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Rotraut Rumbaum

Rotraut Rumbaum

Mindful Motion

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  • Mein Studio in Wiesbaden: Ein Raum, der mitarbeitet in Therapie und Coaching

    Aussen Innen Ich selbst hasse es, lange auf Stühlen zu sitzen. Das klingt vielleicht wie eine Kleinigkeit, hat aber einen Einfluss, der mein Studio durchaus prägt. Wer zu mir in die Praxis kommt, findet natürlich auf Wunsch Therapiestühle vor. Ansonsten sind bei mir Sitzsäcke, Sitzkissen, Felle und Matten, freie Fläche den Eindruck bestimment und bewusst gewählt. Auch eine Liege für NARM-Touch kommt zum Einsatz. Ein Bodenstuhl oder Sitzbänkchen sind auch vorhanden. Volle Flexibilität also. Meine NARM-Touch Liege Neugierig auf NARM-Touch? So besteht die Möglichkeit, sich jederzeit zu frei zu bewegen, umzulagern, zu stehen oder sogar zu liegen, wenn das gerade wichtig ist. Das ist ein Konzept zugunsten von Mikrobewegung und Körperbewusstsein, das sich über die Zeit bewährt hat. Was ist ein guter Raum für Therapie und Coaching? Ein guter Therapieraum in Wiesbaden ist für mich nicht einfach nur ein Zimmer mit angenehmer Atmosphäre. Er ist selbst ein Werkzeug. Äußere Reizarmut und Flexibilität lädt innere Fülle und Beweglichkeit ein. Wer gewohnt ist, sich anzupassen, ordentlich zu sitzen, "richtig" da zu sein, trägt diese Haltung auch in seinem Körper. Wenn der Raum austrahlt: Du darfst dich bewegen , darfst verschiedene Positionen einnehmen , darfst spüren , was sich gerade gut anfühlt, verändert das etwas. Zunächst vielleicht klein und unbewusst. Manchmal schneller, als man denkt. Aus dem eventuellen Stress, "wie möchte ich das hier eigentlich?" weicht meist der Wahrnehmung für die eigene Befindlichkeit und Gestaltungsfreiheit Das gilt für Therapie, Selbsterforschung oder Coaching gleichermaßen. Der Teil des Raums in dem man sitzen "darf" Bei mir in Wiesbaden ist die Stimming bewusst weniger funktional gehalten, mehr wie zu Hause, weniger "Ich bin Klient, du bist Therapeutin" und mehr menschliche Begegnung. Darum geht es doch, nicht um perfekte Professionalität, sondern um Präsenz! Was passiert eigentlich in meinem Studio in Wiesbaden? Wie eine Sitzung bei mir abläuft? Die ehrliche Antwort: ich weiß es vorher nicht genau. Das klingt irritierend, ist aber genau das, was ich meine, wenn ich von innerer Flexibilität spreche. Ich arbeite aus dem Moment heraus, aus dem, was sich zeigt. Meine Methoden (ja, die sind im Hintergrund!) oder Interventionen nutze ich spontan, sich aus dem Kontakt und der Situation ergebend. Für mich persönlich ein kreativer Prozess , der nie langweilig wird. Manchmal beginnt eine Stunde mit Gespräch, manchmal mit Bewegung, manchmal einfach mit Stille und der Frage, wie jemand gerade da ist, was sich innerlich in den Vordergrund schiebt. Das Herzstück meiner Arbeit ist die Verbindung zwischen innerem Erleben und äußerem Ausdruck. Das kann sehr subtil sein. Eine Änderung im Muskeltonus, des Blickkontaktes, der Atembewegung. Eine Bewegung, die im Inneren beginnt und sich über den Körper in den Raum hinein ausdehnt, als Wort, als körperliche Geste, als Tanz oder Lächeln. Bewusst oder unbewusst. Mindful Motion habe ich das genannt, weil es eben immer wieder genau darum geht: spontane oder bewusste Bewegung, die nicht einer vorgegebenen Ästhetik folgt, sondern dem authentischen Ausdruck im Hier und Jetzt. Bewegung, die gespürt, gesehen, erforscht und intergriert werden kann und Kontakt zu Ebenen herstellt, die kognitiv meist nicht zugänglich sind. Und dafür braucht es Raum. Ganz wörtlich! Wozu dient das "Raum-Geben" in der Therapie? "Raum geben" ist ein Begriff, der in therapeutischen Kontexten oft inflationär verwendet wird. Was ich darunter verstehe, ist konkreter: Es geht darum, nichts über jemanden zu stülpen. Es ist eine Kunst dem Nicht-Wissen zu folgen. Sich damit wohlzufühlen, nicht zu wissen, wohin eine Sitzung sich entwicklen wird und dabei mit offenem Herzen, präsent und aufmerksam der Neugier zu folgen. Das öffnet einen inneren Raum. Das Bild, das mir am nächsten kommt, ist das eines weißen Blattes Papier, auf dem komplett Platz ist für das, was auftauchen und sich zeigen möchte. Auf einem bereits beschriebenem Blatt würde ja nichts mehr Platz haben. Und genau diesen offenen inneren Zustand versuche ich einzuladen, sowohl in meiner eigenen Haltung als auch im physischen Raum selbst. In meiner Praxis in Wiesbaden bedeutet das also: Die Stunde entwickelt sich. Sie folgt dem, was spürbar wird und sich entwickelt. Ich möchte aus meiner Vergangenheit als Tango Argentino-Lehrerin einen Vergleich dazu bringen: Im Tango Argentino ist Improvisation nicht das Gegenteil von Struktur, sondern ihr Ergebnis. Wer die Grundlagen wirklich im Körper hat, wer Achse, Gewicht, Timing nicht mehr denken muss, dem wird die Technik zur zweiten Natur, und genau dann entsteht Freiheit. Nicht trotz der Methode, sondern durch sie. Genauso arbeite ich: Die Methoden sind im Hintergrund, sie tragen, ohne zu führen. Was sich in einer Sitzung zeigt, kann sich entfalten, weil der Rahmen trägt. Innere und äußere Bewegung: Was gehört zusammen? In der körperorientierten Therapie zeigt sich immer wieder, wie äußere Unbeweglichkeit und innere Starrheit oft miteinander verbunden sind. Wer seit Jahren nicht mehr weiß, was er braucht, sitzt oft buchstäblich sehr still oder unbeweglich und sucht oft nach dem was in der Situation angemessen und erwünscht ist. Auch eine wichtige Fähigkeit - aber oft nicht aus freier Wahl sondern unbewusst auf Autopilot. Also anstatt sich selbst zu spüren ernst zu nehmen. Das Gegenteil ist genauso wahr. Wenn der Körper anfängt, sich frei zu bewegen, lockerer, neugieriger, tastendes Erkunden statt gewohnter Automatismen, öffnet sich oft auch innerlich etwas. Ich erlebe das in meiner Arbeit mit Tango, mit Authentic Movement und in der NARM-Therapie: der Körper merkt, dass er eigentlich mehr Möglichkeiten hat, als was das Nervensystem in Stresssituationen abruft oder aus Gewohnheit tut. Mein Studio in Wiesbaden ist also genau so gestaltet, dass dieser Prozess stattfinden kann. Hohe Decken, freier Boden, Sitzsäcke, Meditattionskissen, und Felle statt Stühle - und Medien, die kreative Selbsterforschungsprozesse unterstützen wie diverse Kuscheltiere, Bälle, Decken, Seile, Papier und Stifte, etc. Für wen ist meine Praxis in Wiesbaden geeignet? Mein Studio ist ein Ort für Menschen, die spüren, dass sie mit Reden und kognitivem Verstehen allein nicht weiterkommen. Die etwas verändern möchten, das tiefer geht als eine rein äussere Verhaltensänderung. Paare, die sich lieben und trotzdem aneinander vorbeileben oder im Konflikt steckenbleiben. Wenn du mehr Kontakt zu dir selbst suchst. Menschen, die Bewegung, Körperwahrnehmung und dialogisches therapeutisches Arbeiten als ein sich ergänzendes Ganzes erleben wollen. Die Praxis liegt in Wiesbaden und ist gut erreichbar, auch aus dem Rhein-Main-Gebiet, Frankfurt und dem Rheingau. Terminvereinbarungen sind unter info@rotraut-rumbaum.de  oder 0163 877 8212 möglich. Ein paar KI-Bilder von "Therapieraum" - for Fun Ich hatte mal mit KI versucht, einen "typischen Therapie-Raum" zu generieren. Beide gefielen mir nicht so richtig gut :-) FAQ – häufige Fragen zu meinem Studio in Wiesbaden Wie ist das Studio ausgestattet? Das Studio ist für körperorientierte Einzel- und Paartherapie eingerichtet, mit freiem Boden für Bewegung. Man kann wählen zwischen Sitzsäcken (ist ja nicht für jede/n) möglich und Stühlen. Nur das klassische Paar-Sofa habe ich nicht! Kann ich das Studio auch für Einzeltherapie nutzen? Ja. Das Studio eignet sich sowohl für Einzelsitzungen (NARM, Authentic Movement, Coaching, Yoga, Meditation etc) als auch für Paartherapie und kleine Gruppenformate. Wie unterscheidet sich körperorientierte Therapie in Wiesbaden von klassischer Gesprächstherapie? Der Unterschied liegt weniger in der Intensität als in der Arbeitsweise. Körperorientierte Therapie bezieht ein, was im Körper zum Ausdruck kommt, wie jemand atmet, wie er sitzt, sich bewegt, was sich im Körpererleben auftaucht, wenn ein bestimmtes Thema oder bestimmte Gefühle aktiviert werden. Das ergänzt das Gespräch und führt oft schneller zu dem, worum es in der Tiefe wirklich geht. Biete ich auch Online-Sitzungen an? Bestimmte Formate (NARM-Gespräche, Coaching) sind online möglich. Körperarbeit, Tango, AUTHENTIC Movement, NARM Touch und Klang finden ausschließlich in Präsenz statt.

  • Tango: Empfindest du als Mann Scham, aus dem Becken zu führen?

    (Ein wiederveröffentlichter Beitrag von 2020) Hintergrund: Ich arbeite in Wiesbaden auch als "Tango Coach" - das heißt ich unterrichte nicht mehr klassischen Tango mit Figuren. Sondern ich schaue auf " the inner game of Tango" - was geht eigentlich seelisch und emotional vor, was bremst oder fördert. Einfache Elemente, die keine Tango-Erfahrung voraussetzen (wie Gehen) können wir auch in Therapie oder Coaching einsetzen. Der Körper sagt oft mehr! Bin ich zu viel als Mann mit meiner Energie? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango Coaching " Darf ich das denn? Ich merke, dass ich befürchte, mit meiner Kraft und männlichen Energie zu viel zu sein ." Tango. Wir gehen in Umarmung den Rhythmus. Er geht vorwärts, ich rückwärts. Sonst nichts. Sonst nichts? Oberflächlich betrachtet könnte man denken: ist doch easy... zumindest für Tangotänzer. Wie einfaches Gehen neue Erfahrungen ermöglicht Taucht man allerdings tiefer ein und beginnt damit, sich bewusst wahrzunehmen, eröffnen sich schon durch einfaches Gehen neue Erfahrungen und damit auch neue Möglichkeiten. Für Ben, einen souverän auftretenden und erfolgreichen Mann, der im Kontakt mit Frauen nicht schüchtern ist, ist dies wider Erwarten ein wichtiges Erlebnis. Er hatte gerade lange und intensiv geübt, aus der Körpermitte zu gehen und den Raum von dort aus einzunehmen. Also sich seines Beckens bewusst den Raum zu erobern, als wäre sein Becken der Motor. Er war sehr ambitioniert, leidenschaftlich und voll bei der Sache. Das langsame Gehen mit der Energie aus dem Becken, und sich selbst so ungewohnt differenziert zu spüren, tat ihm offensichtlich gut. Er wollte gar nicht mehr aufhören und war offenbar auch auf einer inneren Entdeckungsreise. Er wirkte kraftvoll, stabil, männlich selbstbewusst, und sehr konzentriert. Dann ermunterte ich ihn, das nun in den gemeinsamen Tanz einzubringen und weiter zu festigen. Warum männliche Energie nicht unbedingt Sexualität sein muss Währenddessen blieb er dann plötzlich stehen, sah mich an und fragte " Ist das nicht zu viel? So aus dem Becken auf Dich zu zu gehen? Ich dachte immer ich bin zu viel damit... Ich will ja nicht aufdringlich sein oder missverstanden werden.“ Er wirkte innerlich berührt und sehr bewegt. Diese unbewusste Gleichsetzung von männlicher Energie mit sexuellem Verhalten - oder zumindest sexueller Intention - habe ich schon öfter erlebt. Manchmal haben Männer keine innere Differenzierung zwischen männlicher Präsenz und Sexualität. Dann ist Beckenenergie gleichgesetzt mit sexueller Absicht. Nicht wenige Männer "verschwinden" auf die eine oder andere Weise aus ihrer Körpermitte, um nicht falsch verstanden zu werden. Sie fürchten sich im Tango vor ihrer eigenen Beckenpower. Oft tun sie das unbewusst. Dies kann aus der irgendwann im Leben erlebten Scham entstehen, mit der eigenen männlichen Lebenskraft als schmutzig oder unerwünscht zu gelten. Sie müssen sich ihr Becken in gewisser Weise erst wieder zurückerobern und neues männliches Selbstbewusstsein entwickeln. Wie Führen aus der Körpermitte der Frau Orientierung und Sicherheit gibt Ich versicherte Ben, das sich seine Präsenz aus der Körpermitte gut anfühlte, mir Orientierung und Sicherheit vermittelte. Als er auf diese Weise spürbarer wurde, hatte ich es in der Rolle als Folgende leichter. Alles wurde freier und entspannter, Führungsimpulse wurden eindeutiger und konnten sich auf das minimal Notwendige reduzieren. Gleichzeitig wurde die Umarmung entspannter, weil sie keine kompensatorische "Extraführung" mehr enthielt. Und vor allem: ich spürte IHN! Unser Kontakt war nicht mehr überlagert vom "Machen". Er war mehr präsent und damit in der Begegnung spürbarer. Schön! Warum männliche Präsenz im Tango wegführt von Scham zu besserem Führen (im Leben auch!) In den folgenden Wochen strahlte er mich beim Tanzen zwischendurch oft mal an mit der Bemerkung : “ Ich spüre plötzlich viel mehr von Dir! Und was Du machst! Das ist wunderbar. Dafür tanzt man ja...“ Ja, wenn man sich selber mehr spürt und wirklich anwesend ist, kann man auch den anderen mehr spüren. Körperlich feinsinniger und präsenter zu werden, hat Auswirkungen in beide Richtungen. Wenn sich Männlichkeit mit Empfindsamkeit für die eigene verdrängte Scham verbindet, entsteht Berührung. Zunächst "seelische Selbstberührung". Und dadurch kann auch die Partnerin sowohl in ihrer Körperlichkeit, als auch ihrem Wesen stärker erlebt werden. Frauen fühlen sich dadurch eher gespürt, angenommen und eins mit dem Partner. Ich kenne kaum eine Frau, die sich nicht danach sehnt. Führung aus männlicher Präsenz heraus macht beide glücklich und das gemeinsame Tanzen leicht. "Unsere Geschichte": Wie ein empfindsamer Ben sich öffnete Als er vor ein paar Jahren das erste Mal zu mir kam, habe ich danach ziemlich tief durchatmen und mir Mut machen müssen. Seine coole Schlagfertigkeit, der stechend herausfordernde Blick im angespannten Gesicht mit leicht hochgerecktem Kinn machte mir als Hochsensibelchen zu schaffen. Was mir half, waren meine feinen Antennen für das empfindsame Wesen, das sich dahinter versteckte. Wir befassten uns nicht nur mit Tango. Er erzählte jedesmal private Gedanken und Gefühle von sich, und ich griff manchmal spontan im Fluss seiner Bemerkungen Dinge auf, die mir wichtig erschienen. Mit einfachen tanztherapeutischen Elementen und mit kurzen Einheiten Authentic Movement konnte er noch einen anderen, tieferen Einblick in seine aktuelle Seelenlandschaft gewinnen. Auch in die Bereiche, die jenseits von Worten lagen. Ich war nicht erstaunt zu sehen, wie sehr er sich nach seiner eigenen Weichheit, auch in der Begegnung mit anderen sehnte. Ich erlebte mit der Zeit immer öfter seine einfühlsame Seite, die sich berühren ließ. Seine Gesichtszüge und sein Blick entspannten sich mit mehr Übung. Seine Selbst-Wahrnehmung hatte sich verbessert und er übte das Herunterfahren der gezeigten Wehrhaftigkeit, wann immer er im Alltag daran dachte. All das floss dann natürlich wiederum in den Tango mit ein, konnte in der Begegnung mit mir bewusster werden und bekam direkte Unterstützung. Diese Mischung von Gespräch, tanztherapeutischen Elementen, und Tango haben wir bis heute beibehalten. Wir haben für ihn auch Solo-Gongsessions eingeführt. Dies fördert das Erleben von Einheit, die Integration des Gelernten und tiefe Regeneration. Psychotherapie und Coaching - auch mit Tango Argentino - in Wiesbaden Ich biete Psychotherapie auf der Basis von NARM, erweitert mit Bewegungs-Elementen wie Tango Argentino und Authentic Movement, in meinem schönen Studio in Wiesbaden an. Wenn Dich solche Tango-Themen interessieren: weitere Einblick in die spannende Vielfalt meiner Arbeit erfährst Du in kommenden Blogeinträgen. Kommentare und Fragen sind willkommen! Schreib mir dazu einfach an mail@rotraut-rumbaum.de Ich grüße Dich herzlich! Rotraut

  • About Rotraut Rumbaum: Mehr über mich, meinen Weg, meine Arbeit. Von Selbsterfahrung über Tango Argentino zu Traumatherapie

