Rotraut Rumbaum
Wie ich arbeite
Ein Raum, in dem nichts bewiesen werden muss und in dem sehr genau gesehen wird. Aus den Augen meiner Klienten und Klientinnen gesehen, ergänzt durch meine Innensicht.
Technik im Hintergrund
Methoden setze ich voraus. Ich habe sie gelernt und geübt, und sie arbeiten im Hintergrund, ohne dass du sie bemerken musst.
NARM ist mein roter Faden, und ich halte mich nicht streng an ein Lehrbuch. Was ich einsetze, hängt davon ab, was du gerade brauchst: Gespräch, Bewegung, Berührung oder Klang. Wenn etwas nicht passt, lasse ich es weg und suche etwas anderes.
Ritual und Ort
Eine Sitzung beginnt mit dem Ankommen. Du sagst, wie es dir geht, und ich sage, was ich wahrnehme. Dann schauen wir, was heute dran ist. Mein Studio in Wiesbaden ist ein ruhiger Ort, an dem nichts schnell gehen muss.
Platz und Abstand wählst du selbst. Bei Klangarbeit erkläre ich vorher, was passiert und wie die Instrumente klingen. Nach intensiven Formaten sprechen wir über das Erlebte, und ich begleite dich zurück in die Gegenwart.
Ohne Ego
Ich kann mich irren. Was ich über dich sehe, sind Vermutungen, die du prüfst und korrigierst. Wenn ich danebenliege oder etwas zu schnell geht, sag es mir. Das gehört zur Arbeit. Wenn etwas schiefgeht, sprechen wir darüber und klären es.
Ich nehme meine eigenen Reaktionen auf dich wahr, zum Beispiel den Impuls, dich retten oder beruhigen zu wollen, und halte sie, statt sie in die Sitzung zu tragen. Bei Bedarf hole ich mir Supervision.
Warm und klar
Ich bin dir zugewandt und sage, was ich wahrnehme, auch wenn ich etwas anders sehe als du. Wenn sich etwas im Kreis dreht, spreche ich es an.
Rückmeldungen gebe ich so, dass du etwas damit anfangen kannst, in einer Dosis, die du gerade aufnehmen kannst. Wir klären am Anfang, was du dir wünschst, und ich erinnere uns daran, wenn wir davon abkommen.
Beides zugleich
Verstehen allein reicht oft nicht, und Erleben ohne Einordnung bleibt flüchtig. Deshalb wechseln wir zwischen Gespräch und Erfahrung.
Wo Worte nicht weiterführen, kommen Bewegung, Elemente aus dem Tango oder Authentic Movement dazu. Sie geben dir einen Raum, in dem du etwas erlebst, über das wir danach sprechen. Im Vordergrund steht, was du dabei bemerkst. Tanzerfahrung brauchst du keine.
Ganzer Mensch
Das Thema, mit dem du kommst, ist oft nur der Anfang. Ich schaue auf das, was du erzählst, und auf das, was dabei im Hintergrund mitschwingt.
Häufig sind zwei Bewegungen gleichzeitig da, etwa die Sehnsucht nach Nähe und die Angst davor. Ich spiegle, was ich wahrnehme, als Angebot. Du prüfst, ob es für dich stimmt.
Zum Körper hin
Wenn du viel denkst, ist das willkommen. Ich höre zu und würdige, was du dir überlegt hast. Dann frage ich, was du gerade im Körper wahrnimmst, zum Beispiel in der Brust oder im Bauch.
Dein Kopf muss dafür nicht still werden. Wenn du mittendrin vom Spüren ins Denken wechselst, sage ich es freundlich, damit du den Wechsel selbst bemerkst. Der Körper dient dabei als Anker im Hier und Jetzt, und oft zeigt sich dort mit, wie du gerade innerlich mit dir umgehst.
Kein Druck
Ich mache Vorschläge, und du entscheidest. Meine Angebote sind Einladungen, und ein Nein gehört dazu und wird ernst genommen.
Auch Widerstand hat einen Grund. Wir können ihn uns ansehen, wenn du magst, und ihn in Ruhe lassen, wenn nicht. Du kannst dich auch nur für kurze Zeit auf etwas einlassen. Berührung gibt es als Angebot, und wir sprechen vorher ab, wie du sie jederzeit beenden kannst. Das Tempo bestimmst du.
Haltender Raum
Du darfst mit allem kommen, was gerade da ist. Wenn etwas Starkes auftaucht, halte ich den Rahmen und achte darauf, dass du im Kontakt bleibst.
Nach einer intensiven Stelle machen wir oft eine Pause für den Körper. Wenn du dich weit weg fühlst, kommen wir über den Boden unter dir und den Raum um dich herum wieder in der Gegenwart an. Am Ende der Sitzung achte ich darauf, dass du wieder gut hier bist.
Technik (NARM, Tango, Authentic Movement )ist Voraussetzung.
Aber meine Klienten sprechen über das Feld, den Raum in dem sie sich finden, und meine Haltung. Synthetisiert aus meinem Feedback und Kommentaren.