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Rotraut Rumbaum

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Mindful Motion

52 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Entkolonialisierung! Zwiegespräche für Paare - nicht nur ein Aphrodisiakum

    In Anlehnung an den bekannten Paartherapeuten Michael Lukas Moeller "Wir leben in Beziehung, aber die Beziehung leben nicht. Auch wenn sie uns das Leben bedeutet“ (Moeller 2005). Wenn Du wenig Lese-Zeit hast, hier eine Kurzversion: "Kolonialisierung" bedeutet in diesem Kontext , wenn auch oft unbewusst und eher impliziert,, sich anzumaßen, man wüsste was in des anderen Kopf ist. Es ist aber eine Grenzüberschreitung. Man macht das oft unbewusst, zum Beispiel, um von sich selber abzulenken, oder aus Schuldgefühl Man kann sich sogar selber kolonialisieren: Selbstkolonialisation.. Und hier ein paar Regeln, die von Lukas Möller stammen, einem schon 2002 verstorbenen Therapeuten, die dem entgegenwirken. Möllers Ansatz ("Nähe durch Fremdheit") ist verwandt mit den Ansätzen von David Schnarch und Ester Perel. Und dabei helfe ich! Kolonialisierungen "Kolonialisierung des Partners": hast Du Dich schon einmal von Deinem Partner kolonialisiert gefühlt? Also: hast Du Dich schon einmal darüber geärgert, oder warst verzweifelt darüber, dass Dein Partner sich einbildete zu wissen, was Du denkst, fühlst, beabsichtigst und was in Deinem Kopf vor sich geht? Obwohl ja der einzige, der das wissen kann, Du selber bist? Oder dass er Dir vorschreibt, was Du tun oder lassen sollst? Viele Paare leiden unter einer großen Sprachlosigkeit und Kommunikationskluft. Ihre Kommunikation beschränkt sich auf Alltagsregelungen, darauf, sich über etwas zu unterhalten, und auf endlose Kreisdiskutiererei, in der jeder seinen seelischen Schwerpunkt beim anderen hat, und besser zu wissen meint, wer dieser doch eigentlich ist. Das ist "Kolonialisieren". Es ist ein Begriff, den der 2002 verstorbene Paartherapeut M.L. Moeller geprägt hat, und der 3 lesenswerte Bücher hinterlassen hat. Sie wirken aus heutiger Sicht vielleicht ein klein wenig altmodisch, aber ich habe viel aus ihnen gelernt. Der Begriff ist inhaltlich relevant, obwohl Moeller heute insgesamt leicht veraltet ist: z.B. ist er sehr auf Sigmund Freuds Theorie des Unbewussten fokussiert. Er arbeitet mit Freud´schen Begriffen wie "Verschiebung" etc, die heute kaum mehr verwendet. Ich finde, Kolonialisieren fühlt sich tatsächlich an, als wolle eine fremde Macht einen besetzen. Es ist eins der wenigen Dinge, die mich auf die Palme treiben - mich "triggern" können. Grenzüberschreitungen Gefühle der Schwäche werden ja von vielen meist möglichst nicht offenbart. Es ist aber gerade von grosser Bedeutung, die eigenen Empfindungen "mitfühlbar" zu machen, in dem z.B. Eifersucht so vermittelt wird, wie sie gefühlt und erlebt wird. In dem Moment, indem der deutliche Ausdruck des Leidens sich in eine Verhaltensvorschrift für den anderen verwandelt wie "du darfst ihn/sie nicht sehen" ist das Kolonialisierung. Es gibt auch bereits einem wesentlichen Unterschied, ob ich sage "ich fühle mich gekränkt und verletzt" (Ich-Aussage) oder "du verletzt mich" (Behauptung über den anderen). Letztes ist eine kolonialisierende ausdrucksweise. Konflikte werden dadurch übrigens unnötig angeheizt. Denn dann wird dem anderen nicht mehr überlassen, wie er sich selbst eigentlich fühlt, was seine Beweggründe sind und was er in dieser Situation entscheiden möchte. Sondern es wird versucht, seine Selbstbestimmung durch Fremdbestimmung einzuschränken oder aufzuheben. Kolonialisierung ist also der unbewusste Versuch, über den anderen zu bestimmen - gegen seinen Willen, aber oft auch mit seiner Duldung. In der Regel ist es ein Akt zu zweit. Kolonialisieren bedeutet immer Grenzüberschreitung. Es ist am Anfang für viele nicht einfach, die feine Grenze zwischen persönlichem Gefühlsausdruck und Verhaltensvorschrift auszumachen. Denn anders als bei der Kolonialisierung wird durch das reine Aufzeigen der eigenen Gefühle das Verhalten des anderen zwar beeinflusst, aber seine Selbstbestimmung bleibt unberührt. „In der Welt des anderen habe ich nichts zu tun. Es ist eine Frage der Ethik, ja der Menschenrechte, also ein Politikum im Paarleben, ob ich zu dieser grundlegenden Gleichrangigkeit bereit bin oder nicht.“ Moeller (2005, 145) Kolonialisierung als Hauptproblem Moeller, als Freudianer, erklärt sie also zu einem Hauptproblem in der Beziehung, das tief verwurzelt ist. Darum ist ihm auch so schwer beizukommen. „Die Kolonialisierung ist ein Hauptsymptom der Paargrundstörung, der narzisstischen Beziehungsstörung. Sie gleicht in reiner und lebensgeschichtlich frühester Form einem seelischen Vorgang, der als projektive Identifizierung…diskutiert wird - allerdings kaum für das Paarleben“ (Moeller 2005,146). Schuldgefühle und ungelebtes Leben Moeller spricht in dem Kontext auch von Schuldgefühlen. Er findet, wenn man sich selbst nicht lebt, sich selbst nicht treu ist, sammeln sich die Empfindungen des ungelebten Lebens bis zur Vorwurfsstärke an, die dann auf Umstände, Schicksalsschläge, die Eltern und eben den Partner projiziert werden, die Schuld sind, das wirkliches (Er-)Leben nicht gelungen ist. Das sehe ich auch so. Und es befeuert Kolonialisierungen enorm. Ich finde diese Aspekte von Paarkommunikation total wichtig, für mich persönlich, genauso wie für meinen therapeutische Arbeit. Aber nun erst einmal ein paar Worte über sein Gegenmittel - auch gegen andere Paarprobleme übrigens -, das ich schätze und anbiete: Zwiegespräche für Paare. Zwiegespräche, um sich wechselseitig einfühlbar zu machen Gegen Kolonialisierung und Schweigen, Abstumpfen, Versanden im Alltag , Kreisdiskussionen, usw. hat Moeller eine Gesprächsmethode entwickelt, die er "Zwiegespräch für Paare" nannte. Ich helfe dabei, sie umzusetzen. "Wenn wir uns aufeinander beziehen, halten wir die Beziehung lebendig“ (Moeller 2005, 13) Im Zwiegespräch geht es um das konzentrierte, regelmäßige, persönliche Paargespräch, in dem die Partner wechselseitig von sich sprechen und den anderen an dem eigenen Erleben, den eigenen Überlegungen, Selbstbeobachtungen und der eigenen Gefühlswelt teilhaben lassen. „Ein Austausch von Selbstporträts“. Es ist ein Gespräch der besonderen Art: kein Problemlösungs-Dialog, keine Konflikt-Lösungs-Dialog, auch kein Frage-Antwort-Dialog. Sondern es ist ein von sich sprechen-und-Zuhören in einem ritualisierten Setting: der Redende erzählt von sich. Es geht um das Veräußern der inneren Landschaft, ohne Unterbrechungen, Fragen, Vorwegnahme, Verurteilung etc. Durch Zwiegespräche entsteht die Möglichkeit einer Beziehung von zwei Menschen, „…die sich mit der Zeit mehr und mehr verstehen, statt sich zu entfremden, die sich miteinander entwickeln, statt ihr Dasein nebeneinander fort zu fristen, die ihre Bindung vertiefen, statt abzustumpfen, und sei es auch, um zu erkennen, dass sie besser nicht zusammen lebten. Diese Gegenwärtigkeit ist für mich das sakrale Element“(Moeller 2005,16). Zuneigung zueinander wächst, je mehr man voneinander erfährt Ein Ergebnis der Sozialpsychologie und der menschlichen Verhaltensforschung besagt, das unsere Zuneigung zueinander wächst, je mehr wir voneinander erfahren. Leider bleibt diese Erkenntnis zumeist ungenutzt, denn meistens wird das Gegenteil befürchtet, und die eigenen Schwächen durch Distanz abgeschirmt. Moeller geht davon aus, dass sich Bindungen sehr vertiefen, wenn es den Partnern gelingt, die eigenen Unsicherheiten und Ängsten dem anderen einzugestehen. Regeln für Zwiegespräche Hier sind die wichtigsten Regeln Regelmäßigkeit, damit Verbindlichkeit gewährleistet ist und der rote Faden nicht verloren geht (z.B. Wöchentlich oder alle 14 Tage) Jeder spricht über das, was ihn gerade bewegt, wie er sich selbst , den anderen, die Beziehung und sein Leben erlebt. Er bleibt also bei sich. Und beschreibt. Keine Interpretationen, Deutungen, Vorwürfe ("du machst...) . Es ist ein offenes Gespräch das nichts anderes zum Thema hat. Reden und Zuhören sind gleich verteilt. Z. B. alle 10 Min. Wird gewechselt. Ein angenehmer Timer ist meist ungeheuer wichtig. Schweigen und Schweigen lassen, wenn es entsteht: niemand MUSS sprechen Ausgeschlossen sind: dem anderen ins Wort fallen, bohrende Fragen, Drängen, Ratschläge, Kolonialisierungsversuche Zwiegespräche sind kein Offenbarungszwang. Jeder entscheidet selbst, was und wie viel er von sich mitteilen möchte. Das alles ist nicht immer ganz einfach. Besonders in Konfliktsituationen. Es ist gut, Zwiegespräche alleine versuchen, aber oft ist eine dritte Person hilfreich, um zu üben, die Regeln und die Regelmässigkeit einzuhalten. Moeller, David Schnarch und Ester Perel: aus Distanz zu erotischer Nähe Seiner Erfahrung nach haben regelmäßige Zwiegespräche die Wirkung eines „seelischen Aphrodisiakum“. Denn für ihn entstehen fast alle Störungen in der Erotik des Paares aufgrund von unausgesprochenen Ängsten und Wünschen, und dadurch verursachten Missverständnissen. Das wirksamste Aphrodisiakum innerhalb von Liebesbeziehungen ist die Lebendigkeit des Paares. Und die kann nur im öffnenden Gespräch, das die Andersheit des Partners aushält und zulässt, erhalten werden. Moeller war damit vielleicht seiner Zeit etwas voraus. Denn damit war ein zentraler Punkt seiner Denkens, indirekt über Distanz Nähe im Paar zu schaffen. Moeller empfiehlt nämlich, von der wechselseitigen Unkenntnis aus zu gehen - statt von der gleichen Wellenlänge. Er formulierte es folgendermaßen: Ich bin nicht du und weiß dich nicht (2005, 153). Zwiegespräche ermöglichen eine Evolution zu zweit, und die Entdeckung, dass der andere anders ist und uns trotzdem nahe bleibt. Das ist auch der Ansatz des amerikanischen Paartherapeuten David Schnarch mit seinem Konzept der "Differenzierung": Differenzierung schafft Begehren, nicht übergroße Nähe. Und es ist der Ansatz der amerikanischen Paartherapeuting Ester Perel, die die erotische Lebendigkeit über bewusst zugelassene Fremdheit wiederherstellen will. Ihr erstes Buch "Mating in Captivity" hatte damit viel Erfolg. Selbstkolonialisierung & die Kunst der Beschreibung Ich nenne diese Art des "gewaltfreien" von sich Sprechens auch die Kunst der reinen Beschreibung. In meiner Arbeit mit Authentic Movement ist das ein wesentlicher Bestandteil und kann hier wunderbar geübt werden. Auch, und sogar sehr gut, ohne Partner! Es ist sehr erhelllend und hilfreich zu erkennen, wo ich mich sozusagen selber kolonialisiere. Das tue ich z.B., indem ich mein wirkliches Erleben im Nachhinein in der Reflektion überlagere mit gewohnten, oft lebensgeschichtlich gelernten Interpretationen des Erlebten. Oder dadurch, das ich manches davon garnicht wirklich in mein Bewusstsein dringen lasse, weil "es" irgendwann einmal im Leben als Negativerfahrung abgespeichert wurde. Damit inszeniere ich aber ein bestimmtes Selbstbild, eine unbewusst festgeschriebene innere Identifikation von mir immer wieder neu - meist ohne es zu merken. Entkolonialisierung mir selbst gegenüber ermöglicht die Integration des Vermiedendem und damit Offenheit für das Leben. Ein Erleben innerer Befreiung von alten Bürden entsteht und eine neu gewonnene Freiheit, die zunächst durchaus auch Unsicherheiten und Ängste mit sich bringen kann. Dieser Prozess gibt dem JETZT wirklich spürbaren Raum und erlaubt das frische, unvoreingenommene Erleben dessen, was ist. Es vertreibt die gewohnten mentalen Filter. Auf dieser Basis erübrigt sich dann mit der Zeit auch die psychische "Notwendigkeit der " kolonialistischen" Dynamik im Paar. Denn wenn ich mir in der Tiefe selbst begegnen und mich neugierig entdecken kann, kann ich das auch viel besser mit meinem Partner. Literaturliste: M.Moeller, 2005: Die Wahrheit beginnt zu zweit-Das Paar im Gespräch, rororo Verlag, 23.Aufl., Reinbeck M.Moeller, 2009: Gelegenheit macht Liebe-Glücksbedingungen in der Partnerschaft, rororo Verlag, 5.Aufl., Reinbeck Ester Perel, 2006: Was Liebe braucht. Das Geheimnis des Begehrens in festen Beziehungen. https://www.amazon.de/Was-Liebe-braucht-Geheimnis-Beziehungen/dp/3959673892 Ester Perel´s TED talks https://www.youtube.com/watch?v=sa0RUmGTCYY&list=PLQfXHzNq8Es0CDEqcvBP7vS4bJYOZvTjj Ester Perel´s Youtube Kanal https://www.youtube.com/c/EstherPerel David Schnarch, 2020 "Die Psychologie Sexueller Leidenschaft" https://www.amazon.de/-/en/David-Schnarch/dp/3608961097/ref=sr_1_1?crid=2CPZSMML9QYHE&dchild=1&keywords=david+schnarch+die+psychologie+sexueller+leidenschaft&qid=1629464228&s=books&sprefix=david+schnarch%2Cstripbooks%2C176&sr=1-1 David Schnarch 2006: Intimität und Verlangen. https://www.klett-cotta.de/buch/Partnerschaft/Intimitaet_und_Verlangen/14026 David Schnarch - Differenzierung (Youtube 30 Minuten Zusammmenfassung) https://www.youtube.com/watch?v=3y1l88NSdGg

