Und die kann nur im öffnenden Gespräch, das die Andersheit des Partners aushält und zulässt, erhalten werden. Moeller war damit vielleicht seiner Zeit etwas voraus. Denn damit war ein zentraler Punkt seiner Denkens, indirekt über Distanz Nähe im Paar zu schaffen. Moeller empfiehlt nämlich, von der wechselseitigen Unkenntnis aus zu gehen - statt von der gleichen Wellenlänge. Er formulierte es folgendermaßen: Ich bin nicht du und weiß dich nicht (2005, 153). Zwiegespräche ermöglichen eine Evolution zu zweit, und die Entdeckung, dass der andere anders ist und uns trotzdem nahe bleibt. Das ist auch der Ansatz des amerikanischen Paartherapeuten David Schnarch mit seinem Konzept der "Differenzierung": Differenzierung schafft Begehren, nicht übergroße Nähe. Und es ist der Ansatz der amerikanischen Paartherapeuting Ester Perel, die die erotische Lebendigkeit über bewusst zugelassene Fremdheit wiederherstellen will. Ihr erstes Buch "Mating in Captivity" hatte damit viel Erfolg. Selbstkolonialisierung & die Kunst der Beschreibung Ich nenne diese Art des "gewaltfreien" von sich Sprechens auch die Kunst der reinen Beschreibung. In meiner Arbeit mit Authentic Movement ist das ein wesentlicher Bestandteil und kann hier wunderbar geübt werden. Auch, und sogar sehr gut, ohne Partner! Es ist sehr erhelllend und hilfreich zu erkennen, wo ich mich sozusagen selber kolonialisiere. Das tue ich z.B., indem ich mein wirkliches Erleben im Nachhinein in der Reflektion überlagere mit gewohnten, oft lebensgeschichtlich gelernten Interpretationen des Erlebten. Oder dadurch, das ich manches davon garnicht wirklich in mein Bewusstsein dringen lasse, weil "es" irgendwann einmal im Leben als Negativerfahrung abgespeichert wurde. Damit inszeniere ich aber ein bestimmtes Selbstbild, eine unbewusst festgeschriebene innere Identifikation von mir immer wieder neu - meist ohne es zu merken. Entkolonialisierung mir selbst gegenüber ermöglicht die Integration des Vermiedendem und damit Offenheit für das Leben. Ein Erleben innerer Befreiung von alten Bürden entsteht und eine neu gewonnene Freiheit, die zunächst durchaus auch Unsicherheiten und Ängste mit sich bringen kann. Dieser Prozess gibt dem JETZT wirklich spürbaren Raum und erlaubt das frische, unvoreingenommene Erleben dessen, was ist. Es vertreibt die gewohnten mentalen Filter. Auf dieser Basis erübrigt sich dann mit der Zeit auch die psychische "Notwendigkeit der " kolonialistischen" Dynamik im Paar. Denn wenn ich mir in der Tiefe selbst begegnen und mich neugierig entdecken kann, kann ich das auch viel besser mit meinem Partner. Literaturliste: M.Moeller, 2005 : Die Wahrheit beginnt zu zweit-Das Paar im Gespräch , rororo Verlag, 23.Aufl., Reinbeck M.Moeller, 2009: Gelegenheit macht Liebe-Glücksbedingungen in der Partnerschaft , rororo Verlag, 5.Aufl., Reinbeck Ester Perel, 2006: Was Liebe braucht. Das Geheimnis des Begehrens in festen Beziehungen . https://www.amazon.de/Was-Liebe-braucht-Geheimnis-Beziehungen/dp/3959673892 Ester Perel´s TED talks https://www.youtube.com/watch?v=sa0RUmGTCYY&list=PLQfXHzNq8Es0CDEqcvBP7vS4bJYOZvTjj Ester Perel´s Youtube Kanal https://www.youtube.com/c/EstherPerel David Schnarch, 2020 "Die Psychologie Sexueller Leidenschaft" https://www.amazon.de/-/en/David-Schnarch/dp/3608961097/ref=sr_1_1?crid=2CPZSMML9QYHE&dchild=1&keywords=david+schnarch+die+psychologie+sexueller+leidenschaft&qid=1629464228&s=books&sprefix=david+schnarch%2Cstripbooks%2C176&sr=1-1 David Schnarch 2006: Intimität und Verlangen. https://www.klett-cotta.de/buch/Partnerschaft/Intimitaet_und_Verlangen/14026 David Schnarch - Differenzierung (Youtube 30 Minuten Zusammmenfassung) https://www.youtube.com/watch?v=3y1l88NSdGg

  • Tango Mind: Tango Argentino und Meditation. Die Rolle von Gewahrsein und Fokus.

