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Über mich

Von Tango Argentino zu Psychotherapie

Kontakt

Ich bin Rotraut Rumbaum, Heilpraktikerin für Psychotherapie in Wiesbaden. Über dreizehn Jahre habe ich professionell Tango Argentino unterrichtet und mit meinem damaligen TanzpartnerTango Lehrfilme in Buenos Aires gedreht.
 
Was mir immer wieder auffiel: Hinter den tänzerischen Schwierigkeiten meiner Schüler steckten häufig persönliche Muster, grössere Lebensthemen, und bei Paaren bildete das tänzerische Miteinander die Dynamik der Beziehung ab. So kam ich vom Tango Argentino zur Tanz- und Ausdruckstherapie, zur Paartherapie und legte die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie ab. Traumatherapie im Kontext lebensgeschichtlicher Prägungen aus der Kindheit wurde schließlich zum Zentrum und verband alles zu einem organischen Ganzen.
 
Heute begleite ich Menschen und Paare in dem, was sich nicht so leicht benennen lässt: der verkörperten Organisation von Beziehung und Autonomie. Meine Arbeit lässt sich nicht in eine klassische Schublade stecken, weder Traumatherapie noch Paartherapie noch Körpertherapie im herkömmlichen Sinn. Es sind diejenigen, die spüren, dass tiefe Prägungen aus der Kindheit, destruktive Muster oder ein diffuses Gefühl von „ich funktioniere, aber lebe irgendwie nicht wirklich" ihr Leben bestimmen, oft als wiederkehrendes inneres Muster, das sich durch verschiedene Lebensbereiche zieht, ohne dass sie genau benennen können, warum.

„Meine heutigen feinen Antennen für mein Gegenüber waren früher ein notwendiger Überlebensinstinkt in einem unberechenbaren Umfeld. Heute ist diese Sensitivität ein wertvolles Werkzeug in meiner Arbeit."

Über mich

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie in Wiesbaden mit dem Schwerpunkt NARM Traumatherapie bei den Folgen von Entwicklungs- und Bindungstrauma aus der Kindheit.

Ich integriere körperorientierte und tanztherapeutische Ansätze in die emotionale, traumasensible Selbsterforschung. Über elf Jahre war ich hauptberuflich Tango-Argentino Coach, bis ich meinen ganz eigenen Weg fand, Bewegung, Begegnung, Tanz und Körperarbeit kreativ mit Psychotherapie zu verbinden.

Zu mir kommen meist Frauen, Männer und Paare, die spüren, dass etwas in ihrem inneren Erleben oder in ihren Beziehungen "feststeckt", das sich mit Reden und kognitivem Verstehen alleine nicht lösen lässt.

Als roter Faden all meiner Methoden leitet mich der moderne NARM Ansatz (Neuro-Associative Relational Model).

Was ich aus eigener Erfahrung kenne: 

Ich frage mich manchmal, wie viel ich hier von mir persönlich offenbaren soll. Und dann merke ich: genau mit dieser Frage ringen viele, die zu mir kommen. Also teile mit dir als Interessent, der hier auf meine Seite gefunden hat, auch ich einiges mit dir. Vielleicht hilft es dir, ein Gefühl zu bekommen, mit wem du es zu tun hast und etwas Vertrauen zu fassen.

Ich kenne die Folgen von Entwicklungs- und Bindungstrauma aus eigener Erfahrung. Eine lange, sehr  schwierige Geburt, frühe Klinikerfahrungen als Baby, Eltern die selbst mehrfach kriegstraumatisiert waren und emotional oft nicht erreichbar. Ein familiäres Umfeld, in dem Leistung und Anpassung mehr zählten als Lebensfreude oder echte Begegnung. Sex als eingeforderte eheliche Pflicht, ständige Konflikte und Streit, Trennung der Eltern.