  • Podcast 02: Tango - über Wahrnehmung, Flow States, und das stille Glück (September 2019)

    Natalia Berascola von TangoNJ in Wiesbaden interviewt mich hier in Radio Rheinwelle, In diesem Podcast sprechen wir über Themen, die mich in meinem Coaching (aber auch als Person) faszinieren, zum Beispiel Wahrnehmung und Wahrnehmungsmuster Flowstates und Glück Der "Still Point" aus dem heraus alles möglich wird Im Folgenden ein paar Orientierungspunkte. Aber am besten ganz hören, sonst verpasst Du die Musik! 16:50 Die drei Pfeiler des Tango (Präsenz, Einheit, Freiheit) 19:30 Flow states - Definition - was sind sie, was braucht es dazu? 32:50 Was ist ganzheitliches Coachen von Tango? 34:46 Warum Tango gut für Gesundheit und Gehirn ist 36:50 Männer und Frauen haben durch ihre Rollen oft unterschiedlichen Fokus 8:42 "Alles möglich zu machen ist die Arbeit" 46:00 Troilo und der Stillpoint im Tango Viel Spass! wünscht Dir Rotraut

  • Klangreise und Meditation 3: Klangreise als Einsichts-Meditation (Vipassana)

    Dieser Eintrag präzisiert, wie Du eine Klangreise als Einsichts-Mediation (Vipassana) nutzen kannst. Die Einsichts-Meditation geht über die reine Konzentrations-Technik hinaus. Hier richtest Du Deine Aufmerksamkeit nicht auf ein äußeres Objekt (zb den Atem oder den Klang), sondern auf Deinen wahrnehmenden Geist selber. Dein Geist (mind) schaut sich sozusagen selber bei seinen Aktivitäten zu. Dies ist eine grundlegende Technik der Meditation: Du nimmst eine innere Perspektive (Betrachtungsweise) ein, die sozusagen selbst der Raum ist, in dem Dein Erleben (letztlich alle mentalen Ereignisse) aufsteigt und auch wieder verschwindet. Dadurch erlebst Du Dich hörend in der Klangreise nicht mehr als ein individuelles Subjekt, das hört, sondern als den Raum selber, in dem Deine Wahrnehmungen - also auch der Klang und Deine inneren Reaktionen darauf - erscheinen. Werde Ozean! Eine berühmte tibetische Lehr-Metapher dazu ist "der Ozean und seine Wellen". Hier wirst Du dazu angehalten, selbst zum Ozean zu werden, der seine eigenen Wellen betrachtet. Die Wellen können zB Dein Klangerleben, Empfindungen, Gedanken oder Emotionen sein. Diese werden als mentale Ereignisse in dem Raum des Bewusstseins betrachtet, der Du bist. Stell Dir einfach beim Hören vor, Du seist der Ozean, und alles was in Dir als Klang erscheint, sind seine Wellen (hier sind es ja tatsächlich Schallwellen). Und jetzt geh mit dieser Metapher in Deiner Vorstellung einen Schritt weiter: der Ozean macht keinen Unterschied zwischen "guten" und "schlechten" Wellen. Wellen sind Wellen! Ob sie größer oder kleiner sind, eine Schaumkrone haben oder nicht - der Ozean wird sich wohl kaum bei Sturm schuldig fühlen, bei oder Flaute in Depression verfallen über die fehlenden Surferwellen beschweren etc. Und genauso kannst Du meditieren, mit oder ohne Klang: alles was als mentales Event auftaucht, ist eine Welle. Sei es eine angenehme oder unangenehme Empfindung, eine ängstliche Erwartung eines inneren oder äußeren Konflikts, Freude, Enttäuschung, Aufregung, Wut, eine erotische Vorstellung. Oder auch Selbstzweifel wie "Mache ich das so überhaupt richtig?" Oder eine Moment der Langeweile. Oder eine irritierende Ablenkung durch den Nachbar auf der Matte, der gerade bei der "schönsten Stelle" einen Hustenanfall hat oder laut schnarcht. Betrachte "einfach" ALLES als Wellen, die kommen und vergehen! Für das Hören beschreibt Keith Dowman es so: Wir richten unsere Aufmerksamkeit auf das Ohr, aber nicht auf einen einzelnen Klang, und lassen jeden Klang passieren, ohne zu urteilen oder zu projizieren, wie beim nicht-wertenden oder spiegelnden Hören Mehr zu dieser buddhistischen Haltung (Klang-) Erfahrungen gegenüber, auch unangenehmen, gibt es in meinem nächsten Blogeintrag! Vergänglichkeit (Anicca) : das Muster des Gong Klangs Rob Burbea nimmt den Gong Klang als eine Möglichkeit, uns der Vergänglichkeit gewahr zu werden, mit dem Zweck, die Illusion eines soliden Selbst zu zerstören. Betrachten wir einen Gong, der angeschlagen wird: Der Klang erklingt und verklingt schließlich. Bei dieser Betrachtungsweise sollte das Nachlassen und Verschwinden des Klangs durch die Linse von anicca betrachtet werden - als Instanz der Unbeständigkeit erkannt und empfunden werden. Die Aufmerksamkeit kann aber auch auf den Klang selbst gerichtet werden, insbesondere auf die Fluktuationen in der Textur des Klangs. Wenn man also sowohl das Sterben des Klangs als auch die Mikrofluktuationen innerhalb des Klangs mit einbezieht, ist das, was bei dieser Betrachtungsweise fast ausschließlich von Interesse ist, die Erfahrung des Flusses und der Veränderung. Die Tatsache der Veränderung ist das, worauf immer wieder geachtet wird. [Wir achten] bewusst auf alle momentanen Manifestationen von Veränderung . Lese- und Höranregungen Zu meiner eigenen Meditations-Praxis: Ich selber bin ein begeisterte Nutzerin der "Waking Up" Meditationen von Sam Harris. Burbea, Rob, "Seeing that Frees. Meditations on Emptiness and Dependent Arising", 2015 https://www.amazon.de/-/en/Robert-Burbea/dp/0992848911/ Culadasa (John Yates), "Handbuch Meditation", https://www.amazon.de/Handbuch-Meditation-Culadasa-John-Yates/dp/3442342155 Keith Dowman, "Dzogchen Semdzins" https://www.amazon.com/Dzogchen-Semdzins-Teaching-Keith-Dowman/dp/1709208392

  • Tango Coaching, Sound and Therapy in Wiesbaden

    Hello expats! If you are in search of something new, and interested in learning, experience, and personal development (who is not...!), try me. About me Below you find my English-language "elevator-pitch" for my cozy but well known studio, in which I offer experiences and learning, combining dance, therapy and sound in individualised ways. So, I may match your needs in many ways. I am a female German, having worked across Europe (mainly in Germany, Italy, France) and in Argentina. My development crosses and mixes the fields of Tango Argentino teaching / coaching, therapy (dance therapy, trauma and attachment), and sound meditation. "Mindful Motion" is a creative, unique, and individualised combination of elements of dance, therapy and sound. So, while I will present each component, in practice we can mix and match depending on your interests, needs, skills, experience etc. Tango Argentino Coaching Tango Argentino is my original love, although today I have a somewhat different focus:. I jumped into Tango Argentino at age 25 and became a teacher quasi instantanously (I was seen as talented!). With my partner Ricardo El Holandes we toured Germany, Europe, and spent time learning and producing a DVD (now downloadable) course in Argentina. This is us - very intense! Admittedly a few years in the past! Here is a snippet from our Tango course: Regarding Tango, I now call myself "Tango Coach": this is a type of Tango teaching focussing on what is above and beyond forms, rituals and conventions. You can experience, how the elements of Tango Argentinoc an contribute to your life, to your relations, to your personal development and to spirituality. You do not have to be an experienced Tango dancer. We can work with the simplest elements. However, you will learn a lot about Tango that you will not learn in classical Tango school. Note: if what you need now is classical Tango lessons, I may not be the right one for you - just call me to clarify. Therapy After these teaching years I settled as (dance) therapist. So I know about trauma, attachment, and couples. Authentic Movement One of my favorites is a form of movement called "Authentic Movement". It is an unstructured form of movement, totally different from Tango Argentino. It has received worldwide attention as a form to realise the healing capabilities of mindfulness and self-awareness through movement. Here you find some theory, in English of course: And this is me, in a free form movement. Very different from Tango! I love the flow, and the slowness! Sound Meditation / Sound Healing Eventually, I came across sound as another modality of intense experience and even healing. I picked up enthusiasm and training to play the gong in a specific meditative and generally quiet flowing style. Below you see my studio with my rather large gong, prepared for an intimate sound journey. Interested to learn about sound meditation: check out the website of Alexandre Tannous (with whom I want to work one day). My location and studio Everyone loves my atmospheric studio in the center of Wiesbaden, close to garages and public transport. This is where you find me: Contact Curious? Just contact me under 0163 877 8212 mail@rotraut-rumbaum.de www.rotraut-rumbaum.de/kontakt (German only)