    Tango Argentino und Meditation - das klingt wie zwei verschiedene Welten? Sind es aber nicht unbedingt! Wer sich sowohl für Meditation welcher Art auch immer als auch für Tango Argentino interessiert (oder im Tango einfach nur so eine Ahnung hat, das da vielleicht noch ein Puzzleteil fehlen könnte), mag erfreut sein zu lesen, wie beides sich sinnvoll ergänzen kann. Meist mit einem Effekt, der über das Tanzen hinausgeht. Die Bedeutung kognitiver Fähigkeiten im Tango - was Tango Argentino und Meditation miteinander zu tun haben Tango ist für den Betrachter zuerst einmal eine bestimmte Art der äußeren Bewegung zu Musik. Zugleich ist Tango - gut getanzt - eine der Meditation vergleichbaren innere Tätigkeiten der komplexen Wahrnehmungs-Steuerung. Das ist zwar jeder Tanz, aber Tango Argentino als Paartanz mit seiner zutiefst improvisatorischen Natur ist hier noch einmal wesentlich komplexer. Hier sind zwei Personen involviert, zwei Körper und Charaktere, die sich in der verbindlichen Nähe der Umarmung bewegen und aufeinander angewiesen sind. Die Notwendigkeit der Koordination der Wahrnehmung Um aus verschiedenen Grundelementen von Moment zu Moment ihr eigenes Einmaliges zu schaffen, müssen sie ihre Wahrnehmungssysteme und ihre Körperbewegungen fein abgestimmt koordinieren. Hier liegt hohes Konflikt-Potential, aber hier winkt auch die Erfüllung, Samadhi - der "7. Himmel" der Tangotänzer, wenn es gelingt. Nur was ich wahrnehme kann ich gestalten Dafür muss man aber erstmal alles Relevante in seinen Fokus bringen können. Das klingt einfach und selbstverständlich, ist es aber meist nicht. Alleine den eigenen Körper von innen differenziert zu erspüren, um verschiedene Körperbereiche zu aktivieren und miteinander in Kontakt zu bringen, ist für viele eine Herausforderung. Nicht, weil man es theoretisch nicht könnte, sondern weil kein Bewusstsein dafür da ist. Der unruhige Geist Die meisten von uns sind nicht darin geübt, die Wahrnehmung bewusst zu lenken und das überhaupt als wichtig zu erachten. Und der unruhige Geist ist naturgemäß leicht abzulenken. Er springt hierhin und dorthin, und oft bemerken wir das nicht, weil wir so sehr daran gewöhnt sind. Die Fähigkeit, durch Aufmerksamkeit bestimmte und wechselnde Bereiche bewusst "mit Energie zu füllen“, und die Erfahrung der Auswirkung davon, muss oft erst entdeckt und auch gefördert werden. Ein "Pool" aus Wahrnehmungsobjekten Dadurch erschafft man innerlich einen Pool aus "Wahrnehmungsobjekten", die dann im weiten Bewusstsein vorhanden sind und jederzeit in den Fokus genommen werden können. Je stärker man also diese Objekte in der eigenen Wahrnehmung lebendig werden lassen, und je müheloser man innerlich den Fokus wechseln kann, ohne alles andere "zu verlieren", desto größer werden der tänzerische Ausdruck, die Verbundenheit mit dem Partner und die Freiheit in der Gestaltung. Gewahrsamkeit ist nicht immer selbstverständlich, aber der Schlüssel für lebendigen, ausdrucksstarken, erfüllenden Tango Diese Gewahrsamkeit, das bewusste Spüren und Wahrnehmen sowie die sinnvolle Steuerung dessen ist nicht so selbstverständlich, wie man annehmen könnte. Aus Erfahrung weiß ich, dass die Tanzenden oft gar nicht auf die Idee kommen, das hier die Lösung für viele Schwierigkeiten liegen könnte. Sie wollen ganz viel konkret richtig "machen" und kompensieren oft in Überaktivität. Der Schlüssel ist aber oft die bewusste Wahrnehmung von Körperbereichen, Haltungen, Muskeltonus und Bewegungen, die zum Teil völlig "im Dunkeln" liegen. Energie wird durch Wahrnehmung gesteuert Da Energie der Wahrnehmung folgt, kann man so ohne etwas Äußeres zu verändern auf alles Einfluss nehmen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, das die Bereiche, die man nicht wahrnimmt, die man lieber vermeidet, oder die