Rotraut Rumbaum
Wenn das Gefühl bleibt, irgendwie falsch zu sein

Thema:
Selbstgefühl, Selbstkontakt, Selbstbild
Was ich aus meiner Arbeit kenne
Erinnerungen an prägende Momente haben viele: Meine Klientin erzählt von einem Kindergeburtstag. Sie weinte, weil sie keine Helfer-Aufgabe bekam, und die Mutter beschämte sie für ihr Gefühl öffentlich: "So etwas macht man nicht." Dieser eine Moment hatte eine lebenslange Wirkung auf ihr von Scham geprägtes Selbstbild und ihren Ausdruck.
Das muss nichts mit äußerem Erfolg zu tun haben. Manche meiner Klienten sind Manager oder leitende Angesteller, beruflich sichtbar nach außen. Und trotzdem ist im Inneren ein Kern des gefühlten Ungenügens, der Lähmung, die überspielt werden muss. Oder auch ein "Doppel-Leben": beruflich anerkannt und durchsetzungsstark, aber in der Partnerschaft ängstlich etwas zu sagen oder zu wollen.
Warum Nachdenken allein wenig ändert
Wenn du hier gelandet bist, gehe ich davon aus, dass dir das nicht komplett neu ist. Es gibt ja genügend gute Self-Help Literatur, Fachliteratur die auch für Laien lesbar ist, und jede Menge Youtube Videos. Ich hab hier eine ganze Seite.
Und seit ein paar Jahren ist alles psychologische Wissen der Welt in den KI-Modellen abrufbar, ChatGPT, Perplexity, oder auf emotionale Konversation spezialisierte Modelle.
Bindungs-Theorie und Trauma-Wissen ist weit verbreitet, und manche meiner Klienten haben ihr spezifisches Entwicklungs-Trauma schon selber rational analysiert: "Ich wurde als 3-jährige für 2 Wochen im Krankenhaus abgegeben - ich weiß was das für ein Gefühl der Verlorenheit gewesen sein muss".
Ein solches Ereignis hatte übrigens auch mich tief geprägt, und vieles in meinem Erleben wirde mir erst klar, nachdem mir meine Mutter das erzählt hatte.
Was sich trotz Wissen nicht unbedingt verschiebt, ist das Erleben selbst: das Körpergefühl in dem Moment, wenn jemand kritisch schaut, wenn der Partner im Streit die Tür hinter sich zumacht, oder auf eine bestimmte Weise schaut. Man schaut sich selber zu, wie "etwas" reagiert, das man verstanden zu haben glaubt.
Frühe Prägungen dieser Art sitzen tiefer als der Verstand. Sie sind im emotionalen Gedächtnis organisiert, in der Art, wie eine Situation eingeschätzt wird, noch bevor ein Gedanke entsteht. Sie entstanden im Kontakt - oder dem Fehlen dessen - und sie können auf tiefer Ebene - nur im Kontakt aufgelöst werden. Und dann sucht man sich einen Therapeuten.
Wie ich damit arbeite
Der Kern unserer Arbeit ist, dass du in der Gegenwart eines anderen Menschen (eben mir) wieder einen sprachlichen oder auch vorsprachlichen Zugang zu dir selbst entwickelst, dass du dabei lernst, dass das nicht bedrohlich ist, und deine Möglichkeiten als fühlendes und handelndes Wesen erst spürst und dann auch umsetzt. Dafür ist unsere Session jedesmal ein "Labor".
Explorierender Dialog
Das ist eine bestimmte Dialog-Art (NARM), die immer wieder zum Kern kommt: "was passiert gerade in dir, während DAS hier passiert oder gesagt wird? Wie reagierst du auf dich selbst, wenn du X wahrnimmst?" Das ist systematisch aber befreiend, und erfordert von uns beiden Konzentration.
Bewegung/Körper
Oder/und wir können Elemente aus dem Tango oder der Bewegungs-Form Authentic Movement ein, weil Selbstgefühl sich auch körperlich zeigt: ob du es wagst, deinen Raum einzunehmen, ob du einen Schwerpunkt hast used. Das ist direkt erfahrbar, und im Gespräch können wir es vertiefen.
Warum gehöre ich nirgends dazu, obwohl ich alles richtig mache?
Zu wem oder was gehöre ich eigentlich? Allein mit sich sein ist schwierig, denn es fühlt sich als Einsamkeit an. Will mich jemand?
Warum spüre ich mich im Kontakt mit anderen nicht?
Bei Nähe zu jemand anders fühlt man sich selber nicht mehr, man wird taub für sich selber durch die Außenorientierung. Es ist entweder oder: entweder ich selbst oder der andere.
Warum reicht meine Leistung nie aus, egal wie viel ich tue?
Das Gefühl, mehr geben zu müssen als man kann. Die Angst davor, Fehler zu machen, oder als nicht gut genug wahrgenommen zu werden. Die Schwierigkeit, Prioritäten zu setzen weil auch Kleinigkeiten perfekt sein müssen.