Was das in mir hinterlassen hat, habe ich über viele Jahre in intensiver Selbsterfahrung und der Lehrtherapie verschiedener therapeutischer Ausbildungen erforscht: Unsicherheit in Beziehungen, das Spannungsfeld zwischen Sehnsucht nach wirklichem Kontakt und dem starken Bedürfnis nach Autonomie, das Gefühl nicht zu genügen. Angst vor Abweisung und gleichzeitig vor Überflutet sein und Kontrollverlust. Dissoziation, Überanpassung, unterdrückte Wut, Existenzängste. Das alles kenne ich von innen.

Ich kenne den Weg, auf dem aus dem Schmerz des Betroffenen-Sein etwas Transformierendes erwächst. Auf dem ich aufgehört habe, die Folgen der Vergangenheit "nur" zu verstehen und angefangen habe, sie durch meine AUsbildungen und meine therapeutische Arbeit Stück für Stück zu transformieren. Es fühlt sich ein bißchen an wie ein Prozess in dem aus Blei Gold entstehet. Das aus dem Leid etwas Sinnvolles erwachsen ist, mit dem ich heute für anderen hilfreich sein kann. Das klassische Phänomen des verwundeten Heilers.

Vom Tango Argentino zu Traumatherapie

Über elf Jahre habe ich hauptberuflich Tango Argentino unterrichtet, gemeinsam mit meinem damaligen Tanzpartner Ricardo el Holandés. Wir haben Shows gemacht, durch Europa unterrichtet, Lehrvideos in Buenos Aires gedreht, die in 14 Sprachen erschienen. Ich bin dankbar für diese Zeit und für das, was sie mir gegeben hat.
Gleichzeitig war da von Anfang an eine Spannung, die ich lange ausgehalten habe. Ricardo verstand Tango als Bühne: Man zeigt etwas, man ist jemand, man perfektioniert eine Form. Ich war nicht meins. Nicht weil mir Können egal war, sondern weil mich immer auch der dahinter Mensch interessierte, der da tanzt. Für mich war der Tanz vom Tänzer nicht zu trennen. Was er innerlich erlebt, womit er persönlich ringt. Was sich in seiner Bewegung und Art der Körperkommunukiation ausdrückt. Was wahrhaftig und lebendig ist ist hinter dem Versuch eine  perfekte Oberfläche zu bieten, zu gefallen, gut auszusehen etc. Das fand er unprofessionell. Für mich war das schon immer ein Wert an sich: Authentizität und wirkliche Präsenz. Die äussere Fassade hat mich noch nie sehr beeindruckt.
Es kostete mich viel, das über Jahre nebeneinander zu halten. Ich habe mich oft kleiner gemacht, als ich war und vieles eingesteckt, um die Zusammenarbeit nicht zu gefährden. Ich liebte meine Arbeit - das Tanzen und unterrichten - war aber beruflich erstmal relativ abhängig von ihm in dieser Branche. Der Aufbau einer eigenen Struktur als Freiberuflerin damals war etwas , das ich noch nicht konnte. Dieses Verhalten erkenne ich heute in der therapeutischen Arbeit mit vielen Klienten wieder: diesen Modus des subtilen oder offensichtlichen Selbstverrats, Verbindung um den Preis der eigenen Wahrheit aufrechtzuerhalten. (Ein Kernthema bei Entwicklungstrauma).
Irgendwann war der Faden für mich endgültig gerissen und ich habe mich von ihm getrennt. Ich hatte während unser gemeinsamen Zeit bereits die Tanztherapie-Ausbildung  abgeschlossen, die Heilpraktikerlizenz für Psychotherapie erworben und angefangen, mehr eigene Tango-Formate anzubieten. Ich merkte, dass das, was mich ausmachte und ich verwirklichen wollte, in diesem Rahmen mit ihm keinen Platz hatte. Ich trat aus seinem Schatten heraus in mein eigenes Licht. Was nicht so einfach für mich war, wie es vielleicht klingt.

Wie ich arbeite

In meiner Arbeit mit Einzelnen und Paaren bin ich eine präzise Wegbegleiterin für innere Neu-Orientierung durch neue Erfahrungen. Mich leitet die individuelle implizite Organisation von Verbundenheit und Autonomie, also die Art und Weise, wie wir Beziehung leben und innerlich erleben. Das findet meist weit unterhalb unseres Bewusstseins statt.
 