man für unwichtig hält, auch nicht mit Energie, Lebendigkeit, Sinnhaftigkeit und Ausdruck gefüllt sind. Und wo keine Wahrnehmung und keine Energie vorhanden sind, ist weder aktive Veränderung noch Gestaltung möglich. Objekte des Gewahrseins und der Aufmerksamkeit Deshalb ist es interessant, sich bewusst zu machen: was nehme ich wahr? welche Bereiche meines Körpers sind mir nicht bewusst? Innerlich und äußerlich? Worauf könnte ich meine Aufmerksamkeit sinnvollerweise noch lenken? Was bewirkt das? Was ist im Vordergrund, was im Hintergrund? Wie steure ich das? Kann ich den Fokus bewusst wechseln? (Ich meine nicht das Hin und Her springen des unruhigen Geistes) Was erreiche ich damit und was fehlt vielleicht noch? Was möchte ich und was kann ich alles dafür tun? .... Da hier meist vieles unklar oder unentdeckt ist lässt sich viel in Bewegung bringen. Das sind meist erstaunliche und kreative AHA Erlebnisse! Weite Gewahrsamkeit und fokussierte Aufmerksamkeit im Tango "Mindfulness" (im deutschen Achtsamkeit) ist nach der Definition des herausragenden Werkes von John Yates (Handbuch Meditation) nichts anderes als ein bewusst optimiertes Verhältnis von peripherer Gewahrsamkeit und fokussierter Aufmerksamkeit. Mindfulness bedeutet also ein Ausbalancieren von zwei Arten des wahrnehmenden Bewusstseins. Was ist Mindfulness? Mindfulness (nach Yates) existiert dann, wenn drei Fähigkeiten zusammenwirken: der Modus der peripheren Gewahrsamkeit (sowohl nach innen wie nach außen) der Modus der fokussierten Aufmerksamkeit (sowohl nach innen wie nach außen) der Modus des "Meta-Bewusstseins" - also dass ich mir (1) und (2) bewusst bin und es steuere, je nach Situation. 1. Peripheres Gewahrsam Die periphere Gewahrsamkeit - z.B. unserer Umwelt, des eigenen Körpers, des inneren Erlebens- ist der Hintergrund an relevanten Wahrnehmungs-Objekten für unser Handeln. Beim Autofahren beinhaltet das das Schalten von einem Gang zum nächsten, Gas geben, Geschwindigkeit halten, Straßenschilder beachten, Fußgänger, die Straße, andere Fahrzeuge, die Musik, die ich nebenbei höre. 2. Fokussierte Aufmerksamkeit In meiner fokussierten Aufmerksamkeit ist vielleicht das Gespräch, das ich währenddessen mit meinem Mitfahrer führe. Es rutscht aber (hoffentlich!) das Auto vor mir in meine fokussierte Aufmerksamkeit, wenn es unerwartet stark bremst. Oder mein Fuss, den ich plötzlich intensiv auf die Bremse drücke, weil aus der peripheren Wahrnehmung zu spät in meine fokussierte Aufmerksamkeit gelangt, dass ich in der 30er Zone 60 km/h fahre. Die fokussierte Aufmerksamkeit holt also spezifische Objekte aus dem Hintergrund in den Vordergrund, so dass sie dem Bewusstsein für gesteuerte (und nicht automatische) Verarbeitung und damit für bewusste Handlungen zur Verfügung stehen. 3. Meta-Bewusstsein Mindfulness (Achtsamkeit) entsteht dann, wenn ich mir meiner eigenen inneren Wahrnehmungs-Mechanismen und -Objekte bewusst bin. Wahrnehmungsfähigkeit nun nochmal im Kontext Tango Auch im Tango kann alles, mein Fuß, der Raum, die aktuelle Bewegung, andere Paare, die Umarmung, Rhythmus, Melodie, Tanzpartner, etc... entweder in meinem peripheren Gewahrsam oder in meiner fokussierten Aufmerksamkeit sein. In jeder Situation sind beide Komponenten in unterschiedlichem Ausmaß "dabei", und auf unterschiedliche Wahrnehmungsobjekte gerichtet. Die Kunst des weiten Gewahrseins im Tango Im Tango ist es nicht nur wichtig, mich in meinem Körper detailliert spüren zu können, sondern auch die Verbindung zum Boden und zu meinem Partner in den verschiedenen Aspekten, das Zusammenspiel unserer Achsen, die Nuancen der Musik, wann genau und wie ich im Rhythmus den Fuß aufsetze, den Raum und Raumrichtungen, meine Bewegungen in verschiedenen Körperbereichen, "Figuren" bzw. die Choreografie des Momentes