  • Why I am addicted to my gong and what you probably don't know about gongs

    Did you know that Germany is not only a leader in luxury cars, but also in the production of luxury gongs? Again, "Vorsprung durch Technik", in this case with fire and hammer. The famous gong manufacturers are in Northern Germany and Eastern Germany, and their gongs can be found all over the world . The photo shows my "Water Gong "from Sona Sounds and Tone of Life, a really impressive instrument of 105 cm in diameter. It is from a series meant to embody earth, air, water and cosmos. It is a Symphonic Gong from the small, fine gong forge Sona Sounds by Johannes Heimrath. It is forged from silver nickel and produced in collaboration with Tone of Life. It is not identical to the gongs made by the great German gong smith Paiste, but very similar. There are more details about the genealogy in the video below. Sound characteristics The sound spectrum of this gong is enormous. I like to play it in "meditative" technique. This means that the gong is not struck hard. Instead, it is slowly charged with vibrational energy with the finest, barely audible, but fast strokes of a small solid mallet. This technique is not so easy, because it requires a vibrato in the player's wrist, so to speak. This vibrational energy envelops the listener in an extremely overtone-rich spectrum of sound that, at its peak, would be capable of covering the entire audible frequency range. The sound of my gong is described by Tone of Life thus: The water gong represents water in all its manifestations. ... It connects us with a deep ancestral knowledge, our feelings and emotions, it is nourishing and life-giving. It has a very deep, even, natural and rough sound, like the water around us, from a calm lagoon to a raging ocean. A great variety of overtones, with a beautiful structure of low, middle and higher tones. (Translated with www.DeepL.com) One should not, of course, get stuck on this description when listening. One can, may and should give free rein to one's associations while listening. If a piano piece is called "The Little Shepherd", there is a danger that the image of a little shepherd will narrow the listening. Also, the following might be interesting: in Indian philosophy, the 4 elements of water, air, earth, and are not to be understood literally (i.e., "earth" not as the earth (as a planet) or as sand, read, and dust). They are representations of the qualities solid/solid, fluid, warm/cold and alive. Earth: solidity, solidity Water: fluid, flowing etc Air: self-motion, life, the automatic breathing Fire: temperature So my gong represents the flowing, constantly adapting, variability, flexibility etc. The gong is the most transformative instrument in the world. The gong's extraordinarily powerful vibrations work at a deep level. They enter at the weakest point of the body and work deep into the cells where a lot of information is stored. Physical and mental blockages can be released and old thought patterns and cellular information are transformed. Sound is vibration, is light and love. "The gong is the sound of creativity itself. The one who plays the gong plays the universe. The gong is a beautiful amplified vibration. It is like a multitude of strings, like playing with a million strings. The gong is the only tool with which you can create this combination of space vibrations." (Yogi Bhajan) The gong is alive For example, its sound characteristic is also dependent on the temperature in the room. It sounds richer in overtones when it has had a longer time to warm up in a warm room. It also sounds different depending on who I am playing for. It is a resonating body that reacts to its environment and the existing vibration field. I had heard about this in my training, but I could only believe and understand it through my own different experiences. Unlike a piano or other instruments, you cannot "tune" a gong yourself as a player. You can only give it the right temperature environment and take care of it mechanically. However, it can happen that it loses its sound characteristics due to unfortunate environmental influences or harmful treatment. Then it can be brought back to its place of birth and tuned to its original characteristics by forging, if necessary with fire and hammer. History of my gong The following video explains how these gongs came to be. On the left you see Johannes Heimrath, who has an interesting history as a rebel, and on the right Tom Soltron from Tone of Life is a Polish team that does indoor and outdoor events around the world with gongs and other instruments, for example in one of the pyramids of Giza. I met them on a 9-day "Sound Therapy" with 20 participants from all over the world - and learned to love the gongs. Admittedly - in comparison my equipment is much more modest than that of Tone Of Life. But the principle is the same. On the other hand - if you want - you can enjoy such a gong sound (and other instruments that frame the gong) as a single person. I will then tailor the session to you and your needs. Gongs are difficult to reproduce acoustically Even very high quality loudspeakers are often hardly able to reproduce the real, natural sound of a gong. I myself have found it most natural with Manger speakers. Due to their construction, these speakers react particularly quickly to any stimulation. Unfortunately, I do not own them - they are very expensive. Headphones also have their difficulties with them. Nevertheless, here is a sound sample of my gong from Youtube. The incredible frequency spectrum of the harmonics and the dynamics, as well as the complexity of the overlapping sound waves exceeds the complexity of all other instruments in this respect. The next video shows how the overall sound of a slightly smaller gong , which is very similar to mine, is composed of different sound layers. Alessandre Tannous demonstrates this by isolating the layers. You have to follow the mouse movements and selected areas in the video to do this. Recording is also challenging in itself, since microphones are kind of "negative speakers" (sorry from the non-technician!) and the problems are similar (Tom Soltron told me). So, for his musical recordings, Tom has only the very finest of the very finest in his recording technology. And yet he is dissatisfied. Here's an example of Tom using his gongs. But if you don't have really good loudspeakers, you won't get the right impression. You can get that from me. Big, even bigger For those who want to know "what's up": below is a sound sample of the huge watergong, 1.57 m in diameter. This is the largest model in this series. However, it is too impractical for me - my model is the largest that still fits (just about..) in my trunk. Because I sometimes take it with me to events. By the way, there are only three of one of these giant gongs in the world. One of them is at Tom Soltron, another one is in the Vatican at the Pope. The big gong is also a ceremonial, religious instrument. Gong and money To give an idea: A 1.57 gong from ToneofLife/Sonasound costs as much as two new simple small cars. And that without any electronics! It must be said that an investment in a high-quality gong is relatively stable in value. This is because the prices of raw materials are constantly rising, and each gong is a unique piece of craftsmanship. Therefore, these gongs can be compared to high-quality grand pianos. Each one is different, and you should listen to different specimens in the manufactory before buying. However, you can of course buy gongs used. However, one must then be sure that the gong has been cared for. Sound pressure and volume perception of gongs I can say from my own experience at Tom's event that the large gongs are acoustically overwhelming and physically noticeable. They have the same sound intensity as a Concorde taking off had (at least that's what my partner said, who experienced the Concorde directly, albeit high above his house in takeoff flight, when it was still flying). There the glasses in the cupboard shook from the deep waves. However: the perceived loudness with gongs is harmless for the ears. Because the loudness impression does not result from the sound pressure. It results from the superposition of an infinite number of frequencies, which create an enormous sound density that one cannot escape. So, even if I play my gong very very loud in the room (which I rarely do because of neighborhood), it reaches - objectively measured - only the measured volume of a lawn mower, namely about 80-90 decibels. The gong and the psyche But - this sound gets under the skin and into the soul. Some like it, but are also a little afraid of it. One of my clients experienced in a single session the extremely intensified pleasant trance feelings he knew from paragliding ("paragliding without risk"). Someone else thought he was in paradise and said quite dryly, "Now I don't have to be afraid of death anymore." For others, some fear arises, because experiences of being at the mercy of others and being overwhelmed can come up. One feels instinctively: there can always be more to come and one cannot control it as a listener. The gong is an instrument that leads into the depths. The psychotherapist and music therapist Wolfgang Strobel, for example, says about the gong: "You could call it the Shiva of sounds, because it destroys the old and makes room for the new. . Its theme is crisis and transformation" (see Resources). Dr. Hess, a physician, uses gongs in his psychiatric clinic for trance and transformation processes. He says, for example, "Individual participants can have extremely threatening and frightening experiences at the intense sound of the 1.50 cm gong, while others have ecstatic experiences and the gong can't be loud enough because it is connected to their life energy" (see Resources). This is also my experience. Both when listening and when playing. To this I must say that I never unthinkingly lead the gong into a sphere that may be threatening to some. That is the art: seeing and feeling where the listener/meditator/group is. It is my job to handle this responsibly. The gong is a wonderful and effective therapeutic tool when used appropriately. Regarding gongs and therapy/coaching: Johannes Heimrath (Sonasound) wrote a book on gong therapy many years ago. He called his method "Sonogram." However, it is only available antiquarian. Not too many therapists use this method. This is because the investment alone in the many high-quality gongs required for this would be a fortune. Cheap sound discs from Asia do not do it! More about this later in another blog entry. The information not mentioned here about the effect of the gong and overtone-rich sounds can be found here and in the announcement for the Soundjourney. Resources How to listen to a gong "meditatively" (by me) https://www.rotraut-rumbaum.de/post/meditieren-mit-dem-gong-shamata-unterscheidendes-hoeren-nach-alexandre-tannous Video about the history of my gong https://www.youtube.com/watch?time_continue=3&v=Y6bAwPEAqdE Group events with big gongs in several places in Europe www.toneoflife.com Gong manufacture Sonasound www.sonasound.de Music example: Gong with other instruments https://www.youtube.com/watch?v=gsprduYR7os Music example: Demonstration of my gong (Attention: NOT played "meditatively") https://www.youtube.com/watch?time_continue=27&v=JvAuTWOxqRc About the gong in therapy Wolfgang Strobel, "Grenzzustände in der Musiktherapie", in Reader Musiktherapie, 1991, page 170 Otto Heinrich Silber and others, "Sound Therapy", 2010, page 168

  • Meditation and Sound: they go together! Try it with me!

    Hello Expats, Do you know how well meditation and sound go together? And how I can support you? Meditation and music / sound Some of you may prefer to meditate silently. Some of you may want music support. Some are eclectic, like me. But it is not either/or: for example, the famous meditation teacher Daniel P Brown uses both approaches. In the concluding meditations in his 6 day retreat and his 3 hour followup he always uses "Structures of Silence" by Steven Roach. Listen below! This 30 minute piece is used in the culminating parts of the retreats. It supports the so-called "Ocean and Wave" meditation, leading to the "One Taste" meditation. If you want to know about the Ocean and Wave meditation, also from a neuroscience point of view, just check the article by Till Gebel, who has experienced the effectivity of Daniel Brown´s retreats. And not to forget the Buddhist nun Samaneri Jayasara, who reads hundreds of meditative texts of all mystic traditions on Youtube, usually with an excellent selection of music. Music and altered states It´s by now well accepted that altered states (and a deep meditative state is an altered state) can be supported, and even created, by sound and music. There is now an entire science and industry about this in the field of psychedelics and sound: for example, the sound researcher Alessandre Tannous works for the psychedelic retreat centre "Synthesisretreat" in the Netherlands. And the researcher Mendel Kaelen, who worked at the Psychedelic Research Centre of the Imperial College of London, created his own company "Mindpaths". And everyone knows, that YouTube, Spotify, Soundcloud etc. are treasure troves of recorded electronic music suitable for meditation (and psychedelics...). My studio, my gong and your meditation And yes, you can use YouTube music at no cost. But this is definitely not comparable to the sound of a live gong. A large live played 105 cm gong can lead you into yet another level of meditative concentration and depth. I don´t play the gong as you perhaps imagine it: as a "sound-war" machine.... Instead I play the gong as a meditation tool. That is a special technique in which I took long training. The sound I generate is not overpowering, over-whelming and numbing out. It is suited to support your mind in the mental processes going on during meditation: letting to the mind´s eternal chatter, focusing on observing the mind´s activities itself, "opening the sense-doors" . How can you use sound in meditation Here you find a short overview of three possibilities to use sound as meditation (sound journey, concentration meditation, insight meditation). How to use my offer There are a few options: As an individual, you can just join one of my regular sound journeys. As an individual, you can have your individual session. This will allow a more individualised approach to creating sound. You want to organise an event for a meditation group: contact me - you can pop over, and I can demonstrate to you my studio, my instruments and my approach. Rotraut Rumbaum Mindful Motion mail@rotraut-rumbaum.de 0163 877 8212

