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Konzept: 

Entwicklungstrauma

Konzepte

Entwicklungstrauma

Psychotherapie und Paartherapie Wiesbaden

Entwicklungstrauma – wie es sich anfühlt

Ein typischer Satz meiner Klienten ist: „Ich verstehe ja rational, was passiert ist. Aber ich weiß nicht, warum sich nichts ändert."

Das beschreibt ziemlich gut, wie sich Entwicklungstrauma von innen äußert: als scheinbar unzugängliche Automatismen in Gefühl und Verhalten.

Was das von einem Schocktrauma unterscheidet

Ein Schocktrauma hat einen Zeitpunkt. Etwas, das passiert ist und das man als Ereignis benennen kann, zum Beispiel einen Unfall.

Entwicklungstrauma entsteht anders. Es bildet sich in frühen Beziehungen, in wiederholten Erfahrungen, in denen etwas Grundlegendes nicht da war: ausreichend verlässlicher Kontakt oder die Möglichkeit, Bedürfnisse zu zeigen, ohne dass das negative Konsequenzen hatte. Als Kind haben wir uns angepasst, weil wir keine andere Möglichkeit hatten, ohne zu befürchten, die Verbindung zu unseren Eltern zu verlieren. Diese Anpassungen werden Teil der Identität des Kinds, zuder tiefen Überzeugung, wer es ist. Und sie sind noch da, wenn die ursprünglichen Bedingungen längst vorbei sind. Zum Beispiel sind wir heute „People Pleaser" weiterhin aus dieser früh verinnerlichten Scham heraus, als wäre es gefährlich, eigene Bedürfnisse zu haben.

Wie das im Alltag aussieht

Entwicklungstrauma taucht nicht als Erinnerung an bestimmte Momente auf. Es zeigt sich im Erleben als etwas, das einfach so ist: Vertrauen, das sich grundsätzlich riskant anfühlt, und eigene Bedürfnisse, die einen anderen immer irgendwie zu überfordern scheinen. Zunächst erscheint das wie der eigene Charakter: "so bin ich". Auch körperlich kann es sich zeigen, in Beschwerden wie tiefer Erschöpfung, die zunächst ohne erkennbaren Zusammenhang wirken.

Diese Überzeugungen entstanden aus Anpassungsstrategien, die in der frühen Situation als Kind unbewusst sinnvoll waren. Wir haben sie nicht bewusst gewählt. In unserer Arbeit geht es darum, sie erlebbar und veränderbar zu machen.

Wie ich mit Entwicklungstrauma arbeite

Meine Kernmethode ist NARM (Neuro-Affektives Relationales Modell), ein von Dr. Laurence Heller entwickelter therapeutischer Ansatz, der Gespräch und Körperwahrnehmung integriert. Wir können zusätzlich körper- und bewegungsorientiert arbeiten, was sehr hilfreich sein kann. Ich biete dafür einfache Elemente des Tango Argentino an (ich war 13 Jahre lang Profi) und Authentic Movement als freie Bewegungsform.

NARM und körperorientierte Ansätze fokussieren darauf, was sich an emotionalen und körperlichen Reaktionen im Hier und Jetzt zeigt, also in unserer Sitzung. Die Vergangenheit steht dabei nur insoweit im Fokus, wie sie sich heute zeigt.

Worin sich das ausdrücken kann

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