Ich erspüre, wo Selbstkontakt und Autonomie im Miteinander verloren geht, und halte dabei Ambivalenz und Polarität aus, ohne sie vorschnell auflösen zu wollen. In meiner Arbeit geht es oft um Scham- und Machtfelder, um Rückzugsstrukturen und unbewusste Projektionen. Meine Aufgabe besteht darin, diese Dynamiken so zu halten, dass sie erforschbar werden, statt zu eskalieren oder zu zerreden. Wir "reparieren" nicht "symptomorientiert" scheinbare Defekte, sondern erforschen lebendige Prozesse, emotionale Dynamiken und neue Handlungsspielräume.
 

Tiefe Resonanz entsteht dort, wo das Nervensystem in seinem eigenen Rhythmus folgen und sich regulieren kann, wodurch ein Zustand von Sicherheit möglich wird. Emotionales Erleben, Körper, Beziehung und Bewusstsein verbinde ich dabei immer, das ist keine Methode, das ist meine Signatur.

Meine Leitwerte

Präzision statt Geschwindigkeit. Ich arbeite tief, präzise und klar auf der Ebene von wirklicher innerer Entwicklung und Identität anstatt schnell oberflächliche und kurzfristige Veränderungen herbei zu führen. Körperwahrnehmung, spontaner Ausdruck, Bewegung und Tanz können dabei wertvolle Unterstützer sein.
 

Begegnung auf Augenhöhe. Ich halte den sicheren Rahmen und den Prozess, während du die Expertenschaft für dein inneres Erleben behältst.
 

Verkörperte Gegenwart. Wir wühlen nicht in der Vergangenheit um ihrer selbst willen. Wir erforschen im Hier und Jetzt, wo du dich in der Tiefe selbst verrätst und was dich auch heute noch von deinem authentischen Sein abhält und davon deiner Sehnsucht und tiefstem Herzenswunch zu leben und Ausdruck zu verleihen. 
 

Meine Passion ist es, nicht nur kognitiv, sondern emotional, relational und körperlich zu erforschen, wie wir ehemals intelligente Anpassungsstrategien unnötigerweise weiter am Leben erhalten und wie wir den Schatz heben, der in ihnen verborgen liegt. Eine tiefgreifende, manchmal auch subtile Erfahrung ist mir wichtiger als rein kognitive Erkenntnis.

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Warum ich mit NARM arbeite

Ich habe die herzbasierte, berührende und präzise Arbeit mit dem NeuroAffektiven Relationalen Modell sehr zu schätzen gelernt, und zwar von beiden Seiten. In NARM hat sich für mich vieles zusammengefügt: meine eigene Betroffenheit, meine Passion im kreativen Erforschen emotionaler Zustände und deren körperlichen Erscheinungsformen, mein tiefes Interesse an Beziehungsdynamiken und meine verkörperte Erfahrung aus Tango und Tanztherapie. Ich arbeite vor allem mit NARM und NARM Touch. Wo es hilfreich ist, integriere ich Körperarbeit, Bewegung und Tanz. Traumasensibel und ganz im Hier und Jetzt nutzen wir ganz konkret das, was in unserem Kontakt spürbar wird und hilfreich ist.

„Trauma ist nicht das, was im Außen passiert, sondern das, was in unserem Inneren geschieht, wenn Erfahrungen nicht verarbeitet und integriert werden können."

Tango in der Jugendstrafanstalt

Durch einen ehemaligen Tangoschüler, der die Leitung der Jugendstrafanstalt Rockenberg übernommen hatte, bekam ich die Chance, neun Monate lang einmal wöchentlich mit einer kleinen Gruppe junger Männer zwischen 16 und 18 Jahren tanztherapeutisch zu arbeiten. Als einzige Frau unter hormonell stark herausgeforderten Jugendlichen mit schweren Vergehen funktionierte vor allem eines: Authentizität, Präsenz und Begegnung auf Augenhöhe.