etc. Bei allem ist es elementar, in mir selbst zentriert zu bleiben und meine periphere Gewahrsamkeit mit meiner fokussierten Aufmerksamkeit optimal nutzen zu können. Die Kunst des weiten Bewusstseins, in dem die Wahrnehmung vieles gleichzeitig beinhaltet, während die Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes gerichtet ist, ist also sehr relevant. Die Fähigkeit, vieles im Gewahrsein zu haben und den Fokus je nach Wahl und Notwendigkeit zu wechseln. Klingt normal? Ist es meist nicht! Meine praktische Erfahrung aus jahrelanger intensiver Lehr- und Coaching-Tätigkeit im Tango zeigt, dass jeder Tänzer spezifische Wahrnehmungsgewohnheiten hat, die auf weniges beschränkt sind. Diese sind für Führende und Folgende oft unterschiedlich. Wahrnehmungsraum und Wachstumschancen im Tango Das Ausweiten des möglichen Wahrnehmungsspielraums und der Ausgleich der oft rollenspezifisch “ausgesuchten“ Wahrnehmungsobjekte von Führendem und Folgendem haben großen Einfluss auf gewünschte Veränderungen und Wachstumschancen im Tanz. So wie in der sitzenden Meditation zunächst meist der jeweilige Atemzug das "Meditationsobjekt" ist, kann es beim Tango der Rhythmus, die Achse, das Aufsetzen des Fusses, Aspekte der Umarmung und sehr vieles andere sein. In der fortgeschrittenen Meditation und im fortgeschrittenen Tänzer wird schließlich mit genügend Übung die Spanne der Aufmerksamkeit so weit, dass sie alles gleichzeitig umfassen kann. Dann wird die "Meditation Tango" von einer reinen Konzentrationsübung zum umfassenden "open mind", das den gesamten Erfahrungs-Strom aus allen Sinnen, einschließlich des Bewusstseins selber, umfasst. Und das ist eine gute Voraussetzung für Flow States! Flow States Und wie bei der Meditation, führt das im Tango hin zu tiefen "flow states", ...dem 7.Himmel des Tangos, für den wir all die Anstrengung unternehmen, Frustrationen überwinden und auf Milongas gehen und für die es sich wirklich lohnt! (Mehr zu Flowstates weiter unten.) In der Paarbeziehung kann sich dies positiv widerspiegeln: es fördert eine umfassendere Wahrnehmung, grössere Präsenz und stabilere Verbindung. Beispiel im Tango aus Sicht des Führenden: Ich kann mir der Musik bewusst sein. Ich höre vielleicht auf die Melodie, die vielleicht gerade von der Geige gespielt wird. Dann bemerke ich, dass die Gestalt der Musik etwas "in mir berührt", und ich fokussiere innerlich auf "den großen Bogen" und empfinde mich wie in einer Welle und tanze diese. In diesem Moment kann es passieren, dass ich den Rhythmus verloren und meine Partnerin völlig "vergessen" habe. Sie ist weder in meiner fokussierten Aufmerksamkeit, noch genügend repräsentiert in meinem peripheren Gewahrsein. Ich reagiere nur noch auf die von der Melodie hervorgerufenen inneren Impulse und merke gar nicht, dass ich meine Partnerin, die sich verzweifelt bemüht, den Rhythmus und die Achse zu behalten, auf Autopilot gestellt und sich selbst überlassen habe. So gut ich mich selber vielleicht gerade fühle: Die Verbindung ist abgebrochen, und das wird früher oder später Schwierigkeiten bereiten: Die Partnerin wird es merken; ich werde unbewusst ungeduldig, dass sie mich nicht unterstützt oder mitzieht; mein individueller "Flow" ist unterbrochen, ein wirklich gemeinsamer entsteht gar nicht erst. Es ist also wichtig, seine Gewahrsamkeit zu steuern, um dem "Vergessen" vorzubeugen, und alles Essentielle im Überblick zu behalten. Dann können derartige innere inspirierte Höhenflüge des einen zu einem gemeinsamen Flow mit grosser Ausdruckskraft des ganzen Paares werden. All das ist den mentalen Techniken der Meditation sehr verwandt. In der Meditation erwerben wir ein hohes konstantes "Meta-Bewusstsein" dessen, was gerade in unserem Bewusstsein ist, und wie es dort repräsentiert ist. Präsenz Aus meiner Erfahrung