Rotraut Rumbaum
Was ich lese:
Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe
Gottman, John
Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe: Der wissenschaftlich fundierte Beziehungs- und Eheratgeber vom Bestsellerautor: Für langfristige und erfüllte Partnerschaften
Gottmans Buch zeigt nicht schlecht - und ich hab früher auch was daraus gelernt - dass bestimmte Kommunikationsformen und Haltungen die Stabilität einer Partnerschaft positiv oder negativ nachweislich beeinflussen. Beispielsweise ist die sehr schädliche Rolle, die Verachtung spielt, als stärkstes Vorhersagemerkmal für Scheidung, vielen bekannt als einer der "4 Reiter der Apokalypse" für Beziehungen. Andererseits sind Freundschaft, Wertschätzung und die Bereitschaft, sich beeinflussen zu lassen, sehr positiv.
Gottman, John
Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe: Der wissenschaftlich fundierte Beziehungs- und Eheratgeber vom Bestsellerautor: Für langfristige und erfüllte Partnerschaften
Die Kernaussage
John Gottman zeigt, dass bestimmte Kommunikationsformen und Haltungen die Stabilität einer Partnerschaft nachweislich beeinflussen: Verachtung schadet am meisten, Freundschaft, Wertschätzung und die Bereitschaft, sich beeinflussen zu lassen, stärken sie.
Für wen
Für Leser,. die nach Verhaltens-Tips und Einsichten in gute und ungute Abläufe suchen.
Was ich dazu denke
Gottmans Buch zeigt nicht schlecht – und ich habe früher auch etwas daraus gelernt –, dass bestimmte Kommunikationsformen und Haltungen die Stabilität einer Partnerschaft nachweislich beeinflussen. Vielen bekannt ist die sehr schädliche Rolle der Verachtung als stärkstes Vorhersagemerkmal für eine Scheidung, einer der „vier apokalyptischen Reiter“ für Beziehungen. Freundschaft, Wertschätzung und die Bereitschaft, sich beeinflussen zu lassen, wirken dagegen sehr positiv. In diesem Sinn sind seine Ratschläge vielleicht nicht unglaublich überraschend.
Grenzen des Buchs
Wenn Nähe als Bedrohung erlebt wird oder Scham, Trauma und Bindungsverletzung den Kontakt bestimmen, reicht Kommunikationstraining oft nicht. Außerdem ist der Anspruch auf wissenschaftliche Präzision seiner Vorhersagen in den letzten Jahren stark bezweifelt worden: Die Richtung stimmt, aber seine Forschung ist nicht so präzise, wie sie scheint.
Ein weiterer Unterschied: Gottman hat geforscht, was "gesunde Kommunikation" ist, und bringt Paaren bei, sich diesem Standard anzunähern. Der Therapeut ist Experte, der Klient lernt. In NARM mache ich das anders: Wir beginnen mit dem, was du selbst von der Therapie willst, und ich nehme keine Position dazu ein, was das richtige Ergebnis wäre. Veränderung entsteht dort weniger durch Lernen als durch eine Verschiebung dessen, womit du dich innerlich gleichsetzt – wenn die Überzeugung „So bin ich nun mal“ sich abschwächt. Wir arbeiten auf der Ebene der Identität, Gottman auf der des Verhaltens.