    Rotraut Rumbaum "Ich glaube um uns in Richtung umfassender Gesundheit und einem erfüllteren Leben zu entwickeln, brauchen wir unabdingbar inneren Kontakt zu unserem Körper, vertiefte Spürfähigkeit, verkörpertes Bewusstsein, sowie adäquate zwischenmenschliche Resonanz. Wir Menschen sind körperliche Beziehungswesen. Wir brauchen einander, um uns selbst gut zu spüren, uns verbunden zu fühlen und uns weiter zu entwickeln." In meinen 20ern war ich in einer sehr kreativen Lebensphase mit intuitivem Schreiben, kreativem Malen, Fotografieren, Schneidern und Tanzen unterschiedlicher Art. Menschliche Körper und Gesichter habe ich am liebsten fotografiert. Meistens sehr experimentell. Ich hatte auch einmal eine selbst organisierte Ausstellung mit Vernissage in Berlin mit meinem Frauen-Körper-Sprache Projekt. Hier ein Beispiel: S/W Selbstporträt Rotraut Rumbaum mit Mitte 20 Für ein Off-Theater Ensemble in Berlin war ich für Design und Herstellung der Kostüme, sowie für die fotografische Dokumentation verantwortlich. Einiges von dem, was sich heute noch in meinem Schrank verbirgt , habe ich damals geschneidert. Leider komme ich aber in den letzten 20 Jahren nicht mehr so oft dazu, dieser sinnlich-kreativen Stoff-, Form- und Farbenlust nachzugehen. Am liebsten mit Musik! Ich finde Handarbeit sehr meditativ, in dem Sinn, dass sie vollste Versenkung ermöglicht und auch oft erfordert. Ein falscher Schnitt, und das Stück ist runiniert... All diese Dinge entstanden einfach so und wollten sozusagen aus mir heraus. Gelernt habe ich das durch einfach machen und ausprobieren. Es ging mir schon damals nicht um Perfektion oder ein bestimmtes Ziel, sondern um Authentizität und den schöpferischenProzess selbst. Aus Fehlern entstanden die oft die tollstebn Dinge. Es waren Jahre der Selbstexploration, Selbsterfahrung, kreativem Schaffen - und unbewusster Vergangenheitsbewältigung. In all dem fühlte ich mich ganz in meinem Element. Studium und Selbsterfahrung Nach 3 Semestern Psychologie war mir das Studium sehr schnell viel zu theoretisch. Mich hat real Menschliches interessiert, daher habe ich es ( aus heutiger Sicht leider) nicht weitergeführt. Stattdessen habe ich über mehrere Jahre viele Selbsterfahrungsworkshops besucht und mich sozusagen in die Beschäftigung mit der menschlichen Seele hineingestürzt. Ganz voran natürlich in meine eigene. Das war wichtig für meine Entwicklung und so lernte ich die dunklen Kellerräume meiner Vergangenheit und meines Unbewusstes kennen. Das war und ist spannend, wenn auch nicht immer angenehm. Ich bin später, wie Du siehst, beruflich wieder zur Psychologie zurückgekommen in Form des Heilpraktiker für Psychotherapie und der tänzerischen, bewusstseins-, beziehungs- und körperorientierten Therapie. Früher fiel es mir schwer, beruflich zwischen einer kreativen, tänzerischen oder psychotherapeutischen Ausrichtung zu entscheiden. Damals hatte ich noch nie von Tanztherapie gehört. Irgendwann fand ich meinen ganz eigenen Weg, beides zu verbinden. Und das ist wunderbar. Tango Argentino als Beruf Ricardo & Rotraut Tango Argentino in Buenos Aires 2003, Foto Carlos Vizotto In der Zwischenzeit "fand mich der Tango". Von Anfang an war das eine große Liebe - die Kombination von Improvisation und Struktur, Körper, Bewegung, tänzerischem Ausdruck, Mann und Frau, männlich und weiblich, Bedingtheit und Einheit von Gegensätzen, nonverbaler Beziehungserfahrung, Musik - die ich heute noch in meiner Arbeit verwirkliche. Inzwischen seltener als entwicklungsorientiertem Tango-Coach und immer mehr in Form meiner Tango-NARM- Synthese, die ich gerne aufgrund der transformativen Kraft Tango Phoenix nenne. Über 11 Jahre lang arbeitete ich hauptberuflich mit meinem Tanzpartner als Tango Argentino Profi. Das beinhaltet Lehrtätigkeit, Shows, Auftritte, und Tango-Reisen in Deutschland und Europa. Es gibt sogar Tango-Lehr-Videos, die ich zusammen mit Ricardo in Buenos Aires gedreht habe - 5 Videos, die in 14 Sprachen veröffentlich wurden. Ich assistierte ihm als Producer zwischenzeitlich auch drei Monate lang in Buenos Aires bei der Neuaufnahme seiner Tango Oper "Orestes", Ein paar Jahre unterrichtete ich alleine, bevor ich mich mehr als Tangocoach mit dem Fokus persönlicher Entwicklungsprozesse im und durch Tango, Tanztherapeutin, Paarcoach und später auch Gongspielerin etablierte. Tango - auch im Gefängnis Ricardo & Rotraut Tango Argentino, Buenos Aires 2003, Foto Carlos Vizotto Ich habe in dieser Tango-Zeit seit 2002 viel Erfahrung gesammelt in der Arbeit mit Gruppen, Paaren, Einzelnen, mit Menschen verschiedener Altersgruppen und persönlicher wie beruflicher Hintergründe und ihren vielfältigen Eigenarten. 2013/14 arbeitete ich als Tanztherapeutin mit Tango Argentino in einem Projekt mit jugendlichen Straftätern in der Jugendstrafanstalt Rockenberg. Ich erlebte die therapeutische Wirkung von Tango auf junge Männer mit sozialen Auffälligkeiten und schweren Vergehen. Für mich war das eine sehr herausfordernde, erstaunlich fruchtbare und bereichernde Aufgabe! Von Tango zu Tanztherapie und Psychotherapie In der Arbeit mit Tango erfuhr ich so oft ganz praktisch die Verbindung zwischen Tanz, dem Entstehen von mehr Bewusstsein über sich selbst, persönlicher wie partnerschaftlicher Entwicklung, dass mich letztlich scheinbar wie von selbst "die Tanztherapie fand" - in Form einer Tangoschülerin, die mir von ihrer Tanztherapieausbildung erzählte. Rotraut Rumbaum, Buenos Aires 2003, Foto Carlos Vizotto Ich hatte von der Art wie sich ein Paar aufeinander einstimmt, wie sich die Partner miteinander bewegen und tänzerisch verstehen und wie jeder für sich selbst steht, immer auch einen Eindruck ihrer Beziehungsdynamik. Mir war klar, dass ich vom Wesen her eigentlich eine Psychotherapeutin war (mein ursprüngliches Studieninteresse) und ich sehnte mich danach, beides zu verbinden. Endlich konnte ich nun auch im Tango ganz offiziell sozusagen näher an das Seelische - den Menschen, der da tanzte, heranrücken. Eine Fähigkeit, die meine Art zu unterrichten sowieso schon lange geprägt hatte. Ich bin heute Mitglied des Berufsverbandes der TanztherapeutInnen Deutschlands BTD. In meiner Tanztherapeutischen Abschlussarbeit befasste ich mich mit der Wirkung von Tango und Tanztherapie auf partnerschaftliche Entwicklung. Begleitend absolvierte ich die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie, um freiberuflich als Tanztherapeutin arbeiten zu dürfen. (Du ahnst es... ja genau, spätestens zu diesem Zeitpunkt ärgerte ich mich, das ich das Studium geschmissen hatte. Dann hätte ich den schließlich nicht gebraucht und es auch in anderer Hinsicht einfacher gehabt. Aber es war wie es war... In meiner jugendlichen Leichtfertigkeit habe ich nie an Später, Geld oder Karriere gedacht.) Authentic Movement als Meditation Rotraut Rumbaum, Authentic Movement in eigener Praxis In meiner Tanztherapieausbildung war es Liebe auf den ersten Move. Ich war angekommen. Das war meins. Authentic Movement ist eine sowohl spirituelle als auch tiefenpsychologische geprägte Ausrichtung in der Tanztherapie - eine körperlich-bewegte Bewusstseinspraxis in einem Beziehungsrahmen mit einem äusseren "Zeugen". Gesehen werden und menschliche Resonanz, bezeugt haben spielen hier eine stille, doch tiefe Bedeutung. Authentic Movement (nach Janet Adler !) ist vereinfacht gesagt eine Form der bewegten Meditation - im Beziehungkontext. Ich habe hierfür eine Weiterbildung bei Anke Teigeler (nach Janet Adler) gemacht und selber viel praktiziert. Die innere Haltung und Präsenz, die Erfahrungen, die ich darin gemacht habe, prägen meine gesamte Arbeit und kommen mir heute als NARM Therapeutin außerordentlich zugute. ​Paartherapie & Life Art Prozess Rotraut & Ricardo, 2003 Buenos Aires, Foto Carlos Vizotto Aufgrund meines Interesses an partnerschaftlichen Themen, Prozessen und meinen Erfahrungen mit Paaren im Tango Argentino bildete ich mich in spiritueller Paartherapie an der Uta Akademie weiter. Meine kreativen Neigungen in der Kombination mit Tanz und Tanztherapie führten mich zur Weiterbildung in Life Art Process nach Anna Halprin, bei Ursula Schorn. Bindung (Attachment) und Bindungsverletzungen SATe Meine beruflichen Erfahrungen in Tanz und Psychotherapie, aber auch mein persönlicher Hintergrund führten mich zur Weiterbildung Somatic Attachment Training experience (SATe) - Therapeutische Arbeit bei frühen Bindungsverletzungen mit den Folgen unterschiedlicher, nicht sicherer Bindungsstile bei Elisabeth Schneider-Kaiser. Entwicklungstrauma - Fortbildungen SEI und NARM Ich bildete mich online weiter in somatischer emotionaler Integration ( SEI) Teil 1 und 2 bei Dami Charf. SEI ist eine körper- und bindungsorientierte therapeutische Arbeit bei den Folgen früher Kindheitswunden (Entwicklungstrauma). Der wirkliche Game Changer beruflich und auch persönlich kam dann durch meine NARM Ausbildung (Practitioner, Masterpractitioner, NARM Touch) und den anschliessenden thematischen Weiterbildungen für NARM Therapeuten wie Geschlecht und Sexualität, NARM in Paardynamiken. Dieses Jahr freue ich mich bereits auf die nächste bei Lawrence Heller persönlich zum Thema "Wer wir wirklich sind - jenseits von Scham und Selbstablehnung". NARM wurde sehr schnell zum Herzstück meiner Arbeit, wie ein roter Faden, der alles bisherige verband und im Kern zusammenhält. Ich fühle mich seither irgendwie angekommen, und am richtigen Platz. Das NARM Verständnis und die innere Haltung, die damit verknüpft ist, entspricht mir zutiefst. Plötzlich habe ich eine Sprache gefunden für das, was mich in meiner ARbeit immer besonders bewegt, berührt und interessiert hat. Meine inneres Wesen mit seinen ganz spezifischen Fähigkeiten finden hier seinen professionellen Ausdruck. So empfinde ich das. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie tiefgreifend frühe Kindheitsprägungen sind, wie traumatisierend sie sein können und unbewusst das ganze Leben mehr bestimmen, als für uns gut ist. Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, für andere auf heilsame Weise wahrhaftig und präsent da zu sein. Auch in mir selbst kommt dadurch etwas zur Ruhe und in Frieden. Diese Arbeit gibt mir auf dem Hintergrund meiner eigenen Kindheitserfahrungen tiefen Sinn. Und anderen eine Chance, unterstützt und begleitet zu werden, auf eine Weise, die ich mir selbst schon viel früher gewünscht hätte. Gong und Sound Meditation Über intensive Erfahrungen in Atemarbeit nach Giten Tonkov, Stanislaf Grof und Lichtatmung Berlin kam ich indirekt und "zufällig" zum Retreat "Intensive Gong and Sound Therapy Training" bei Tone of Life. Ich bin keine Musikerin. Aber ich liebe Klänge und Musik und in Polen begeisterte mich auf der Stelle der Klang, sowie die seelische als auch physische Wirkung des mystischen, mich in die Unendlichkeit des Universum katapultierenden Klangs der Gongs. Rotraut Rumbaum am Gong Um das zu professionalisieren, stürzte ich mich dann in eine Ausbildung in meditativem Gongspiel bei Richard Sant Subagh. Er unterrichtet eine meditative Art des Gongspiels - also nicht das oft zu erlebende Gong-Donnerwetter, das sich eher als Lärm anfühlt, sondern eine tief das Unbewusste ansprechende, sehr kontrollierte sich langsam immer mehr aufbauende und durchtragende Spielart. Seit dem habe ich zusätzlich noch weitere obertonreiche Instrumente angeschafft, gebe mit Begeisterung Klangreisen und Gongmeditationen, arbeite mit erweitertem Bewusstein durch Klang oder Bewegung und intergriere Klang manchmal spontan auch in anderen Settings. Diese Erweiterung meines Tätigkeitsfeldes macht mir grosse Freude und ist Meditation auch für mich. Ich gebe folgende regelmässige Veranstaltungen mit Klang: Afterwork Soundhealing (jeden 4. Donnerstag im Monat) mit Tanz und Klang DEEP LETTING GO! (alle 2-3 Monate), ein umfassendes 5stündiges Format mit TRE, KAkaozeremonie und Herzmeditation, Tanz, einer langen intensiven Klangreise und Sharingcircle Infos zu Wirkungen von obertonreichem Klang findest du hier auf meiner SOUND Medicine Seite: https://www.rotraut-rumbaum.de/sound-klangreise-klangmeditation-musiktherapie-wiesbaden Erweiterte Bewusstseinszustände und "Plant Medicines" Wieder durch einen Zufall machte ich vor ein paar Jahren äußerst tiefe (legale!) Erfahrungen mit "plant medicine" - Pflanzen, die psychoaktive / therapeutische Wirkung haben, intensiv beforscht werden, und früher oder später mit grosser Wahrscheinlichkeit wohl zumindest teilweise für therapeutischen Einsatz wieder legalen Status haben werden. Fliegenpilz im WAld Da ich darin großes Potential sehe, und solche Prozesse gerne durch die wichtige und oft vernachlässigte Integration hinterher unterstützen würde (wenn auch nicht als Anbieterin solcher Substanzen), nahm ich an einer Weiterbildung in diesem Gebiet bei der Mind Foundation teil mit dem Titel: Beyond Experience - Integration psychedelischer Erfahrungen. Aber psychedelische Substanzen sind ja nur ein Weg zu erweitertem Bewusstsein. Es gibt viele andere , wie holotropes Atmen, Meditation, Authentic Movement, Tanz, Klang & Musik, intensiver Sport oder Sex. Ich biete Integration von Erfahrungen mit erweiterten Bewusstseinszuständen mit einer Mischung aus Bewegen, Tanz, Klang, eventuell Schreiben, Malen - und natürlich Gespräch an.  Das bezieht sich nicht unbedingt auf Erfahrungen mit psychoaktiven Substanzen, auch wenn hier möglicherweise durch die "psychedelische Renaissance" der größte Bedarf an Integration besteht.

  • Tango in der Jugendstrafanstalt - ein spannendes Experiment

    Ja genau, mal ein eher ungewöhnlicher Kontext für Tango Argentino! Auch "harte Jungs" können Zugang zu Tango Argentino finden. Ich hab´s erlebt in meinem tanztherapeutischen Projekt in der Jungendstrafanstalt Rockenberg. Durch eine Einladung eines langjährigen Tangoschülers von mir, der Chef der Anstalt wurde, bekam ich als Tanztherapeutin die Chance, mit einer kleinen Gruppe junger Männer im Alter von ca. 16-18 mit schweren Vergehen über einen Zeitraum von 9 Monaten einmal wöchentlich zu "arbeiten". https://justizvollzug.hessen.de/jva-rockenberg Harte Jungs und eine Frau Die einzige Frau in dieser Gruppe von hormonell stark herausgeforderten jungen Männern war ich. Und ich sah ja nicht so ganz schlecht aus: schlank, lange Haare, damals ca 40 Jahre alt. Wie ging denn das? Es ging! Sie sprangen erstens auf meine eigene Begeisterung und Lebendigkeit bezüglich Tanz an und zweitens: ich glaube sie erlebten mich als authentisch und glaubwürdig. Ich war ehrlich interessiert an ihnen und offenherzig neugierig. Sie respektierten mich - ich glaube, weil ich ihnen auf Augenhöhe begegnete, und sie spüren ließ, dass ich sie respektierte und keine Angst vor ihnen hatte. Die hatte ich auch nicht. Erstens war ich ja faktisch durch das System des Gefängnis geschützt. Klar, ich musste mich erstmal zurechtfinden - sie gehörten ja nicht zu meiner typischen Schülergruppe von achtbaren Mittelschichtlern. Geht das überhaupt? Kriminelle Jugendliche und Tango? Ja, es geht. Es ging ja auch während der Anfangszeit des Tango Argentino. Die ursprünglichen Tänzer waren ja keine Dandys oder Edelleute. Es waren ursprünglich Sklaven und Überlebenskünstler in harten Zeiten. Der Tanz gab ihnen ein Gefühl von Freiheit. Tango selbst ist DAS Symbol für Freiheit. Männer tanzen mit Männern Wie im Jugendknast tanzten sie aus Frauenmangel früher auch meistens miteinander. Und heute, wo Queertango eine riesige Szene geworden ist, ist das auf moderne Weise fast schon selbstverständlich geworden. Was früher und im Knast aus einer Mangelsituation entstand ist inzwischen eine bewusst gewählte Freiheit geworden. Aber das nur nebenbei... Zwangsweise, um Tango zu lernen, mussten die Jungs sich also bereit erklären, mit anderen Jungs zu üben. Das war nicht einfach! Und brachte natürlich eine ganze Reihe von inneren Problemen mit sich .. Scham, Peinlichkeit, Berührung - ein großer Punkt... das war natürlich voll schwul. Es war also ein Weg. Ich war geduldig. Und beharrlich. Irgendwann war der heimliche Wunsch zu tanzen, neue Erfahrungen zu machen und in der Tristesse des Alltags mal was anderes zu erleben stärker. Sie gewöhnten sich an das Anfassen und tanzten in Übungshaltung. Raus aus dem eigenen inneren Gefängnis Ich machte zunächst immer freie Sachen mit ihnen - tanztherapeutisch - dann Tango. Trotz aller Widerstände merkte ich, wie es ihnen eigentlich gut tat und Freude machte. Es versetzte innere Grenzen, rüttelte am innerern Gefängnis. Sie erlebten für Momente "Flow States", in denen sie vergaßen, dass sie sich doch eigentlich schämten und auch kurzzeitig vergaßen, dass sie in der Strafanstalt waren. Vom Gestalten und der inneren Freiheit Tanzen bedeutet etwas von innen nach außen bringen, vom inneren Erleben in den Ausdruck, vom Denken ins Spüren und in die Lebendigkeit kommen. von der Sehnsucht ins konkrete Gestalten und Bewegen. Die Jungs konnten auf diese Weise und in diesen Stunden etwas verwirklichen, was ihnen ausserhalb dieser Mauern verwehrt blieb. Von der Begegnung über Verbindung zur Einheit Tango lebt von Kooperation und Kommunikation, von der Fähigkeit, sich miteinander zu verbinden und eine Einheit zu bilden. Im Knast ein wunderbarer Gegenpol zu Erfahrungen von Destruktivität, Gewalt, Missbrauch und Isolation. Es hebelte für Momente ungesunde Selbstbilder und Glaubensätze aus, die ihr Leben geprägt hatten. Es machte für mich ihre Sehnsucht dahinter spürbar, dazuzugehören, gewollt zu sein, unterstützt zu werden, eine Chance zu bekommen und Ihr Bestes zu geben. Im Schutz des Tanzes war diese Erfahrung von Akzeptanz und wirklichem Miteinander möglich - trotz aller Hemmungen, Ängste und Widerstände. In selbstvergessenen Momenten des immer öfter gelingenden Tanzes strahlten sie Freude aus und waren aufgehoben im Sein. Ganz jetzt, verbunden, frei.

  • Afterwork Soundhealing Do 26.2. – Reise zu dir mit Tanz und Klang 18:30–21:00 Wiesbaden. Jeden 4. Donnerstag im Monat!

    Grosser Gong bei Klangreisen von Rotraut Rumbaum Mindful Motion Tanz, Entspannung und Zeit für dich – finde tiefe Ruhe und Inspiration in einer wohltuenden, zentrierenden Klangreise. Mit ANMELDUNG ! (Alles Praktische hier ) Klänge unterstützen dich dabei, Stress abzubauen, inneren Ballast loszulassen, tiefe Entspannung zu erfahren, oder in besondere Bewusstseinszustände einzutauchen. Sie helfen dir, dich mit deinem Innersten zu verbinden und den Alltag hinter dir zu lassen. Mein großer Gong aus der "Tone Of Life" Herstellung entfaltet harmonische Klänge über alle Frequenzbereiche - vielfältige, intensive und sanfte. Mit meiner meditativen und an die Gruppe angepassten meditativ - improvisierten Spielweise lermögliche ich dir, dich Stück für Stück tiefer den Klänge hinzugeben. Der Geist wird ruhig. Der Körper regeneriert. Was bleibt ist Klang, Resonanz, reines SEIN in der Erfahrung von Zeit- und Raumlosigkeit. "Der Klang ist die Welt" (Joachim Ernst Berend, früher ein Lieblingsautor von mir). Die Klangreise entwickle ich nach und nach mit verschiedenen obertonreichen Instrumenten wie Schamanentrommel, Oceandrum, Klangschalen, hinführend zum Höhepunkt mit dem grossen Gong und abschliessend mit der Körpertambura und Koshi. Sie tragen und ergänzen den Gong ganz wunderbar. Sie setzen zusätzliche Impulse, die meist als sehr persönlich und nah erlebt werden. “ If you play the Gong you play the universe. “ (Richard Sant Subagh, Gongspiel, Ausbilder, Kundalini Yoga Lehrer) Es klingt vielleicht etwas mystisch, aber die Klänge wirken tatsächlich vielfältig und heilsam auf Körper, Geist und Seele. Sie können Zugang geben zu frühen Erinnerungen. Spannungen im Körper und Emotionen befreien. Traumzustände und Visionen erzeugen. Ein wohltuendes Gefühl von Loslassen und Leichtigkeit erzeugen. Erlösende Tränen als Spannungsabbau gab es auch schon. Man kann es nicht genau vorhersagen - es ist jedes Mal anders, aber immer eine sehr individuelle, auch sehr spannende und überraschende Erlebniswelt. Jede Zelle deines Körpers reagiert darauf und schwingt mt - ob du es merkst oder nicht. Rotraut Rumbaum beim Affterwork Soundhealing Nebenher: auch therapeutisch und für Einzelsessions ist der Einsatz meines großen Gongs und der Körpertambura (auf dem Körper gespielt) von Deutz wunderbar geeignet und sehr empfehlenswert! Klangerlebnisse können dann auch anschliessend im persönlichen Lebenszusammenhang betrachtet und individuell weiterbearbeitet werden (bei Interesse sprich mich darauf an). Das fördert heilsame Entwicklung durch bewusste Integration der Erfahrung im persönlichen Lebenskontext. Klänge wie die des Gongs werden schon immer genutzt, um Entspannung, Zentrierung und innere Ruhe zu fördern, oder um Zugang zu mystischen oder spirituellen Zuständen zu erleichtern. EEGs zeigen heute, dass durch solchen Klang die Gehirnwellen verändert und die Gehirnhälften synchronisiert werden. Das folgende EEG zeigt die Reaktion auf einen großen Gong, der in dieser Meditation seine Wirkung entfaltet - siehe 2. Bild: völlig beruhigt. Brain Scan vor Gong Alexandre Tannous Brain Scan nach Gong von Alexandre Tannous (Mit freundlicher Erlaubnis von Alessandre Tannoux, www.sound-meditation.com) Zum Praktischen Ablauf Nach einer kurzen Einführung bewegst du dich frei, um deinen Körper vorzubereiten, durchlässiger werden zu lassen und dich richtig gut zu spüren. So schaffst du dir einen hilfreichen Übergang aus deiner Alltagsaktivität und Deiner Aussenwahrnehmung in deine innere Welt und einen kraftvollen Einstieg in deine Klangreise. Anschließend legst Du Dich entspannt hin und überlässt dich deiner Erfahrung - sei am besten einfach erwartungsfrei offen für das, was du erleben wirst! Mit den sanften Klängen der Körpertambura und Koshi zum Abschluss kehrst du entspannt und belebt in deinen Alltag zurück. Zum Abschluss genießen wir gemeinsam einen Moment der Stille. Anschließend stehe ich für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Das ist manchmal sehr nützlich - vor allem wenn die Klangwirkung dich emotional überraschte. So wie es mich überraschte, als ich das erste Mal einen großen Gong hörte und sofort wusste: "Das will ich auch". Man weiß es vorher nie... Und es ist jedes Mal anders! Wann Jeden 4. Donnerstag des Monats von 18.30-21.00h. Wo Michelsberg 28, 2.Hinterhof Wiesbaden Mitte Klingeln bei mindful motion ** Ausgleich 50,- verbindliche Voraberweisung an Rotraut Rumbaum IBAN DE05513800400937719000 Betreff: Afterwork Soundhealing (mit dem jeweiligem Datum) ** Anmeldung bitte über folgenden Link: ANMELDUNG Die Plätze sind sehr begrenzt! Bei kurzfristiger Anmeldung bitte melden unter 0163-8778212 . Wer mehr über Wissenschaft und Sound Meditation erfahren möchte: Die Seite von Alexandre Tannous: www.soundmeditation.com - Außerordentlich interessant! Und gelegentlich mein Newsletter (Registrierung) Und eine Anleitung und ein paar Gedanken von mir zum "meditativen Hören": https://docs.google.com/document/d/1XfA497BDxBcdW5ztwGe3wIbh1qb4OyUIrZJ3TTqHnIo/edit?usp=sharing