ist das bewusste Üben dieser Wahrnehmungsfähigkeiten für die Tänzer also fundamental. Es mag hier zunächst etwas abstrakt klingen - bis man die konkrete Erfahrung dazu macht...! Es hat grossen Einfluss auf alle Aspekte dieses vielschichtigen Tanzes, und besonders auf das Selbst- und Paarerleben! (Nicht umsonst nenne ich es Coaching.) Und es erleichtert so vieles! ...Es ist ein Booster für Tanz- und Beziehungsqualität und für die Beziehung zu sich selbst. Mit der Ausprägung dieser Fähigkeit wächst die "Präsenz" der Tanzenden. Präsenz gründet in der Wahrnehmungsfähigkeit des Körpers, der Gefühle, des Geistes, der Umgebung etc. Volle Präsenz gibt dem Tango Inhalt, Sinn, Lebendigkeit und Ausdrucksstärke. Präsenz ist die Voraussetzung für Flowstates. Anders gesagt: Nicht alles ist begründet in der "äusseren" Tanztechnik. Deshalb haben so manche Tänzer, trotz langjähriger Anstrengung und Übens von Tanztechnik, oft keinen für sie selbst zufriedenstellenden Erfolg. Hier fehlt meist das Eingebettet-Sein in den grösseren Flow, Sinnzusammenhang und das Verstehen der Wechselbeziehung mit entscheidenden anderen Faktoren. Tango und die Gelassenheit des ruhigen Geistes Ich helfe Euch auf diese Weise, im Tango die Fähigkeit des ruhigen Geistes zu entwickeln, der nicht auf alle Reize ungefiltert reagiert, sondern in sich selbst ruht. Das bringt wesentlich mehr Wahlmöglichkeiten ins Bewusstsein, schafft Gestaltungsoptionen, die Ihr vorher garnicht gesehen habt, hilft dabei, angemessen zu reagieren und nicht abzuschweifen. Ihr erschafft aktiv mit jeder Faser Eures Seins den Tanz von Moment zu Moment neu. Engagiert, inspiriert, entspannt, gelassen, innerlich erfüllt. 100% Einsatz, null Stress, viel Flow im Tangohimmel. Tango und Erleuchtung? Ein Weg zu "Samadhi" Ich möchte hier einen Aspekt ansprechen, der mir aus meiner eigenen Tanzerfahrung sehr vertraut ist. Allerdings ist Tango "Samadhi" eher die Ausnahme denn die Regel. Denn dafür müssen ein paar Aspekte zusammenkommen, die oft nicht gegeben sind. Samadhi wird in der buddhistischen Meditation im Allgemeinen verstanden als ein Zustand "unangestrengter stabiler Aufmerksamkeit" (John Yates), oder als ein Zustand vollster Konzentration (Shinzen Young). Ein solcher Zustand der absoluten vollen fokussierten Konzentration führt zu einem besonderen Bewusstseins-Zustand. In diesem Zustand wird das Alltags-Ich "vergessen". Man wird Teil eines größeren, des Nichts, des Raums.... und wer mag, kann sich (laut Shinhzen Young) schon einmal über den Tango der Erleuchtung annähern :-). "Man sollte denken, dass Samadhi nur in einem spirituellem Kontext erscheint, aber das ist nicht der Fall. Man kann auch weltliche Samadhis erleben, die zwar nicht in einem spitrtuellem Paragidma erscheinen, trotzdem aber potentielle Wege zur Erleuchtung sind. Dies passiert oft solchen Individuen, die durch ausübende Künste wie Tanz spontan einen Zustand von sehr hoher Konzentration erreichen. Über Monate und Jahre vertieft sich die Konzentration, und kann durch all die Stadien gehen, die von den Mystikern dieser Welt beschrieben werden. .... Unter denjenigen, die solche hohe Konzentration durch eine bestimmte säkulare Aktivität entwickeln, gehen einige über den Zustand der hohen Konzentration hinaus. Sie werden durch den Tanz nicht nur völlig fokussiert, sondern sie bekommen eine konkreten "Geschmack" (a taste) eines formlosen Zustands von "no self / big self / unity" während sie tanzen. Der Tanz, die Tanzenden und das Publikum verschwinden in einem reinen Tun des Raums. Der Tanz manifestiert sich kontinuierlich aus Samadhi - dem Ruhepunkt der sich drehenden Welt. Der Poet T.S. Eliot beschreibt dies wunderbar: "Except for the point, the still point. There would be no dance, and there is only the dance"." Shinzen Young, The