Rotraut Rumbaum
Selbstgefühl, Selbstkontakt, Selbstbild

Thema:
Selbstgefühl, Selbstkontakt, Selbstbild
Warum gehöre ich nirgends dazu, obwohl ich alles richtig mache?
Zu wem oder was gehöre ich eigentlich? Allein mit sich sein ist schwierig, denn es fühlt sich als Einsamkeit an. Will mich jemand?
Warum spüre ich mich im Kontakt mit anderen nicht?
Bei Nähe zu jemand anders fühlt man sich selber nicht mehr, man wird taub für sich selber durch die Außenorientierung. Es ist entweder oder: entweder ich selbst oder der andere.
Warum reicht meine Leistung nie aus, egal wie viel ich tue?
Das Gefühl, mehr geben zu müssen als man kann. Die Angst davor, Fehler zu machen, oder als nicht gut genug wahrgenommen zu werden. Die Schwierigkeit, Prioritäten zu setzen weil auch Kleinigkeiten perfekt sein müssen.
Warum schäme ich mich ständig — auch ohne Grund?
Im Hintergrund ist ständig ein Gefühl von Scham oder Schuld. Es gibt Dinge, über die du am liebsten nicht sprichst. Oder du fühlst dich standing "in der Schuld" von Menschen, aus der du handelst ohne es vielleicht zu wollen.
Ich weiß nicht, wer ich bin — wie finde ich meine sexuelle Identität?
Wer bin ich eigentlich sexuell? Zeige ich mich? Muss ich Dinge geheimhalten? Schwanke ich selber in meiner Sicht auf mich selber? Habe ich Wünsche, für die ich mich schäme? Phantasien?
Warum traue ich mich nicht, als Mann oder Frau sichtbar zu sein?
Es fällt schwer zu sagen "Ich bin ein Mann". "Ich bin eine Frau". Ist man damit zuviel? Was würde sich daraus ergeben, wenn man es wirklich fühlen würde? Oder vielleicht hat man gelernt, dass das ja nur alte Rollen sind aus denen man sich befreien sollte - obwohl man es anders möchte.
Warum fühle ich so viel Wut — und was tue ich damit?
Manchmal bricht sie einfach raus , und das zu heftig und zu schnell. Oder die Wut ist eigentlich ist meistens da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt.
Was ist Parentifizierung — und wie wirkt sie sich im Erwachsenenalter aus?
Du kümmerst dich um den Partner, die Kinder, die Kollegen, oder Klienten. Und merkst irgendwann, dass kaum Platz für dich selbst bleibt. Nein zu sagen fühlt sich wie ein Verrat an. Verrat an dir selber, Verrat am anderen, oder an deiner professionellen Ethik..
Man lebt mit dem untergründigen Gefühl, irgendwie falsch zu sein. Zu viel oder zu wenig zu sein, jedenfalls ganz richtig. Dazu kommt dann heimliche Scham.
Weißt du überhaupt, wer du hinter der ganzen Anpassungsoberfläche wirklich bist? Hast du Kontakt zu deinem selbstbestimmten, verbundenen, liebenden, lebendigen Selbst? Realisierst du dein kreatives Potential, dein Ureigenstes? Oder hältst du es zurück aus dem Glauben das ist nichts wert, interessiert niemanden, oder glaubst du in der Tiefe sogar, das wäre irgendwie bedrohlich? Bist du sehr empfindlich für was andere über dich sagen, oder weißt du wer du bist und stehst zu dir?