  • DEEP LETTING GO! Klangreise mit Kakaozeremonie / Herzmeditation, TRE & Tanz, Sa 14.3.26 von 14.00-19/19.30 Wiesbaden

    Klangreise mit Rotraut Rumbaum von Mindful Motion, Sound Medicine Diese intensive Selbsterfahrung ist wie ein regenerativer Reset-Knopf für Körper, Geist und Seele. Du gibst dir die Chance, alten Ballast loszulassen, dich neu auszurichten und dich wieder ganz zu spüren. Es ist eine Einladung, dich selbst tiefer kennenzulernen und zu erforschen, was in dir schlummert. Eine Einladung, dich mit der Weisheit deines Herzens, der Intelligenz deines Körpers und der zeitlosen Dimension deines Seins zu verbinden. Integration der Weisheit des Körpers Jede Zelle deines Körpers ist geprägt von lebensgeschichtlichen Erinnerungen und Erfahrungen. Und der Körper trägt eine eigene Weisheit und Intelligenz in sich, die kognitiv schwer zu erfassen ist. Durch die Kombination von Bewegung, Meditation und Klang öffnen wir sanfte Wege, um diese Weisheit anzuzapfen. Du könntest überrascht sein, welche Erfahrungen, Erkenntnisse und Aha-Momente auf dich warten, wenn du dich entscheidest, dich ganz darauf einzulassen! Halte inne. Spüre nach. Schöpfe Kraft. Ganz im Hier und Jetzt. Verbunden mit deinem tiefsten Inneren. Geborgen in der Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Zeit für die wichtige Verbindung mit dir Selbst Rotraut Rumbaum Mindful Motion, Klangreise Wiesbaden DEEP LETTING GO! ist deine Zeit, nach innen zu lauschen, ganz mit dir selbst, deiner Wahrheit und deiner Körperintelligenz verbunden zu sein. Fokussiert, auf das was dir wirklich wichtig ist. Vielleicht hast du das Bedürfnis, nach Quality Time mit dir selbst und magst dich in die tieferen Ebenen deines Seins hinein entspannen. Vielleicht suchst du die stärkende Rückverbindung mit einer inneren Weisheit und spirituellen Intelligenz - dessen Teil du bist und immer warst. Loslassen, Auftanken und neu Ausrichten in einer kleinen, persönlichen Community Ich lade dich herzlich ein zu einer Reise nach innen - zu dir selbst. In einer kleinen, vertrauten Runde von maximal 10-12 Teilnehmern werden wir gemeinsam einen Raum der Transformation und Regeneration schaffen. Was genau erwartet dich? Neurogenes Zittern Wir beginnen mit den wunderbaren Übungen des neurogenen Zitterns, die aus der Traumaarbeit kommen. Sie geben dem Körper die Möglichkeit, sich über das Auslösen von bestimmten Reflexen durch Zittern von tiefsitzendem, nicht abgebauten Stress im Nervensystem zu befreien. Du wirst wirst staunen, wie befreiend sich die erdende, entspannende Wirkung im Anschluss anfühlen kann. Kakaozeremonie und Herzmeditation Herzmeditation mit Kakao beim DEEP LETTING GO! Auf diese Weise entspannt, geerdet und zur Ruhe gekommen, öffnen wir anschließend sanft die Tür zu deinem Herzen. Mit einer Tasse liebevoll zubereiteten, zeremoniellen Kakaos aus Bali und anderen hochwertigen biologischen Zutaten werden wir gemeinsam herzzentriert meditieren. Herzmeditation DEEP LETTING GO , Rotraut Rumbaum Mindful Motion Du erforschst die aktuelle Energie Deines Herzens, erfährst vielleicht spontan aufkommende innere Gefühle, Bilder, Fragen und Antworten. Du öffnest Dich über Dein Herz bewußt Deiner inneren Seelenschwingung und Deinem höherem Selbst, Deinem inneren Buddha, oder wie auch immer du das selber nennst. Freier Tanz Aus dieser Verbindung mit der innersten Essenz lassen wir nun unsere Körper sprechen. Im freien, intuitiven Tanz kannst du alte Muster und alles, was dir nicht mehr gut tut aus dir heraus tanzen, ausatmen, in den Boden Stampfen, sowie neue Energie und neue Möglichkeiten in dein System einladen. Wie fühlt es sich an, wenn du deinem Körper erlaubst, sich völlig frei zu bewegen? DEEP LETTING GO - Tanz, Mindful Motion Welche Geschichten erzählt er? Du kannst deinen Tanz zu einem innigen Gebet werden lassen, in dem du dich wirklich öffnest, für das, was dein Herz beseelt und das mit jeder Faser deines Seins verkörpern und lebendig werden lassen. Klangreise Rotraut Rumbaum Mindful Motion - Klangreise, Gongmeditation Wiesbaden Den Höhepunkt bildet eine intensive, oft als tiefgreifend erlebte Klangreise. Umhüllt von den heilsamen Schwingungen meines 1,05 m großen Watergongs, der Schamanentrommel, der Oceandrum, verschiedener Klangschalen, der Körpertambura und anderen Instrumenten, tauchst du ein in einen Ozean aus Klang. Du lässt Dich von den sanften, intensiven, kraftvollen Schwingungen der verschiedenen obertonreichen Klänge in Deine innere Welt und zu tieferen Schichten Deines Bewusstseins tragen. Sie locken Dich immer tiefer in andere Bewusstseinszustände und die Erfahrung von Zeit- und Raumlosigkeit. Dort kann Tiefenregeneration auf allen Ebenen stattfinden. Der letzte Rest an persistierenden Gedanken und Stress werden vom Klang einfach weggespült. Sharing Im Anschluss finden wir uns im Kreis zusammen. Hier hast du die Möglichkeit, etwas von deiner Erfahrung mit allen zu teilen und dich auch von den vielen unterschiedlichen Erlebnissen der anderen bereichern und berühren zu lassen. Hier kannst du auch eine kurze Unterstützung von mir bekommen, falls du innerlich an Grenzen gestoßen bist, etwas nicht verstehst und Fragen hast. Da das in der Gruppe und auch zeitlich an der Stelle nur begrenzt möglich ist, kann ich dir meine Unterstützung und therapeutische Begleitung gerne in einem Einzelsetting zu einem späteren Zeitpunkt anbieten. Organisatorisches: Wann: Samstag, 07.02.25 von 14.00 - 19.30 Uhr Wo: Michelsberg 28, 2. Hinterhof, Wiesbaden Mitte (Klingeln bei "mindful motion") ** Early Bird 100.00 Euro bei frühzeitiger und verbindlicher Anmeldung mit Vorabüberweisung. 120.00 bei kurzfristiger Anmeldung (ab 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn). Empfänger: Rotraut Rumbaum IBAN: DE05513800400937719000 Referenz: Deep letting Go 14.3.2026 ** Gibt es eine Pause? Es gibt absichtlich keine Pause, um einen bestimmten Fokus aufzubauen und zu halten. Dadurch kannst du gut vom Kopf und der gewohnten kognitiven Dominanz, in weite, zeitlose Räume und spirituelle innere Welten eintauchen. Eine Pause würde dich nur aus deinem Prozess rausreißen. Du bist innerlich auf Ebenen unterwegs, in denen du das Essen meist sowieso vergisst. Bisher hat noch niemandem wirklich eine Pause gefehlt. Nach dem Zittern, bzw. während des Nachruhens kannst du ein paar Bissen von etwas Mitgebrachtem zu dir nehmen, falls dringend erforderlich. Alternativ wäre ein flüssiges Nahrungsmittel wie ein Proteinshake oder Smothie meine Empfehlung, dass zwischendurch "getrunken" werden kann. Anmeldung Mitbringen: Decke, kleines Kissen, Augenbinde, Wasserflasche, dicke Socken. Trage bequeme Wohlfühl-Kleidung, falls nötig, Kleinigkeit an Snack wie Banane, Nüsse, Stück Brot o.ä. Bist du bereit für diese Reise zu dir selbst? Die Plätze sind begrenzt. Melde dich bald an, wenn du dabei sein möchtest. Lass uns gemeinsam einen Raum der Heilung, der Selbsterkenntnis und der tiefen Entspannung erschaffen. Ich freue mich darauf, dich auf dieser Entdeckungsreise zu begleiten. Bis bald! Herzlichst, Deine Rotraut P.S.: Falls du Fragen hast oder mehr über die transformative Kraft von Klang und Bewegung erfahren möchtest, zögere nicht, mich zu kontaktieren. Jeder Schritt in Richtung Selbsterkenntnis und Selbsterfahrung ist ein Geschenk an dich selbst. Wer mehr erfahren will: Mehr über Klang und seine Wirkung Klang ist eine wunderbare Weise, Dich auf Deine innere Welt einzustimmen, angestaute Emotionen auf tiefer Ebene zu entlassen, etwas über Deine mentalen Muster zu lernen und an unserem gewohnten Alltagsbewusstsein vorbei in tiefe Zustände von Verbundenheit mit Deiner Essenz, Deinem tiefsten Selbst zu kommen. Diese Klangreise mit Tanz unterstützt tiefgreifende Regeneration und Entspannung, ist Burnout Prävention und -behandlung, tiefere Erfahrung von Meditation, Aufladung des eigenen Energiefeldes und eine Möglichkeit vielfältiger, innerer Selbsterfahrung. Das bedeutet nicht , dass immer alles Friede und Freude ist. Auch wenn wir alle diese Sehnsucht haben... Es können auch subjektiv als unangenehm bewertete Empfindungen oder Gefühle aus dem Unbewussten an die Oberfläche gespült werden werden. Wie in der Meditation oder bei psychedelischen Reisen auch. Die Begegnung mit Dir selbst und erweiterte Bewusstseinszustände haben verschiedene Facetten. Heilsam, aber nicht berechenbar, und zumindest nicht immer NUR angenehm. Gong und Einheitserleben / veränderte Bewusstseinszustände Durch das meditative Spiel entfaltet der Gong das Universum seines unendlichen Frequenzbereiches langsam und kontinuierlich immer weiter. Er entwickelt immer mehr Energie und gibt sie als obertonreichen Klang wieder. Auf einem tragenden Klangteppich entstehen unberechenbare und intensive Klangwellen wie aus dem Nichts, die wieder ins Nichts zurückfließen und Euch in einen zeitlosen inneren Raum mitnehmen. Diese psychoaktiven, manche sagen energetisch reinigend wirkenden Klänge werden seit tausenden Jahren zur Erzeugung von veränderten Bewusstseinszuständen eingesetzt. Für sehr viele Teilnehmer vermittelt der Gong-Klang ein fast "mystisches" Einheitserleben. Persönliche Grenzen lösen sich auf. Nicht ohne Grund stand der Gong schon immer für den Urklang. Im Urklang sind alle Frequenzen enthalten. So kann kann man während der Gong-Zeremonie in zeitlosem Einheitserleben aufgehoben sein, das sich vertieft, je öfter man es erlebt. Die therapeutische Wirkung des Gong Auch therapeutisch ist der Einsatz meines großen Gongs und der Körpertambura von Deutz wunderbar geeignet. Denn der Gong öffnet für viel den Zugang zu alten Erinnerungen, zum Beispiel Kindheitserinnerungen. Die vergangenen und gegenwärtigen Erlebnisse können so besser im persönlichen Lebenszusammenhang betrachtet, bewusst integriert und mit diesen individuell weitergearbeitet werden. Sie haben die Fähigkeit, Dich mental, emotional und auf Zell-Ebene zu durchdringen. Ungute Gedankenmuster und Blockaden können sich leichter auflösen, das Unterbewusstsein sich reinigen von altem Ballast. Das, was Dir auf Deinem Weg nicht mehr dienlich ist, hat die Chance, sich jedesmal ein wenig mehr aufzulösen. In diesem Sinn wirkt der Gong ähnlich wie ein Therapeut - aller ganz ohne Worte. Da der Gong Zugang zum Unbewussten hat, kann der Klang ähnlich wirken wie Träume und Trauma-Verarbeitung . Vergangene Erlebnisse mit schwierigem emotionalem Inhalt haben die Chance, verarbeitet werden. Klangerfahrung ist schlicht gesagt ein ganzheitliches Lernen und die Erfahrung von vielschichtigem Loslassen. “ If you play the Gong you play the universe. “(Yogi Bajhan) Gong, Gehirn und neueste Forschung Manche sind gegenüber solchen Aussagen skeptisch. Aber es ist inzwischen auch wissenschaftlich durch neurologische Forschung erwiesen, dass Klang (und insbesondere der Gong) aktiv Gehirnwellenmuster verändert. EEGs zeigen , dass durch solchen Klang die Gehirnhälften synchronisiert werden. Das folgenden EEGs zeigt u.a. die Reaktion auf einen großen Gong, der in dieser Meditation seine Wirkung entfaltet. Quelle: mit freundlicher Genehmigung von Alessandre Tannous, www.soundmeditation.com Übrigens forscht Alessandre Tannous zusammen mit der renommierten Johns Hopkins Universität und mit therapeutischen Institutionen wie Synthesisretreats , und setzt hier seine Musik ein. In meiner Klangreise habt Ihr Gelegenheit, so etwas auch praktisch zu erfahren. Möchtest Du mehr über Wissenschaft und Sound Meditation erfahren? Die Seite von Alexandre Tannous: www.soundmeditation.com ist außerordentlich interessant! Und gelegentlich mein Newsletter (Registrierung) #Stressabbau #Entspannung #Erdung #Neuausrichtung #Herzenergie #Körperintelligenz #Kakaozeremonie #Herzmeditation #Tiefenregeneration #Bewusstseinsarbeit #EmotionalerAusdruck #Tanzmeditation #Klangmeditation #InnereRuhe #Traumabewältigung #PersönlichesWachstum #Selbstentfaltung #Achtsamkeit #Kleingruppe #InnereBalance #Seelenverbindung #TanzalsGebet #Nervensystemregulieren #Tanztherapie #erweiterteBewusstseinszustände #Soundhealing #Soundmedicine #Klangreise #Transformation #Körperarbeit #Embodiment #Wiesbaden #Regeneration #Gongmeditation #Klangtherapie #mindfulness #Tanz #selflove #selbstentfaltung #Selbstliebe Typ=Veranstaltung

  • Von der Umarmung zu partnerschaftlicher Entwicklung: Tiefgehende Selbsterfahrung als alternative Paartherapie mit der Mindful Motion Tango - NARM -Synthese

