Rotraut Rumbaum
Wenn du immer funktionierst — für andere

Thema:
People Pleasing, Konflikte vermeiden, unterdückte Wut
Was ich aus meiner Arbeit kenne
Ein Klient sagt: "Ich schlucke lieber die Wut hinunter, statt mich von meinem narzistischen Onkel am Familientisch wegzusetzen". Eine Klientin erkennt sich wieder in einem Buch über Fawning: sie beamt sich lieber selber weg als etwas zum Partner zu sagen, das sie stört. Ein anderer Klient, selber in helfendem Beruf, hat Angst, "narzistisch" zu sein, wenn er sich weniger um die psychisch belastete Partnerin kümmern will.
Bei einem anderen Klienten taucht eine frühe Erinnerung auf: tagelang eingesperrt im Zimmer wegen einer ansteckenden Krankheit. Ich frage, was er damals mit der Wut gemacht hat. "Ich habe sie weggemacht." Und heute? Dasselbe, nur schneller, bevor er überhaupt merkt, dass etwas da ist.
Wie das entsteht
Das Muster ist häufig: es anderen recht machen, Wut schlucken, und sich selbst überlastten, weil das Nein-Sagen sich zu gefährlich anfühlt.
People Pleasing ist eine früh erlernte Überlebensstrategie. Wenn ich gefalle, bleibe ich sicher. Wenn ich Nein sage, verliere ich Verbindung.
Als Kind ist das manchmal tatsächlich so. Wenn ein Elternteil instabil war oder die Atmosphäre unvorhersehbar, lernt ein Kind schnell, wie es sich verhalten muss, damit die Situation ruhig bleibt. Diese Strategie hat in der Kindheit Verbindung gerettet und kostet im Erwachsenleben viel.
Was dabei oft verloren geht: die Wut. Sie ist da, aber sie findet keinen Weg nach außen. Manchmal richtet sie sich nach innen.
Was Wut damit zu tun hat
Wut ist ein Signal. Sie zeigt an, dass eine Grenze überschritten wurde. Menschen, die früh gelernt haben, Wut zu unterdrücken, verlieren manchmal den Zugang zu diesem Signal.
Was dann passiert: entweder bricht die Wut irgendwann aus, in Momenten, die unverhältnismäßig scheinen. Oder sie zieht sich zurück und hinterlässt eine flache, gedämpfte Lebendigkeit.
Wie ich damit arbeite
In meiner Arbeit schauen wir, was hinter dem Anpassen steckt, was sich kurz davor ankündigt.
Gespräch
Das erste ist zunächst der "NARM-Dialog": wir schauen was dein Wunsch ist, für die Therapie, die Session, und explorieren immer tiefer, was in dir auftaucht, was verborgen war, was Ausdruck sucht, was die "Mikro-Bewegungen" sind in Konflikt-Situationen. Das kann zu Erinnerungen führen, und wir erforschen dann, was in in dir HEUTE passiert, gerade jetzt, wenn diese auftauchen. Das ist ein Lernen und Neu-Strukturieren.
Körperliches
"Eigentlich" bin ich NARM-Therapeutin, und NARM ist zunächst eine Dialog-Form. Aber ich bin da nicht dogmatisch: ich habe ja auch eine Ausbildung in Tanz- und Ausdrucks-Therapie. Manchmal macht es einfach Sinn, energetischen Ausdruck zu nutzen. Dann kannst du auch wählen: Stampfen und mich schieben, Kraft in den eigenen Grenzen spüren, mein Studio erlaubt auch, Kissen zu werfen etc :-) Der Kern des Ganzen ist es jedenfalls - egal was das Mittel ist - Erfahrungen im JETZT zu machen, die die alten Verhinderungs-Muster aufbrechen. Wenn das in der Gegenwart eines anderen Menschen passiert, ist es etwas ganz anderes als alleine, zuhause, ohne Zeugen und ohne die Erfahrung, dass Neues in der Gegenwart eines anderen Menschen jetzt sicher ist.