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Die Jungs mussten mangels Frauen miteinander tanzen, was anfangs Scham und Widerstände auslöste, ganz ähnlich wie in den Ursprüngen des Tangos, als Männer aus Frauenmangel miteinander übten und der Tanz für sie ein Gefühl von Freiheit bedeutete. Mithilfe mener Begeisterung, Geduld und Zuversicht wuchs ihr Wunsch nach neuen Erfahrungen. In Momenten gelingenden Tanzes vergaßen sie ihre Scham und manchmal sogar, dass sie eingesperrt waren. Tango lebt von Kooperation und Verbindung, und im Schutz des Tanzes wurde spürbar, was diese jungen Menschen wirklich brauchten: dazugehören, sich lebendig fühlen und eine Chance bekommen.

Mehr zu dieser Episode hier

Rotraut Rumbaum RECONNECT, KLangreise mit Tanz, Kakao_Herzmeditation

Klang - in der Spannung zwischen Struktur und Einheitserfahrung

Als ich klein war, war Musik machen bis auf die damals übliche Blockflöte leider kein Thema in der Familie. Was es gab, war eine bestimmte Art von Stille, das Schweigen, das Dinge beendet bevor sie beginnen. Vielleicht hat das oder die vielen Streits zu Hause meinen Hörsinn geschärft, oder er war schon immer so. Ich empfinde Töne früher, als ich sie benennen kann.

Tango-Musik berührte mich als Tanzende wegen der emotionalen Tiefe und Vielschichtigkeit auf dem Fundament eines tragenden Rhythmus, wegen der Spannung, die in ihr gehalten wird. Salsa hatte für mich einen ganz andere direktere, quirlige, ursprünglichen Ausdruck und weniger melancholische Qualität - sprudelnder und auf leichtere Weise sinnlich. Meditative Musik interessiert mich aus dem entgegengesetzten Grund: kein Takt, kein Ziel, nur Klang der sich entfaltet und wieder auflösen, wie eigene innere Bewegungen. Vielfältige Gong-Obertöne können bei mir eine Erfahrung von seelischer Tiefe, spiritueller Leere und kosmischen Seins erreichen - was vieles andere nicht so leicht vermag. Erfahrungen mit erweiterten Bewusstseinszuständen durch Klang und/oder Bewegung zu verbinden hat mich schon lange angezogen — Angebote in dieser Richtung habe ich gesucht, lange bevor ich selbst welche angeboten habe. Vor allem weil sie einen Zugang zu veränderten Bewusstseinszuständen auf sanfte, leicht kontrollierbare Weise, ganz ohne psychedelischen Substanzen, ermöglicht

Die Gong-Ausbildung war gar nicht geplant. Sie kam zu mir nach einer intensiven privaten Atmenwoche nach Giten Tonkov, wo ein Grosser Gong stand. Und nach Jahren der inneren Erfahrungen mit diesen unterschiedlichen Polen. Und nach mehreren rituellen Begegnungen mit Ayahuasca, in der der Klangraum aus Musik, Atem, Stimmen, Stöhnen, Kotzen in der Gruppe irgendwann für mein sensitives Nervensystem so überreizend laut wurde, dass ich mich zurückziehen musste. Die Live Trommelsessions zum Abschluss dieser Zeremonien waren wiederum ein inneres nach Hause kommen für mich - in meine wahre Kraft, innere Freiheit und sinnliche Weiblichkeit durch intensiven wilden Tanz. Eine Glückseligkleit, Erfülltheit und innere Weite, die mit erweiterten Bewusstseinszuständen und seelischer Offenheit verbunden war. Seither interessiert mich beides: was Klang in einem Menschen auslösen kann, welche Grenzen berührt und wie diese erweitert werden können.

Mir geht es darum, dass Menschen sich nicht überanpassen und im Funktionieren an sich selbst vorbeileben, sondern authentisch und lebendig in Beziehung treten können, zu sich selbst und zur Welt.
 

Wenn du den Eindruck hast, dass meine Art zu arbeiten für dich stimmig sein könnte, freue ich mich, wenn du dich meldest und wir gemeinsam schauen, ob ich dich oder euch als Paar hilfreich begleiten kann.