  • Sound journey OR Meditation: Three possibilities of sound experience

    So far, I have been promoting my sound events in Wiesbaden essentially as "sound journeys". By this I mean a letting go, an immersion and relaxation in a world of sound. Note: this is the translation of my German page. Please excuse my English :-) But this is not the only way you can use my sound events for yourself. You can also make them a wonderful meditation practice. Probably easiest for practiced meditators, but in principle of course for everyone! Broadly speaking, I suggest three ways to experience my sound journeys: Experience of the sound journey as a regenerative trance Experience as concentration meditation (Shamata) Experience as insight meditation (Vipassana). Each sound experience is possible while lying down as well as sitting. For the meditations I rather recommend sitting to avoid digression and falling asleep. The sound journey experience allows letting go, relaxing, losing oneself in the sound; Shamata sound meditation and Vipassana sound meditation, on the other hand, require high attention. 1. Experience as a sound journey (trance meditation) Most of you are generally interested in an experience as a trance journey. (The need to let go completely, to be uplifted and carried, to be free of any focus, any effort, to have nothing for once, is so common and apparently sooo big). This corresponds to the so-called guided meditation, which, in the classical way, takes the listener verbally into an inner fantasy world with symbolic persons, landscapes, objects or events. Experiencing the sound journey as a trance This kind of experience has a hypnotic character. You let go, confide, surrender. The sound touches your unconscious subtly, gently and sometimes intensely: Memories, body tensions, unresolved issues, withheld emotions, etc. These can then unfold by themselves, so to speak, and come into consciousness. For example, in the form of physical "symptoms", energetic phenomena, imagery, emotions, snippets of thoughts, or the like. 2. Soundjourney as concentration meditation (shamata) In the concentration meditation you practice to control and sharpen your attention on the basis of a "meditation object". You practice to perceive an object (be it a candle, or your own breath, or other) as precisely as possible without interruption (i.e. not distracted by external or internal events). This kind of meditation develops a basic skill and calms the continuous stream of thoughts. At a sound event you can use the sound of the gong as your meditation object to perceive it analytically precise in all dimensions, so to speak. As a practiced meditator, you can focus on the sound in all its overtone-rich complexity instead of your breath. More on Experiencing as a Concentration Exercise (Shamata) 3. Sound journey as insight meditation (Vipassana) Insight meditation assumes that you can keep your attention stable. Here, however, the mind itself becomes your meditation object. It is called "insight meditation" because through direct self-observation you suddenly gain insight into what actually constitutes your mind. Typical insight meditations are, for example, meditations on the so-called "emptiness" of the mind. This does not mean an absence, but ultimately that everything that happens in the mind is actually a construction of the mind itself. Or in other words, that one cannot discover a for itself existing "self", phenomena or emotions at all. If one looks closely! Another insight is, for example, an awareness of the mechanism by which your mind spontaneously evaluates everything it encounters: into pleasant, unpleasant and neutral. This fundamental characteristic contributes to the fact that you actually never really come to rest: You don't like something, something is unpleasant, something is missing, something is too much or too little, or you are bored etc.... And when everything is just wonderful, you feel sad that it doesn't last and you try hard to hold on to it. And so on... This sounds familiar to you, doesn't it? You can use my sound journeys to get out of the incessant judging by using "listening as a mirror". "The mirror" is one of the central metaphors in meditation. For you learn to perceive mental events as appearances reflected by your mind. Instead of as usual - as inner or outer objects existing for themselves, with which you identify yourself. As if they were independent of your mind. You can see that they are not. Meditation and me I do not have a long practice in the "hard-core" sitting meditation (concentration and insight) that I am talking about here. I have had sporadic experiences in it, but have been practicing this type of meditation regularly for only about 1 year. Basic practices and concepts have been familiar to me for a good 10 years through my practice of Authentic Movement and my professional work with it in the area of personal development. Authentic Movement is basically and simply said something like "moving meditation" (or also in groups). More on that here. Much of this I can transfer into formal meditation. This includes the precise perception of the inner workd, and the absence or the awareness of one's own judgements of what rises internally and "realizes itself" (the perception as a neutral mirror, in meditation e.g. called "mirror-mind"). This also includes practicing the perception of the inner space. I currently like to be guided and supported in my practice by the app "Waking Up" by Sam Harris with his, I think, great, instructive and complex meditations, lessons and conversations. By the way, I am also a big fan of the book, " Already Free. Buddishism Meets Psychotherapy. On the Path of Liberation" by Bruce Tift, which I would like to recommend to you. Unfortunately it is not available in German. But it is available as an audio book. It is not specifically about meditation, but it still fits the topic. Reading and listening hints Sam Harris Waking Up, Meditation App www.wakingup.com Bruce Tift "Already Free" https://www.amazon.de/-/en/Bruce-Tift/dp/1622034112 https://youtube.com/playlist?list=PLbG_vqLk8IwKOMzcr8eO_hj0ILt2_9AZX (the complete book)

  • Klangreisen und unangenehme Erfahrungen?

