Rotraut Rumbaum
Wut und Aggression
Unterdrückte Wut und Aggression
Manchmal bricht sie einfach raus, zu heftig, zu schnell, und du bereust es hinterher. Oder sie ist immer da, knapp unter der Oberfläche, als gleichmäßiger Druck, der sich nie wirklich entlädt. Vielleicht hast du auch das Gefühl, du darfst sie gar nicht haben, dass Wut bedeutet, ein schlechter Mensch zu sein. Und also schluckst du sie runter, wieder und wieder.
Was steckt hinter unterdrückter Wut?
Wut hat eine Botschaft: Das habe ich nicht verdient. Ich bin eine eigenständige Person. Meine Grenze wurde überschritten. Wenn diese Botschaft keinen Platz findet, richtet sich die Energie gegen die Person selbst, als Depression, als Körpersymptome, als plötzliche Explosionen, die dann wieder Scham auslösen.
Wie lernt man, Wut gesund auszudrücken?
In meiner Arbeit geht es nicht darum, Wut zu managen oder zu kontrollieren. Es geht darum, sie überhaupt erst als Signal zu verstehen. Wenn jemand spürt, was die Wut eigentlich sagen will, verändert sich der Umgang damit von selbst. Das braucht Zeit und einen sicheren Rahmen, aber es ist möglich.

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Anmerkung zu Fallbeispielen und Anonymisierung:
Alle Fallbeispiele auf dieser Website basieren auf echten therapeutischen Begegnungen. Namen und Vornamen sind grundsätzlich geändert. Darüber hinaus werden typischerweise weitere Merkmale verändert oder zusammengeführt: Alter und Lebenssituation werden angepasst, biografische Details wie Familienkonstellationen werden variiert, und einzelne Fälle werden gelegentlich zu einer zusammengesetzten Geschichte verdichtet, wenn das die Dynamik klarer zeigt als ein einzelnes Beispiel.
Was erhalten bleibt, ist die emotionale und therapeutische Wahrheit der Situation: das Muster, die Dynamik, der Prozess. Darum geht es.


