Rotraut Rumbaum
Wenn Nähe und Sexualität sich sperren

Thema:
Sexuelle Probleme & Ängste, Ungelebtes
Was ich aus meiner Arbeit kenne
Ein Paar kommt völlig verzweifelt zu mir, weil sie kurz vor der Trennung stehen, da ihre sexuellen Bedürfnisse unvereinbar scheinen. Er braucht viel Sex, um sich lebendig zu fühlen und emotionale Verbundenheit überhaupt erst spüren zu können. Für sie ist es exakt umgekehrt: Sie braucht zuerst eine Atmosphäre von emotionaler Sicherheit, zärtlicher, nicht-sexueller Berührung und echtem Gesehenwerden, um überhaupt Lust zu entwickeln (Achtung: es gibt auch den umgedrehten Fall!) Oder, es kommt ein Mann mit "Performance"-Problemen, die um so größer werden, je näher er seiner Partnerin kommt. Oder, ...
Das Thema
Sexualität ist das Thema, das am häufigsten unter anderen Themen mitläuft und selten als erstes benannt wird. Ein Paar kommt wegen Konflikten. Irgendwann kommt der Satz: "Wir haben eigentlich keinen Sex mehr." Oder eine Person kommt wegen Erschöpfung und erzählt, dass Intimität sich seit Jahren fremd anfühlt.
Sexualität berührt fast alles: Bindung, Scham, Sicherheit und die Frage, ob Lebendigkeit erlaubt ist.
Was das schwer macht
Sexuelle Schwierigkeiten haben fast immer eine Geschichte, die tiefer geht als die aktuelle Situation. Lustlosigkeit ist selten nur Stress. Oft ist es die Art, wie jemand gelernt hat, mit dem eigenen Körper umzugehen, ob Nähe sich sicher anfühlt, ob Begehren erlaubt ist.Scham spielt dabei eine Rolle, oft eine große. Viele Menschen haben gelernt, dass bestimmte Wünsche unangemessen sind, oder dass der eigene Körper etwas ist, das sich besser versteckt.
Warum reines Reden manchmal nicht weit genug kommt
Viele Paare haben versucht, über Sexualität zu sprechen. Das ist wichtig. Was sich trotzdem manchmal nicht verändert, ist das körperliche Erleben selbst, das, was passiert, wenn man versucht, sich wirklich einzulassen.
Wie ich damit arbeite
Ich bin keine spezialisierte Sexualtherapeutin. Aber ich begleite das Thema, weil es in der therapeutischen Arbeit mit Paaren oft vermeidbar auftaucht und weil es viel Raum verdient.
Nur kurz wie ich nicht arbeite: es geht bei mir nicht um Verhaltens-Training, Psycho-Education oder wie man sich besser anfasst (das kann wichtig und richtig sein – "Techniken" haben schon ihren Platz), ist aber nicht mein Fokus).
Mit geht es hauptsächlich darum, ob und wie sich frühe "Überlebensstrategien" (Anpassung, Manipulation...) auch im Sexualverhalten miteinander äußern. Darüber sprechen wir. Das ist der Kern des NARM Ansatzes.
Zusätzlich eignen sich die eher körperlichen Methoden, wie Umarmung ode gemeinsames Gehen, als einfache Tango-Elemente. Hier zeigt sich vieles direkt, was mit Nähe und Distanz zu tun hat, und wo ich meine Vergangenheit als Tango Argentino Coach einbringen kann - den Blick auf die Beziehung unter der Form.
Nur gelegentlich weise ich doch - zum Beispiel um das Element der Scham zu verringern - auf Konzepte von Jaiya Ma (die "Erotic Blueprints") von David Schnarch (Differenzierung, "Hugging Till Relaxation") oder Diana Richardson (Slow Sex) hin. Das ist dann doch ein wenig Education, wobei ich das nicht nur theoretisch sondern aus meinem eigenen Erleben kenne und erwähne.
Wenn KI zur dritten Person in der Beziehung wird — was tun?
Plötzlich ist weniger Zeit für den Partner als für die Künstliche Intelligenz da. Der KI werden Geheimnisse verraten, die man nicht mit dem Partner teilt. Der Partner teilt private Gespräche mit der KI, oder übernimmt Frenddiagnosen der KI. Das kann Beziehungen auf die Probe stellen.
Warum brauche ich Sex, um mich geliebt zu fühlen?
Wenn ich keinen Sex mit meinem Partner habe, fühle ich mich nicht geliebt. Mein Partner fühlt das anders. Das führt zu Schwierigkeiten und Enttäuschungen oder Druck in meiner Beziehung.
Ich stehe auf BDSM — warum fühle ich dabei Scham?
Wie gehe ich mit meinen eher ungewönhlichen Wünschen um, die ich nicht oder nur schwer mitteilen kann? Kink und BDSM ist eigentlich "Normal" für mich, aber ich verstecke es.
Was tun, wenn das Nein im Sex nicht respektiert wird?
Ich lasse es zu, unter Druck Sex zu haben, obwohl ich eigentlich nicht will, oder gerade jetzt nicht will. Hinterher fühle ich mich leer, bedrückt oder schwach.
Wie gehe ich mit Eifersucht in einer offenen Beziehung um?
Man hat es sich einfacher vorgestellt mit der sexuellen Freiheit, und dann kommt trotzdem die Eifersucht und die Angst. Warum macht man das überhaupt?
Ich weiß nicht, wer ich bin — wie finde ich meine sexuelle Identität?