    Für wen ist das? Für alle: Nicht-Tänzer und Tango-Tänzer. Für Paare, die allein durch Gespräch oder Therapie nicht weitergekommen sind, oder die einfach explorativ sind. Worum geht es? Ich stelle hier vor, wie man in der Paartherapie sowohl eher körperliche wie dialogische Möglichkeiten einsetzen kann. Ich verdeutliche das Tango Argentino oder einfache Elemente daraus ist und die gesprächsbasierte  NARM-Methode. Warum weiß ich worüber ich spreche ? Ich habe 13 Jahre lang professionell Tango Argentino unterrichtet - schau hier . Und ich habe eine tiefe Ausbildung in mehreren anerkannten Therapie-Methoden (u. a. Tanztherapie und NARM). Insgesamt habe ich in tausenden Stunden Einzelne, Paare und Gruppen begleitet, in Unterricht, Therapie und Coaching. Lehrfilme noch nicht eingerechnet! Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare Wann hast du dich das letzte Mal authentisch, präsent, sicher UND frei zugleich in einem engen Kontakt gefühlt? Und was hat der Tango damit zu tun? Tango macht über Bewegung und Kontakt erlebbar, wie sich eine sichere Bindung anfühlt und diese hilft, sich selbst auszudrücken und zu entfalten. Für Nicht-Tänzer oder Anfänger, die sich dafür interessieren: Das gilt nicht nur für das, was man sich als "richtigen Tango" vorstellt. Es gilt auch für die einfachen Elemente, die wir - angepasst an deine (Nicht-)Kenntnisse - anwenden können. Mit "Elemente" meine ich so einfache Dinge wie Stehen, Gehen, Umarmen, den Blick, das Spüren von eigenen Impulsen und denen vom Partner usw. Wenn ich im Folgenden "Tango" sage, meine ich immer beides. Diese Art der Erfoschung und Reflexion kann besonders wohltuend sein, wenn man früher schwierige Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen gemacht hat, und die Folgen dessen ändern möchte (in Therapie-Sprache: "Entwicklungstrauma"). Genau hier setze ich mit meinem Ansatz an, der Tango und therapeutisches Gespräch verbindet. Es gibt auch andere Varianten dieser Verbindung. Zum Beispiel hat Simone Schlafhorst den standardisierten " Neurotango " für neurologische Störungen entwickelt. Das ist etwas ganz anderes als was ich hier vorstelle; es zeigt, dass Tango Argentino etwas Besonderes ist. Ich habe noch keine "Walzer-Therapie" gesehen! Tango als Erfahrungsraum für dich und euch Sprechen wir zuerst über Tango. Tango (oder seine Elemente) ist ein lebendiger Erfahrungsraum für Begegnung , nonverbale Kommunikation, Präsenz, Kontakt und die Art, wie wir Beziehungen in der Tiefe erleben und gestalten.  Im Tango brauchen wir einander - das weiß jeder: "It takes two..". Deshalb ist die Basis für guten und erfüllenden Tango eine sichere Bindung und eine "erwachsene", wechselseitige Abhängigkeit . Tango ermöglicht es, diese Erfahrung sicherer Bindung und gesunder, wechselseitiger Abhängigkeit im tänzerischen Miteinander zu erfahren. Beim Tango zeigt sich was einem dabei im Weg steht. Hier können wir ganz fühlbar entdecken, wie wir oft unbewusst das verhindern, was wir uns eigentlich wünschen. Aber wir können durch Tango lernen, dass wir mehr Einfluss haben, als wir dachten, und als wir in unserer Kindheit oft gelernt haben Was meine ich mit sicherer Bindung im Tango? Stell dir ein unsichtbares, elastisches Band zwischen zwei Menschen vor. Es hält die Verbindung, ist aber dehnbar genug, um beiden Raum für eigene Bewegungen zu geben. Du kannst spüren, bis zu welchem Punkt ihr euch voneinander entfernen könnt, bevor die Verbindung zu reißen droht. Im Tango lernen wir, mit diesem inneren Band umzugehen, es zu pflegen und ihm zu vertrauen. Tango lebt von einem "Sowohl-als-auch", nicht von einem starren "Entweder-Oder": Einheit/Freiheit, Kooperation/Anpassung, Hingabe/Selbstaufgabe, Präsenz/Dominanz. Rotraut Rumbaum, BLOG Tango-NARM-Synthese • Einheit und Freiheit: Eine gesunde, erwachsene Abhängigkeit, die auf Eigenständigkeit basiert, und in der Du dich bewusst für Verbundenheit entscheidest. • Kooperation statt Anpassung : Du arbeitest zusammen und gestaltest aktiv mit, statt dich unterzuordnen. • Hingabe statt Selbstaufgabe : Du kannst dich dem Miteinander hingeben, ohne dich selbst zu verlieren. • Präsenz statt Dominanz : Du bist präsent und klar, ohne den anderen zu kontrollieren und manipulieren. Neue Erfahrungen sind heilsam und befreien! Wenn wir im Tango lernen, diese Qualitäten zu verkörpern, machen wir neue Erfahrungen: • Ich kann in engem Kontakt / großer Nähe sein UND mich selbst spüren. • Ich kann mich führen lassen UND dabei präsent, eigenständig und gestaltend bleiben, empfänglich sein und mich auch aktiv einbriungen • Ich kann führen UND auf die Reaktion des Partners eingehen, empfänglich bleiben. • Ich kann mich sicher und verbunden fühlen UND gleichzeitig frei und eigenständig. Diese neuen Erfahrungen überschreiben alte Muster nicht sofort, denn Entwicklung braucht Zeit. Aber sie erweitern unseren Spielraum und unser Gefühl von Selbstwirksamkeit und damit von Sicherheit. Wir lernen körperlich, wie sich eine sichere, flexible und gleichzeitig klare Verbindung anfühlt. Das kann tiefgreifende Auswirkungen auf unser Selbstgefühl und unsere Beziehungen außerhalb des Tanzes haben . Flow und das tiefe Gefühl von Einheit Manchmal erleben wir dabei auch sogenannte " Flow-Zustände ": Momente, in denen wir ganz im Hier und Jetzt aufgehen, die Bewegung mühelos fließt und Denken, Fühlen, Bewegen so wie Du und ich als Einheit erlebt werden. Diese Momente wünscht sich jeder, sei es als Tänzer oder als Musiker und natürlich - in der Erotik! Im Tango kann man das Prinzip üben! Tango - der "Macho- und Hingabe-Tanz"? Nein! Wenn man an Tango denkt, hat man oft ein verfälschtes Bild im Kopf: der leidenschaftliche, machohafte Mann führt, die Frau folgt hingebungsvoll, alles sehr erotisch und voller Klischees von Männlichkeit und Weiblichkeit. Die KI zeigt es so - grusel.... In dieser KI-Abbildung beschränkt sich Tango auf eine begrenzete Spielart und wird dem inneren Reichtum und der Vielfalt an Gestaltungs- und Erfahrungsmöglichkeiten überhaupt nicht gerecht. Ich eröffne dir ein neues und tiefes Verständnis von Tango Argentino, das die Folgen lebensgeschichtlicher Prägungen mit einbezieht und Achtsamkeit stärkt. Ich nenne meinen Ansatz Mindful Motion Tango. Loslösung von starren Rollenbildern mit "Mindful Motion Tango" In meinem daraus geborenen Tango-Verständnis geht es nicht um festgelegte Rollen. Wir alle tragen sowohl das in uns, was wir traditionell als "männliche" und weibliche Qualitäten bezeichnen. ZB: Männlich Klarheit und Präsenz Führung Stabilität Aktivität Weiblich Empfänglichkeit Hingabe Flexibilität Sein Aber: Der Tango (und unsere Beziehungen) wird erst dann wirklich spannend und lebendig, wenn beide lernen, diese verschiedenen Seiten in uns selbst und im Miteinander zu entdecken und zu leben. Die Tango-NARM-Synthese als eine körperbasierte Brücke zur Selbsterforschung für Paare oder Solo Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und Psychotherapie Wie verbinden sich bei mir Tango und NARM? Für mich ist Tango eine wunderbare körperbasierte Brücke zur Selbsterforschung in der therapeutischen und paartherapeutischen Arbeit. Dies spielt beispielsweise im NARM -Ansatz eine Rolle. Diese Methode mit dem leider so unemotionalen technischen Namen " Neuroaffektive Relational Model" (NARM) ist eine Methode zur Heilung von Entwicklungstrauma und den Folgen früher Prägungen im Erwachsenenalter. Die inneren Räume erforschen - mit Tango und NARM Tango kann uns also helfen, tief verankerte Muster im Umgang direkt im Körper zu spüren und zu erforschen. Dies gilt zum Beispiel für Nähe Distanz Autonomie Abhängigkeit Einstimmung Vertrauen Kontrolle Selbstbeziehung Verbundenheit Im Tango aktivieren wir die Themen im Hier und Jetzt, durch den Körper und die Sinne. Dann werden sie im Gespräch weiter erforscht. Warum ist Mindful Motion Tango so wertvoll für die therapeutische Selbsterforschung und für Paare? Weil Tango uns auf einer sehr direkten, körperlichen Ebene mit unseren Beziehungsmustern konfrontiert und wir bei näherer Betrachtung erleben können, wo wir die Verbindung zu uns selbst aufgeben, um Gemeinsamkeit zu ermöglichen. Die körperliche Nähe, die Umarmung, das tänzerische Aufeinander-Angewiesen-Sein im Führen und Folgen – all das kann tief in uns liegende, oft unbewusste Erinnerungen an frühe Beziehungserfahrungen wachrufen. Der Körper erinnert sich Unser Körper "erinnert" sich an Zeiten, in denen wir vielleicht ähnlich abhängig von Bezugspersonen waren, auch wenn wir keine bewussten Bilder mehr davon haben (denn diese Art der Erinnerung beginnt oft erst später im Leben). Im Tanz zeigt sich, wie wir unbewusst noch immer aus diesen alten Erfahrungen heraus agieren und daher mehr reagieren als das Miteinander authentisch nach unseren “erwachsenen Möglichkeiten zu gestalten. Unsere alten Überlebensstrategien werden direkt im Tanz sichtbar und fühlbar Anpassung/Überanpassung : Geben wir uns selbst auf, um die Verbindung nicht zu gefährden? Verlieren wir den Kontakt zu uns selbst, um dem anderen zu gefallen oder Konflikte zu vermeiden? Rückzug : Ziehen wir uns emotional oder körperlich zurück, wenn es uns zu nah oder zu schwierig wird? Trauen wir uns nicht, uns wirklich zu zeigen? Kontrolle/Kampf: Versuchen wir, den Partner oder die Situation zu kontrollieren, weil wir uns sonst unsicher fühlen? Führen wir dominant, statt einzuladen? Folgen wir widerwillig oder kämpfen wir gegen die Führung an? Verlust von Eigenständigkeit: Verschmelzen wir mit dem Partner und verlieren unser eigenes Zentrum? Im Tango können wir diese Muster nicht nur erkennen, sondern unmittelbar erleben . Wir spüren sie im Körper, in der Bewegung, in der Begegnung. Das ist oft viel direkter und eindrücklicher als nur darüber zu sprechen. Wir entdecken vielleicht unsere unbewusste "Prioritätenliste": Was ist uns in Beziehungen wichtiger? Verbindung um jeden Preis? Autonomie ? Sicherheit ? Kontrolle ? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und Psychotherapie Das Dilemma in Frauen-Workshop: Ein Beispiel aus meiner damaligen Unterrichtszeit Ich erinnere mich gut an meine früheren Workshops für Frauen, in denen wir an der Technik, Eigenständigkeit und erweiterten Kompetenzen in der Folgenden Rolle arbeiteten. Zuerst übte jede Frau für sich , z.B. Ochos – stabil, elegant, musikalisch, vielleicht mit kleinen Verzierungen. Das gelang mit etwas Übung immer besser. Die Frauen wurden zunehmend präsent, ausdrucksstark und koordiniert. Doch sobald sie dasselbe zu zweit, also mit einer Partnerin im Tanzkontakt, üben sollten, änderte sich das Bild oft dramatisch. Es war, als hätten sie alles vergessen, was sie gerade noch allein gekonnt hatten. Ihre ganze Aufmerksamkeit war darauf gerichtet, sich irgendwie im Kontakt zurechtzufinden. Oft bedeutete das: sie passten sich extrem an die Partnerin an, so dass alles andere – die eigene Stabilität, der Ausdruck, die Musikalität – in den Hintergrund trat. Sie steckten unbewusst in einem Dilemma, das wir auch aus der NARM-Therapie kennen: Wie kann ich mein eigenes Potential, meine eigene Bewegung einbringen, ohne die Verbindung zur Partnerin zu verlieren oder zu stören? Sie erlebten es als ein "Entweder-Oder": Entweder bin ich ganz bei mir ODER ich bin in Verbindung. Beides gleichzeitig schien unmöglich. Meist war ihnen das nicht einmal bewusst. Sie merkten nur: Irgendwie ist es viel schwieriger als gedacht. Körperlich zeigte sich das zum Beispiel so: • Die Arme hielten die Partnerin entweder zu fest (was destabilisiert) oder nahmen kaum Kontakt auf. • Sie versuchten, möglichst unabhängig zu bleiben, oder kümmerten sich übermäßig darum, was die andere macht (oder nicht macht). • Sie brauchten viel Kraft , um äußere Impulse zu kompensieren, oder verloren umgekehrt ihre eigene Körperspannung und Gestaltungskraft. • Sie hörten die Musik nicht mehr richtig oder konnten den Rhythmus nicht mehr umsetzen, weil sie zu sehr davon abhingen, wie die Partnerin sich bewegte. • Die Fähigkeit, Verzierungen einzubauen, ihre Bewegungen aktiv zu gestalten verschwand fast vollständig. Was habe ich sonst noch beobachtet? Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango-NARM Synthese für Paare und Psychotherapie Ähnliche Dynamiken beobachte ich auch oft im Zusammenspiel von Männern und Frauen im Tango, beispielsweise im Umgang mit dem Beckenbereich oder in spezifischen Paar-Abläufen , die alte Rollenmuster oder Konflikte widerspiegeln. Die Essenz vom Tango, wichtig für das Gelingen von Beziehung allgemein: Präsenz, Einheit, Freiheit Im Tango Argentino wirken drei Prinzipien wie eine stille Architektur zusammen – sie stützen und bedingen einander: Präsenz Du bist im Hier und Jetzt, spürst deinen Körper, deinen Atem, deinen Stand im Raum. Du balancierst Stabilität und Flexibilität, behältst deinen eigenen Rhythmus, auch wenn das Außen sich verändert. Einheit Aus deinem eigenen Zentrum heraus verbindest du dich mit dem Partner. Ohne dich zu verlieren, ohne den anderen zu vereinnahmen. Ihr haltet gemeinsam den Beziehungsraum – elastisch, lebendig, respektvoll. Freiheit Auf der Basis von Präsenz und Verbindung entsteht Improvisation. Ein kreatives, freies Spiel, in dem beide tanzen, gestalten, führen, folgen, atmen – jeder für sich und beide gemeinsam. Das kannst du gerne mal im übertragenen Sinne für dich in Bezug auf deine Beziehungen überprüfen. Ich bin gespannt, was du herausfindest. Schreib mir gerne. Ist das vielleicht auch für dich? Dieser Ansatz, Tango als verkörperte Selbsterfahrung zu nutzen, ist besonders geeignet für: Paare, die irgendwie nicht weiter wissen und schon alles mögliche ausprobiert haben Paare, die spüren möchten, wie sie miteinander umgehen – nicht nur darüber reden, sondern es am eigenen Körper erleben und neue Wege ausprobieren. Menschen, die Lust auf Bewegung haben und neugierig sind, wie Körper und Gefühle zusammenhängen. Alle, die sich selbst besser kennenlernen wollen – besonders wenn du als Therapeut oder Coach arbeitest oder einfach gerne experimentierst. Wichtig ist: Du brauchst keinerlei Vorkenntnisse im Tango und musst auch nicht tanzen "können"! (Wobei erfahrene Tangotänzer von meinem Ansatz in mehrfacher Hinsicht natürlich sehr profitieren. ) Es geht hier nicht um Leistung oder Perfektion, sondern die subjektive, ehrliche innere Erfahrung. Was du mitbringen solltest, ist Offenheit, Neugier, die Lust, dich selbst in Bewegung und Begegnung zu erforschen, und die Bereitschaft zur Selbstwahrnehmung. Einen schönen Gruß!

  • Was macht sichere Bindung, Freiheit und Lebendigkeit in Beziehungen möglich? Ein Paar- Wochendende zur Erforschung unbewusster Hindernisse und Möglichkeiten. 2 Paare exklusiv! Am 25./26.04.26

    Mindful Motion Tango und Psychologie (NARM - mit dem Blick auf wie unsere Kindheit uns im Jetzt prägt) Selbsterfahrung für Paare, Synthese von Tango Argentino und NARM Psychologie Dein Partner berührt dich und zum ersten Mal seit langem bist du nicht auf die eine oder andere Art angespannt. Ihr steht euch gegenüber, habt Blickkontakt, und statt Druck oder Scham spürst du einfach Verbundenheit, Entspannung und bist einfach du selbst. Nach langer Zeit mal wieder eine Erfahrung von Sanftheit im Umgang und wirklicher Präsenz im miteinander. Oder, ihr redet endlich mal die Wahrheit, die gesagt werden will, auf gute Art. Und du wusstest nicht mal, wie sehr du das vermisst hattest. Das sind reale Ergebnisse aus dem letzten Tango-NARM Workshop. NARM heßt "Neuro-Associative Relational Model" - eine beziehungsorientierte Therapie-Form bei den Spätfolgen früher Prägungen aus der Kindheit. Hier in einer Kombination mit bewussten körperlichen Erfahrungen im Miteinander und im tänzerischen Ausdruck. Ein Augen-Blick... Manchmal braucht es nur einen einzigen Augenblick wahrhaftigen Kontakts und tiefer Verbindung zwischen euch, in dem vielleicht jahrelange, vielleicht schambehaftete Muster und Schutzstrategien unvermittelt spürbar und sichtbar werden. Neue Erfahrungen werden möglich und im Workshop ganz praktisch ausprobiert. Für wen ist dieses Wochenende? Dieses Wochende ist für alle Paare, die ... Sich lieben, aber.... : in ihrer Beziehung mehr bzw. als sicher erlebsten emotionalen oder körperlichen Kontakt wünschen Sich streiten....  (was ja an sich dazu gehört und gesund sein kann), aber die Konflikte nicht gut lösen oder reparieren können durch rätselhafte Trigger Anderes erfolglos fanden:  die merken, dass normale Paartherapie Sitzungen (ja, man sitzt dabei ja wirklich!), Kommunikations-Workshops oder Online Kurse für sie unwirksam blieben oder nur oberflächliche Wirkung erzielten Happy miteinander sind und neugierig, was noch möglich ist. Die sich miteinander weiterentwickeln und sich tiefer kennenlernen wollen Dieses Wochenende ist auch für Tango tanzende Paare, die.. Frustriert sind,  das sie im Tango Konflikte erleben, und diese im Kern auflösen wollen Blockiert sind in ihrer Lust und Freude am Tango oder den spezifischen Herausforderungen wie Führen und Folgen, Nähe und Distanz, Haltung, Umarmung, Präsenz und Stabilität... Ein besonders Wochenende, das ihr nur hier findet Es ist kein Tango-Workshop und kein gewöhnliches Paarseminar. Es ist meine Synthese für euch, und dessen Ergebnisse sprechen für sich . Ihre Bestandteile sind: TANGO-ELEMENTE:   Gemeinsam gehen, stehen, bewusste Begegnung, Umarmung –  euer Körper zeigt, was Worte nicht können - Einfaches und Wesentliches zur Selbsterforschung auch für Fortgeschrittene. NARM-PSYCHOLOGIE (Entwicklungstrauma-Arbeit)  .Wie zeigen sich heute noch frühe Prägungen und Schutzmuster aus der Kindheit, die das Miteinander erschweren und die Erfüllung einer tieferen Sehnsucht verhindern? Was habt ihr davon als Paar? Alte Trigger wirken nicht mehr Reaktivität ist meist das Überbleibsel aus Kindheitsverletzungen. Es ist eine Schutzstrategie. Daran arbeiten wir. Im Körper, im Kontakt und in der Bewegung zeigt sich, was los ist. Miteinander Sprechen ist einfacher Ihr merkt, dass über Kritisches zu sprechen kein Problem sein muss, und Konflikte auch friedlich gemeinsam gelöst werden können Ihr spart Investition und Zeit Normale Gesprächstherapie kann lange dauern und einiges kosten. Dieses Wochende ist intensiv und überraschend wirksam (so Teilnehmer ) Vielleicht mögt ihr Tango Ganz nebenher entdeckt ihr vielleicht Tango für euch, oder verbessert als Tangotänzer euren Tango, weil ihr emotionale Blockaden im Miteinander löst Nur drei Paare für Intimität und Exklusivität Ich möchte jedem von euch die besten Bedingungen geben. Denn tiefe Veränderung an einem Wochenende braucht Sicherheit und mehr Zeit, als in einer größeren Gruppe oft zur Verfügung steht. Diese kleine persönliche Runde unterstützt es, sich mit all dem nicht nur mit mir, sondern in der kleinen Gruppe zu erfahren. Ihr lernt hier auch etwas über andere Paare Teilnehmer sagen dazu.... Was passiert an diesem Wochenende? Ich verrate hier natürlich nicht alles! Aber.. Wir entwickeln verkörperte Kommunikation. Keine Therapie-Buzzwords, sondern: Ihr lernt, eure Bedürfnisse nicht nur zu besprechen, sondern sie zu spüren, zu verkörpern, in den Kontakt zu bringen, zu leben. Es geht in unserer Erforschung nicht um "richtig" oder "falsch", sondern um das, was ist und unter der Oberfläche wirkt. Klingt esoterisch? Ist es nicht. Dein Körper weiß mehr und anderes als dein Verstand – er antwortet, bevor du die Situation kognitiv erfassen und angemessen interpretieren kannst. Worum geht es? nonverbale Qualitäten Atmosphärisches Vermeidung von oder Suche nach Blickkontakt die erlebte Qualität des Kontaktes Erkennen subtiler Vermeidung von wirklichem Kontakt aus unbewussten Befürchtungen heraus die Art einer Berührung Sinneseindrücke aller Art somatische Erinnerungen Was sind die Elemente ? Status Quo versus was wünsche ich mir wirklich? Bewusste Begegnung Gemeinsam gehen Präsent sein sichere Verbindung Die Umarmung. Persönlich versus im Tango. Qualitäten von Führen und Folgen Stabilität und Flexibilität im Kontakt Was erforschen wir damit? Was passiert eigentlich unter der Oberfläche? Was erzählt der Körper? Wie reguliert ihr Nähe und Distanz? Welche unbewussten vertrauten Choreografien laufen da innerlich ab? Welche zarten Impulse übergeht ihr meist? Wo taucht Verletzlichkeit oder Scham auf? Wie könnt ihr euch bewusster über die Sinne begegnen? Wie könnt ihr authentisch und bewusst in Kontakt gehen? Gemeinsame Bewegung und Synchronisation Wie wirkt sich Führen und Folgen auf die innere Seelenlanschaft aus? Gleichgewicht und Stabilität Die eigene Gestaltungskraft Wofür sind Ängste und Widerstände gut? Frühe Prägungen und Desidentifikation Wahlmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit entdecken! Neue Erfahrungen machen Sichere Bindung und Freiheit im Miteinander kennenlernen Warum das Wesen des Tango Argentino dafür so geeignet ist... Zu meiner Expertise, Erfahrung und Tango Argentino Mit Ricardo El Holandes im Sin Rumbo Buenos Aires, Aufnahmen der Tango Argentino Lehr DVDs Ich bin erfahrener Tango-Coach mit über 13 Jahren Erfahrung und hunderten von Schülern als Einzelne, Paare und Gruppen. Ich bin Tanztherapeutin, Psychotherapeutin (HPG) mit Ausbildung in NARM - auch für Paare und NARM Touch (eine NARM Form die auch Berührung ensetzt). Ich bin meines Wissens die Erste, die das Wesen des Tango Argentino mit NARM verbindet und therapeutisch für persönliche sowie partnerschaftliche Entwicklung nutzt. Ihr bekommt auf dieser Grundlage Expertise und Kompetenz bei Tango mit paartherapeutischem und psychotherapeutischem Hintergrund. Mein früheres Tango-Leben Wer gerne meinen früheren Tango-Hintergrund nachvollziehen will, bekommt hier den Link zu ein paar alten historischen Einblicken. Sie zeigen die damalige Art des Unterrichts mit Ricardo auf unseren Lehr-DVDs, aufgenommen im ältesten Tango-Salon von Buenos Aires. Mindful Motion Tango Später habe ich als Tanztherapeutin Mindful Motion Tango entwickelt, in dem ich mehr menschliche Tiefe, seelische Prozesse, persönliche Entwicklung und Bewusstheit integriert habe - und mit NARM lebensgeschichtlich frühe Imprints bezüglich Bindung und Beziehung thematisiert, die mit dem Wesen des Tangos als Beziehungstanz korrelieren. Wo? In meinem Studio in Wiesbaden Es findet in meinem atmospärischen Studio in der Wiesbadener Innenstadt, geschützt im Hinterhof, statt. Weitere Fragen Ich/wir können keinen Tango. Ist das ein Problem? Du brauchst keine Tango-Erfahrung und keine therapeutische Vorerfahrung. Du brauchst nur die Bereitschaft, dich selbst und deine Beziehung zu erforschen und vielleicht neu zu entdecken. Es geht um die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Um den Mut, unter die Oberfläche zu schauen. Um die Sehnsucht nach echter Verbindung und den aufrichtigen Kontakt mit sich selbst. Ich/wir sind erfahren in Tango. Passt das auch für uns? Klar! Auch erfahrenere Tänzer können hier eine neue, überraschende und sehr persönliche Erkenntnisse über sich gewinnen, weit ab von richtig und falsch. Hier steht das persönliche Erleben im Mittelpunkt und unbewusste Schutzstrategien, die alles durchweben. Oft ist in der Beziehung und im Tanz weit mehr möglich von dem, wonach wir uns sehnen, als wir glauben, Unser Körper zeigt den Weg. Vor allem in der Interaktion mit dem Partner. Da diese Gruppe bewusst klein gehalten ist, kann ich auf jeden individuell eingehen. Durch vertiefte Erfahrung als langjährige Tango Argentino Tänzerin und Lehrerin kann ich euch auch als Fortgeschrittene Tänzer da abholen wo ihr seid und ziemlich gut erkennen, wo es hakt. Ist das sowas wie "Neurotango" Tango-Therapie? Nein, es ist völlig anders. Neurotango (was sich auch Tango-Therapie nennt), ist eine Methode, in der mit Tango-ähnlichen Bewegungs-Elementen mit neurologischen und anderen Störungen umgegangen wird. Es ist standardisiert  (10 "Tango-Tools") und die Neurotango-Coaches / Therapeuten müssen keinerlei Tango-Kenntnisse, oder tiefere psychologisch-therapeutische Ausbildung haben. Neurotango wird eher physiotherapeutisch, neurologisch bei bestimmten körperlichen Krankheiten genutzt. Mein Ansatz ist vor allem psychodynamisch und psychotherapeutisch fundiert. Er dient der persönlichen Entwicklung und Heilung an der Schnittstelle Psyche, Körper, Ausdruck und Beziehung. Ich komme als jahrelange Tangolehrerin und -tänzerin direkt aus der Tango-Argentino-Welt und verbinde dessen Subtilität, Know-How mit Psychologie, Paar-Psychologie, Bindungspsychologie, Folgen von Entwicklungstrauma in der Kindheit und völlig  individualisiertem  Eingehen auf jeden Einzelnen. Wie erkenne ich Entwicklungstrauma? Entwicklungstraumen sind tief im Nervensystem verankerte Erfahrungen einer Umwelt, die den grundlegenden Entwicklungsbedürfnissen nicht gerecht werden konnte. Das erzeugt durch die gegebene Abhängigkeit eines Säuglings, Kleinkindes, Kindes ein an diese ungenügende Umwelt angepasstes Verhalten mit dem Preis der Unterdrückung und Abspaltung ursprünglicher, gesunder Bedürfnisse, Gefühle und Impulse. Es entwickelt sich ein verzerrtes Selbstbild, Scham, so zu sein wie man ist, Überkompensation, Ängste in Bezug auf sich selbst, Beziehungen und das sein in der Welt. Schwierige, einst als existenziell erlebte, schmerzhafte und wiederholte Kindheitserfahrungen, hinterlassen also langfristig Spuren, prägen das Selbstgefühl und verzerren die eigene Identität. Die Folgen dieser frühen Prägungen bestehen in der Regel meist unbewusst im Erwachsenenleben weiter, fühlen sich selbstverständlich an, da sie zu einer Identität geworden sind. Sie haben eine destruktive, begrenzende Wirkung, man macht sich kleiner als man ist oder überhöht sich um den Schmerz dahinter zu kompensieren. Die Folgen dieser Prägungen erschweren den Kontakt mit sich selbst und sabotieren Paarbeziehungen mehr oder weniger unterschwellig. Diese ursprünglich sehr intelligenten Anpassungsstrategien sind kognitiv nur begrenzt zugänglich, aber gut über bewusste Körperwahrnehmung und auch Körperkontakt vor allem im Kontext von Beziehungserfahrung erreichbar. Was ist NARM ( N euro-Affective-Relational-Model)? NARM – keine Sorge, ich hatte auch keine Ahnung, was das bedeutet, als ich das erste Mal davon hörte. Es steht für Neuro-Affective Relational Model (klingt kompliziert, ist aber eigentlich einfach): In einem Satz:  Wir schauen uns die unbewussten Schutzstrategien aus deiner Kindheit an, mit denen du dich und deine Beziehung unbewusst sabotierst – nur dass wir das nicht nur durch Reden, sondern auch durch Spüren  und im direkten Kontakt erforschen. In diesem Intensiv-Workshop arbeiten wir in der Begegnung, Bewegung und verbal mit dem, was unter der Oberfläche wirkt und das wir oft nicht mitbekommen. Mit den unbewussten Choreografien, die unsere Beziehungen prägen. Mit der Art, wie wir Nähe und Distanz regulieren. Mit den Impulsen und der Weisheit unseres Körpers Mit den früh erlernten Strategien, die uns einst geschützt haben, heute aber unsere tiefste Sehnsucht nach Verbindung verhindern. Mit der Sehnsucht nach Verbindung und der oft unbewussten, tieferliegenden Furcht genau davor. Gibt es das auch individuell nur für uns beide statt als Gruppe?   Klar - gerne auch individuell im Einzel- bzw. Paarsetting. Dann ist es noch persönlicher und intensiver. Was ist, wenn es für uns nicht funktioniert? Dann sprecht mich an und wir finden wir eine Lösung. Ich kann natürlich nichts garantieren. Aber alle Teilnehmer meiner bisherigen Workshops oder aus der Einzelarbeit waren sehr zufrieden. Organisatorisches und Link zur Anmeldung Wann Aktuell stehen folgende Termine zur Auswahl: Sa/So der 25./26.10.25 (ausgebucht) Sa/So der 22./23.11.25 (noch 1 Platz verfügbar) Zeiten: Sa von 12.00 bis 14.30 und 16.00 bis 18.30 So von 11.00 bis 14.00 und 15.30 bis 17.30 (Nach Absprache mit den Teilnehmern noch anpassbar) Wo Michelsberg 28, 2.Hinterhof Wiesbaden Mitte Klingeln bei mindful motion  ** Ausgleich: Early Bird  bis 2 Wochen vorher 310,-/Person Danach 365,-/Person Verbindliche Voraberweisung bei Anmeldung an Rotraut Rumbaum IBAN DE05513800400937719000 ** Anmeldung bitte über folgenden Link: ANMELDUNG Exklusiv und persönlich. Die Plätze sind begrenzt auf nur 2 Paare! Bei sehr kurzfristiger Anmeldung bitte melden unter 0163-8778212 .