Was tue ich, wenn ich am Arbeitsplatz zwischen Wahrheit und Beziehung wählen muss?
Hin- und hergerissen: soll ich zu mir stehen und etwas riskieren, vielleicht sogar den Job, oder zumindest das Gefühl der Sicherheit am Arbeitsplatz? Oder mich anpassen und etwas herunterschlucken was ich nicht mit mir vereinbaren kann?
Warum fällt es mir so schwer, Nein zu sagen?
Nein sagen, oder weniger geben als von anderen gewünscht, fühlt sich super schwierig an und sogar Angst vor Kontaktverlust auslösen. Du wehrst dich nicht dagegen, unangemesse oder ungerecht behandelt zu werden.
Warum schäme ich mich ständig — auch ohne Grund?
Im Hintergrund ist ständig ein Gefühl von Scham oder Schuld. Es gibt Dinge, über die du am liebsten nicht sprichst. Oder du fühlst dich standing "in der Schuld" von Menschen, aus der du handelst ohne es vielleicht zu wollen.
Warum mache ich mich klein und traue mich nicht zu zeigen?
Sichtbar zu werden - persönlich oder auch professionell - fühlt sich bedrohlich an. Man versteckt sich deshalb lieber, hält seine Wahrheit zurück, zeigt sich nicht, macht sich kleiner als man sein könnte.
Warum fühle ich so viel Wut — und was tue ich damit?
Manchmal bricht sie einfach raus , und das zu heftig und zu schnell. Oder die Wut ist eigentlich ist meistens da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt.
Was tue ich, wenn ich am Arbeitsplatz zwischen Wahrheit und Beziehung wählen muss?
Hin- und hergerissen: soll ich zu mir stehen und etwas riskieren, vielleicht sogar den Job, oder zumindest das Gefühl der Sicherheit am Arbeitsplatz? Oder mich anpassen und etwas herunterschlucken was ich nicht mit mir vereinbaren kann?
Warum fällt es mir so schwer, Nein zu sagen?
Nein sagen, oder weniger geben als von anderen gewünscht, fühlt sich super schwierig an und sogar Angst vor Kontaktverlust auslösen. Du wehrst dich nicht dagegen, unangemesse oder ungerecht behandelt zu werden.
Warum schäme ich mich ständig — auch ohne Grund?
Im Hintergrund ist ständig ein Gefühl von Scham oder Schuld. Es gibt Dinge, über die du am liebsten nicht sprichst. Oder du fühlst dich standing "in der Schuld" von Menschen, aus der du handelst ohne es vielleicht zu wollen.
Warum mache ich mich klein und traue mich nicht zu zeigen?
Sichtbar zu werden - persönlich oder auch professionell - fühlt sich bedrohlich an. Man versteckt sich deshalb lieber, hält seine Wahrheit zurück, zeigt sich nicht, macht sich kleiner als man sein könnte.
Warum fühle ich so viel Wut — und was tue ich damit?
Manchmal bricht sie einfach raus , und das zu heftig und zu schnell. Oder die Wut ist eigentlich ist meistens da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt.
Man lebt mit dem untergründigen Gefühl, irgendwie falsch zu sein. Zu viel oder zu wenig zu sein, jedenfalls ganz richtig. Dazu kommt dann heimliche Scham.
Weißt du überhaupt, wer du hinter der ganzen Anpassungsoberfläche wirklich bist? Hast du Kontakt zu deinem selbstbestimmten, verbundenen, liebenden, lebendigen Selbst? Realisierst du dein kreatives Potential, dein Ureigenstes? Oder hältst du es zurück aus dem Glauben das ist nichts wert, interessiert niemanden, oder glaubst du in der Tiefe sogar, das wäre irgendwie bedrohlich? Bist du sehr empfindlich für was andere über dich sagen, oder weißt du wer du bist und stehst zu dir?