Wer bin ich eigentlich sexuell? Zeige ich mich? Muss ich Dinge geheimhalten? Schwanke ich selber in meiner Sicht auf mich selber? Habe ich Wünsche, für die ich mich schäme? Phantasien?
Was tun, wenn sexuelle Probleme im Paar auftauchen?
Ihr habt euch einmal begehrt und sexy gefunden, das ist lange her oder fühlt sich so an. Jetzt ist Sex entweder gar nicht mehr da, oder er verbindet euch nicht wirklich. Es ist Leere oder sogar Widerwillen da. Oder man fühlt sich bedränt. Kann sich nicht öffnen.
Warum traue ich mich nicht, als Mann oder Frau sichtbar zu sein?
Es fällt schwer zu sagen "Ich bin ein Mann". "Ich bin eine Frau". Ist man damit zuviel? Was würde sich daraus ergeben, wenn man es wirklich fühlen würde? Oder vielleicht hat man gelernt, dass das ja nur alte Rollen sind aus denen man sich befreien sollte - obwohl man es anders möchte.
Was tun, wenn Partner unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse haben?
Eine will es langsam (oder selten). Der andere will es schnell (oder oft). Einer braucht erst Emotionen, die andere erst Berührung. Einer will A, der andere B, oder auf keinen Fall A. Das ergibt ständig Spannungen, und wer "Nein" sagt, hat unfairerweise immer die Oberhand.
Wenn KI zur dritten Person in der Beziehung wird — was tun?
Plötzlich ist weniger Zeit für den Partner als für die Künstliche Intelligenz da. Der KI werden Geheimnisse verraten, die man nicht mit dem Partner teilt. Der Partner teilt private Gespräche mit der KI, oder übernimmt Frenddiagnosen der KI. Das kann Beziehungen auf die Probe stellen.
Warum brauche ich Sex, um mich geliebt zu fühlen?
Wenn ich keinen Sex mit meinem Partner habe, fühle ich mich nicht geliebt. Mein Partner fühlt das anders. Das führt zu Schwierigkeiten und Enttäuschungen oder Druck in meiner Beziehung.
Ich stehe auf BDSM — warum fühle ich dabei Scham?
Wie gehe ich mit meinen eher ungewönhlichen Wünschen um, die ich nicht oder nur schwer mitteilen kann? Kink und BDSM ist eigentlich "Normal" für mich, aber ich verstecke es.
Was tun, wenn das Nein im Sex nicht respektiert wird?
Ich lasse es zu, unter Druck Sex zu haben, obwohl ich eigentlich nicht will, oder gerade jetzt nicht will. Hinterher fühle ich mich leer, bedrückt oder schwach.
Wie gehe ich mit Eifersucht in einer offenen Beziehung um?
Man hat es sich einfacher vorgestellt mit der sexuellen Freiheit, und dann kommt trotzdem die Eifersucht und die Angst. Warum macht man das überhaupt?
Ich weiß nicht, wer ich bin — wie finde ich meine sexuelle Identität?
Wer bin ich eigentlich sexuell? Zeige ich mich? Muss ich Dinge geheimhalten? Schwanke ich selber in meiner Sicht auf mich selber? Habe ich Wünsche, für die ich mich schäme? Phantasien?
Was tun, wenn sexuelle Probleme im Paar auftauchen?
Ihr habt euch einmal begehrt und sexy gefunden, das ist lange her oder fühlt sich so an. Jetzt ist Sex entweder gar nicht mehr da, oder er verbindet euch nicht wirklich. Es ist Leere oder sogar Widerwillen da. Oder man fühlt sich bedränt. Kann sich nicht öffnen.
Warum traue ich mich nicht, als Mann oder Frau sichtbar zu sein?
Es fällt schwer zu sagen "Ich bin ein Mann". "Ich bin eine Frau". Ist man damit zuviel? Was würde sich daraus ergeben, wenn man es wirklich fühlen würde? Oder vielleicht hat man gelernt, dass das ja nur alte Rollen sind aus denen man sich befreien sollte - obwohl man es anders möchte.
Was tun, wenn Partner unterschiedliche sexuelle Bedürfnisse haben?
Eine will es langsam (oder selten). Der andere will es schnell (oder oft). Einer braucht erst Emotionen, die andere erst Berührung. Einer will A, der andere B, oder auf keinen Fall A. Das ergibt ständig Spannungen, und wer "Nein" sagt, hat unfairerweise immer die Oberhand.
Sexualität ist komplexer als die meisten Paare erwarten. Wissen und Technik hilft etwas, guter Wille auch, aber trotzdem ist die Lust weg. Manchmal nur bei dir, manchmal nur beim anderen, das macht es nochmal schwieriger. Manchmal hat auch etwas von außen, zum Beispiel ein Verlust oder eine Erkrangung eine Spur hinterlassen.
Vielleicht hast du Sex, aber er fühlt sich leer an, unverbunden. Oder du machst mit, was du eigentlich nicht willst. Zeigst deine Wünsche nicht, weil du nicht weißt, wie der andere reagiert. Was du dir wünschst, bleibt unausgesprochen, und mit der Zeit wird das immer weniger aushaltbar.
Oder du bist Single und merkst, dass du dich zurückziehst, obwohl du das gar nicht willst. Oder du schämst für Bedürfnisse.
Oft fängt das früher an als die aktuelle Beziehung. Oder du weißt schon woher es kommt, und trotzdem ändert sich nichts.