Science of Enlightenment, p 64 , eigene Übersetzung mit Deepl.com Hier ist die Herausforderung: um die Einheit als Paar in diesem "weltlichen Samadhi" zu erreichen muss ich mich zunächst über vollste unabgelenkte Konzentration, also eine Art von tiefer Hingabe, einbringen. Oft, doch nicht immer, ist es bis zur "Erleuchtung durch Tango" ein langer Erfahrungsweg, und nicht jeder will oder kann ihn gehen, auch wenn die Sehnsucht danach in jedem von uns schlummert. Aber es ist ein schönes Versprechen, und auch kleine Schritte sind besondere Erlebnisse und Erfolge. Die gute Nachricht: für die Erfahrung von flowstates und Samadhi braucht es nicht unbedingt die Kenntnis vieler “Figuren“. Das Geheimnis liegt in etwas ganz anderem und ist daher auch für “nicht Virtuosen“ erreichbar. Man könnte auch - tangobezogen abgewandelt - John Yates zitieren: "Enlightenment is an accident. But tango practice makes one more accident-prone" (John Yates, The Mind Illuminated). Dies ist im Englischen natürlich ein schönes Spiel mit dem Wort accident, das sowohl "Unfall" meint wie "Zufall". Tango ist das Dritte, das entstehen kann, wenn zwei Menschen sich auf bestimmte Weise verbinden und miteinander tanzen. Keiner von beiden kann dieses Dritte alleine erschaffen. Es ist grösser als jeder von ihnen und auch grösser als das Paar. Beide wachsen gemeinsam über sich hinaus und ermöglichen Samadhi. Man kann es also nicht “ machen“, nur Bedingungen dafür schaffen. Im Sinne von “Der Zufall ( “Unfall“, Samadhi) ereilt nur den vorbereiteten Geist.“ Louis Pasteur Ich schaffe mit Euch Voraussetzungen dafür. Flowstate statt Autopilot! Der Begriff "Flow", "Flow State", oder "Flow Erleben" ist bekannt geworden im Kontext von Höchstleistungen: Sportler sind in einem Flow State, wenn alles ohne Anstrengung erscheint, die Wahrnehmung extrem präzise wird, etc. Es ist sozusagen eine Form des Samadhi wie oben beschrieben. Dieser Zustand sollte nicht mit Auto-Pilot verwechselt werden. Auto-Pilot Man hat vielleicht Schrittfolgen eingeübt, in denen man sich sicher fühlt, oder/und ist mit seinem Partner sehr vertraut und der/die Körper machen schon was sie sollen. Man hat das gefühlt, es läuft wie geschmiert. Nur innerlich ist man unbemerkt gar nicht ganz dabei. Die Gedanken und die Wahrnehmung sind - möglicherweise genau deshalb - woanders. Das kennen wir alle. Je nach aktueller Lebenslage, Tangosituation, Partner und Gewohnheiten mehr oder weniger. Aber vielleicht ist dieser Zustand in Ermangelung anderer Erfahrungen alles, was Du für Tango hältst? Weit gefehlt... Flow States In einem Flow State verschwindet das Gefühl der Anstrengung. Alles erscheint leicht. Die Wahrnehmung wird äußerst präzise, und das Gefühl für Zeit verschwindet. Man hat das Gefühl, dass alles von selbst passiert: es gibt kein planendes oder reagierendes "Ich" mehr. Man muss nicht mehr "kontrollieren", trotzdem ist Kontrolle da. Damit man in den obigen Zustand kommt, müssen nach Yates folgende Bedingungen wahr sein: 1. Sie wird als Selbstzweck, nicht für einen anderen Zweck ausgeführt. ( z.b. Um des Tanzens selbst, nicht um jemanden zu beeindrucken) 2. Die Ziele der Tätigkeit sind klar, und sie vermittelt ein sofortiges Feedback. Das Wichtigste an diesem Feedback ist die darin enthaltene symbolische Botschaft: Ich habe es geschafft, mein Ziel zu erreichen. 3. Die Tätigkeit ist weder so schwierig, dass sie überanstrengt, noch ist sie zu leicht. Die Herausforderung der Aufgabe befindet sich in perfekter Balance mit den Fähigkeiten der Person. 4. Die Tätigkeit erfordert es, dass die Aufmerksamkeit ganz fokussiert ist; sie lässt nur eine sehr begrenzte Auswahl an Informationen im Gewahrsein zu und lässt dem Geist keinen Raum für anderes. Alle beunruhigenden oder irrelevanten Gedanken werden ferngehalten.