  • Präsenz, Einheit & Freiheit im Tango Argentino

    Und was davon im normalen Tangounterricht meist fehlt Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango Coaching PRÄSENZ, EINHEIT, FREIHEIT wirken im Tango Argentino zusammen und bauen aufeinander auf. Das ist für mich die Tango-Essenz. Fehlt euch eine gute Präsenz, könnt ihr als Paar keine verbindliche und belastbare Einheit bilden. Ohne diese Einheit seid Ihr tänzerisch nicht wirklich frei. Der klassische Tango-Unterricht widmet sich hauptsächlich dem dritten Pfeiler (Freiheit-Improvisation). Ihr lernt Figurenmaterial und so gut es geht, zu improvisieren. Leider werden die wichtigen Vorraussetzungen genau dafür, wie gute Präsenz und das verlässliche bilden einer Einheit, oft wie Stiefkinder behandelt, einfach voraus gesetzt oder nicht immer so erklärt und geübt, dass es erfolgreich umsetzbar wäre... Meist ist dafür auch gar keine Zeit, vor allem im Gruppenunterricht. Und so fehlt nicht selten etwas Wesentliches. Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango - Füße im Dialog Was du bekommst Mein Können und meine Leidenschaft liegen darin, dir im Detail erfahrbar zu machen, was das alles für dich persönlich, deine Beziehung und deinen Tango bedeuten kann. Du wirst entdecken, welche Vorteile das für deine Selbstentfaltung und dein tänzerisches Können bringt. Ich zeige Dir/Euch spürbar und effektiv durch meine lange persönliche wie professionelle Erfahrung den Weg zu Präsenz, Einheit und Freiheit im Tango. Manchmal tue ich das auf scheinbar sehr einfache oder ungewöhnliche Art. Ich setze keine Virtuosität voraus, und sich deshalb selbst unter Stress zu setzen ist unnötig. Ich weiß wie, ich finde die richtigen Worte und ich kann es dir auf eine Weise vermitteln, die du sowohl verstehen als auch umsetzen kannst. Ich helfe dir auch durch schwierige Phasen der Frustration hindurch. Was bedeutet das nun im Einzelnen? Präsenz - auf allen Ebenen Du spürst Dich gut in deinem Körper und bist mit allen deinen Sinnen im Hier und Jetzt. Du bist geerdet, aufgerichtet, zentriert, gut ausbalanciert zwischen Stabilität und Flexibilität. Du verlierst Dich weder im Tun, noch im Kontakt. Du bist ganz gegenwärtig. Du bist taktsicher und kannst auch in schwierigen Situationen den Rhythmus halten. Du ruhst in deiner individuellen Ausdruckskraft, kennst und nutzt deine Gestaltungsmöglichkeiten. Du begegnest deinem Partner neugierig, mit offenem Herzen und gesundem Selbstvertrauen. Einheit - vom Ich zum Wir Ihr verbindet euch entspannt, stabil und flexibel zugleich. Ihr spürt nicht nur eure eigene Achse sondern auch die des Partners. Ihr wisst euren Kontakt ohne Kraftaufwand aufrechtzuerhalten bzw. wieder herzustellen. Eure Verbindung ist verlässlich, stabil, geschmeidig und ohne Brüche. Ihr umarmt sowohl einander, als auch den Raum der gemeinsamen Beziehung, für die Ihr beide gut sorgt, ohne euch darin zu verlieren. Ihr respektiert den gemeinsamen Beziehungsraum und könnt ihn zu jeder Zeit gut wahrnehmen. Ihr spürt den Raum des anderen und den eigenen. Ihr wißt, auf welche Weise ihr in den Raum des anderen eindringen könnt ohne ihn zu stören und zu destabilisieren, sondern ihn damit zu unterstützen, zu Inspirieren und im Rahmen eurer Möglichkeiten im positivsten Sinne herauszufordern. Ihr sendet und empfangt körpersprachlich eindeutige Signale. Ihr versteht das Prinzip Führen und Folgen als gleichberechtigten, gegenseitigen Dialog, in unterschiedlichen Rollen und könnt das auch praktisch in Eurem Tanz umsetzen. Freiheit - wie Improvisation zu zweit gelingt Ihr könnt auf einen Pool von Bewegungsoptionen und "Figurenmaterial" zurückgreifen, der es Euch erlaubt, den Tanz möglichst abwechslungsreich und spontan zu gestalten. Ihr ruht ganz in den Möglichkeiten des Augenblicks, so dass keine Abläufe zu Gewohnheiten werden, die die Freiheit beschränken. Ihr improvisiert euren Tanz aus dem Moment heraus und seid frei in eurer choreographischen Gestaltung. Jeder in seiner Rolle, nach seinen persönlichen und technischen Möglichkeiten. Ihr seid euch gegenseitig gleichzeitig Inspiration, Unterstützung und Herausforderung im Besten Sinne. Ihr begreift vermeintliche Fehler und Hindernisse genauso als Improvisationsquelle, wie die Musik, den Raum und die Bewegung der anderen Paare im Raum. Ihr versteht es beide, verschiedene Tempi zu variieren, mit Rhythmus und Melodie zu spielen und Pausen gekonnt zu tanzen. Ihr seid beide in der Lage zu interpretieren und zu gestalten und schöpft eure Möglichkeiten in den unterschiedlichen Rollen aus, ohne miteinander zu konkurrieren. Ihr fühlt euch verbunden, getragen und inspiriert von einander, der Musik, dem Raum.... etwas größerem. TANGO. 1+1 = 3 Tango ist das Dritte, das entstehen kann, wenn Ihr euch auf diese Weise begegnet und verbindet. Keiner von Euch beiden kann Tango alleine erschaffen.

  • Vom Schildkrötenkopf zur aufrechten Frau: Über Kopf, Nacken und Schultern tänzerisch die eigene Würde zurückerobern. Über Tango Coaching alte Prägungen lösen.

    Rotraut Rumbaum Tango Argentino Transformation: Von der Schutzhaltung von Kopf, Schulter und Nacken zum Fühlen hin zum Verkörpern von Würde. Die Spuren von Kindheitstrauma hinter dir lassen. Sobald Lisa Kopf, Nacken und Schultern ins Lot bekam, verschwanden die Brüche in der Achse, legte sich ihre körperliche Unruhe - eine subtile Form von unnötiger, Ausgleich suchenden Überaktivität und sie schien plötzlich ein paar Zentimeter gewachsen.  Ich hatte das Gefühl eine befreite, strahlende und auch innerlich aufgerichteten Frau zu sehen, die plötzlich in ihrer Schönheit und Würde erblühte. Sie war mit einem Mal viel leichter führbar, die Verbindung wurde definierter, verlässlicher und sie als Person besser zu spüren. Ihr Mann war begeistert und in ihrerTangolaufbahn war das aus meiner Sicht ein absoluter Quantensprung. Was war mir aufgefallen an ihrer Haltung? Lisa war nach Jahren wieder zu mir gekommen, nach Einzelcoaching auch mit ihrem Mann. Mir waren spezielle Eigenheiten in ihrer Haltung und ihrem Bewegungsmuster aufgefallen die sich über all die Zeit hartnäckig gehalten hatten. Aus meiner Sicht behinderten diese ihre Stabilität, ihren freien Ausdruck und erschwerten eine durchgängige und entspannte Verbindung zu ihr.   Ich spürte dem nach. Ich bemerkte, wie ihre spezielle Kopfhaltung nach vorne und unten (sie selbst nannte es ihren Schildkrötenkopf), die nach vorne gezogenen Schultern, die Mischung von zu schwachem und zu hohem Muskeltonus in verschiedenen Körperbereichen, die unterschiedlichen "Brüche" in ihrer Achse bewirkte. Der Einfluss "schlechter" Haltung auf Ausstrahlung und Paarkommunikaton Das hatte einen fundamentalen Einfluss auf die Position des Beckens und ihre Achse, ihre gesamte Erscheinung, ihre Ausstrahlung als Frau und die körpersprachliche Kommunikation im Paar. Die Mutter und Tango: Alte Kindheitsmuster Zwischendrin erwähnte Lisa, das ihre Mutter sie ihr Leben lang klein gemacht und kein gutes Haar an ihr gelassen hatte, auch als Lisa längst erwachsen war. Diese sei aber vor kurzem verstorben. Sie sagte ohne Umschweife, das seit dem eine Last von ihr gewichen sei und sie sich erleichtert fühle. Ich hatte, ohne es zu wissen, offenbar die Auswirkungen ihrer traumatischen Mutterbeziehung auf ihren Körperausdruck und die damit verbundenen Folgen auf die Verbindung zum Partner und ihre eigene Innere Aufrichtung erspürt. Sie hatte sich ihr Leben lang in “Hab Acht Stellung“ unbewusst geduckt und das war in ihrer Körpersprache deutlich geworden. Auch "kleine" Veränderungen brauchen Zeit und Geduld Das klingt vielleicht simpel, aber diese kleinen Veränderung in der Wahrnehmung einer unbewusst und lebenslang eingeübten Haltung brauchen unglaublich viel Konzentration und viel viel Geduld und Übung. Ich habe sie mit ihrem Einverständnis ständig wieder freundlich mit einem Code-Wort erinnert. Das Konkrete an meinem Coaching die ganz konkrete und körperliche neue Erfahrung dass diese Erfahrung im Beziehungskontext erlebt und und dort auch Neues erprobt wird das damit verbundene emotionale Selbst- und Kontakterleben das mentale Verstehen und Integrieren. Der Punkt ist, dass das Geheimnis in den kleinen, "einfachen" Dingen liegt, die meist weder wahrgenommen noch gewürdigt werden und deren Bedeutung im individuellen Gesamtzusammenhang nicht erkannt wird. Der Körper in seiner Haltung, seinem Muskeltonus, seinen spontanen Reaktionen oder Nicht-Reaktionen etc. spricht zu mir. Ich spüre zum Beispiel direkt Veränderungen im Energiefluss, "Unbelebtes", Schlaffes, Überspanntes, Brüche in der internen und äußeren Verbindung, nehme die Beziehung zum Raum, zur Musik, zum Partner wahr und vieles mehr.

  • Wir sind nicht unsere Geschichte! Selbstermächtigung und Traumaheilung - Birth into Being

    Artikel von Elena Tonetti-Vladimirova, Gründerin von Birth into Being · 18. Dezember 2014 · 2 Minuten Lesezeit Übersetzt von Rotraut Rumbaum Orginaltitel: Wir sind nicht unsere Geschichte Eine neue Persektive und Ausrichtung finden. Rotraut Rumbaum, Mindful Motion - mit NARM & Birth into Being Wir sind nicht unsere Geschichte! Wir sind nicht das, was uns widerfahren ist. Ja, es ist sehr wichtig, unsere Geschichte zu kennen, um zu verstehen, was hinter der Kraft steckt, die uns antreibt. Es ist absolut wichtig zu verstehen, was unsere Gewohnheit ausgelöst hat, unsere Macht abzugeben und uns selbst bewusstlos zu machen. Aber das ist keineswegs das, was wir sind! Was uns widerfahren ist, ist nicht unsere wahre Identität. Die wahre Identität liegt jenseits der Geschichte. Baue eine Brücke! Es gibt ein Du, das eine Geschichte hat. Dieses Du ist so viel größer als jede Geschichte, die du kennst! Der Maßstab für den Erfolg deiner Reise zur Selbstverwirklichung liegt nur in dir selbst; es wird uns niemals helfen, uns mit anderen zu vergleichen. Es ist nicht wirklich greifbar, denn es geht nicht darum, ein bestimmtes Aussehen zu haben, bestimmte Beziehungen zu pflegen, geschäftlich erfolgreich zu sein oder einen bestimmten Körperfettanteil zu erreichen... Denn es kann sein, dass unsere Vorstellungen von Erfolg auf unseren alten limbischen Prägungen beruhen, auf unseren vererbten Fehlausrichtungen, und dass sie nicht das sind, wonach wir uns wirklich sehnen. Und es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass damit Wachstumsschmerzen einhergehen... Oftmals, wenn wir unsere wahrhaftige, natürliche  innere Ausrichtung erreichen, beginnt unsere Welt, wie wir sie kennen, auseinanderzufallen. Denn zunächst verlangt sie von uns, dorthin zurückzukehren, wo wir waren, an den Ort der Fehlausrichtung, weil alle unsere bisherigen Verbindungen von diesem Ort aus bestehen. Wenn du dich veränderst, beginnen diese Verbindungen zu versiegen und zu zerfallen, weil sie nicht in den neuen Raum passen, den du dir gerade für dich selbst schaffst. Es gibt so etwas wie eine echte Verbindung zu jemandem, die in der Übergangsphase gerettet werden kann. Es ist eine Verbindung, für die es sich zu kämpfen lohnt. Sie kann nicht nur gerettet werden, sondern hat auch das Potenzial, dir eine Erfahrung wahrer Intimität zu schenken, vielleicht sogar zum ersten Mal in deinem Leben. Wenn dein Partner die Fähigkeit hat, deinen Weg anzuerkennen, zu würdigen und zu respektieren, könnt ihr gemeinsam in einen Raum größerer Harmonie gelangen. Das ist eine sehr schöne, weitreichende Erfahrung. Ich wünsche dir alles Gute für diese großartige Zeit des Übergangs! Elena Tonetti-Vladimirova Gründerin, Birth Into Being 4. Dezember 2014

  • Schamanisch-systemisches Heilritual mit Gongsession - Samstag 1. November

    Eine Kooperation mit Mel Prayon. Das schamanische Heilritual vereint auf wunderbare Weise die Weisheit des Medizinrades mit dem systemischen Ansatz des Familienstellens. Rotraut Rumbaum Mindful Motion, Schamanisches Heilritual mit Mel Ich liebe es, mich in Dimensionen zu begeben, die jenseits des analytischen Verstandes liegen und so die Wahrnehmung vom Leben und vom Menschsein erweitern. Während wir bei (Familien-) Aufstellungen oft Anliegen anschauen, die sich aus einer konkreten Lebenssituation ergeben, bietet das Schamanische Heilritual Gelegenheit Blockaden zu erkennen und aufzulösen, die wir aus früheren Leben mitbringen. Die Anliegen können hier etwas abstrakter sein. Z.B. „Ich möchte der Stimme meines Herzens folgen“ oder „Ich möchte mein volles Potenzial leben“. Mel und ich möchten Dich einladen, mit auf schamanische Reisen zu gehen und die Welt früherer Leben zu erkunden. „Frühere Leben“ – gibt es so etwas überhaupt? Eine Energie, eine Seele, wie auch immer wir es nennen mögen, die unser irdisches Dasein überdauert? Erfahrungen aus früheren Leben speichert, die noch heute Auswirkungen auf unseren Lebensalltag haben? Das tolle ist, du musst nicht einmal an frühere Leben glauben – es reicht aus, sich der Möglichkeit zu öffnen und mit Neugierde zu erkunden, was sich zeigt. Nach einer kurzen Einführung in das Medizinrad öffnen wir unsere Intuition mit spielerischen Übungen. Erlaube dir die Erfahrung, mit deiner Intuition zu "sehen", "fühlen", "wissen" und so diese Wahrnehmungsebenen in dir (weiter) zu entwickeln. Das Medizinrad Das Medizinrad bringt uns in Kontakt mit den verschiedenen Aspekten, die sich auch in uns widerspiegeln: Seele, Körper, Emotionen/Inneres Kind, Verstand, Ahnen, Lebensaufgabe, Erfahrungen der Seele und Lebensenergie. Während des Heilrituals kannst du diese als Stellvertreter in dir erkunden. Wenn du dein eigenes Anliegen einbringst, kannst du in Kontakt kommen mit individuellen Erfahrungen deiner Seele und diese integrieren. Erst, wenn alle Aspekte in uns gesehen und gewürdigt werden und miteinander im Kontakt sind, blockieren sie uns nicht mehr sondern stehen uns als Quelle der Kraft zur Verfügung. Ablauf eines Schamanischen Rituals: 1. Phase: Derjenige, der ein Anliegen hat (=Empfangender), formuliert dieses, legt sich hin und schließt die Augen. Die 8 Aspekte (Seele, Inneres Kind, Herz/Verstand, Körper, Ahnen, Karma, Lebensaufgabe und Lebensenergie) werden durch Stellvertreter dargestellt, die ihre Position wählen. Nachdem die Energie durch eine bestimmte Atemtechnik zu schamanischen Trommelrhythmen aufgebaut wird, nehmen die 8 Aspekte ihre Position ein und lassen Bilder, Sätze, Gefühle aufsteigen zu der Frage: „Was ist passiert, dass das Anliegen aktuell (noch) nicht gelebt werden kann.“ Aus den Informationen gewinnen wir eine „Geschichte“, die die Seele desjenigen, der das Anliegen formuliert hat, in einem vergangenen Leben erfahren hat. 2. Phase: Die 8 Aspekte gehen miteinander in Kontakt. Oft wird hier deutlich, dass Aspekte wie Verstand oder Inneres Kind die „Leitung“ übernommen haben. Sie finden heraus, was sie brauchen, um ihren Platz einzunehmen und der Seele die „Leitung“ zurückzugeben und zu unterstützen. 3. Phase: Wenn die Seele und die Aspekte im Einklang sind, werden die Erfahrungen aus dem Ritual im Körper des Empfangenden verankert. Falls du bereits ein konkretes Anliegen für eine Aufstellung / hast, gib dies bitte bei der Anmeldung an – dann würde Mel gerne vorab mit dir telefonisch über dein Anliegen sprechen. Allgemeiner Ablauf Wir beginnen mit der Einführung ins Medizinrad, und anschließenden Begegnungen und "Spielen", um unsere Wahrnehmung und Intuition zu öffnen und zu weiten. Direkt vor dem Heilritual räuchern wir mit weissem Salbei, trommeln und eröffnen den Raum. Wir nutzen Atemsequenzen wie chaotisches Atmen um aus dem Kopf rauszukommen und starten dann direkt. Um das Erlebte zu integrieren gibt es zum Abschluss noch 30 Minuten eine Gong-Klangsession. Organisatorisches Kosten Bei Teilnahme mit eigenem Anliegen 150,- EUR. Bei Teilnahme als Stellvertreter für einen Aspekt 8 0,- EUR. Die Platzreservierung erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen und der Überweisung. Anmeldung :  Wenn Du noch mehr über den Ablauf erfahren möchtest oder nicht sicher bist, ob das der Format für Dich und deine aktuelle Situation passend ist, kontaktiere Mel: Email: kontakt@melanie-prayon.de Homepage: https://www.melanie-prayon.de/ Telefon: 01520 / 650 71 55 (oder WhatsApp) Typ=Veranstaltung Datum=2025.11.01