Mein Ausbildungsprofil

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie in Wiesbaden. Was meine Arbeit prägt, ist ein Ausbildungsweg, der sich über zwei Jahrzehnte aus echter Praxis heraus entwickelt hat, mit NARM als therapeutischem Kern und einem körperbasierten Fundament, das weit über das Psychotherapeutische hinausreicht.

Staatliche Zulassung

Die Erlaubnis zur psychotherapeutischen Tätigkeit nach dem Heilpraktikergesetz bildet den rechtlichen Rahmen meiner Arbeit. Sie berechtigt zur Behandlung und Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in eigener Privatpraxis und wurde nach amtsärztlicher Überprüfung beim Gesundheitsamt erteilt.

Tango als Ausbildungsweg

Tango Argentino hat in meinem Leben eine eigene Geschichte. Ich begann meine Ausbildung in Berlin, lehrte dann über elf Jahre gemeinsam mit Ricardo el Holandés in Europa und Argentinien und arbeitete mit alten Tangomeistern. Das war ein professioneller Ausbildungskontext über viele Jahre, aus dem heraus ich bereits während der aktiven Tangoarbeit die vierjährige Tanztherapie-Ausbildung begann und meinen zertifizierten Abschluss mit Mitgliedschaft im Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands (BTD) erwarb. Meine Abschlussarbeit widmete ich dem Thema, das seither mein Markenzeichen geblieben ist: Tango Argentino und Tanztherapie in der Arbeit mit Paaren.

Erste Vertiefungen nach der Tanztherapie

Direkt im Anschluss an die Tanztherapie-Ausbildung folgten mehrere Ausbildungsstränge, die meinen körper- und beziehungsorientierten Fokus weiter schärften. Die mehrjährige Ausbildung in Authentic Movement bei Anke Teigeler in Wiesbaden führte mich in die tiefenpsychologisch orientierte Methode nach Janet Adler ein, in der das freie Bewegen mit geschlossenen Augen und die Zeugenschaft ohne Bewertung zum zentralen Handwerkszeug werden. Ebenfalls in dieser Phase absolvierte ich die Ausbildung im Life Art Process nach Anna Halprin bei Ursula Schoern, einem Embodiment-Ansatz, der Bewegung, Malen und Schreiben verbindet. Und auch die Ausbildung in Spiritueller Paartherapie bei Samarona Bunk fiel in diesen Zeitraum, was kein Zufall war: die Verbindung von Tango Argentino und Tanztherapie in der Paartherapie war gerade mein Abschlussthema gewesen.

Somatische Grundlagen vor NARM

Bevor ich den NARM-Weg einschlug, erarbeitete ich mir ein umfassendes somatisches Fundament. Das SEI-Training in Somatic Experiencing bei Dami Charf vermittelte mir den körperbasierten Ansatz zur Traumabewältigung nach Dr. Peter Levine, mit dem Ziel, die natürliche Selbstregulationsfähigkeit des Nervensystems durch achtsames Nachspüren und schrittweises Pendeln wiederherzustellen. Ergänzt wurde das durch das Training in Somatic Attachment Experience bei Elisabeth Schneider-Kaiser, das Bindungsdynamiken über körperorientierte Methoden nach Diane Poole Heller zugänglich macht. Diese somatische Basis legte den Boden für das, was danach kam.

