Rotraut Rumbaum
Sucht und emotionale Regulation

Thema:
Sucht und emotionale Regulation
Warum kann ich aufhören wollen, aber nicht aufhören?
Alkohol, Sex, der Kühlschrank nachts um zwei Uhr, die "Sucht" nach Liebe - hier kann vieles auftauchen
Warum schwanken meine Gefühle so stark und so schnell?
Stimmungen verändern sich schnell, von präsent zu verloren oder depressiv, ohne dass es wirklich durch Äußeres erkärbar ist.
Warum fühle ich mich nur in Ausnahmezuständen wirklich lebendig?
Man möchte wieder dorthin zurück, wo man bestimmte Zustände der Lebendigkeit und Expansion erlebt hat. Der Alltag wird als schwierig empfunden, oder als nicht ausfüllend. Das kann Meditation sein oder Substanzen oder körperliche Herausforderungen.
Man schenkt sich abends das erste Glas ein, dann das zweite, ohne wirklichen Genuss daran. Oder man hält das Handy in der Hand, noch bevor man gemerkt hat, dass man danach gegriffen hat. Oder...es gibt so viele Formen.
Es macht das, was unter der Oberfläche drängt, für einen Moment aushaltbar. Erst hinterher merkst du, dass du wieder mittendrin warst, im selben Kreislauf.
Man schämt sich insgeheim dafür, und genau diese Scham erzeugt erneut den Druck, den du gerade loswerden wolltest.