  • Mein Studio in Wiesbaden: Ein Raum, der mitarbeitet in Therapie und Coaching

    Aussen Innen Ich selbst hasse es, lange auf Stühlen zu sitzen. Das klingt vielleicht wie eine Kleinigkeit, hat aber einen Einfluss, der mein Studio durchaus prägt. Wer zu mir in die Praxis kommt, findet natürlich auf Wunsch Therapiestühle vor. Ansonsten sind bei mir Sitzsäcke, Sitzkissen, Felle und Matten, freie Fläche den Eindruck bestimment und bewusst gewählt. Auch eine Liege für NARM-Touch kommt zum Einsatz. Ein Bodenstuhl oder Sitzbänkchen sind auch vorhanden. Volle Flexibilität also. Meine NARM-Touch Liege Neugierig auf NARM-Touch? So besteht die Möglichkeit, sich jederzeit zu frei zu bewegen, umzulagern, zu stehen oder sogar zu liegen, wenn das gerade wichtig ist. Das ist ein Konzept zugunsten von Mikrobewegung und Körperbewusstsein, das sich über die Zeit bewährt hat. Was ist ein guter Raum für Therapie und Coaching? Ein guter Therapieraum in Wiesbaden ist für mich nicht einfach nur ein Zimmer mit angenehmer Atmosphäre. Er ist selbst ein Werkzeug. Äußere Reizarmut und Flexibilität lädt innere Fülle und Beweglichkeit ein. Wer gewohnt ist, sich anzupassen, ordentlich zu sitzen, "richtig" da zu sein, trägt diese Haltung auch in seinem Körper. Wenn der Raum austrahlt: Du darfst dich bewegen, darfst verschiedene Positionen einnehmen, darfst spüren, was sich gerade gut anfühlt, verändert das etwas. Zunächst vielleicht klein und unbewusst. Manchmal schneller, als man denkt. Aus dem eventuellen Stress, "wie möchte ich das hier eigentlich?" weicht meist der Wahrnehmung für die eigene Befindlichkeit und Gestaltungsfreiheit Das gilt für Therapie, Selbsterforschung oder Coaching gleichermaßen. Der Teil des Raums in dem man sitzen "darf" Bei mir in Wiesbaden ist die Stimming bewusst weniger funktional gehalten, mehr wie zu Hause, weniger "Ich bin Klient, du bist Therapeutin" und mehr menschliche Begegnung. Darum geht es doch, nicht um perfekte Professionalität, sondern um Präsenz! Was passiert eigentlich in meinem Studio in Wiesbaden? Wie eine Sitzung bei mir abläuft? Die ehrliche Antwort: ich weiß es vorher nicht genau. Das klingt irritierend, ist aber genau das, was ich meine, wenn ich von innerer Flexibilität spreche. Ich arbeite aus dem Moment heraus, aus dem, was sich zeigt. Meine Methoden (ja, die sind im Hintergrund!) oder Interventionen nutze ich spontan, sich aus dem Kontakt und der Situation ergebend. Für mich persönlich ein kreativer Prozess, der nie langweilig wird. Manchmal beginnt eine Stunde mit Gespräch, manchmal mit Bewegung, manchmal einfach mit Stille und der Frage, wie jemand gerade da ist, was sich innerlich in den Vordergrund schiebt. Das Herzstück meiner Arbeit ist die Verbindung zwischen innerem Erleben und äußerem Ausdruck. Das kann sehr subtil sein. Eine Änderung im Muskeltonus, des Blickkontaktes, der Atembewegung. Eine Bewegung, die im Inneren beginnt und sich über den Körper in den Raum hinein ausdehnt, als Wort, als körperliche Geste, als Tanz oder Lächeln. Bewusst oder unbewusst. Mindful Motion habe ich das genannt, weil es eben immer wieder genau darum geht: spontane oder bewusste Bewegung, die nicht einer vorgegebenen Ästhetik folgt, sondern dem authentischen Ausdruck im Hier und Jetzt. Bewegung, die gespürt, gesehen, erforscht und intergriert werden kann und Kontakt zu Ebenen herstellt, die kognitiv meist nicht zugänglich sind. Und dafür braucht es Raum. Ganz wörtlich! Wozu dient das "Raum-Geben" in der Therapie? "Raum geben" ist ein Begriff, der in therapeutischen Kontexten oft inflationär verwendet wird. Was ich darunter verstehe, ist konkreter: Es geht darum, nichts über jemanden zu stülpen. Es ist eine Kunst dem Nicht-Wissen zu folgen. Sich damit wohlzufühlen, nicht zu wissen, wohin eine Sitzung sich entwicklen wird und dabei mit offenem Herzen, präsent und aufmerksam der Neugier zu folgen. Das öffnet einen inneren Raum. Das Bild, das mir am nächsten kommt, ist das eines weißen Blattes Papier, auf dem komplett Platz ist für das, was auftauchen und sich zeigen möchte. Auf einem bereits beschriebenem Blatt würde ja nichts mehr Platz haben. Und genau diesen offenen inneren Zustand versuche ich