  • Familienstellen und mehr... mit Gong Session zum Abschluss - Sonntag 19ter Oktober

    Leitung Mel Prayon mit Gongsession zum Abschluss von Rotraut Das Herzstück bei diesem Aufstellungstag werden die Aufstellungen sein, die Mel je nach Situation mit Bewegungs-, Begegnungs- und Reflektionselementen unterstützt. Zwischendurch wird es immer mal wieder kleine Tanzeinheiten und Musik geben. Für die Integration und eine tiefe Entspannung zum Abschluss des Tages verwöhne ich dich mit einer Gong-Klangsession. Systemische Aufstellungen sind eine wunderbare Möglichkeit, dir deiner unbewussten Denk- und Verhaltensmuster bewusst zu werden. Bei einer Aufstellung werden Dynamiken sichtbar, die auf dich einwirken. Dadurch, dass di das Licht deines Bewusstseins liebevoll darauf richtest, kannst du Blockaden lösen und alte Wunden heilen. Mit dem neu gewonnenen Blick auf dich, deine Liebsten und deine Lebenssituation bist du frei, um neue Denk- und Verhaltensmuster zu etablieren. Dein Erleben, Situationen oder dem Verhalten anderer ausgeliefert zu sein, kann sich wandeln in einen selbstwirksamen, verantwortungsbewussten Umgang mit dir selbst und dem Außen in jeder Lebenssituation. Falls du bereits ein konkretes Anliegen für eine Aufstellung / hast, gib dies bitte bei der Anmeldung an – dann würde Mel gerne vorab mit dir telefonisch über dein Anliegen sprechen. Wenn du noch mehr über den Ablauf erfahren möchtest oder nicht sicher bist, ob das Format für dich und deine aktuelle Situation passend ist, kontaktiere uns. Organisatorisches Anmeldung Bitte melde Dich möglichst bis 14 Tage vorher an unter: oder unter www.melanie-prayon.de/kontakt Kontakt zu Mel Prayon: Email: kontakt@melanie-prayon.de Homepage: https://www.melanie-prayon.de/ Telefon: 01520 / 650 71 55 (oder WhatsApp)

  • Warum NARM? Wie dieser innovative, tiefgreifende Ansatz helfen kann, alte Wunden zu heilen

    Zusammenfassung: NARM (Neuro-Affective Relational Model) ist ein therapeutischer Ansatz, der sich auf die Heilung von Bindungs- und Entwicklungstraumata konzentriert. Ein zentraler Gedanke von NARM ist, dass unsere größten Sehnsüchte oft mit unseren tiefsten Ängsten verknüpft sind – ein wesentlicher "Kernkonflikt", der in der Therapie erforscht wird und den du vielleicht kennst. Durch das Fühlen, Verstehen und Auflösen früh im Leben gelernter Schutzstrategien entwickelt sich mehr Selbstwirksamkeit, innere Sicherheit und Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit. Dabei lernst du, dich aus alten Mustern zu lösen und zunehmend selbstbestimmt zu handeln. So helfe ich dir mit NARM, tiefsitzende Ängste zu überwinden, erfüllende Beziehungen aufzubauen - ganz voran zu dir selbst - sowie dein Leben im Einklang mit deinen ganz eigenen Wünschen und Zielen zu gestalten. Ich freue mich, dir den Ansatz vorzustellen, der mein therapeutisches Arbeiten maßgeblich bereichert und von dem ich begeistert bin: die NARM (Neuro-Affective Relational Model). Vielleicht fragst du dich, warum das für dich relevant sein könnte? Was hast du davon? Wofür ist es gut? Rotraut Rumbaum Mindful Motion, NARM bei Folgen seelischer Kindheitswunden Was ist NARM und was macht diesen Ansatz so wertvoll? NARM ist ein auf Entwicklungs- und Bindungstrauma spezialisierter Therapieansatz. Vielleicht hast du das Wort Bindungstrauma  schon gehört – es bezieht sich auf schmerzhafte Erfahrungen, die früh im Leben, in der Kindheit, vielleicht schon im Babyalter oder sogar im Mutterleib gemacht werden. Solche frühen Verletzungen können tiefen Einfluss auf unser Leben haben, das meiste davon unbewusst. NARM- ist besonders hilfreich, wenn es um Themen wie Selbstwertgefühl, Beziehungsfähigkeit und das Gefühl von Freiheit und innerem Frieden geht. Warum könnte NARM für dich interessant sein? Viele Menschen sind überrascht, wenn sie entdecken, dass sie an den Folgen von Entwicklungs- bzw. Bindungstraumata leiden. Ein paar typische Herausforderungen, die Menschen zu NARM bringen, sind zum Beispiel: Schwierigkeiten in Beziehungen : Vielleicht hast du das Gefühl, dass du anderen nicht wirklich vertrauen kannst. Oder du merkst, dass du dich schnell zurückziehst, wenn es um Nähe und emotionale Bindung geht - oder nicht gut alleine sein kannst. Selbstwertprobleme : Vielleicht fällt es dir schwer, dich selbst zu akzeptieren. Du hast möglicherweise das Gefühl, nicht gut genug zu sein, fühlst dich schnell unsicher und abgelehnt, auch wenn das an der Oberfläche vielleicht nicht so direkt sichtbar ist. Chronische Anspannung oder ein Gefühl von Überforderung : Manchmal scheint es, als würdest du ständig auf "Habachtstellung" sein, immer bereit, auf Probleme zu reagieren, ohne dass im Aussen wirklich etwas Bedrohliches passiert. Selbstsabotage und Prokrastination : Vielleicht erkennst du, dass du dich immer wieder selbst ausbremst, dir im Weg stehst oder wichtige Aufgaben vor dir herschiebst. Oft steckt dahinter eine tiefe Angst vor dem Scheitern oder der Erfolgslosigkeit, die unbewusst in die eigenen Entscheidungen hineinwirkt. Um nur einige zu nennen... Diese Themen können die Lebensqualität ziemlich einschränken uns daran hindern, uns wirklich authentisch, lebendig, frei und auch verbunden zu fühlen. Die meisten sind so sehr daran gewöhnt, dass sie dieseErfahrungen als normal ansehen und sich kaum wirklich vorstellen, sie könnten sich selbst, Beziehungen und das Leben auch ganz anders Erleben. Und hier kann NARM unterstützen – aber wie? Der zentrale Kern von NARM: Wo die größte Sehnsucht ist, liegt oft auch die größte Angst Ein wichtiger Grundgedanke in der NARM-Therapie ist, dass unsere tiefsten Sehnsüchte oft mit den größten Ängsten verbunden sind. Das, was wir uns am meisten wünschen – wie echte Nähe, tiefes Vertrauen, das Gefühl, wirklich gesehen und verstanden zu werden und authentischer Selbstausdruck – ist häufig genau das, wovor wir am meisten zurückschrecken. Diese innere Spannung zwischen Wunsch und Furcht nennt NARM den „Kernkonflikt“, und er bildet den roten Faden in der therapeutischen Arbeit. In NARM gehen wir davon aus, dass die Strategien, die wir zum Selbstschutz entwickelt haben, oft auch die Dinge blockieren, nach denen wir uns am meisten sehnen. Dieser Kernkonflikt wird behutsam beleuchtet und gemeinsam in der Tiefe erforscht: So können wir lernen, die früh im Leben erlernten Schutzmuster zu erkennen, zu würdigen und Stück für Stück zu überwinden. Wir begreifen, wie wir uns damit heute als Erwachsener selber im Weg stehen, und unsere tiefsten Wünschen, unser authentisches Selbst und unsere Lebendigkeit sabotieren. Wir lernen, uns langsam zu öffnen – um nach und nach wirklich das in unser Leben einzuladen, was wir uns so sehr wünschen und uns selbst anzuerkennen, so wie wir sind. Was bringt dir die Arbeit mit NARM? Die Kraft der Selbstwirksamkeit Eine der wichtigsten Stärken der NARM-Therapie liegt darin, dass du lernst, deine eigene Selbstwirksamkeit zu entwickeln. Selbstwirksamkeit bedeutet im Kern, dass du das Gefühl hast, wirklich Einfluss auf dein Leben nehmen zu können und das Vertrauen gewinnst, dass deine Entscheidungen und Taten etwas bewirken.  Anders gesagt: Du erkennst, dass du selbst die Zügel deines Lebens in der Hand hältst. In der NARM-Therapie lernst du Schritt für Schritt, das Vertrauen in deine eigene Kraft zurückzugewinnen, damit du deine Wünsche und Ziele tatsächlich umsetzen kannst – und nicht auf die äußeren Umstände oder die Handlungen anderer angewiesen bist. Dieser Prozess ist wie das Anbauen einer inneren Kraftquelle, aus der du schöpfen kannst, um dein Leben selbstbestimmt und in Einklang mit deinen eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Selbstermächtigung: Der Schlüssel zu einem erfüllten Leben Selbstermächtigung klingt vielleicht nach einem großen Wort, doch es bedeutet schlichtweg, dass du selbst dazu befähigt wirst, dir das Leben zu erschaffen, das du wirklich möchtest. Das funktioniert nicht von heute auf morgen, aber die NARM-Therapie unterstützt dich dabei, alte Muster und Blockaden zu lösen, die oft seit der Kindheit bestehen. Du lernst, dich nicht länger klein oder abhängig zu fühlen, sondern erkennst, dass du selbst aktiv für dein Wohlbefinden sorgen kannst. Warum könnte NARM das Richtige für dich sein? Wenn du spürst, dass dich bisher etwas zurückgehalten hat, ein Leben zu leben, das wirklich zu dir passt und nach Beziehungen, die dich tief erfüllen, bereichern und beglücken, könnte NARM der richtige Weg für dich sein. Mit NARM lernst du, in kleinen, beständigen Schritten dein Leben selbst bewusst zu gestalten. Du erkennst, dass du die Kraft und Fähigkeit hast, aus deinem Herzen heraus ein authentisches Leben und damit eine erfüllte Zukunft zu gestalten. Falls du Fragen hast oder dich für eine Sitzung interessierst, melde dich gerne bei mir. Ich freue mich darauf, diesen Weg mit dir zu gehen und dir zu helfen, dein Leben mit mehr Selbstvertrauen, Lebendigkeit und Tiefe zu gestalten.

  • Mindful Motion Tango - eine NARM inspirierte verkörperte Selbsterforschung. Auch als alternative Paartherapie.

    Rotraut Rumbaum, Mindful Motion Tango und NARM Tango – das Bild, das vielen sofort aufscheint, ist noch immer geprägt vom klassischen Klischee: der starke, charismatische Mann, der die hingebungsvolle Frau sicher über das Parkett führt. Ein Bild voller Leidenschaft, Polarität – und Begrenzung! Denn so lebendig dieses Bild auf den ersten Blick vielleicht erscheinen mag - es täuscht. Was Tango in seinem Kern sein bedeutet, geht tiefer, kann verborgene Ängste und Sehnsüchte berühren, ist in seinen Möglichkeiten viel weiter und bunter. Und genau hier setzt Mindful Motion Tango an – als verkörperte Selbsterforschung, als Türöffner für individuelle Entwicklung, die Erfahrung der eigenen Beziehungsdynamik und sicherer Bindung im Sinne der NARM. Tango – ein Spiel mit allen Anteilen Wir tragen weibliche und männliche Qualitäten in uns – Empfänglichkeit und Gestaltungskraft, Hingabe und Führung. Tango wird lebendig, wenn diese Qualitäten miteinander tanzen dürfen. In uns selbst und zwischen zwei Menschen. Was im klassischen Tango oft als starrer Gegensatz inszeniert wird, findet hier seine organische, sich ständig wandelnde Form: Tango lebt von lebendigem Ausdruck im Miteinander, nicht von Einseitigkeit. Und genau das macht ihn zu einer so kraftvollen Praxis für Beziehung, für Verkörperung – und für tiefes persönliches Wachstum. Die Essenz: Präsenz, Einheit, Freiheit Im Tango Argentino wirken drei Prinzipien wie eine stille Architektur zusammen – sie stützen und bedingen einander: Präsenz Du bist im Hier und Jetzt, spürst deinen Körper, deinen Atem, deinen Stand im Raum. Du balancierst Stabilität und Flexibilität, behältst deinen eigenen Rhythmus, auch wenn das Außen sich verändert. Einheit Aus deinem eigenen Zentrum heraus verbindest du dich mit dem Partner. Ohne dich zu verlieren, ohne den anderen zu vereinnahmen. Ihr haltet gemeinsam den Beziehungsraum – elastisch, lebendig, respektvoll. Freiheit Auf der Basis von Präsenz und Verbindung entsteht Improvisation. Ein kreatives, freies Spiel, in dem beide tanzen, gestalten, führen, folgen, atmen – jeder für sich und beide gemeinsam. Tango als verkörperte Selbsterforschung Tango kann nicht "gemacht" werden – er entsteht . Zwischen zwei Körpern, zwei Nervensystemen, zwei Geschichten. Genau darin liegt seine Kraft als Selbsterfahrungsweg, besonders im Kontext von NARM und Paartherapie. In der Umarmung des Tangos spiegeln sich früheste Beziehungserfahrungen: Wie viel Nähe kann ich zulassen? Wo verliere ich mich im anderen? Wo schotte ich mich ab, um mich zu schützen? Wie gelingt Kooperation ohne Selbstaufgabe? Unser implizites Gedächtnis – das körperliche Erleben aus der Zeit, bevor wir Worte hatten – wird aufgerufen. Und zeigt sich.Oft subtil. Manchmal überwältigend. Immer ehrlich. Tango bringt an die Oberfläche, was im Körper gespeichert ist. Das Kerndilemma: Zwischen Anpassung und Eigenständigkeit Eine meiner eindrücklichsten Erfahrungen machte ich in Technik-Workshops für Frauen: Alleine getanzt, waren die Bewegungen präsent, musikalisch, ausdrucksstark.Sobald es in den Paartanz ging, veränderte sich etwas:Plötzlich ging die eigene Stabilität verloren, die Bewegungen wurden unsicher, die Anpassung dominierte – oft unbewusst. Ein leiser innerer Kampf: Wie bleibe ich bei mir – und im Kontakt? Hier offenbart sich das, was auch in NARM eine zentrale Rolle spielt: Das Kerndilemma zwischen Bindung und Autonomie. Im Tango wird es nicht nur sichtbar – es wird erlebbar . Verkörpert. Und genau das eröffnet neue Möglichkeiten: für Bewusstheit, für Entwicklung, für heilsame Beziehungserfahrungen. Warum Mindful Motion Tango in Therapie und Coaching wirkt Mein bewusster, sensitiver und das subjektive innere Erleben einbeziehende Tango Ansatz ermöglicht es: Ganz im Hier und Jetzt zu sein. Die Qualität der Beziehung zu sich selbst und dem eigenen Körper zu erfahren. Tiefliegende Beziehungsdynamiken konkret fühlen und erkennen zu können. Heilsame Erfahrungen von Verbindung und Eigenständigkeit zu erfahren. Zu erkennen, wo wir unsere tiefsten Wünsche, Bedürfnisse und Sehnsüchte unbewusst selbst sabotieren. Im Tango begegnen wir archetypischen Themen: Umarmung, Rhythmus, Führen und Folgen, Vertrauen, Hingabe, Grenzen. Wir erforschen: Was sind meine Ressourcen? Wo zeigen sich altbekannte Muster aufgrund früher lebensgeschichtlicher Prägungen? Was vermeide ich? Was verstecke ich? Was betone ich? Was wird möglich, wenn ich ganz präsent im Kontakt bleibe? Das Schöne daran: Diese Erfahrungen sind nicht nur intellektuelles Verstehen – sie sind verkörpertes Wissen . Eine neue Spur, die im Körpergedächtnis gelegt wird. Eine Einladung, die eigene Beziehungskompetenz auf einer tiefen, ganzheitlichen Ebene zu entwickeln. Tango als Spiegel der Verkörperung lebensgeschichtlicher Prägungen und Erfahrungsraum Vielleicht spürst du beim Lesen einen leisen Impuls, diesen Raum zu betreten. Nicht perfekt. Nicht "richtig". Sondern neugierig, offen, lebendig. Denn: Tango entsteht, wenn zwei Menschen – jeder bei sich und doch miteinander – das Unbekannte tanzen. Und genau darin liegt die Magie - und auch die heilsame persönliche Erfahrung.

  • Die verborgene Tango Choreografie: Die Tango-NARM-Synthese transformiert tiefliegende innere Konflikte in Potential