NARM als zentraler Ausbildungsweg

Den Kern meiner therapeutischen Weiterbildung bildet das NeuroAffective Relational Model (NARM) nach Dr. Laurence Heller, ein körper- und beziehungsorientierter Ansatz zur Heilung von Entwicklungs- und Bindungstraumata, der Erkenntnisse der Affektneurowissenschaft mit psychodynamischen und somatischen Ansätzen verbindet. Ich habe diesen Weg in mehreren aufeinanderfolgenden Phasen durchlaufen: die mehrjährige Präsenzausbildung bei Michael Mokrus am UTA Institut, dann beide NARM Masterclasses direkt bei Laurence Heller, ergänzt durch Ausbildungen in NARM Touch, NARM im Kontext von Paardynamiken sowie NARM in den Bereichen Geschlecht und Sexualität. Supervision durch das NARM Institut ist für mich kein formaler Pflichtanteil, sondern Teil meiner laufenden professionellen Praxis. Hinweis: Das NARM Training Institute ist keine staatliche Zulassungs- oder Lizenzierungsstelle. Der Titel lediglich bedeutet, dass die betreffende Person die NARM-Ausbildung abgeschlossen hat. Original-Hinweis: NARM® TRAINING INSTITUTE IS NEITHER A REGULATORY NOR LICENSING ORGANIZATION AND THEREFORE NOT SANCTIONED TO CERTIFY, LICENSE, OR OTHERWISE BESTOW THE LEGAL AUTHORIZATION TO PRACTICE AS A MENTAL HEALTH PROFESSIONAL. A NARM® THERAPIST IS A PERSON THAT HAS COMPLETED THE NARM® PRACTITIONER TRAINING

Klangarbeit

Gong und Klangschalen sind für mich kein Randthema. Ich absolvierte eine Ausbildung in Gongtherapie bei Tone of Life in Polen sowie eine Ausbildung im meditativen Gongspiel bei Richard Sant Subagh, der auf den therapeutischen Einsatz von Gongschwingungen spezialisiert ist.

Spezialthemen

Hinzu kommt die Präsenzausbildung bei Mind Foundation in Berlin zur Integration psychedelischer Erfahrungen, einem wachsenden Feld, in dem traumasensible, körperorientierte, integrative Begleitung gefragt ist.

Aus- und Weiterbildungen

Beyond Experience: Integration psychedelischer Erfahrungen

Präsenz-Ausbildung beim Mind Foundation in Berlin als Einstieg…

SEI Somatische Integration

Ausbildung im Somatic Experiencing Training bei Dami Charf. Somatic…

Somatic Attachment Experience

Ausbilding bei Elisabeth Schneider-Kaiser im Somatic Attachment Experience…

Life Art Process nach Anna Halprin

Ausbildung bei Ursula Schoern im Life Art Process…

Spirituelle Paartherapie

Training in Spirutueller Paartherapie bei Samarona Bunk. Spirituelle Paartherapie…

Gongtherapie

Ausbildung bei Tone of Life in Polen zum…

Meditatives Gongspiel

Ausbildung bei Richard Sant Subagh zum therapeutischen Gongspiel. Das…

Fachliche Supervision

Supervision ist absolut erforderlich für meine Tätigkeit als…

 

Mein Weg zur Therapie war keiner, den ich mir je geplant hätte. Ich bin durch ihn gestolpert, getragen von einem Tanz, der mir zeigte, was Worte nicht fassen können.

Als ich 2002 zum ersten Mal nach Buenos Aires kam, war ich auf der Suche nach etwas, das ich damals noch nicht benennen konnte. Der Tango hatte mich gefunden, diese Verbindung aus Improvisation und Struktur, aus Nähe und Autonomie, aus Körper und Musik berührte mich tief. Über elf Jahre arbeitete ich international als Tangoprofi zusammen mit meinem Partner Ricardo el Holandés. Wir unterrichteten, wir tanzten Shows, wir drehten Lehrvideos, die in vierzehn Sprachen veröffentlicht wurden.

Aber etwas anderes geschah in diesen Jahren, das viel tiefer ging als Technik oder Performance. Wenn ich mit Paaren arbeitete, sah ich nicht nur, wie sie tanzten, sondern wie sie sich aufeinander einstellten, wie sie sich vertrauten oder absicherten, wie ihre Körper Geschichten erzählten, die ihre Münder verschwiegen. Ich erkannte Muster, die nichts mit Tanztechnik zu tun hatten.

Damals wusste ich noch nichts von Tanztherapie. Ich hatte Psychologie studiert, bevor der Tanz mich rief, aber die beiden Welten schienen getrennt. Bis eine Tangoschülerin mir davon erzählte und plötzlich verstand ich, dass ich das immer schon getan hatte: Menschen beim Tanzen wirklich sehen.