    Über deren Hintergründe und eine Betrachtung aus buddhistischer Sicht. Ja, auch zeitweilig unangenehme Erfahrungen können bei einer Klangreise vorkommen, wenn auch eher selten: Du liegst in vorfreudiger Erwartung friedlich und bequem auf deiner Matte. Du erwartest tiefe Entspannung, Einheits- und Wohlgefühl, Visionen oder ähnliches. Und dann bekommst Du vielleicht Zuckungen oder Magenschmerzen, empfindest tiefe Frequenzen als Düsenjets, die Assoziationen an eine bedrohliche Kriegsszenerie hervorrufen, es tauchen unangenehme emotionale oder körperliche Erinnerungen, unerklärliche Tränen auf oder Du fühlst Dich von einem selig eingeschlafenen Schnarcher gestört... Vielfalt an Erfahrungen Bei Klangreisen mit einem "psychoaktiven Gong" ist es wie bei anderen Erfahrungen mit veränderten Bewusstseinszuständen: Du weißt nie, was kommt. Meistens sind es als angenehm bewertete Erfahrungen. Es gibt auch je nach Instrument und Intensität unterschiedliche Reaktionen. Es variiert also vielleicht innerhalb einer Reise mehrmals. Die Klangreisen werden überhaupt zumindest nie komplett als unangenehm erlebt sondern für bestimmte Phasen oder Momente. Am besten ist es in vielerlei Hinsicht, wenn Du Dich wirklich offen und erwartungslos dem Moment hingibst. Erwarte, erhoffe oder befürchte besser nichts und auch nicht das Gleiche noch einmal. Es ist jedes Mal anders. Alles ist eins! Man kann sogenannte "negative" Erfahrungen auch anders betrachten: zB indem Du eine Klangreise im Sinne von Einsichts-Meditation (Vipassana) angehst. Dann übst Du, alles was innerlich auftaucht, nur wahrzunehmen und weder zu bewerten, noch Dich damit zu identifizieren. Statt dessen nimmst Du alles als Energie-Phänomen wahr - als eine Welle im Ozean der Erfahrung. Du bist - besser gesagt: Dein Bewusstsein ist - der Ozean und die jede Erfahrung eine der vielen auftauchenden und verschwindenden Wellen. Dazu näheres hier. Alles ist letztlich mentale Konstruktion Ohne Deine Fähigkeit zur subjektiven Wahrnehmung und ohne Deine Bewertungen als unangenehm gibt es überhaupt keine unangenehmen Erfahrungen. Du wirst Dir bewusst darüber, wie sehr und wie selbstverständlich Du Deine vielen Sinneserfahrungen unbemerkt immer erst mental interpretierst, bevor sie als positiv oder negativ überhaupt in Dein Bewusstsein treten. Und was in der Folge entsprechende Handlungsimpulse auslöst. Mentale "To Do Liste" Solche "Negativ"-Erfahrungen erlauben Dir einen Einblick in "psychisches Material", das Du eventuell innerlich noch nicht verarbeitet und angemessen integriert hast. Hier ist seelisch also vielleicht noch zu etwas zu "erledigen". Eine Klangreise als solche wird nicht alles lösen. Aber Impulse setzen und Deine Erkenntnis dafür schärfen..."Hey, das ist interessant. Dem werde ich mal auf den Grund gehen!" Einblicke ins Unbewusste bringen Licht in innere Räume. Ähnlich wie Träume, an die Du Dich erinnerst. Das schafft Bewusstsein über Anteile von Dir, die Dein Leben prägen, ohne dass Du es merkst. Beispiel für unangenehmes Erleben durch mentale Konstruktion Eine neue Teilnehmerin empfand den Klang des grossen Gongs zwischenzeitlich als Düsenjet. Und das war ihr eher unangenehm. Klar: denn dazu assoziierte sie Krieg, und das dazu gehörige Gefühl der Angst. Der Körper ist meist auch involviert und zeigt die passenden Symptome wie beschleunigter Herzschlag, Atemenge, Anspannung. Das heißt, ihre Interpretation Düsenjet produzierte das Gefühl der Furcht und die passenden Körpersymptome. Dabei lag sie gemeinsam in einem Raum mit anderen Teilnehmern, von denen jeder etwas anderes erlebte. Je nach innerer automatischer "Interpretationslage des Gehirns". Real erklang einfach der Gong in seinen verschiedenen Frequenzen und facettenreichen Obertönen. Unser Gehirn ordnet ein und bewertet Unser Gehirn versucht immer abzugleichen, ob und woher es die Wahrnehmungen vielleicht schon kennt und wie sie einzuordnen sind. Es versucht uns zu beschützen und rechtzeitig zu aktivieren, falls Gefahr droht und irgendeine Art Handlungsbedarf besteht. Es ist also im Prinzip nichts Besonderes oder Falsches daran, sondern einfach ein Überlebensmechanismus der menschlichen Spezies. Verlust der frischen, nackten Wahrnehmung des Augenblicks Dennoch beschränkt es unsere Unvoreingenommenheit und im positiven Sinne unsere Unschuld dem Leben gegenüber, so wie es sich uns gerade offenbart. Dadurch erfahren wir die Welt nicht mehr nackt und frisch, wie sie ist, sondern durch die "Brille" unserer bisherigen Erfahrungen und durch die lebensgeschichtlich und kulturell gelernten Bedeutungen und Bewertungen. Ich hatte vor allem in der Anfangszeit selbst auch Assoziationen zu Kampfjets im Krieg bei den tiefen Gongfrequenzen, die sich überlagern und immer mehr aufbauen. Einmal erlebte ich dies auch in extremer Lautstärke durch die größten Gongs von 1,50 Durchmesser (meiner hat 1,05m), während ich in einer von der Decke hängenden Hängematte hin und her schaukelte. Das war bei meinem 9-tägigen Gongretreat. Der Sound war ungefähr der eines startenden Düsenjets in 100 Meter Entfernung. Meinen Partner erinnerte es an den Start der Concorde auf dem Flughafen Heathrow. Aber ich fühlte mich sicher und mir war bewusst, das das eine Einbildung in meinem Kopf war; sonst hätte ich dieses an sich wunderbare Event wahrscheinlich panisch beenden müssen, denn ich bin extrem sensitiv für Töne, Klänge und Geräusche. Körperempfindungen werden je nach Kontext anders gedeutet Die reine Hörempfindung (in diesem Fall der Schalldruck in bestimmten Frequenzen) kann in unterschiedliche Emotionen, Assoziationen und Gedanken (Konzepte) umgewandelt werden. Eine hohe Erregung des Nervensystems kann zB sowohl Angst, Lust oder Freude bedeuten, je nach Kontext. Aus der Paartherapie weiß man auch, das Aufregung, Nervosität und Anspannung innerhalb einer toxischen Beziehung oft mit Liebe verwechselt wird (das sagt zum Beispiel Amir Levin, in "Attached"). Das kann passieren, wenn man als Kind elterliche Zuwendung nur in einem spannungsreichen Umfeld erfahren hat. Das Gehirn verbindet auch hier etwas miteinander, das nicht automatisch miteinander zu tun hat, weil das eben die Erfahrungen sind, auf die das Gehirn zurückgreifen kann. Beispiele für Reaktionen auf die Klänge Die Wirkung der verschiedenen obertonreichen Klänge zeigt sich sowohl körperlich, emotional, mental. Hier ein paar Beispiele: Verkrampfungen/Zuckungen Hitze-/Kälteempfindungen Gefühl von Weite und innerer Ausdehnung Bedürfnis, sich auch körperlich auszudehnen, zu expandieren, sich zu dehnen und strecken das Empfinden von innerer Enge, die sich dann wieder in ein Erleben von Weite hinein auflöst sich erfüllt, berührt, geborgen, beglückt fühlen emotionale, bildhafte oder somatische Erinnerungen Weinen ohne Traurigkeit Verlust der Angst vor dem Tod, durch eine positive Erfahrung der Auflösung des eigenen Egos und Erfahrungen als wäre man im Paradies schnellerer oder verlangsamter Herzschlag veränderte Atmung plötzliche Magenschmerzen innere Bilder und Assoziationen Gedankenfetzen hören von Dingen, die nicht da sind. zB Telefonklingeln oder einen Düsenjet Furcht vor Intensität und Überflutet werden mit Anspannung Dissoziative Zustände Empfindung, durchs Universum zu schweben Schwerelosigkeit Zeitlosigkeit Einheitserleben .... Es ist seit längerem allgemein bekannt, dass durch Meditation und die Kunst des Beobachtens anstatt des üblichen Bewertens Material aus dem Unbewussten aufsteigen kann. (Deshalb gibt es mittlerweile sogar eine "trauma-bewusste Meditation". ) Diese Wirkung können aber in ähnlicher Weise auch obertonreiche, intensive Klangerfahrungen haben und im Besonderen auch holotropes Atmen. Von den seit längerem neu erforschten (therapeutischen) psychedelischen Reisen mal ganz abgesehen, die inzwischen erwiesenermaßen gegen Depressionen, Ängste, Traumafolgestörungen helfen. Wie kannst Du nun mit deinen (Klang-) Erfahrungen umgehen? In der buddhistischen Psychologie gibt es dazu ein zentrales Konzept, das sogar recht modern ist: dabei geht es um den Prozess des "Bedingten Entstehens" (dependent origination). Der normale Wahrnehmungsprozess im Prozess des "Bedingten Entstehens" Hier ist ein Ausschnitt des vollständigen Prozesses des Bedingten Entstehens, der im Ganzen von Geburt zu Tod reicht. Das uns völlig selbstverständliche, ständige Bewerten und Ver-Urteilen ist in diesen Prozess eingebettet. Hier ist die Darstellung von John Yates in "Handbuch Meditation" , etwas angepasst an unser Thema. Beispiel für das "bedingte Entstehen" bei einer Klangreise Wenn Du Dich einmal