Warum schäme ich mich ständig — auch ohne Grund?
Im Hintergrund ist ständig ein Gefühl von Scham oder Schuld. Es gibt Dinge, über die du am liebsten nicht sprichst. Oder du fühlst dich standing "in der Schuld" von Menschen, aus der du handelst ohne es vielleicht zu wollen.
Ich weiß nicht, wer ich bin — wie finde ich meine sexuelle Identität?
Wer bin ich eigentlich sexuell? Zeige ich mich? Muss ich Dinge geheimhalten? Schwanke ich selber in meiner Sicht auf mich selber? Habe ich Wünsche, für die ich mich schäme? Phantasien?
Warum traue ich mich nicht, als Mann oder Frau sichtbar zu sein?
Es fällt schwer zu sagen "Ich bin ein Mann". "Ich bin eine Frau". Ist man damit zuviel? Was würde sich daraus ergeben, wenn man es wirklich fühlen würde? Oder vielleicht hat man gelernt, dass das ja nur alte Rollen sind aus denen man sich befreien sollte - obwohl man es anders möchte.
Warum fühle ich so viel Wut — und was tue ich damit?
Manchmal bricht sie einfach raus , und das zu heftig und zu schnell. Oder die Wut ist eigentlich ist meistens da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt.
Was ist Parentifizierung — und wie wirkt sie sich im Erwachsenenalter aus?
Du kümmerst dich um den Partner, die Kinder, die Kollegen, oder Klienten. Und merkst irgendwann, dass kaum Platz für dich selbst bleibt. Nein zu sagen fühlt sich wie ein Verrat an. Verrat an dir selber, Verrat am anderen, oder an deiner professionellen Ethik..
Warum gehöre ich nirgends dazu, obwohl ich alles richtig mache?
Zu wem oder was gehöre ich eigentlich? Allein mit sich sein ist schwierig, denn es fühlt sich als Einsamkeit an. Will mich jemand?
Warum spüre ich mich im Kontakt mit anderen nicht?
Bei Nähe zu jemand anders fühlt man sich selber nicht mehr, man wird taub für sich selber durch die Außenorientierung. Es ist entweder oder: entweder ich selbst oder der andere.
Warum reicht meine Leistung nie aus, egal wie viel ich tue?
Das Gefühl, mehr geben zu müssen als man kann. Die Angst davor, Fehler zu machen, oder als nicht gut genug wahrgenommen zu werden. Die Schwierigkeit, Prioritäten zu setzen weil auch Kleinigkeiten perfekt sein müssen.
Warum schäme ich mich ständig — auch ohne Grund?
Im Hintergrund ist ständig ein Gefühl von Scham oder Schuld. Es gibt Dinge, über die du am liebsten nicht sprichst. Oder du fühlst dich standing "in der Schuld" von Menschen, aus der du handelst ohne es vielleicht zu wollen.
Ich weiß nicht, wer ich bin — wie finde ich meine sexuelle Identität?
Wer bin ich eigentlich sexuell? Zeige ich mich? Muss ich Dinge geheimhalten? Schwanke ich selber in meiner Sicht auf mich selber? Habe ich Wünsche, für die ich mich schäme? Phantasien?
Warum traue ich mich nicht, als Mann oder Frau sichtbar zu sein?
Es fällt schwer zu sagen "Ich bin ein Mann". "Ich bin eine Frau". Ist man damit zuviel? Was würde sich daraus ergeben, wenn man es wirklich fühlen würde? Oder vielleicht hat man gelernt, dass das ja nur alte Rollen sind aus denen man sich befreien sollte - obwohl man es anders möchte.
Warum fühle ich so viel Wut — und was tue ich damit?
Manchmal bricht sie einfach raus , und das zu heftig und zu schnell. Oder die Wut ist eigentlich ist meistens da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt.
Was ist Parentifizierung — und wie wirkt sie sich im Erwachsenenalter aus?
Du kümmerst dich um den Partner, die Kinder, die Kollegen, oder Klienten. Und merkst irgendwann, dass kaum Platz für dich selbst bleibt. Nein zu sagen fühlt sich wie ein Verrat an. Verrat an dir selber, Verrat am anderen, oder an deiner professionellen Ethik..
Man lebt mit dem untergründigen Gefühl, irgendwie falsch zu sein. Zu viel oder zu wenig zu sein, jedenfalls ganz richtig. Dazu kommt dann heimliche Scham.
Weißt du überhaupt, wer du hinter der ganzen Anpassungsoberfläche wirklich bist? Hast du Kontakt zu deinem selbstbestimmten, verbundenen, liebenden, lebendigen Selbst? Realisierst du dein kreatives Potential, dein Ureigenstes? Oder hältst du es zurück aus dem Glauben das ist nichts wert, interessiert niemanden, oder glaubst du in der Tiefe sogar, das wäre irgendwie bedrohlich? Bist du sehr empfindlich für was andere über dich sagen, oder weißt du wer du bist und stehst zu dir?