    Mindful Motion Tango - Synthese aus Tango Argentino, NARM und Tanztherapie Warum stehst du dir im Tango vielleicht selbst im Weg? Du nimmst Unterricht, übst fleißig, und doch gibt es diese Momente, in denen etwas in dir blockiert und du dich fragst, warum es in manchen Bereichen irgendwie nicht vorwärts zu gehen scheint. Als würde ein Teil von dir die Bremse ziehen, während ein anderer Teil vorwärts drängt. Diese Erfahrung ist nicht nur im Tango, sondern im gesamten Leben verbreitet – und hat tiefere Wurzeln, als du vielleicht ahnst. Die zwei Tänzer in uns Beim Tango Argentino erlebe ich in meiner Arbeit oft ein faszinierendes Phänomen: Menschen kommen mit dem bewussten Wunsch, sich intensiv zu spüren, sich lebendig und leidenschaftlich auszudrücken, sich miteinander zu verbinden, sich hinzugeben, authentisch zu sein – und doch arbeitet ein Teil in ihnen unbewusst gegen genau diese Sehnsucht. Kürzlich hatte ich eine besonders erhellende Stunde mit einem Klienten, der diesen inneren Konflikt auf den Punkt brachte. Stell dir vor, er beschrieb es so: "Es ist, als würde ich mit aller Kraft eine Tür zuhalten, obwohl ich eigentlich gekommen bin, um sie zu öffnen." Diese Metapher trifft den Kern dessen, was in meiner NARM-Arbeit als "Kontakt-Überlebensstruktur" bezeichnet wird – eine tief verankerte Schutzstrategie aus unserer frühen Kindheit, die wie ein Autopilot weiterläuft, lange nachdem die ursprüngliche Gefahr vorüber ist. Tango als Spiegel Was macht den Tango so besonders in diesem Zusammenhang? Er ist ein Mikrokosmos unserer Beziehungsmuster. Allem vorran der Beziehung zu uns selbst. Hier zeigt sich alles in verdichteter Form: Wie wir uns im Kontakt erleben und mit Nähe und Distanz umgehen. Was kann/darf ich fühlen oder sogar zeigen, was vermeide oder verstecke ich? Wie wir "führen" oder "folgen", was wir unbewusst damit verbinden und wie unser Körper auf Autopilot dar uf reagiert. Wie wir mit Unsicherheit und Verletzlichkeit aber auch mit unserer Power und unserer authentischen Ausdruckskraft in Kontakt und Bewegung umgehen Im Tango kannst du dich nicht verstecken. Die Umarmung, die Verbindung, der nonverbale Dialog – all das bringt deine tiefsten Muster an die Oberfläche. Was im täglichen Leben verborgen bleibt, wird hier sichtbar und spürbar. Deine geschlossene Tür im Tango Wie zeigt sich diese "geschlossene Tür" im Tango? Auf vielfältige Weise: Du möchtest dich hingeben, spürst aber einen inneren Widerstand, der dich steif und kontrolliert bleiben lässt Du sehnst dich nach Verbindung, findest dich aber ständig in deinem Kopf wieder, denkend und analysierend statt fühlend Du willst dich frei und spontan ausdrücken, doch etwas in dir zieht sich zurück, sobald du im Mittelpunkt stehst Du suchst Freiheit im Tanz, hältst aber unbewusst an starren Mustern fest Besonders interessant ist, dass viele fortgeschrittene Tänzer:innen technisch brillant sein können und dennoch an diesen inneren Blockaden leiden. Die Technik ist da, aber etwas fehlt – jene lebendige Authentizität und Präsenz, die den Tango erst zum Leben erweckt und die gewünschte innere Erfüllung bringt. Das erwachsene und das kindliche Bewusstsein Um zu verstehen, was hier geschieht, müssen wir zwei verschiedene Bewusstseinsebenen betrachten, die in uns wirken: Das erwachsene Bewusstsein : Der Teil von uns, der bewusst entscheidet, zum Tango zu gehen, zu tanzen, zu lernen, sich zu verbinden und dieses spezielle soziale Gefüge einzufinden. Der Teil, der Ziele setzt und rational denkt. Das kindliche Bewusstsein : Der Teil, der früh geprägt wurde durch unsere Beziehungserfahrungen, lange bevor wir sprechen konnten. Dieser Teil reagiert emotional, instinktiv und ohne unser bewusstes Zutun. Und oft erzählt der etwas ganz anderes als unser Verstand. Er drückt sich eher unbewusst durch unseren Körper und seine non-verbale Kommunikation aus. Während dein erwachsenes Bewusstsein sich nach der Nähe und dem Kontakt sehnt, die der Tango bietet, kann dein kindliches Bewusstsein genau davor zurückschrecken – basierend auf frühen Erfahrungen, in denen Nähe, eigenständiger Selbstausdruck, vielleicht mit Verlust von Bindung, oder/und Autonomie, mit einem Gefühl von Überwältigung oder tiefer Enttäuschung verbunden war. Ein Durchbruch im Tango Was kann diese Erkenntnis für deinen Tango bedeuten? Sie öffnet die Tür zu einer tieferen Ebene des Tanzens: Mein Klient machte zum Beispiel einen grossen, berührenden Schritt, als er in unserer Arbeit zum ersten Mal seinen "inneren kleinen Jungen" – jenen Teil, der so verletzt und ängstlich war – wahrnehmen, in den Arm nehmen und ihm versichern konnte, dass er jetzt als Erwachsener für ihn da sein und auf ihn aufpassen würde. Dieser Moment der Selbstfürsorge und des inneren Kontakts war tief bewegend für ihn. In den folgenden Tänzen und den nächsten Wochen veränderte sich seine Präsenz spürbar. Sein Körper wurde entspannter, seine Führung klarer, sein Ausdruck authentischer. Nicht weil er mehr Technik gelernt hatte, sondern weil etwas in ihm sich entspannt hatte – jene Anstrengung, die Tür geschlossen zu halten, konnte nachlassen. Dein eigener Weg zur Öffnung Vielleicht erkennst du ähnliche Muster in deinem eigenen Tango? Hier sind einige Fragen zur Selbstreflexion: In welchen Momenten im Tango fühlst du dich besonders unwohl oder angespannt? Gibt es Situationen, in denen du dich zurückziehst, obwohl du eigentlich mehr Kontakt möchtest? Oder in denen du dich stärker, souveräner, toller zeigst, als du dich fühlst, um deine Verletzlichkeit nicht zu spüren und ein möglichst positives Bild von dir abzugeben? Bemerkst du wiederkehrende "Störungen" in deiner Tanzverbindung oder in deiner eigenen Haltung/Bewegung? Welche frühen Beziehungserfahrungen könnten damit in Verbindung stehen? Die Arbeit mit diesen tiefen Mustern geschieht nicht über Nacht. Sie beginnt mit Bewusstheit – dem Erkennen der "Tür", die wir unbewusst geschlossen halten – und führt über behutsame Exploration zu neuen Möglichkeiten des In-der-Welt-Seins. Tango und NARM: Ein effektives Duo In meiner Arbeit verbinde ich Tango-Coaching mit NARM (Neuro-Affective Relational Model), einer therapeutischen Methode, die speziell für die Heilung und Integration früher Entwicklungs- und Bindungstraumen entwickelt wurde. Diese Kombination ist besonders kraftvoll, weil: Tango die unterirdischen Muster spürbar und sichtbar machen kann, die uns im Alltag oft verborgen bleiben, aber unser Leben maßgeblich bestimmen NARM ein wunderbares "Werkzeug" und ein achtsamer menschlicher Resonanzraum ist, der hilft, diese innern Muster spüren, annehmen und transformieren zu können Die Körper-, Bewegungs- und die Beziehungsdimension des Tangos direkt mit den verkörperten Erinnerungen arbeitet (und die kognitiv meist nicht zugänglich sind) Beide Ansätze das Gleichgewicht zwischen Verbindung und Autonomie sowie authentischer Präsenz und damit innere Freiheit fördern! Eine Einladung Wenn du neugierig geworden bist, wie deine eigenen unbewussten Muster deinen Tango und dein Leben beeinflussen, lade ich dich zu einer besonderen Form des Tango-Coachings oder der psychotherapeutischen Begleitung ein. Hier geht es nicht nur um Figuren und Technik, sondern um ein tieferes Verständnis dessen, was in dir und zwischen dir und deinem Tanzpartner geschieht. In meinem Mindful Motion Tango mit integriertem NARM-Ansatz verbinde ich 28 Jahre eigene Tango-Erfahrung, 23 Jahre professioneller Tango-Lehrerfahrung mit meinem Wissen als NARM-Therapeutin und Tanztherapeutin. Das Ergebnis ist ein ganzheitlicher Zugang zum Tango und zu dir, der sowohl deine tänzerische Entwicklung als auch dein persönliches Wachstum fördert. Alte Wunden können so nach und nach heilen kann. Möchtest du mehr erfahren? Kontaktiere mich für ein unverbindliches Gespräch darüber, wie wir gemeinsam die Türen öffnen können, die du vielleicht unbewusst geschlossen hältst.

  • Tango Coaching und Psychologie: Wenn das Suchen nach Bestätigung dem wirklichen Tanz im Weg steht

    Vom äußeren zum inneren Tanz durch Auflösen einer gegenseitigen Abhängigkeits- und Erwartungs-Blockade: Wie Tango-Coaching unbewusst wirkende Herausforderungen aufgreifen und lösen kann. Mindful Motion Tango, Rotraut Rumbaum Ein Tangopaar ringt mit der klassischen Beziehungsproblematik von zu hoher gegenseitiger Abhängigkeit: Er macht sein Tanzerleben davon abhängig, dass sie ihm Bestätigung durch ihr Lächeln gibt. Sie wiederum vermeidet es, ihre eigenen Bedürfnisse nach mehr Präsenz und Klarheit auszusprechen. Was beide nicht erkennen: Ihre Versuche, es dem anderen recht zu machen, verhindern genau die tänzerische Verbindung, nach der sie suchen. Sie sind in einer Negativ-Spirale verstrickt. Das war das Thema meiner letzen Stunde im Bereich zwischen Tango und Psychologie, in der ich zu meiner Freude meine Kompetenzen als Mindful Motion Tango-Coach, Tanztherapeutin, NARM Therapeutin, Persönlichkeits-Coach, harmonisch integrieren konnte. Eine Stunde mit Blick unter die Oberfläche Eine persönliche Anmerkung: Ich habe gerade meine Ausbildung zum NARM-Praktiker abgeschlossen. NARM steht für "Neuro-Assoziative Relationship Model" (ja, ein etwas komplizierter Name). Diese Methode eignet sich wunderbar, um solche komplexen inneren Prozesse und "Strategien" als die früh erlernten Schutz- und Bewältigungsstrategien zu erkennen und gemeinsam zu erforschen. Auf dieser Basis können sich dann Schritt für Schritt neue, "erwachsenere" und vielfältigere Möglichkeiten des Erlebens, Begegnens und Verhaltens entwickeln. In dieser Tango-Coaching Stunde geschah etwas Besonderes. Als ich seelisch-emotionale Fragen in das Tango-Coaching einbrachte, öffnete sich ein größerer Raum für eine unerwartete, sehr positive Entwicklung. Ermutigt und total motiviert durch meine NARM-Ausbildung traue ich mich immer mehr, auch in nicht-psychotherapeutischen Settings Fragen nach dem tieferen Herzenswunsch, explorative Fragen und meine innere NARM-Haltung in die Stunden einzubringen. Solche Fragen beschreiben gut die Ziele der Methode, mit der ich hier Tango Coaching mit Psychodynamik verbinde. Das im Laufe der Zeit gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen uns ermöglichte es uns, gemeinsam behutsam und zugleich sehr ehrlich hinter die Oberfläche ihres Tanzes und ihres Miteinanders zu schauen. Und das passierte in dieser Stunde Hier ein kurzer Überblick über das was in dieser Stunde ablief. Tango Paardynamik: Blockade und Lösung Der entscheidende Moment: vor dem Tanz Also fragte ich sie vor dem Tanzen: "Wie geht's dir jetzt? Was würdest du dir in Bezug auf deinen Tanz wünschen? Was würdest du gerne erleben?" Das sind Fragen, die man im klassischen Tangounterricht nicht hört. Dort geht es im Wesentlichen um die Tanzform, nicht um den Tänzer mit seinen persönlichen Anliegen. Ich habe bewusst den Fokus vom Äußeren auf das Innere gelenkt. Denn die äußeren Wünsche haben einen Grund - eine innere Motivation. Es ging mir darum, von der äußeren Wunschstrategie zum inneren Erleben zu kommen. Was ist das eigentliche Bedürfnis hinter dem geäußerten Wunsch? Oder der erhoffte Zustand hinter dem Bedürfnis? Manchmal entpuppen sich unsere Wünsche und Bedürfnisse als eine Zwiebel mit vielen Schichten. Am Kern angekommen, spüren wir meist sehr deutlich eine körperlich-energetische Reaktion und eine starke emotionale Berührung. Seine anfängliche Herausforderung Für ihn war die Frage zunächst gar nicht so einfach zu beantworten. Spontan sagte er, er wolle "erdig laufen" und sich "cool fühlen". Das war sein äußerer Wunsch. Ich hakte nach: "Was bedeutet für dich "cool"? Was wäre, wenn du dich cool fühlen würdest? Was wäre dann anders?" Er spürte in sich hinein. Und erklärte zunächst, dass er einen schlechten Tag gehabt habe. Er sei etwas "grumpy", weil er mit seiner Arbeit unzufrieden sei. Ich lächelte ihn freundlich an und sagte: "Jetzt bist du hier. Lass dir Zeit. Finde heraus, was du wirklich willst." Die erste Öffnung Ich spürte eine gewisse Offenheit und manchmal eine schüchterne Ambivalenz. Einerseits waren sie da, um zu tanzen, andererseits spürte ich ein ehrliches Interesse an dem tieferen Vorgängen zwischen ihnen als Paar. Es war ein vorsichtiges Abtasten, das am Ende erstaunlich viel bewegte. Er sprach dann sehr ehrlich aus, was er sich wünschte: cool und erdig tanzen zu können, so dass seine Frau ihn total glücklich anstrahlt! Tango Coaching und Psychologie: Die überraschende Erkenntnis Ich griff das auf: Es schien, als sei das "erdige Laufen" nicht das Zentrale, sondern seine Strategie, seine Frau zum Lächeln zu bringen und glücklich zu machen. Das führte mich zu einer tieferen Frage, sozusagen zur zweiten Schale der Zwiebel: Was steckte dahinter? War es ein echter Wunsch oder eher eine Schutzstrategie für etwas Tieferliegendes? Oberflächlich betrachtet war sein Wunsch verständlich. Aber was verband ER mit einem Lächeln von ihr? Bestätigung, Anerkennung? Das war zumindest meine "Arbeitshypothese" (auch so ein NARM-Begriff), die sich aus meinem konkreten Gefühl für ihn in diesem Moment ergab. Natürlich ist nicht jeder Wunsch nach Anerkennung gleich ein Hinweise auf Defizite - wie alle brauchen Anerkennung. Aber hier vermutete ich eine "Kompensation" als seine untergründig hohe Abhängigkeit von ihrer Bestätigung. Und dies führte zu Partnerschaftsstress . Und dann zu Tango-Stress . Ihre unerwartete Reaktion Und so war es auch: Seine Partnerin war nicht glücklich darüber, dass er sie glücklich machen wollte. Im Gegenteil: Sie hatte das Gefühl, etwas falsch zu machen, weil sie ihn anscheinend nicht genug anlächelte und zufriedene Freude zeigte. Diese gegenseitige unbeabsichtigte Wirkung spiegelte ich ihnen. Zumindest theoretisch könnte sie sich darüber freuen, weil er es ja nur gut mit ihr meint (aus seiner Sicht). Oder sie könnte seine Aussage erst einmal so stehen lassen, weil sie weiß, dass sie ihn ja anlächelt. Sie würde es aber als Kritik an sich selbst auffassen. Was auf eigene ungelöste Themen hinweisen könnte. Ihr schwieriger Moment Als ich auch sie nach ihrem Wunsch fragte überlegte sie lange. Dann meinte sie, das könne sie jetzt nicht sagen. Denn es würde ´"alles kaputt machen" bzw. könnte nach hinten losgehen. Ich erwiderte, das wäre eine zu überprüfende ihre Annahme bzw. Befürchtung. Sicher wissen könne sie es nicht, wenn sie es nicht wagte. Ich fragte, ob sie es hier, in diesem geschützten Setting, mit meiner Unterstützung vielleicht versuchen wolle. Ich betonte, es ginge ja vielleicht weniger darum, was er eventuell mit ihrer Aussage machen könnte. Statt dessen dürfe es für sie ja auch darum gehen auszudrücken, was ihr wichtig ist und zu dem zu stehen, was sie fühlt. Denn vielleicht wolle sie ja die Beziehung aktiv mitgestalten. Der Durchbruch ihrer Wahrheit Sie brauchte einen Moment. Dann äußerte sie: Sie wünsche sich mehr Klarheit und körperliche Präsenz von ihm - etwas, das nur manchmal da ist. Vor allem in meiner Gegenwart. Sie wünschte sich diese Qualität von ihm auch, wenn ich als Coach nicht dabei wäre. Die Verstrickung der Bedürfnisse Diese gegenseitige Offenheit musste von den beiden ersteinmal verarbeitet werden! Beide fühlten sich vom anderen kritisiert. Beide gaben sie sich Mühe sich es dem anderen recht zu machen. Nun zeigte sich, das diese Bemühungen irgendwie nicht genügten. Keiner von beiden schien "es" gut genug machen zu können. Sie erkannte seine Anstrengungen übrigens durchaus an, aber das zu hören, schien seinen Frust eher noch schlimmer zu machen. Die Wendung zur Selbststärkung Mein Fokus war, jeweils den Ausdruck ihres authentisches Selbst zu unterstützen. In dem Fall ihren Mut, im Kontakt miteinander zu sich selbst zu stehen. Ich fragte: Wie ist es für euch, das mal so ehrlich auszusprechen? Zu eurer Wahrheit zu stehen? Ich war neugierig, was nun im Paar geschehen würde und ob die genannten Befürchtungen wirklich eintreten würden. Es ging für sie darum, sich mit der eigenen Wahrheit gegenüber zu stehen, ohne diese gegen sich selbst oder den anderen zu richten. Das war für sie herausfordernd, da Gefühle wie "ich bin nicht genug" oder "es reicht mal wieder nicht" bzw. "ich reiche nicht" aufkamen - damit waren sie beide konfrontiert. Sie erkannten durch das Aussprechen ihre "Projektionen", die Art, wie sie ihre eigenen Befürchtungen im anderen zu sehen glaubten. Der erste Tanz auf neuer Grundlage Nach diesem Prozess wagten sie ihren ersten Tanz - und es war beeindruckend. Plötzlich war die häufige symbiotische Vermischung verschwunden. "Symbiotisch" bedeutet hier eine letztendlich behindernde, abhängige Verschmelzung miteinander. Im NARM würden wir sagen, eine Symbiose aus frühkindlichem Bewusstsein versus einer bewussten, zeitlich begrenzten, gefühlten Verschmelzung zweier erwachsener, eigenständiger Individuen. Plötzlich stand da ein Mann, der viel mehr bei sich war, viel mehr in sich ruhte. Er war innerlich im positiven Sinne nicht mehr darauf fixiert, es ihr recht zu machen und sie zum Strahlen zu bringen - und damit viel mehr ein eigenständiges Gegenüber, das aus sich heraus klare Orientierung gab. Seine Energie war im Becken und Rücken zentriert, ohne dass ich es explizit angesprochen hätte. Er wirkte auf mich aufrecht und sehr männlich. So hatte ich ihn im Tango-Coaching noch nicht erlebt. Die sichtbare Veränderung Seine Körpersprache und Außenwirkung hatten sich fundamental verändert. Plötzlich sah ich einen Mann und eine Frau, zwischen denen ein Raum entstanden war. Es fühlte sich an, als wäre jeder durch das Aussprechen gewachsen, dadurch mehr in seiner Integrität und Selbstermächtigung (dies ist so ein NARM-Begirff aus dem Englischen: "self-empowerment"). Symbolisch gesprochen, standen sie sich wirklich gegenüber, statt in einer unbewussten Abhängigkeit von der Bestätigung des anderen miteinander verschränkt zu sein. Und das, obwohl sie ja in der Tango-Umarmung physisch durchaus verschränkt waren. Als Tango-Coach (diesmal nicht als Therapeutin), bemerkte, das ihr Tango klarer und viel ausdrucksstärker war. Ich sah sieh viel mehr als Mann und Frau miteinander. Es war paradoxerweise eine wesentlich grössere Verbundenheit bei gleichzeitig mehr Raum zwischen ihnen vorhanden - sie "begegneten" und sahen sich wirklich. Das ist für mich Tango! Ich war echt berührt. Seine neue Präsenz Eine richtige männliche Energie ging von ihm aus, wie ich sie noch nie bei ihm gesehen hatte. Sonst war er immer sehr flexibel in seinen Bewegungen, mit viel Swing im Becken, wich irgendwie aus, es gab ablenkende Umwege in der Körpersprache. Das sind Dinge, die mir mit meiner langen Tangoerfahrung sofort auffallen. Früher, wenn er mit richtig viel Energie losgelegt hat, dann ist das über das Ziel hinausgeschossen und sie konnte damit nichts anfangen, konnte das nicht mittanzen, weil er nicht klar genug war und sein Schwung dann eher Probleme bereitet. All das war verschwunden. Der weitere Verlauf der Stunde Die Stunde entwickelte sich weiter in dieser Qualität. Nach jedem Tanz schauten wir, was passierte, wie es sich anfühlte. Ich unterstützte sie darin, die Dinge auszusprechen, zu konfrontieren und sich selbst klar zu machen, was gerade der Unterschied war. Er suchte anfänglich immer wieder die Veränderung im Außen. Er konnte das innere Verändert-Sein zunächst kaum wahrnehmen. So fremd war das für ihn. Aber seine Partnerin erlebte und sah seine Veränderung ganz stark, ebenso wie ich. Sie strahlte! Und sie lief zu Bestform auf. Sie konnte sich nun viel besser tänzerisch einbringen, sich auf Musik und Gestaltung konzentrieren. Was wiederum dazu führte, das er sie mehr spürte und sich mit ihr verbundener fühlte. Er hatte erreicht, das sie happy war. Aber auf einem anderem Weg, als er angenommen hatte. Es war eine echte Sternstunde für die beiden - ich hatte sie noch nie so gut tanzen sehen. #TangoCoaching #TanzUndPsychologie #InnereReise #BeziehungImTango #Selbstreflexion #EmotionImTanz

  • Tango und ein Erleben von Würde. Einblick in eine Psychotherapie Stunde mit Tango Elementen

