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Sexuelle Identität - Wer bin icht? Was kann ich tun?

Wer bin ich sexuell? Wer will ich sein?


Darfst du ein Mann sein? Eine Frau? Etwas dazwischen? Kannst du das aussprechen? Fühlst du dich gehemmt im körperlichen Ausdruck - zum Beispiel im Tango aus dem Becken zu führen? Bist zu dann zuviel oder zuwenig? Die Fragen der sexuellen Identität können vielfältig sein.


Fallvignette

Was beschämt wird, verschwindet nicht

Jemand kommt zu mir und sagt, fast im Vorbeigehen, dass da etwas sei, worüber er nicht spricht. Etwas, das er seit Jahren mit sich trägt, das er vor anderen verbirgt, manchmal auch vor sich selbst. Es hat mit Sexualität zu tun, mit Wünschen oder Vorstellungen, die sich in seinem Erleben irgendwie falsch anfühlen, nicht weil sie ihm schaden, sondern weil er früh gelernt hat, dass sie nicht sein dürfen.

Das ist das Muster, das ich in dieser Arbeit oft antreffe. Nicht ein spezifischer Wunsch ist das Problem, sondern die Überzeugung, dass dieser Wunsch beweist, dass etwas mit einem nicht stimmt.

Was die Scham tut: Sie isoliert. Solange etwas nicht ausgesprochen werden kann, bleibt es riesig. Es wird zur heimlichen Lösung gegriffen, zu Dingen, die kurzfristig Druck nehmen, aber den eigentlichen Hunger nicht stillen. Der Klient weiß das selbst, er empfindet es als unbefriedigend, kommt aber nicht heraus, weil der eigentliche Wunsch zu beschämt ist, um direkt angeschaut zu werden.

In der Therapie gehe ich nicht mit Bewertung in dieses Thema. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht, weil die meisten Menschen, die mit solchen Themen kommen, schon sehr viel internalisierte Bewertung mitbringen. Die eigene, der Eltern oder der Umgebung.

Was ich beobachte, wenn die Sprache auf das beschämte Thema kommt: Der Blick senkt sich. Der Atem hält kurz an. Der Körper zieht sich zusammen, als würde er sich schon mal vorbereiten auf das Urteil. Das ist keine Reaktion auf mich, das ist eine sehr alte Reaktion auf eine Umgebung, die den Ausdruck dieses Menschen früher nicht willkommen geheißen hat.

Die Entschämung passiert nicht durch Erklärung. Sie passiert dadurch, dass der Wunsch ausgesprochen werden kann und nichts Schlimmes passiert. Dass er da sein darf, neugierig angeschaut wird, ohne dass er sofort in eine moralische Kategorie einsortiert wird. Dieser Moment, wenn jemand merkt: Ich bin nicht falsch, ich wurde beschämt, das ist, scheint mir, einer der wichtigsten Momente in dieser Arbeit.



In NARM sehen wir diese Scham als Ausdruck der Liebe-Sexualitäts-Überlebensstruktur.  Wenn ein Kind lernt, dass bestimmte Teile von ihm unakzeptabel sind, spaltet es diese ab. Im Erwachsenenalter kehren sie als Verunsicherung, Angst oder innerer Konflikt zurück.


Und natürlich spielen auch sehr reale Bedenken eine Rolle: was ist heute akzeptabel? Was sagt mein Partner?  Sprengt das meine Ehe? Was wenn ein Kollege es wüsste?  


Es geht bei deshalb ausdrücklich nicht darum, jemanden in eine bestimmte Richtung zu drängen. Es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“ in Bezug auf sexuelle Identität. Was es gibt, sind Muster aus der Vergangenheit, die den freien Zugang zum eigenen Erleben blockieren.


Dann erst kann man frei und bewusst entscheiden.


Wie wir damit umgehen und was wir erkunden


Ich biete einen Raum, in dem - wie Therapeuten gern sagen "alles da sein darf", ohne Bewertung. Wir erkunden gemeinsam, welche Überzeugungen und Ängste rund um deine Sexualität wirken. Was kommt aus dir, und was kommt aus den Erwartungen anderer? Wenn die Scham nachlässt, wird oft klarer, wer du wirklich bist, jenseits der Bilder, die dir aufgelegt wurden. 

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Anmerkung zu Fallbeispielen und Anonymisierung:

Alle Fallbeispiele auf dieser Website basieren auf echten therapeutischen Begegnungen. Namen und Vornamen sind grundsätzlich geändert. Darüber hinaus werden typischerweise weitere Merkmale verändert oder zusammengeführt: Alter und Lebenssituation werden angepasst, biografische Details wie Familienkonstellationen werden variiert, und einzelne Fälle werden gelegentlich zu einer zusammengesetzten Geschichte verdichtet, wenn das die Dynamik klarer zeigt als ein einzelnes Beispiel.

Was erhalten bleibt, ist die emotionale und therapeutische Wahrheit der Situation: das Muster, die Dynamik, der Prozess. Darum geht es.

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