Rotraut Rumbaum  Mindful Motion

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Klangreise ODER? Meditation: Drei Möglichkeiten der Klang-Erfahrung

Ich bewerbe meine Klang-Events in Wiesbaden bisher im Wesentlichen als "Klangreise". Damit meine ich ein Loslassen, ein Eintauchen und Entspannen in eine Klangwelt.


Aber das ist nicht die einzige Art, wie Du meine Klang-Veranstaltungen für Dich nutzen kann. Du kannst sie auch wunderbar zur Meditationspraxis werden lassen. Am Einfachsten wahrscheinlich für geübte Meditatoren, aber im Prinzip natürlich für jeden!

Im Groben schlage ich drei Arten vor, meine Klangreisen zu erleben:

  1. Erfahrung der Klangreise als regenerative Trance

  2. Erfahrung als Konzentrations-Meditation (Shamata)

  3. Erfahrung als Einsichts-Meditation (Vipassana).

Jede Klangerfahrung ist im Liegen wie im Sitzen möglich. Für die Meditationen empfehle ich eher das Sitzen, um Abschweifen und Einschlafen zu vermeiden.


Die Klangreise-Erfahrung erlaubt Loslassen, Entspannen, sich im Klang verlieren; Shamata-Klangmeditation und Vipassana-Klangmeditation erfordern dagegen hohe Aufmerksamkeit.

1. Erleben als Klangreise (Trance-Meditation)


Die meisten von Euch sind im Allgemeinen an einer Erfahrung als Trancereise interessiert.


(Das Bedürfnis mal ganz Loszulassen, aufgehoben und getragen, frei von jedem Fokus, jeder Anstrengung zu sein, mal nichts zu müssen, ist so verbreitet und offenbar sooo gross.)


Dies entspricht der sogenannten geführten Meditation, die den Hörer klassischer Weise verbal in eine innere Phantasie-Welt mit symbolischen Personen, Landschaften, Objekten oder Ereignissen entführen.


Erleben der Klangreise als Trance

Diese Art des Erlebens hat hypnotischen Charakter. Du lässt los, vertraust Dich an, gibst Dich hin.


Der Klang rührt subtil, sanft und auch mal intensiv dein Unbewusstes an: Erinnerungen, Körperspannungen, Ungelöstes, zurückgehaltene Emotionen etc. Diese können sich dann quasi von selbst entfalten, und ins Bewusstsein treten. Zum Beispiel in Form von körperlichen "Symptomen", energetischen Phänomenen, Bilderwelten, Emotionen, Gedankenfetzen, o.ä.



2. KLangreise als Konzentrations-Meditation (Shamata)


Bei der Konzentrations-Meditatation übst Du anhand eines "Meditations-Objekts", Deine Aufmerksamkeit zu steuern und zu schärfen. Du übst, ein Objekt (sei es eine Kerze, oder der eigene Atem, oder anderes) möglichst ohne Unterbrechung (also nicht abgelenkt durch äußere oder innere Ereignisse) und möglichst präzise wahrzunehmen.

Diese Art der Meditation entwickelt eine grundlegende Fähigkeit und beruhigt den andauernden Gedankenstrom.


Bei einer Klangveranstaltung kannst Du den Klang des Gongs als Dein Meditationsobjekt nutzen, um es sozusagen analytisch präzise in allen Dimensionen wahrzunehmen. Als geübter Meditator kannst Du Dich statt auf Deinen Atem auf den Klang in all seiner obertonreichen Komplexität fokussieren.


3. Klangreise als Einsichts-Meditation (Vipassana)


Bei der Einsichts-Meditation wird vorausgesetzt, dass Du Deine Aufmerksamkeit stabil halten kannst. Hier wird aber der Geist (Mind) selber dein Meditations-Objekt .


Es heißt "Einsichts-Meditation", weil Du durch unmittelbare Selbstbeobachtung plötzlich Einsichten bekommst, was eigentlich Deinen Geist ausmacht.


Typische Einsichts-Meditationen sind zum Beispiel Meditationen auf die sogenannte "Leere" des Geistes. Das meint nicht eine Abwesenheit, sondern letztlich, dass alles was im Geist passiert, eigentlich eine Konstruktion des Geistes selber ist. Oder anders gesagt, dass man ein für sich existierendes "Selbst", phänomene oder Emotionen gar nicht entdecken kann. Wenn man genau hinschaut!


Eine weitere Einsicht ist zum Beispiel ein Bewusstwerden des Mechanismus, mit dem Dein Geist alles was ihm begegnet, spontan bewertet: in angenehmes, unangenehmes und neutrales. Diese fundamentale Eigenschaft trägt dazu bei, dass Du eigentlic


h nie wirklich zur Ruhe kommst: Du magst irgendetwas nicht, etwas ist unangenehm, es fehlt etwas, irgendwas ist zu viel oder zu wenig, oder es ist Dir langweilig etc... Und wenn gerade alles wunderbar ist, ist man traurig, dass es nicht andauert und man sich anstrengt es festzuhalten. Und so weiter...


Das kommt Dir doch bestimmt bekannt vor, oder?


Du kannst meine Klangreisen dazu nutzen, aus dem unablässigen Bewerten auszusteigen, indem Du "Hören als Spiegel" einsetzt.

"Der Spiegel" ist eine der zentralen Metaphern in der Meditation. Denn Du lernst, die mentalen Ereignisse als von Deinem Geist reflektierte Erscheinungen wahrzunehmen. Anstatt wie üblich - als für sich bestehende innere oder äußere Objekte, mit denen Du Dich identifizierst. Ganz so, als wären sie unabhängig von deinem Geist (mind). Du kannst erkennen, das sie das aber gar nicht sind


Meditation und ich


Ich selbst habe keine langjährige Praxis in der "hard-core" Meditation im Sitzen (Konzentration und Einsicht), über die ich hier spreche. Darin hatte ich sporadische Erlebn