einzuladen, sowohl in meiner eigenen Haltung als auch im physischen Raum selbst. In meiner Praxis in Wiesbaden bedeutet das also: Die Stunde entwickelt sich. Sie folgt dem, was spürbar wird und sich entwickelt. Ich möchte aus meiner Vergangenheit als Tango Argentino-Lehrerin einen Vergleich dazu bringen: Im Tango Argentino ist Improvisation nicht das Gegenteil von Struktur, sondern ihr Ergebnis. Wer die Grundlagen wirklich im Körper hat, wer Achse, Gewicht, Timing nicht mehr denken muss, dem wird die Technik zur zweiten Natur, und genau dann entsteht Freiheit. Nicht trotz der Methode, sondern durch sie. Genauso arbeite ich: Die Methoden sind im Hintergrund, sie tragen, ohne zu führen. Was sich in einer Sitzung zeigt, kann sich entfalten, weil der Rahmen trägt. Innere und äußere Bewegung: Was gehört zusammen? In der körperorientierten Therapie zeigt sich immer wieder, wie äußere Unbeweglichkeit und innere Starrheit oft miteinander verbunden sind. Wer seit Jahren nicht mehr weiß, was er braucht, sitzt oft buchstäblich sehr still oder unbeweglich und sucht oft nach dem was in der Situation angemessen und erwünscht ist. Auch eine wichtige Fähigkeit - aber oft nicht aus freier Wahl sondern unbewusst auf Autopilot. Also anstatt sich selbst zu spüren ernst zu nehmen. Das Gegenteil ist genauso wahr. Wenn der Körper anfängt, sich frei zu bewegen, lockerer, neugieriger, tastendes Erkunden statt gewohnter Automatismen, öffnet sich oft auch innerlich etwas. Ich erlebe das in meiner Arbeit mit Tango, mit Authentic Movement und in der NARM-Therapie: der Körper merkt, dass er eigentlich mehr Möglichkeiten hat, als was das Nervensystem in Stresssituationen abruft oder aus Gewohnheit tut. Mein Studio in Wiesbaden ist also genau so gestaltet, dass dieser Prozess stattfinden kann. Hohe Decken, freier Boden, Sitzsäcke, Meditattionskissen, und Felle statt Stühle - und Medien, die kreative Selbsterforschungsprozesse unterstützen wie diverse Kuscheltiere, Bälle, Decken, Seile, Papier und Stifte, etc. Für wen ist meine Praxis in Wiesbaden geeignet? Mein Studio ist ein Ort für Menschen, die spüren, dass sie mit Reden und kognitivem Verstehen allein nicht weiterkommen. Die etwas verändern möchten, das tiefer geht als eine rein äussere Verhaltensänderung. Paare, die sich lieben und trotzdem aneinander vorbeileben oder im Konflikt steckenbleiben. Wenn du mehr Kontakt zu dir selbst suchst. Menschen, die Bewegung, Körperwahrnehmung und dialogisches therapeutisches Arbeiten als ein sich ergänzendes Ganzes erleben wollen. Die Praxis liegt in Wiesbaden und ist gut erreichbar, auch aus dem Rhein-Main-Gebiet, Frankfurt und dem Rheingau. Terminvereinbarungen sind unter info@rotraut-rumbaum.de oder 0163 877 8212 möglich. Ein paar KI-Bilder von "Therapieraum" - for Fun Ich hatte mal mit KI versucht, einen "typischen Therapie-Raum" zu generieren. Beide gefielen mir nicht so richtig gut :-) FAQ – häufige Fragen zu meinem Studio in Wiesbaden Wie ist das Studio ausgestattet? Das Studio ist für körperorientierte Einzel- und Paartherapie eingerichtet, mit freiem Boden für Bewegung. Man kann wählen zwischen Sitzsäcken (ist ja nicht für jede/n) möglich und Stühlen. Nur das klassische Paar-Sofa habe ich nicht! Kann ich das Studio auch für Einzeltherapie nutzen? Ja. Das Studio eignet sich sowohl für Einzelsitzungen (NARM, Authentic Movement, Coaching, Yoga, Meditation etc) als auch für Paartherapie und kleine Gruppenformate. Wie unterscheidet sich körperorientierte Therapie in Wiesbaden von klassischer Gesprächstherapie? Der Unterschied liegt weniger in der Intensität als in der Arbeitsweise. Körperorientierte Therapie bezieht ein, was im Körper zum Ausdruck kommt, wie jemand atmet, wie er sitzt, sich bewegt, was sich im Körpererleben auftaucht, wenn ein bestimmtes Thema oder bestimmte Gefühle aktiviert werden. Das ergänzt das Gespräch und führt oft schneller zu dem, worum es in der Tiefe wirklich geht. Biete ich auch Online-Sitzungen an? Bestimmte Formate (NARM-Gespräche, Coaching) sind online möglich. Körperarbeit, Tango, AUTHENTIC Movement, NARM Touch und Klang finden ausschließlich in Präsenz statt.

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