    Wie oft erleben wir, dass unser Körper mehr über uns weiß als unser Verstand? Oder dass bewusstes, neugieriges Erforschen von Körperwahrnehmung und Bewegung ein emotionales Erleben ermöglicht, das wir uns im Alltag nicht wirklich vorstellen können bzw. erlauben würden? In dieser Therapiestunde mit den Themen Tango und Aufrichtung erlebte ich einmal mehr, wie wichtig und heilsam es ist, Körperwahrnehmung, Bewegung und das formulieren eines Ich-Satzes an der richtigen Stelle zu wichtigen Einsichten und neuen Möglichkeiten inneren Erlebens führt. In diesem Fall wirkte "einfaches" Tango Gehen im therapeutischen Kontext als Brücke zwischen körperlicher Präsenz und innerer Transformation. Der Ruf nach Verkörperung durch Tango Manchmal weiß unser Körper genau, was wir brauchen. So begann auch diese Session - mit dem intuitiven Wunsch meines Klienten, sich zu bewegen und seinen Körper zu spüren. Ein kleines Erlebnis in einer der früheren Stunden hatte ihn so bewegt, dass er mehr davon erfahren wollte. Das Tango-Laufen, ein Element, das wir in der Vergangenheit nur gestreift hatten, zog ihn magisch an. Die Tiefe hinter seinem Wunsch - die Verbindung von Tango und Psychotherapie macht es möglich Was als einfacher Wunsch nach Bewegung begann, öffnete die Tür zu etwas, wonach er sich schon lange sehnte. In unserem anfänglichen Gespräch kristallisierte sich heraus, was das Tango-Gehen in ihm anrührte: Ein Gefühl von Präsenz und Aufrichtung Das Erleben innerer Würde Eine Form von Erhabenheit Die ungewohnte Erfahrung, ganz bewusst und authentisch Raum einzunehmen Im Alltag waren diese Gefühle für ihn wie verschüttet oder irgendwie verboten. Aber das Tango Gehen hatte ihm schon einmal einen kurzen, kostbaren Moment geschenkt - einen Hauch davon, wer er wirklich sein könnte. Ganz real - nicht nur in seinen heimlichen inneren Traumwelten. Und in der Psychotherapie mit mir fühlte er sich sicher genug, um sich auf unsicheres Terrain einzulassen. Der Körper erinnert sich Was folgte, war ein faszinierender Prozess des Wieder-Entdeckens. Wie ein Körper-Archäologe begab sich mein Klient auf die Suche nach den verschütteten Erinnerungen seiner minimalen früheren Erfahrungen mit Elementen aus Tango Argentino: Die Klarheit aus der Körpermitte Das bewusste Setzen der Füße Eine wachsende innere Größe Die kraftvolle, organische Aufrichtung der Wirbelsäule Mit jedem Schritt wurde sichtbar, wie sich seine Präsenz veränderte. Der Rücken gewann an Spannkraft und Aufrichtung, seine Ausstrahlung wurde kraftvoller, zentrierter. Es war, als würde ein verborgener Teil seines Wesens zum Vorschein kommen. Die Brücke zwischen Körper und Gefühl Interessant war die Beobachtung, wie mühelos er körperliche Empfindungen und Bewegungsdetails wahrnehmen und beschreiben konnte - eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Propriozeption. Er konnte aber nicht sagen, wie es ihm mit dem ging, was diese Körperempfindung in ihm auslöste. Also was seine innere Reaktion auf diese Erfahrung ist. Sobald es um die emotionale Ebene und Gefühle ging, um sein inneres Erleben, schien er wie vor einer unsichtbaren Mauer zu stehen. Er hat jedoch die berechtigte Hoffnung, dass wenn er sich Stück für Stück mehr in seinem Körper sicher und zu Hause fühlt, er darüber Zugang zu seinen Gefühlen und Bedürfnissen finden kann. Der Körper wird dann zur Brücke zwischen dem Bekannten und dem unbewussten, wieder zu entdeckenden Potential. Der wichtige Moment der Integration Gegen Ende der Session lud ich ihn ein auszuprobieren, seine erlebte innere Kraft und wahre Größe in Worte zu fassen: "Ich erlaube mir meine ganze Kraft und wahre Größe." Dieser Moment offenbarte ihm eine große innere Schwierigkeit: Die Überwindung, die es ihn kostet, über die Grenze des Gewohnten, vermeintlich Sicheren hinauszugehen. Selbst wenn wir uns danach sehnen, kann das Neuland auch heute noch für unser Nervensystem so bedrohlich wirken wie früher einmal. Der zusammengezogene Bauch, die innere Enge - körperliche Manifestationen alter Erfahrungen, die sich anfühlen wie gegenwärtige Gefahren. Nicht umsonst vermeiden wir auch als Erwachsene noch unbewusst alles, was zutiefst schmerzhafte Erfahrungen früher als Kind an die Oberfläche holen könnte. Die Reaktion unseres Nervensystems macht uns glauben, diese früheren, für ein Kind bedrohlichen Erfahrungen, seien noch heute real. Wachstum an der Grenze Was sich hier zeigte, war der feine Unterschied zwischen körperlichem Spüren und dem Mut, das Gespürte als Teil des eigenen Selbst anzuerkennen. "Ich" zu spüren und zu formulieren in der Gegenwart einer anderen, wenn auch noch so vertrauensvollen Person - darin lag die erfahrbare Transformation. Das verlangt den neuen Schritt der alles entscheidenden Selbstermächtigung - denn das ist im Hier und Jetzt als Erwachsener möglich. An dieser Grenze wird für ihn die dahinter liegende früh erlebte Scham erlebbar und die gefühlte Furcht verständlich. An diesem Punkt kann er wichtige neue Weichen für sich stellen, Heilung und Integration stattfinden. Fazit: Der Weg ist das Ziel Als wir uns verabschiedeten, sah ich in seinen Augen eine neue Ruhe. Er war spürbar präsenter und wirkte deutlich friedlicher. Wichtiger als das Erreichen eines bestimmten Ziels war für ihn die Erkenntnis: Der Körper ist ein kostbarer weiser Freund. Auch wenn sich das nicht immer so anfühlt. Und die Überwindung, diese Erfahrung mit dem Wort ICH laut auszusprechen hat sich für ihn zuerst unterirdisch angefühlt und unerklärlich bedrohlich, aber er hat sich getraut und am Ende festgestellt, dass es ihn nicht umgebracht, sondern ihn sehr gestärkt und entspannt hat. Die Tür zu einem inneren Raum, der lange verschlossen war, hat sich geöffnet. Als Mindful Motion Tango Coach, Tanz- und NARM-Therapeutin sowie Heilpraktikerin für Psychotherapie erfüllt mich diese Arbeit sehr. Mit Hingabe forsche ich daran, die verschiedenen Ansätze zu einer wunderbaren Synthese zusammen fließen zu lassen. Bei jedem Klienten ein wenig anders. Ich bin dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und auch dafür, diese für mich wertvollen Erfahrungen machen zu dürfen und dadurch stetig weiter zu entwickeln. Reflexionsfragen für dich: Wo spürst du in deinem Leben den Ruf nach mehr innerer Aufrichtung? Welche körperlichen Praktiken helfen dir, dich mehr mit dir selbst zu verbinden? Was bedeutet es für dich, deine eigene Größe zu erlauben? #tangoargentino #tangoundpsyche #Körperarbeit #Coaching #TangoTherapie #Embodiment #InnerePräsenz #AchtsamesBewegen #PersonalTransformation #tanztherapie #Würde #Präsenz #Psychotherapie #NARM

  • Tango als unbemerkte Selbstsabotage? Warum Authentic Movement MANCHMAL hilfreicher ist

    Neulich meldete sich ein neuer Tango-Interessent. Er hat schon ein bisschen Tangoerfahrung und fühlt sich von diesem Tanz sehr berührt. Ihn hatte auf meiner Website mein " Mindful Motion Tango " Ansatz angesprochen. Er wollte sich über den Tango tiefer selbst begegnen. Außerdem hat er gerade ein paar Jahre intensive Psychotherapie hinter sich und findet, das er zwar einiges verstanden hat, aber sich praktisch nicht wirklich etwas verändert hat. Er würde es einfach nicht schaffen, die Dinge auch umzusetzen. Vielleicht könne es ja tatsächlich helfen, auf der Körperebene anzusetzen und darüber Neues zu erfahren - anstatt das nur mit dem Verstand zu versuchen. Tango, um von sich selbst abzulenken? Tango, als Tool der Persönlichkeitsentwicklung, kann auch(erstmal) kontraproduktiv sein, sofern man auf die persönliche Entwicklung schaut. Nach der zweiten Stunde dämmerte mir in den verbalen Reflektionen mit ihm, das er sich selbst ausweicht. Er kann sich komplett um die Partnerin kümmern und alles andere "bedienen", wie Rhythmus, Figuren, Technik, Konventionen, etc. Aber genau das ist sein Muster... Bei sich bleiben, sich erstmal selbst spüren und ausdrücken, Vertrauen in sich finden in Gegenwart eines anderen z.B. über Authentic Movement oder andere tanztherapeutische Tools scheint mir - zumindest erstmal - sinnvoller. Natürlich geht es auch im Tango um Präsenz und eigene Klarheit. Aber bei tiefliegenden Verhaltensmustern, die auf dem impliziten Gedächtnis des Körpers gründen und kognitiv nicht abrufbar sind, ist die alte Reaktionsschiene so automatisch, das man sie nicht so einfach willentlich abstellen kann. Schon garnicht mit dem Kopf. Und oft auch nicht ohne die Hilfe von Außen. Die Umarmung und das Abhängigkeitsverhältnis im Tango rühren zu viel an den unbewussten seelischen Strukturen, die die Erfahrung von sicherem Kontakt UND innerer Eigenständigkeit erschweren. Es kann sein, dass es gut ist, dann erstmal die Wahrnehmung für sich selbst zu stärken, in sich selbst eine Mitte zu finden und Unterstützung für den ganz eigenen Ausdruck und das "so sein" zu bekommen. Ohne Technik. Ohne das "Korsett" des Tangos. Und auch ohne Gehen "zu müssen". Ganz frei. Mit bedingungslosem, unterstützendem Kontakt, den man sich nicht erst "verdienen" muss durch irgendwelche Kompetenzen. Von Tango zu Authentic Movement Ich erzähle ihm also von den Wirkungen und Vorteilen von Authentic Movement und er möchte das gerne ausprobieren. Im Authentic Movement halte ich Beziehung und gebe unterstützende, urteilsfreie Resonanz, die sein Selbsterleben stärkt. Ohne das er dafür erstmal irgendetwas tun muss. Ohne Fremdbestimmung, äußere Reize und Anforderungen in einem geschützten Rahmen sich selbst zu begegnen, ist für den einen erleichternd, entspannend, Energie frei setzend für den anderen vielleicht erstmal sogar beängstigend. Aber die inneren Themen sind ja sowieso da , auch wenn man sie versucht zu vermeiden. Mit Bewusstheit einzutauchen in das was da ist, kann sehr heilsam sein. Erinnerungen an frühe Erfahrungen können neuen Erfahrungen weichen, die der eigenen Sehnsucht folgen und weniger der unbewussten Hemmung oder Furcht alter Konditionierungen. Das Setting Authentic Movement und der Kontakt zu mir, als Begleitende trägt. Und von Authentic Movement zurück zu Tango Für mich ist Tango nur etwas auf später vertagt. Je nach dem, wie sich sein Prozess entwickelt können wir auch je nach Befindlichkeit und Situation beides parallel laufen lassen. Mit mehr grundlegender Sicherheit in sich selbst wird es leichter im Tango präsent zu werden und für den anderen da zu sein, ohne ihn mehr als tangomäßig zu brauchen. Und das kann man dann wunderbar im Tango ausbauen und verfeinern. Also erstmal zum ICH um von dort zum Du , zum WIR und schließlich auch darüber hinaus gelangen.

  • Heilsame Tango Herausforderung durch Coaching: Aus Konditionierungen tanzend heraus wachsen. Lernen mit NARM

    Hier erfährst du, wie du über Bewusstheit in Körperlichkeit, Bewegung, Tanz & Begegnung aus frühen (mittlerweile wahrscheinlich hinderlich gewordenen) Konditionierungen herauswachsen kannst. Ich habe hier einen Erfahrungsbericht aus meiner Arbeit geschrieben. Diese ist übrigens subtil von meiner aktuellen Ausbildung im Neuroaffektiven Beziehungsmodell (NARM) geprägt. NARM ist eine therapeutische Methode zur Heilung von Entwicklungs- und Bindungstrauma. Eine Intention in meiner Arbeit ist es, meinen Klienten zu helfen, sich ihrer selbst bewusster zu werden und immer besser selbst regulieren zu können. Dadurch steigt ihre Erfahrung von Selbstwirksamkeit - ein ganz wichtiger Aspekt. Sie entwickeln langfristig ein gesünderes Selbstbild, mit all den damit verbundenen positiven Effekten, wie neue und größere Handlungsspielräume sowie längerfristig auch erfüllendere Beziehungen. Ich gehe davon aus, das es nicht nur im Tango zufriedener und glücklicher macht, Konditionierungen, überholte innere Muster und Selbstsabotage aufzulösen. In der Folge ist man weniger angestrengt, denn man muss unbewusst nicht so viel kompensieren. Man tanzt - oder verhält sich ganz allgemein - auf einer neuen, "erwachseneren" Ebene und ist insgesamt entspannter. Hier ein kleiner Einblick, wie dies durch Mindful Motion Tango Coaching gelingen kann. In der Regel nicht in einer Stunde. Es ist ein Prozess. Denn Entwicklung ist nicht linear und braucht Zeit und Übung. Los gehts... Kürzlich hatte ich ein sehr berührendes Mindful Motion Tango Coaching mit einem Paar, das seit einiger Zeit regelmäßig zu mir kommt. Tango tanzen oder lernen könnte so einfach sein, ist aber oft eine Herausforderung Die Stunde begann mit einer unterschwelligen Frustration. Er war nicht in Tangostimmung und etwas deprimiert. Das Eintanzen war holprig und selbst die einfachsten Dinge klappten nicht so gut. Außerdem gab es rhythmische Unstimmigkeiten und Missverständnisse. Ich habe sie schon viel besser tanzen sehen. Woran lag das? Die Falle, alles richtig machen zu wollen oder sich im Anderen zu verlieren Aus meiner Außenperspektive war es klar: Sie war, ohne es überhaupt zu merken, völlig auf ihn ausgerichtet, extrem angepasst im "Alles-richtig-machen-Modus". Dadurch war sie ungewollt gar nicht präsent. Für ihn wie für mich als Außenstehende war sie nicht wahrnehmbar, nicht "sichtbar". Sie versteckte sich unbewusst sozusagen im Kokon des Paares, unter dem Deckmantel des Verstehens und der Erfüllung seiner Führungsimpulse. Sie war sich dessen nicht bewusst, oder hatte sogar das Gefühl, sich darum zu bemühen, genau das nicht zu tun. (Wir sind an dem Thema schon ein paar Stunden dran..) Beide zeigen früh konditionierte Anpassungsleistungen Das ist eine häufig zu beobachtende Verhaltensstruktur, die sich übrigens oft schon in den ersten Lebensjahren etabliert, als eine Art Anpassungsleistung an (gelinde gesagt) suboptimale Umstände in der kindlichen Entwicklung - hat also ursächlich nichts mit Tango zu tun. Wir nennen das umgangssprachlich Konditionierung. Er war körperlich sehr flexibel, locker, zu ausweichend, zu wenig zentriert, aufrecht und präsent... Also auch für sie nicht gut fühlbar als Orientierung in der führenden Rolle! ...Was wiederum verstärkt, dass sie innere Antennen zu ihm ausfährt, um ihn "spüren" und "folgen" zu können. Dadurch verliert sie noch mehr das Gefühl für sich selbst. Ihr Selbstverständnis, seine Führungsfehler, Unklarheiten und Ambivalenzen ganz selbstverständlich zu ihrem eigenen Nachteil auszugleichen, passt zu der Tendenz, sich in der folgenden Rolle von sich selbst zu entfernen. Mehr dazu weiter unten. Partnerschaftlich und gleichberechtigt, nur in unterschiedlichen Rollen Übrigens kennen das viele Frauen in der folgenden Rolle... Und leider wird das meistens gar nicht hinterfragt. Ein riesiges, und wie ich finde, wichtiges Frauenthema, an dem man im Tango wunderbar praktisch arbeiten kann. Du merkst schon, für mich ist Tango absolut partnerschaftlich, also auf Augenhöhe - gleichberechtigt, nur in unterschiedlichen Rollen. Oft lohnt es sich zu klären, wie die Beteiligten diese Rollen innerlich interpretieren und was das für sie praktisch bedeutet! Hier im Detail darauf einzugehen, was das alles ganz konkret bedeutet, würde den Rahmen dieses Beitrags bei weitem sprengen. Aber es regt vielleicht schon mal dazu an, das eigene Mindset diesbezüglich ganz ehrlich zu überprüfen und zu hinterfragen. Du kannst für Dich als Folgende im Tango gerne mal in dich hinein fühlen, inwieweit Du es Dir erlaubst, für Deinen Partner eine Herausforderung zu sein und z.B. seine Ungenauigkeiten nicht zu Deinen Ungunsten zu kaschieren und auszugleichen. Wenn Du nicht weißt, was das bedeutet, wie das geht oder Dir nicht bewusst ist, dass Du das vielleicht tust - weißt Du ja, wo Du mich findest... Tango im Kontext von Entwicklungstrauma - unterstützt durch die NARM Perspektive Ohne es zu merken, hat da ein sehr altes Verhaltensmuster "eingerastet". In NARM nennen wir so etwas eine adaptive Überlebensstruktur. Ein Beispiel für solch eine Überlebensstrategie ist beispielsweise, sich mit eigenen Impulsen zurückzunehmen und an den anderen anzupassen. Ursprünglich geschieht dies, um den Kontakt zu den Bezugspersonen zu sichern, der für das völlig abhängige Baby/Kind absolut überlebensnotwendig ist. Das geschieht aber auf Kosten der eigenen Authentizität. Es behindert es ein gesundes Selbstgefühl, selbstwirksames Verhalten und gelingende Beziehungen später im Erwachsenenalter. Seine früh erlernte Struktur, möglichst flexibel, ausweichend und beweglich zu sein, ist das Gegenstück dazu, was sich in seiner Haltung und seinen sich wiederholenden Bewegungsmustern zeigt. Das unbewusste Vermeiden von körperlicher Klarheit, Stabilität, Präsenz und auch seiner wahren Körpergröße trugen dazu bei, dass sie ihn gleichsam mit feinen Antennen innerlich suchen musste. Suboptimale Kontaktsuche über die alten Strukturen Aber auch er versuchte, sie auf seine Weise mit seinen früh erlernten unbewussten Strukturen zu erspüren und fühlte sich insgeheim etwas einsam und dadurch unterschwellig unmotiviert. Sein Muster ist, wie übrigens bei vielen anderen auch, dieses Gefühl durch erhöhte Aktivität zu kompensieren. Dies geschieht jedoch ebenso auf Kosten von Präsenz, Zentriertheit, Klarheit und Verbindung. Dadurch wird es natürlich schwierig für sie, sich auf ihre eigenen Fähigkeiten und Werte im Tango zu konzentrieren, wie z.B. ihre Achse, Technik, ihre Präsenz und Klarheit, ihren Ausdruck und ihr Gefühl für die Musik, sich selbst sowie die emotionale Verbindung zu ihm. Stattdessen gleicht sie seine Unklarheit mit grossem Selbstverständnis aus, obwohl sie sich dabei unwohl fühlt. Der Körper und seine Eigendynamik Ihre Frustration: Sie fühlte das in dem Moment gar nicht so! Ihr Körper hat da eine Eigendynamik, die sich ihrer Wahrnehmung entzieht. Das ist vor allem bei bereits früh erlernten Bewältigungsstrukturen der Fall. Sie sind im impliziten Körpergedächtnis gespeichert und entziehen sich zunächst dem bewussten Zugriff. Es ist eine unbewußt inszenierte Neuauflage der Vergangenheit - die dadurch die Chance der Bewusstwerdung und Veränderung in sich trägt. Über Mindful Motion Tango adaptive Überlebensstrukturen erkennen und heilsam verändern Beide sind also unbewusst gefangen in alten, früh erlernten Konditionierungen, die sich im Körper, in der Haltung, in der Bewegung und im Kontakt zeigen. In unserem Körper mit seinen Haltungs- und Bewegungsmustern spiegeln sich immer auch unsere Konditionierungen aus den ersten 4-5 Lebensjahren, aus unserer Geburt und sogar aus der Zeit im Mutterleib. Man nennt es implizites Wissen, das sich im Körper manifestiert und spürbar ist und dem bewussten kognitiven Verstand nicht direkt zugänglich ist. Das tanzt also irgendwie immer mit. Die gute Nachricht ist, dass man damit wunderbar arbeiten kann, auch ohne es zu verstehen und in den früh gemachten schmerzhaften Erfahrungen zu wühlen! Veränderung ist immer möglich und es ist wunderbar unpathologisch, z.B. mit Tango das eigene Potential zu erweitern, ungesunde innere Strukturen zu verlernen und bewusst neu zu lernen. Von fremdbestimmt zu selbstbestimmter Kooperation Die beschriebene Situation war für beide frustrierend, aber sie ermöglichte auch einen Quantensprung! Beide übten sich darin, sich zu zentrieren, Klarheit, Selbstwahrnehmung, saubere Technik und Selbstregulation in den Körper zu bringen. Sie erarbeiteten sich mehr Verantwortung für ihren jeweils eigenen Tanz, um auf dieser Basis partnerschaftlich und auf Augenhöhe einen gemeinsamen Tanz zu kreieren. Tango lernen durch unterstützendes Coaching - auch für mehr Freude und Verbindung als Mann und Frau Am Ende strahlten sie. Und ich auch. Ich sah sie plötzlich als Mann und Frau, als Paar. Ich sah förmlich das Herz des Tangos schlagen. Doch die Wege dorthin und die Gründe dafür sind eben manchmal anders, als die Beteiligten denken. Manchmal braucht man zum Tango Lernen - und vor allem um frühe Konditionierungen zu entschärfen - einfach Unterstützung durch kompetentes Coaching von außen. Dann ist es auch möglich, tiefe unbewusste Strukturen, die man selbst nicht immer so leicht wahrnehmen und auch beeinflussen kann, zu verändern. Sie hatte zwar bereits ernsthaft und wiuderholt versucht, das umzusetzen, was ich ihr erklärt hatte, aber erst durch den ständigen, geduldigen und konsequenten Input von mir, das konsquente Üben und das zeitgleiche Feedback beim Tanzen hat sie eine für sie mutige und extreme Veränderung geschafft. Genau wie er. Mein tiefes Zutrauen, das sie das hinbekommen, sowie das beharrliche Spiegeln, Erinnern und Ermutigen hat ihnen zum Durchbruch verholfen. Und zu ihrem Erstaunen fühlte sich genau das richtig gut an, wogegen sich der Körper zunächst sträubte, weil es ihm so fremd war.

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