Therapie-"Sitzungen": Nicht bei mir.
Aktualisiert: vor 2 Stunden
Hier ist die kurze Antwort: weil wir bei mir nicht unbedingt "sitzen". Dieser Post beschreibt, was ein Video in einer Therapie- oder Coaching-Stunde bei mir sehen würde, und warum.
Was die KI optisch unter "Therapie" versteht.
So reagiert fast jede KI auf den Prompt "Zeige mir eine typische Therapie-Stunde".

Fast immer: zwei Frauen, distanziert und fixiert in Sesseln, Therapeutin mit Notizblock und entweder Kurz-Haar Frisur oder praktischem Dutt, damit er nicht auf den Notizblock fällt. Klientin mit langen Haaren, offensichtlich emotional aktiviert, während die Therapeutin etwas dissoziiert scheint, mehr auf die Notizen als auf die Klientin fokussiert. Aus der festen Distanz.
Ich war aber noch nie so sehr fürs Sitzen: Mein Firmenname (noch bevor meine NARM-Ausbildung als Traumatherapeutin) war nicht zufällig "Mindful Motion". Da hatte ich mich noch weitgehend als Tango-Coach definiert - heute als Psychotherapeutin. Und ich sitze selber ungern. Ich fühle mich in Ausbildungen gefoltert, wenn ich den ganzen Tag auf einem Stuhl sitzen muss.
Was wir tun können wenn wir nicht sitzen: was das Video sehen würde
Bei mir "sitzen" wir nicht unbedingt. Oder wenn, dann nicht auf inflexiblen Sesseln, sondern auf Sitzsäcken (es sei denn, du möchtest Sessel, die habe ich auch).
Meine eigene Methode erlaubt auch Bewegung. Gewählt, wenn es passend erscheint, nach Wahl und Neigung. Was würde ein Video sehen?
Lümmeln
In Sitzsäcken - der Körper kann sich flexibel ausdrücken. Sie sind übrigens selbst gefertigt. Ich habe immer gerne genäht.
Tango Argentino
Einfache Bewegungs-Elemente wie Gehen, Stehen, Umarmen. Entweder mein Klient für sich, oder als Paar, oder auch mit mir (ich war ja mal Tango-Lehrerin und kann damit umgehen).
Freie Bewegung
Authentic Movement - Gesehen werden in Bewegung, ohne Urteil. Oder auch emotionaler Ausdruck - in manchen Fällen hilft Katharsis, auch wenn das nicht streng zu NARM gehört.
Symbolisches Erforschen
mit Seilen auf dem Boden, Timeline.
Liegen
Konzentration mit offenen oder geschlossenen Augen.
Berühren
Mit NARM Touch oder Tango - hier spiele ich eine Rolle
Die zentralen Unterschiede zur normalen Gesprächstherapie
Wodurch man bei mir oft überrascht wird, sind vor allem zwei Zugänge, und Arten der Kommunikation zwischen dir und mir
Mehr körperliche Bewegung
Stehen, Gehen, Sitzen, Herumruckeln auf dem Sitzsack - all dies würde das Video beleben. Wir würden uns zwischen diesen Modi - auch Sitzen natürlich, wenn wir sprechen - hin und her bewegen
Weniger physische Distanz zwischen uns
Ich selber sitze nicht in konstanter Distanz zu dir, sondern auch Kontakt zwischen uns kann dazugehören - immer in einem Rahmen, der der Erforschung gilt. Das kann Tango sein (zB mit Tango-Embrace, oder NARM Touch.
Die Theorie dahinter: der Körper weiß oft mehr
Diese Art zu arbeiten entspricht mir persönlich zutiefst. Ich komme nicht zufällig aus dem Tango Argentino und der Tanztherapie.
Und theoretisch fußt es auf dem einfachen Gedanken, dass viele unserer Muster "im Nervensystem" gespeichert sind, und sich oft eher körperlich als sprachlich ausdrücken können. Das schließt auch direkte Berührung ein, wie in NARM Touch.
Andere Therapie-Ansätze mit Bewegung
Diese Art, Therapie neu zu denken, fasst inzwischen auch woanders Fuß: zum Beispiel in der "Somatischen IFS (Internal Family Systems") Theorie von Susan Connell. Ihr Ansatz ist meinem sehr ähnlich (nur dass ich nicht die IFS-Teile-Theorie und -Methode teile). Ihre Komponenten sind:
Somatische Wahrnehmung – Die Grundlage. Die Aufmerksamkeit von Moment zu Moment auf körperliche Empfindungen richten, dabei sowohl das Vorhandensein als auch das Fehlen von Empfindungen wahrnehmen. Teile offenbaren sich durch den Körper; die Wahrnehmung selbst beginnt zu heilen.
Bewusstes Atmen – Der Atem als Brücke zwischen Innen und Außen, zwischen Körper und Regulierung des Nervensystems. Das Bewusstsein für den Atem vertieft die somatische Wahrnehmung und bereitet den Boden für eine Beziehung.
Radikale Resonanz – Der Einstieg ins Beziehungsfeld. Der Therapeut nutzt seinen eigenen Körper, um sich auf den des Klienten einzustimmen – indem er Stimme, Mikrobewegungen, Muskeltonus und Gesichtsausdruck verfolgt. Etwa 70 % der Kommunikation sind nonverbal; diese Praxis richtet sich darauf aus.
Achtsame Bewegung – Auf spontane Bewegungen achten und gezielte Bewegungen nutzen, um Zugang zu Teilen zu erhalten oder diese zu verändern. Dazu gehören grundlegende Entwicklungsbewegungen (nachgeben, drücken, greifen) als Mittel, um Teile somatisch zu lokalisieren und mit ihnen zu arbeiten.
Einfühlsame Berührung – Die wirkungsvollste und ethisch umsichtigste Praxis. Berührung als direkter Kommunikationskanal zwischen Teilen und dem Selbst; erfordert alle vier vorangegangenen Praktiken als Grundlage.
Wenn dich diese Arbeitsweise interessiert, ruf mich einfach mal an unter 0163 877 8212, völlig unverbindlich, 20 Minuten



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