ganz genau beim Hören beobachtest, bemerkst Du, das Du vielleicht folgenden mentalen Prozess, wenn auch mit anderen Themen: Du hast die reine Hör-Empfindung, erlebst die Schallwellen Du denkst zB "es ist laut", vielleicht mit einer Körperreaktion wie Verkrampfung oder Wärme Verlangen/Aversion: "Das ist mir zu laut. Das mag ich nicht." Absicht: "Ich will mich davon nicht davon überfluten lassen." Bewusste oder unbewusste Handlung: Ich höre jetzt mit einer anderen inneren Haltung und mehr Körperspannung zu, um eventuelle "Klangschocks" zu vermeiden. Oder ich bin innerlich woanders, dissoziere. Das ändert den Rahmen, in dem ich weitere Klang-Ereignisse wahrnehme. Normalerweise sind wir alle in diesem Prozess völlig unbewusst gefangen. Erst wenn wir uns dessen (zB durch Meditation) bewusst werden, erlangen wir größeren inneren Handlungsspielraum, erleben mehr Selbstwirksamkeit und Freiheit von äußeren Bedingungen. Es geht bei der erwähnten Einsichtsmeditation nicht darum, den inneren Prozess zu ändern, irgendetwas zu unterdrücken oder absichtlich hervorzurufen. Es geht vielmehr um die Entwicklung der Fähigkeit, Stück für Stück und möglichst zeitgleich diese inneren Abläufe mitzubekommen und zu verfolgen, wie diese sind. Nach einiger Zeit wird sich bei Dir dann ganz automatisch die Erkenntnis und das Gefühl einstellen, dass da ein Mechanismus abläuft, den Du tatsächlich beobachten kannst. Und alles was Du beobachten kannst, ist nicht mehr das automatische, unbewusste "Du". Du erkennst, das Du Deinem Erleben / Deinen Wahrnehmungen weniger ausgeliefert bist, innerlich mehr Freiheit erlebst und dadurch mehr Gelassenheit entwickelst! Dadurch lernen wir uns selber besser kennen und erkennen, das wir durchaus die Wahl haben, Dinge auch anders zu erleben. Automatische innere Bewertungen und Konzeptualisierung Letztens fiel mir nach einer der Klangreisen beim abschließenden (freiwilligen) Sharing auf, das ich bei einer Teilnehmerin nichts von dem ursprünglichen Erleben erfahren habe, sondern lediglich eine innere Bewertung einer Erfahrung: Toll, ok, unangenehm. Angenehm. Viele von uns haben aber übrigens auch nicht gelernt, innere Wahrnehmungen zu beschreiben. Und wir haben auch nicht die richtigen Worte für bestimmte innere ursprüngliche und wortlose Erlebnisse. Aber ich glaube, oft ist es die reine Gewohnheit der Interpretation und Bewertung, die Deinem nackten Beschreiben der wahrhaftigen im Weg steht. Und das ist schade, denn dann verpasst Du die Möglichkeit, Deine innere Welt im Nachgang zu erforschen und Dir bewusst zu eigen zu machen. Weg vom Konzept, hin zur konkreten Empfindung Ein Ziel der Vipassana Meditation ist es, frei zu werden von der ständigen Konzeptionalisierung, die sich über unser "nacktes" , konkretes Erleben stülpt. Du ordnest es in Schubladen ein, kategorisiert, ohne dass Du es merkst. Im Zuge der Meditation bekommst Du Stück für Stück eine Wahl: willst Du weiter machen wie üblich auf Autopilot oder bewusst und präsent im Hier und Jetzt, mit all seinen tatsächlichen Möglichkeiten. Während Empfindungen noch relativ unkonzeptionell sind (auch Tiere spüren Schmerz und Wohlsein, Angenehmes und Unangenehmes), ist spätestens auf der Stufe von Verlangen/Abneigung eines Deiner lebensgeschichtlich gelernten Konzepte im Spiel, mit denen Du üblicherweise versuchst, Deine Bedürfnisse zu erfüllen. So kann Dein Körper bestimmte Empfindungen haben, die Du völlig unterschiedlich interpretieren kannst. Zum Beispiel Tränen: Tränen als körperliche Reaktion, sind Ausdruck eines inneren Erlebens, das aber sehr unterschiedlich sein kann. Sie können Traurigkeit oder Schmerz bedeuten, vielleicht auch Verzweiflung. Vielleicht sind sie aber auch Ausdruck von Freude oder einfach "nur" Spannungsabbau nach innerer chronischer Anspannung, die sich plötzlich entlädt. Unsere kulturelle und individuelle Konditionierung (sichtbar durch unsere inneren Konzepte) erzeugt vielleicht eine Aversion gegen Tränen, weil sie sie als "kindisch" oder ein Zeichen von "Schwäche" interpretiert. Dabei sind Tränen erstmal einfach nur Tränen, die wie gesagt verschiedene Gründe haben können. Ein Gewahrsein dieses Prozesses kannst Du dazu nutzen, Dir selber auf die Schliche zu kommen. Du wirst merken wie schnell Du automatisch aus der Ebene der reinen Empfindung und Wahrnehmung in die Ebene der Konzepte springst. Sprich interpretierst, beurteilst, projizierst etc. Versuch immer wieder zurückzukommen zu der reinen Empfindung, Wahrnehmung, nackten Beschreibung dessen was ist. One Taste Meditation ("ein Geschmack") Eine Stufe der Vipassana Meditation ist die "One Taste" Meditation. Das bedeutet alles hat denselben "Geschmack" - nämlich den von Leere. Dabei darfst Du diese "Leere" nicht als Abwesenheit von etwas, als Nichts, verstehen. Der Begriff der Leere meint, dass alles was erscheint eine Konstruktion des Geists selber ist. Also nichts existiert letztlich unabhängig von Deinem Bewusstsein. Es ist Bewusstsein selber in verschiedenen Erscheinungsformen, die aber alle "dieselbe Natur" haben. Nichts ist an sich also gut oder schlecht, erstrebenswert oder zu vermeiden. Du entwickelst Gleichmut und Gelassenheit. Psychologie: "Getriggert sein" und Meditation Auf der Ebene unserer westlichen Psychologie bist Du vielleicht mit dem Konzept der "Trigger" vertraut. Ein Trigger löst eine quasi-automatische Reaktion aus, wenn bestimmte innere Bereiche (zB Trauma oder alte Erinnerungen) berührt werden. Je unverhältnismässiger Deine Reaktion zum Anlass ist, um so eindeutiger ist es, das diese mit früheren Erfahrungen aufgeladen ist, die nicht viel mit der aktuellen Situation zu tun hat. Das Gehirn erinnert sich an Früher und legt den entsprechenden Reaktionsmechanismus neu auf. So wundert es auch nicht, wenn Du als Erwachsener vielleicht manchmal zu deinem eigenen und zum Erstaunen deiner Mitmenschen wie ein Kleinkind reagierst... ) Du kannst Dich zB durch einen bestimmten Tonfall der Stimme Deines Partners / Deiner Partnerin oder durch einen bestimmten Gesichtsaudruck getriggert fühlen, und sofort defensiv oder ungehalten, in irgendeiner Weise übertrieben reagieren. Meditation ist eine große Hilfe, Deinen sogenannten Trigger (automatischen Reaktionen auf bestimmte Schlüsselereignisse) auf die Schliche zu kommen und ihnen nicht mehr so hilflos ausgeliefert zu sein. Denn Du gewinnst mit der Zeit eine Pause der bewussten Wahrnehmung zwischen Reiz und Deiner Reaktion, die Dir überhaupt erst die Möglichkeit gibt, aktiv zu entscheiden, wie Du reagieren möchtest. Normalerweise sehen ja leider erst hinterher, dass wir wieder automatisch reagiert haben. Vielleicht sogar entgegen unserem inneren Beschluss, es nächstes mal anders - besser - hinzubekommen, um weniger destruktiv zu sein im Kontakt mit geliebten Menschen, oder dem "nervigen" Nachbar. Diese Art Meditation durch die Praxis der Selbstbeobachtung kann Dir helfen, den Zeitpunkt der Wahrnehmung dieses sonst auf Autopilot ablaufenden Prozesses ("aha ich reagiere auf einen Trigger" ) genau in den Moment zu bringen, in dem diese Reaktion gerade erst auftaucht. Dann verliert sie automatisch ihre Stärke, Dich wie gewohnt mitzureißen, zu überfluten und auf eine Weise handeln zu lassen, die Dir und anderen vielleicht mehr schadet als nutzt. Du bekommst es rechtzeitig mit und hast Dir dadurch die Möglichkeit geschaffen, anders zu reagieren. Falls Du Dich bei einer Klangreise also mal getriggert fühlen solltest, übe Dich in Gleichmut durch eine innere grössere Perspektive und möglichst wertfreie, detaillierte Wahrnehmung. Versuche, dich weder damit zu identifizieren, noch innerlich auszuweichen oder zu dramatisieren. Bleibe bewusst, atme, nimm die Realität der Situation wahr und beobachte, was dein Geist daraus macht. Du, bzw Dein Bewusstsein, ist der Ozean. Dein getriggertes Empfinden nur eine Welle von vielen, die sich unablässig aufbäumen und wieder abebben. Im tibetischen Buddhismus wird dieser Prozess "Selbst-Befreiung" von mentalen Events genannt, oder auch "automatische Leere" (Leere, weil der Geist es sofort als Konstruktion erkennt). Ich erwarte nichts, ich fürchte nichts. Ich bin frei. Dadurch erwächst die innere Haltung von Gleichmut (im Englischen "equanimity") . Die unvoreingenommene Offenheit dem Leben gegenüber, so wie es gerade ist. Und die Fähigkeit, unabhängig von den Umständen präsent zu sein. Das ist wahre Freiheit, findest Du nicht? Lese- und Hörhinweise Zu "trauma-sensitiver Meditation" Trauma-Sensitive Mindfulness with David Treleaven (Grief and Meditation Podcast) https://youtu.be/CyvnTMIDl9U