Der Weg führte mich zu NARM, dem NeuroAffektiven Beziehungsmodell. Hier fand ich das theoretische Fundament für das, was ich körperlich längst wusste. Entwicklungstrauma sitzt nicht im Kopf, sondern im Nervensystem. Es zeigt sich in der Art, wie wir Kontakt suchen oder meiden, wie wir uns anspannen oder entspannen können, wie unser Körper auf Nähe reagiert. NARM arbeitet nicht mit dem Versuch, das "innere Kind" zu reparieren oder mit positivem Denken zu übertünchen, was verletzt wurde. Es geht darum, dem Nervensystem neue Erfahrungen anzubieten, sichere Verbindung spürbar zu machen.

Ich arbeite mit NARM Touch, einer Form der bewussten Berührung, die mir erlaubt, direkt mit dem präverbalen Trauma in Kontakt zu kommen, das im Körpergedächtnis gespeichert ist. Kleinschrittig, prozessorientiert, immer im Dialog mit dem, was sich im Moment zeigt. Wenn sich ein Körper entspannt, wenn feines Zittern alte Anspannungen löst, wenn jemand zum ersten Mal spürt, dass Nähe nicht Gefahr bedeutet, dann geschieht Heilung auf einer Ebene, die Gespräche allein nicht erreichen können.

Neulich hatte ich eine Klientin da. Wir sprachen über Augenkontakt, über Tränen, über die Schwierigkeit, gesehen zu werden. In mir entstand der Impuls, meine Hand nicht nur auf ihren Rücken zu legen, sondern auf ihre Wange. Zuerst hielt ich zurück, das ist intim. Dann sprach ich es aus, diesen Impuls, ohne ihn umzusetzen. Sie sagte, sie würde es versuchen wollen. In diesem Moment öffnete sich etwas. Tränen kamen, etwas wurde weich, was lange hart gewesen war.

Meine Arbeit ist eine Synthese geworden. Der Tango ist geblieben, jetzt als Tango-NARM, als Experimentierfeld für Beziehungsdynamiken. Dazu kamen Authentic Movement, Birth into Being, Breathwork. Alles Türöffner zum Unbewussten, alles Wege, das Emotionale mit dem Körperlichen zu verbinden. Ich nutze diese Methoden, weil Trauma nicht nur im Kopf sitzt, sondern im limbischen System, im Nervensystem, in der Art, wie wir atmen und uns bewegen.

Was mich antreibt, ist die Überzeugung, dass die therapeutische Beziehung selbst das heilendste Element ist. Ich bin nicht nur in meiner professionellen Rolle präsent, sondern als Mensch, mit offenem Herzen, wirklich verfügbar. Für Menschen, die früh in ihren Bindungserfahrungen verletzt wurden, ist es eine zutiefst korrigierende Erfahrung, wenn jemand einfach nahe sein kann, ohne zu bewerten, ohne zu drängen, ohne wegzugehen.

Ein Klient sagte mir einmal, dass er genau deshalb bleibe. Es habe mit der Art des Kontakts zu tun.

Ich sitze mit Menschen, ich bewege mich mit ihnen, ich biete Resonanz an, meine Wahrnehmung, mich selbst als Spiegel und als Übungspartnerin. Ich sage nicht, wie etwas sein soll. Ich begleite Menschen dorthin, wo ihr Körper sie führt, wo alte Muster sichtbar werden und neue Erfahrungen möglich sind.

Wenn du in meine Praxis kommst, findest du keine klassischen Therapiestühle. Stattdessen gibt es Sitzsäcke, Kissen, Flexibilität. Ich selbst kann nicht lange auf Stühlen sitzen, es fühlt sich an wie festgenagelt sein. Mein Körper braucht Bewegung, die Möglichkeit zu spüren: Was will ich gerade? Diese äußere Beweglichkeit lädt innere Beweglichkeit ein.

Diese Arbeit erfüllt mich zutiefst. Sie ist der Ort, an dem alles zusammenkommt, was mich ausmacht. Und sie ermöglicht es meinen Klientinnen und Klienten, emotionale Stabilität zu finden und eine neue, kohärente Verbindung zu sich selbst.

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