  • Klangreise und Meditation 2: Klangreise als Konzentrations-Meditation (Shamata)

    Wenn Du möchtest, kannst Du eine Klang-Session sozusagen wie eine klassische Konzentrations-Meditation gestalten. Konzentrations-Meditation ist die Grundlage vieler Meditations-Techniken. Sie übt die grundlegende, erforderliche Fähigkeit der bewussten Steuerung der Aufmerksamkeit, sie beruhigt den immer-währenden Gedankenfluss, sie schult das "meta-kognitive Gewahrsein" (also das Bewusstsein dessen, was gerade im eigenen Geist passiert), und sie ist eine notwendige, quasi technisch stabilisierende Vorübung für die Einsichts-Meditation. Dieser Beitrag stellt den Leitfaden von Alexandre Tannous für den Hörer zum unterscheidenden Hören (“judicious listening“) im Rahmen von Klang-Meditation vor. Dies entspricht der Konzentrations-Meditation, in der die Aufmerksamkeit möglichst ununterbrochen und präzise auf ein Meditations-Objekt gerichtet wird. Diese Anweisungen unterstützen Dich als Hörer, Deine Aufmerksamkeit mit bewusster Kontrolle und auf bestimmte Weise auf verschiedene Anteile des Klang zu fokussieren. Sie sind das Äquivalent zu den Anweisungen aus der Atemmeditation, wie Du bei der Konzentration auf den Atem eine Verfeinerung der sensorischen Wahrnehmung erreichen kannst: durch Wahrnehmung von Kühle und Wärme, Unterschieden bei Ein- und Ausatmen, Länge der Pausen beim Übergang von Ein- und Ausatmen etc. Die volle Konzentration auf die diversen Charakteristika des Klangs zu richten bewirkt, dass die gesamte Bandbreite Deiner Aufmerksamkeit durch Klang ausgefüllt wird. Im Allgemeinen wird dadurch der verbale innere Dialog verdrängt. Höranleitungen für unterscheidendes Hören nach Alexandre Tannous Du wirst zu folgenden inneren Aktivitäten des Hörens angeleitet: Die harmonischen Obertöne präzise unterscheiden Den Raum zwischen den Obertönen wahrnehmen Das Register der Obertöne (hoch oder tief) wahrnehmen Die Klangqualität der Obertöne in sich ausweiten Die Modulation (Wellen, Wawa, "wobble or wavering") jedes der Obertöne beobachten Die sich ändernde Dynamik (laut oder leise) wahrnehmen Sich selbst als sich dem Klang öffnend und mit ihm verschmelzend vorstellen Die sich ändernde Energie des Gesamtklangs der Obertöne beobachten Das Ethos der einzelnen Instrumente erforschen. Das Ethos ist der unterscheidende Charakter, die Persönlichkeit oder der Gefühlseindruck einer Notenfolge Sich selbst erlauben, vollständig vom Klang eingenommen zu werden, bis zu dem Grad, bei dem alles andere verschwindet. Sobald dieser Zustand erreicht ist, "wird man" das Ereignis und verliert das beobachtende Bewusstsein Sich tief in den Klang hineinbegeben bis zur zeitlosen Ekstase. (Eigene Übersetzung nach Alexandre Tannous - siehe Ressourcen) Ressourcen Sound Meditation: Alexandre Tannous, "Techniques to Keep your Attention on the Sound" Für jeden der sich für Sound interessiert: Tannous´ Sammlung von Artikeln

  • Klangreise und Meditation 1: Regenerative Trance

    Dieser Beitrag beschreibt meine Klang-Veranstaltungen als regenerative Klangtrance . Oder vielleicht auch als eine Art der Klang-Therapie. Bei dieser Art des Teilnehmens / Hörens gibst Du Dich einfach dem Klang hin (in Englisch würde es "surrender" heißen). Ohne Deine Aufmerksamkeit / Dein Gewahrsein auf irgendetwas zu richten, öffnest Du Dich für alles, was in Dir geschieht. Es können zB physische Empfindungen, innere Bilder, Emotionen, Erinnerungen, und auch Gedankenfetzen sein. Vielleicht sinkst Du sogar in tiefen Schlaf. Mein großer Gong und auch andere obertonreiche Instrumente haben erstaunliche Fähigkeiten, das Innere anzuregen. Zugang zu Trancezuständen durch intensive Klangerfahrung Hier der Versuch einer Erklärung, wieso durch eine Klangreise Erinnerungen oder Erfahrungen wieder ins Bewusstsein oder in die Gefühle kommen können. 1. ein Herunterregeln der Kontrollen, die normalerweise das Unbewusste nicht ins Bewusstsein treten lassen. Sowohl Klang bestimmter Qualität, wie Meditation, holotropes Atmen oder Psychedelika erzeugen Zustände, die Ähnlichkeit mit Hypnose haben. Und Hypnose ist bekanntlich ein Weg, in Trance Zugang zu vergessenen oder verdrängten Personen oder Ereignissen zu bekommen. 2. wird das Gehirn aktiver, auch wenn es vielleicht nach außen nicht so scheint. Das funktioniert neurologisch so, dass normalerweise getrennte Gehirnareale gegenseitig Informationen austauschen können. Dies ist auch das Prinzip von Kreativität. Und das funktioniert in Träumen. So kann es passieren, dass alte, vergessene Gedächtnisinhalte, die unbewusst aber für wichtig gehalten werden, plötzlich ins Bewusstsein treten, weil das Gehirn gerade mehr integriert ist. Dies können Kindheitserinnerungen sein, aber auch andere unverarbeitete Erfahrungen. Ich nutze und verstärke das durch den Klangaufbau und meine gezielte meditative Spielweise. Wie bei einem verbal geführten Trance-Skript gibt es eine Entwicklung. Der Aufbau einer Klangreise Klar, beim Klang gibt es kein verbales Skript, das ganz bestimmte Assoziationen wachruft (zB Natur, Symbole etc). Die Phantasie und das Unbewusste haben bei einer "geführten Klangreise" einen viel weiteren Spielraum als bei einer hypnotischen Bilderreise. Trotzdem ist es eine "Quasi-Story", mit einer Entwicklung, die verschiedene Intensitäten hat und verschiedene Schichten des Erlebens anspricht. Es ist eine Inszenierung, ein Ritual mit bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die sich als vorteilhaft herausgestellt haben. Folgender Aufbau ist typisch im klinischen Klang-Therapie Setting: Klangschalen - sanfte Einleitung Trommeln - erhöhte Spannung Gong - Dynamik und Klimax Klangschalen - Entspannung und Ausklang Diese Folge - so Otto Heinrich Silber in seinem Buch "Klangtherapie" - spiegelt den gesamten Geburtsprozess des Menschen wieder, wie er von Stanislav Grof in der "Transpersonalen Psychotherapie" verstanden wird. Es ist eine Folge von Geborgensein im Urzustand, Kontraktionen, Austreibung, und Entlastung. Dies ist natürlich nur eine beispielhafte Interpretation dessen, was Klänge darstellen können, und niemand in meiner Praxis hat dies genau so erlebt. Du kannst es als breiten Rahmen des Spektrums menschlichen Erlebens verstehen, das jede(r) anders ausfüllt. Mein Klangaufbau ist anders Mein Klangaufbau unterscheidet sich von dem oben genannten und ich beginne sehr körperlich mit Bewegung und Tanz als Start der Reise nach innen. Bei mir erklingen auch weitere Instrumente wie eine therapeutische Körpertambura, eine Oceandrum und eine Koshi. Mein grosser Gong ist der Peak der Klangreise, zu dem der Klang eines kleineren Gongs hinführt. Ich gehe auch gerne herum und spiele körpernah, damit die Vibrationen physisch spürbar sind. Was kann während und nach einer Klangreise passieren? Verschiedenes kann geschehen, wenn das Innere auf diese Weise angesprochen wird. Folgendes sind Beispiele aus meiner Praxis, die mir von den Teilnehmern berichtet wurden: Traumähnliche Zustände, Bilderwelten, Naturvisionen Visionen von Fliegen, wie zB Paragliding aber auch vom Schweben durch das Universum oder ein Blick von dort auf sich selbst Gefühl der Schwerelosigkeit allgemein Gefühl von völliger Zeitlosigkeit Einheitserfahrungen Vergessene Erinnerungen aus der Kindheit Unerklärliche Tränen, ohne Traurigkeit dissoziative Zustände, nicht wissen, wo man da gerade war. Physische Erscheinen wie zB Kribbeln, Verkrampfungen, Zuckungen, Spasmen (auch schon mal plötzliche Magenschmerzen), Hitze/Kälte Manchmal Erleben von Enge/Kontraktion (physisch, emotional oder/und mental), die sich wieder in einer Erfahrung innerer Weite auflöst Bedürfnis sich zu recken und zu strecken, sich auch physisch auszudehnen Anspannung mit beschleunigter Atmung und schnellerem Herzschlag, meist durch die (unbewusste) Furcht vor der Übermacht und Intensität des Klangs. (Das wird weniger, je öfter man diese aktuell ja positive, wenn auch zunächst etwas unangenehme Erfahrung macht.) Erfahrung von totaler Geborgenheit Verlust der Angst vor dem Tod durch positives Erleben, einer Ich -Auflösung Empfinden von Ekstase und Assoziationen zu Orgasmus auf dem Peak des grossen Gongs Tiefenentspannung Tiefster Schlaf Später: die Wiedererlangung der Fähigkeit zu träumen Später: verbesserte Fähigkeit, zentriert, entspannt und sehr aufmerksam Tango zu tanzen. Dies ist nur begrenzte Auswahl von Beispielen. Jede(r) erlebt eine Klangreise anders. Literaturhinweis Otto Heinrich Silber et.al. , "Klangtherapie", 2010

  • Podcast 03: Die Fülle und der innere Konflikt der Frauen im Tango Argentino

    Frauen zwischen Hingabe, Emanzipation und Selbstfindung. Wie helfe ich den Frauen, sich selbst im Tango Argentino zu verwirklichen? Natalia Berascola von TangoNJ in Wiesbaden interviewt mich in Radio Rheinwelle. Viel Spass! wünscht Dir Rotraut. Da das Interview überraschend kurzfristig beendet werden musste, gibt es hier noch einen Zusatz. Du kannst mir jederzeit Fragen, Anregungen und Kommentare schicken.

  • Podcast 01: Wie ich zum Tango kam. Interview auf Radio Rheinwelle (August 2019)

    Natalia Berascola von TangoNJ in Wiesbaden interviewt mich hier in Radio Rheinwelle, natürlich mit viel Tango Musik. In diesem Podcast erzähle ich ein bisschen was mich zum Tango brachte und was mich als Tango-Coach bewegt. Radio Rheinwelle ist ein lokaler Sender mit der regelmäßigen Sendung "La Hora del Tango". Immer Sonntag nachmittags um 16:00. Vielleicht wird ja mal ein ausgewachsener Podcast daraus! Aber das wissen wir noch nicht so genau. Viel Spass!

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